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Mindestlohnforderung

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Mindestlohnforderung

Beitragvon augenschmaus » So Jun 20, 2010 8:58

Einen Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde für die Beschäftigten in der Landwirtschaft hat Klaus Wiesenhügel,Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt gefordert. :evil:
Eure Meinung dazu würde mich Interessieren.
hans nauert
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon hans g » So Jun 20, 2010 9:39

was wäre dann mit den osteuropäischen ERNTEHELFERN :?:
"die GUTEN leute verdienen MEHR!"habe ich von 2 chefs erfahren.
hans g
 
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon fridolin » So Jun 20, 2010 10:03

Nicht nur die Gewerkschaften fordern einen Mindestlohn in der BRD. Es muss dringend etwas geschehen, sonst gerät eine ganze Generation aufs Abstellgleis. In den nächsten Jahren gehen diejenigen Jahrgänge in Rente, die in ihrem Erwerbsleben massiv von Arbeitslosigkeit und Lohndumping betroffen waren.

DIE LINKE schlägt ein Drei-Punkte-Programm vor. Ins Rentenrecht muss ein Solidarfaktor eingebaut werden. Beitragszeiten mit niedrigen Einkommen würden dann bei der Rentenberechnung höher bewertet. Zum zweiten muss die Grundsicherung im Alter deutlich angehoben werden. Niemand sollte im Alter weniger als 800 Euro haben. Und drittens müssen wir für die Zukunft handeln. Wir brauchen einen Mindestlohn, der Altersarmut verhindert. Erst ein Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde garantiert nach 40 Jahren Vollzeitarbeit eine Rente oberhalb des Sozialhilfeniveaus.

Es ist ferner dringend notwendig das alle Einkunftsarten, bei Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, in eine allgemeine Rentenversicherung einzahlen!
Adolf Grimme: " Ein Sozialist kann Christ sein, ein Christ muss Sozialist sein "
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon Cairon » So Jun 20, 2010 11:06

[bitte keine Realnames] hat geschrieben:Nicht nur die Gewerkschaften fordern einen Mindestlohn in der BRD. Es muss dringend etwas geschehen, sonst gerät eine ganze Generation aufs Abstellgleis. In den nächsten Jahren gehen diejenigen Jahrgänge in Rente, die in ihrem Erwerbsleben massiv von Arbeitslosigkeit und Lohndumping betroffen waren.

DIE LINKE schlägt ein Drei-Punkte-Programm vor. Ins Rentenrecht muss ein Solidarfaktor eingebaut werden. Beitragszeiten mit niedrigen Einkommen würden dann bei der Rentenberechnung höher bewertet. Zum zweiten muss die Grundsicherung im Alter deutlich angehoben werden. Niemand sollte im Alter weniger als 800 Euro haben. Und drittens müssen wir für die Zukunft handeln. Wir brauchen einen Mindestlohn, der Altersarmut verhindert. Erst ein Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde garantiert nach 40 Jahren Vollzeitarbeit eine Rente oberhalb des Sozialhilfeniveaus.

Es ist ferner dringend notwendig das alle Einkunftsarten, bei Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, in eine allgemeine Rentenversicherung einzahlen!


Und wie willst Du dass umsetzen bzw. finanzieren? Die Bezieher großer Einkommen sind mit ihrem Kapital hochflexibel, die ziehen einfach ab ins Ausland oder handeln ihre Aktien halt woanders. Also bleibt Dir nur der Mittelstand um Deine Rentenpläne zu realisieren und es kann doch wohl nicht das Ziel sein den Mittelstand, der 70% der Arbeitsplätze in Deutschland schafft noch weiter zu belasten.
Ein schöne Idee wäre doch die Kappung hoher Renten und Pensionen um damit die unteren Klassen aufzubessern. Wenn Köhler statt 199.000 Euro im jahr nur noch 60.000 bekommen würde, dann könnte man damit doch schon was machen.

Zum eigentlichen Thema ich zahle bereits mehr als 8,50 €/Stunde, bekommt man für weniger denn überhaupt brauchbare Leute?
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon fridolin » So Jun 20, 2010 11:22

Lieber Cairon Deine Frage ist superleic ht zu beantworten:
Die Bezieher großer Einkommen sind mit ihrem Kapital hochflexibel, die ziehen einfach ab ins Ausland oder handeln ihre Aktien halt woanders.


Denn keiner zieht ins Ausland ab wenn folgendes, wie in den USA praktiziert, durchgesetzt wird: jeder " Auslandsflüchtling " muß die in seinem " Fluchtland " zu zahlenden Steuern und Abgaben aus seinem steuerbaren Einkommen, der BRD melden. Hier, in der BRD wird er daraufhin veranlagt und ein evtl. Differenzbetrag zur Auslandsbesteuerung, ist in der BRD fällig. Kommt derjenige dieser Verpflichtung nicht nach wird ihm oder ihr die deutsche Staatbürgerschaft entzogen. Das funktioniert in den USA einwandfrei. Wer will schon seine jeweilige Staatsbürgerschaft verlieren??
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon forenkobold » So Jun 20, 2010 11:41

[bitte keine Realnames] hat geschrieben: Wer will schon seine jeweilige Staatsbürgerschaft verlieren??


wenn die SED-PDS-Erben hier weiter so Fuß fassen..............


