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Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon Fireglow » Mo Mär 01, 2010 19:50

http://www.radio8.de/index.php?id=82&tx ... s%5D=15120

Betroffen ist auch der Fluss "Tauber" in Baden-Württemberg Main-Tauber-Kreis.

Die Ausnaße sind noch nicht abzusehen. Angeblich 150 m³ Gülle in Fluss geflossen.
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon amwald 51 » Mo Mär 01, 2010 23:30

servus mitanand
... 'gift ist nicht gleich gift'. im gegensatz zum aktuellen altöl-fall in italien ist gülle an und für sich ja kein schadstoff >>> das schädliche daran ist die überdosis :idea: :idea:
grüße vom alpenrand
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon euro » Di Mär 02, 2010 10:51

Naja, nutze zur Nitrat- und Ammoniakbestimmung der Gülle Aquariumtabs.
Um ablesbare Werte zu erhalten verdünnt man 10x10x10=1000.
Dann sind die Werte aber schon so dass auch jeder Aquariumfisch drin überleben würde.
Denk mal da wird wieder was gross aufgebauscht, die Wasserleistung eines Flusses mit 1800 km² Einzugsgebiet verklappt sowas jedenfalls locker, vor allem jetzt bei der Schneeschmelze.
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon meyer wie mueller » Di Mär 02, 2010 11:21

Hallo

mal zur Richtigstellung:
- Veitsaurach ist nicht in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber sondern liegt an der Aurach, einem Bach, der etwa 7 km oberhalb in Petersaurach entspringt, und die Tauber ist mehr als 50 km Luftlinie entfernt.
Bei so einem kleinen Bach ist der Gülleeintrag schon relevant, auch wenn es derzeit Hochwasser (ein paar Wiesen sind nass) wegen der Schneeschmelze gibt

Zahlreiche Forellenteiche werden durch das Bächlein bewässert. Näheres unter http://de.wikipedia.org/wiki/Veitsaurach.

Gruß
Zuletzt geändert von meyer wie mueller am Di Mär 02, 2010 14:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon JueLue » Di Mär 02, 2010 12:30

Man sollte da nichts schönreden, da wo die Gülle reinfliesst, wird der Bach schon tot sein
Der "Vorteil" von Gülle gegenüber Öl ist allerdings, dass der Hauptschaden der Sauerstoffentzug im Gewässer ist, also nur eine Momentbelastung. Ist der aktuelle Schaden überstanden, gibts keine Dauerschäden.

Schlimm genug wirds für den Landwirt auf alle Fälle. Hoffentlich gut versichert und nicht grob fahrlässig gehandelt.

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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon MTX-Driver » Mi Mär 03, 2010 22:24

Gibt es keine Vorschrift bei Güllelagern das ein Damm da sein muss im Falle einer Havarie? Bei BGA´s ist es gang und gäbe. :roll:
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Mähdrescher werden in Landkreisen mit 130 Biogasanlagen völlig überbewertet!
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon Meini » Mi Mär 03, 2010 22:35

MTX-Driver hat geschrieben:Gibt es keine Vorschrift bei Güllelagern das ein Damm da sein muss im Falle einer Havarie? Bei BGA´s ist es gang und gäbe. :roll:



Seit wann und Wo?
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon tiger12 » Mi Mär 03, 2010 23:00

Hab ich ja wieder mal mehr zu bieten...

Bei uns in der Nähe ist auch einer geplatzt, 1500 qbm sind ausgelaufen. War ein recht neuer Behälter, der Boden ist wohl weggesackt, mooriger Untergrund.

Das kann man ja auch wirklich nicht ahnen.

tiger12
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon MTX-Driver » Mi Mär 03, 2010 23:09

tiger12 hat geschrieben:Hab ich ja wieder mal mehr zu bieten...

Bei uns in der Nähe ist auch einer geplatzt, 1500 qbm sind ausgelaufen. War ein recht neuer Behälter, der Boden ist wohl weggesackt, mooriger Untergrund.

Das kann man ja auch wirklich nicht ahnen.

tiger12


Ohne Bodengutachten hat der jetzt ein Problem^^

@ Meini

Keine Ahnung, Chefchen sagte das wurde vorgschrieben beim Bau. euro kann da bestimmt besser Auskunft geben....


mfg
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon amwald 51 » Do Mär 04, 2010 17:26

frankenvieh hat geschrieben:
tiger12 hat geschrieben:Hab ich ja wieder mal mehr zu bieten...
Bei uns in der Nähe ist auch einer geplatzt, 1500 qbm sind ausgelaufen. War ein recht neuer Behälter, der Boden ist wohl weggesackt, mooriger Untergrund.
Das kann man ja auch wirklich nicht ahnen.
tiger12


So das kann man nicht ahnen ......... hier hat der Prüfstatiker die Suppe zu zahlen, damit das mal klar ist !

... was kann der prüfstatiker dafür, dass u.u. falsche angaben zum baugrund gemacht wurden, oder vor allem der bauherr bzw. seine von ihm beauftragte firma auf nicht tragfähigem grund gebaut haben. das können sich die beiden ausraufen, der prüfstatiker löffelt da gewiss keine suppe aus, verstanden ????
p.s. auch in köln löffelt der prüfstatiker keine suppe aus >>> alleiniges verschulden der kvb, wollten ein paar euro sparen, das haben sie jetzt davon :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
grüße vom alpenrand
amwald 51
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon amwald 51 » Do Mär 04, 2010 18:30

servus mitanand
@frankenvieh
... aber zuerst mal auf das unschuldigste glied in der versagenskette einschlagen :D :D :D
ich vermute ja mal sehr stark, dass beim bodenaustausch dem bauherrn das geld näher war, als die
erd-statischen erfordernisse :gewitter: :gewitter:
grüße vom alpenrand
amwald 51
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon amwald 51 » Do Mär 04, 2010 18:54

servus mitanand
frankenvieh hat geschrieben:
amwald 51 hat geschrieben:servus mitanand
@frankenvieh
... aber zuerst mal auf das unschuldigste glied in der versagenskette einschlagen :D :D :D
ich vermute ja mal sehr stark, dass beim bodenaustausch dem bauherrn das geld näher war, als die
erd-statischen erfordernisse :gewitter: :gewitter:
grüße vom alpenrand
amwald 51

Amwald, so sehr viel hast du auch noch nicht gebaut in deinem Leben, oder ?

:klug:
... ich war als bau. ing knapp 25 jahre in der bauausführung sowohl im hoch- als auch im tiefbau tätig
grüße vom alpenrand
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon S 450 » Do Mär 04, 2010 19:53

Guten Abend

Einige kommen ja auch aus AN. Der Landkreis Ansbach ist ja auch fast so groß wie das Saarland.
Die Ansbacher sind recht empfindlich, wenn es um Gülle etc. geht. Für einige ist der Altmühlsee bei Gunzenhausen ein Begriff. Das ist zwar der Nachbarlandkreis, aber die Altmühl entspringt vor meiner Haustüre. Nun, der See ist nur etwa 3 Mter tief und wenn es etwas länger trocken ist kippt der künstliche See um. Deshalb haben wir sakrische Auflagen bekommen. So mussten wir für ganze 35 Einwohner eine 100.000€ teure biologische Kläranlage bauen. Die restliche Dorferneuerung fiel flach. Auch ist letzten Herbst das Wasserwirtschafts Amt aktiv geworden und hat einem Landwirt aus unserem Dorf dazu verdonnert, eine neue Mistgrube zu bauen. Der Landwirt hat noch 8 Jahre bis zu Rente.
Auch gabs bei uns ja den Giftäcker Skandal.
Nur zur Hintergrund Info.
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Re: Gülleunfall im Landkreis Ansbach

Beitragvon amwald 51 » Fr Mär 05, 2010 0:17

servus mitanand
.... es soll hier ja nicht der absoluten schludrigkeit das wort geredet werden, es soll aber auch nichts überdramatisiert werden. das von dir erwähnte dre..s....in hat ja vorsätzlich kriminell gehandelt und die vorreinigungsstufe schlechthin für gewässer, sprich bodenflächen absichtlich mit gift versaut.
p.s. was ist mit dem eigentlich in juristischer hinsicht geschehen ????
.... was deine kläranlage für 35 personen betrifft, hat nichts mit der fränkischen seenplatte zu tun >>> ich hab ende 2006 auch der eu-vorgabe genüge geleistet und meine alte dreikammerausfallgrube durch eine neue biol. kleinkläranlage ersetzt. meine kosten lagen deutlich über den 2.860 eur/pers als von dir erwähnt, und zwar ohne die ggf. dort erhöhte reinigungstufe was den nitratgehalt im auslaufwasser der anlage betrifft.
grüße vom alpenrand
amwald 51
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