ICH!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon Rebenhopser » So Jun 20, 2010 12:37

[bitte keine Realnames] hat geschrieben: Zum zweiten muss die Grundsicherung im Alter deutlich angehoben werden. Niemand sollte im Alter weniger als 800 Euro haben. Und drittens müssen wir für die Zukunft handeln. Wir brauchen einen Mindestlohn, der Altersarmut verhindert. Erst ein Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde garantiert nach 40 Jahren Vollzeitarbeit eine Rente oberhalb des Sozialhilfeniveaus.

Es ist ferner dringend notwendig das alle Einkunftsarten, bei Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, in eine allgemeine Rentenversicherung einzahlen!


Wenn ich meinen Saisonkräften diesen Lohn zahlen muss, werde ich auf Maschinenlese umstellen müssen. Da kann ich die Kosten absetzten, spare mir Ärger, Bürokratie (ELENA),Lohnnebenkosten und Steuern. Ist die Frage, ob das der Staat will. Die meisten Landwirte die ich hier kenne haben weniger als 800€ Rente/Altershilfe im Monat, die werden wenig Verständnis dafür aufbringen, dass Saisonkräfte mehr verdienen als Sie selbst in ihrer aktiven Zeit...

P.S.: ein Mindestlohn von 10€ garantiert gar nichts... ("Die Rente ist sicher") "Ehrenwort!!"
Ich will nicht so bleiben wie ich bin, ich will besser werden!
http://www.wg-rammersweier.de/
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon augenschmaus » So Jun 20, 2010 14:02

Wie soll das zusammenpassen.Die meisten landwirtschaftlichen Erzeugerpreise sind auf dem Stand von 1960.Da waren die Durchschnittslöhne bei 1,40 € das ist zu den geforterten Mindestlöhnen eine Steigerung von 800%.Zumal auch noch die Kosten für Betriebsmittel um ein vielfaches gestiegen sind.
Diese Mail habe ich vor achtTagen an Klaus Wiesehügel geschickt und noch keine Antwort erhalten.
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Jun 21, 2010 10:10

Schattenwirtschaft endlich mit entsprechenden Mitteln bekämpfen und sämtliche Dienstleistungen in Privathaushalten mit dem zweifachen Wert abschreibungsfähig machen, bei steigenden Steuern von hohen Einkommen. Das wäre wesentlich effektiver...
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
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Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon voro » Mo Jun 21, 2010 10:26

Cairon hat geschrieben:Zum eigentlichen Thema ich zahle bereits mehr als 8,50 €/Stunde, bekommt man für weniger denn überhaupt brauchbare Leute?


Natürlich.

Wobei - du musst halt wissen was du unter "brauchbar" verstehst.

Also, Kartoffelsortieren ist hier mit _brauchbarem_ Sortierpersonal für 7,- durchaus drin. Und das sind nicht unbedingt Ausländer.
In anderen Bereichen wird auch nicht mehr bezahlt - ich weiss z.B. das Schlachterei-/Partyservice-Aushilfen das gleiche verdienen.
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon fridolin » Mo Jun 21, 2010 12:47

P.S.:("Die Rente ist sicher") "Ehrenwort!!"
schreibt Rebenhopser. Dieses Zitat wird dem Norbert Blüm zugeschrieben. Recht hatte er, denn er wurde ja nicht gefragt in welcher Höhe die Rente sicher sei! :D :D
Wer Ausagen von Politikern der Neoliberalen Parteien vertraut hat eben selber schuld. Wie sagte doch der ehrenwerte Herr Müntefering ( SPD ) so treffend. " ....es ist unfair, die CDU und die SPD an ihren Wahlkampfversprechen messen zu wollen....."

http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_M%C3%BCntefering
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon hans g » Mo Jun 21, 2010 12:54

voro hat geschrieben:Also, Kartoffelsortieren ist hier mit _brauchbarem_ Sortierpersonal für 7,- durchaus drin. Und das sind nicht unbedingt Ausländer.
In anderen Bereichen wird auch nicht mehr bezahlt - ich weiss z.B. das Schlachterei-/Partyservice-Aushilfen das gleiche verdienen.

kommt auf die gegend an---in unserem bereich findest so gut,wie keinen,der solche arbeiten macht bzw. 10€ werden min. verlangt---maurer,die "ohne plan" arbeiten,nehmen 15€ BAT.
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Re: Mindestlohnforderung

Beitragvon Keule 23 » Mo Jun 21, 2010 21:05

Wer braucht leute zum sortieren? hier (bei Berlin) werden 6 € brutto gezahlt also bei 10 € wäre ich glücklich fürs roden,sortieren und sacken. also eigentlich für allles!
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