Weidehaltung war das Wort, das beinhaltet wohl eine größere Fläche. Kann mir nicht vorstellen, daß eine Sau lange Wege zur Kotsammelstelle auf sich nimmt, wenn es pressiert.
Ja, eben das ist die oben schon gehabte "verzerrte Wahrnehmung". Du kannst Dir nicht vorstellen, daß Stroh stinkt, also stinkt es nicht, und Du kannst Dir nicht vorstellen, daß Schweine Kotecken anlegen (übrigens auch Wildschweine tun das, und die haben Platz genug), also gibt es keine. Da nutzen dann aber auch keine Erklärungen, denn auf Deine "Vorstellungskraft" haben wir keinen EInfluß. Für wie dämlich hältst Du die Leute in den Unis denn, und in den Tierversuchsanstalten und den Versuchsgütern? Wenn es DIR zupaß kommt, findest Du die erwähnenswert und glaubwürdig, und wenn es Deinen "Vorstellungen" zuwiderläuft, dann sind die plötzlich alle zu blöd, auch nur zu gucken wo Schweine hinscheißen?
Es sagt ja keiner, daß diese ganze Auslauf-, Freiland- und Offenstallschiene nicht früher mal eine gute Idee war - eben darum sind ja Millionen von Forschungsgeldern verbraten worden dafür. Nur hat sich dabei eben inzwischen herausgestellt, daß das Ganze, solange es mehr als irgendeine Lücke für eine Handvoll Hobbyhalter ist, nicht den "Vorstellungen" der Leute entsprochen hat. Die Hühner im Freiland sind eben keine "glücklichen Hühner" geworden, man hat bisher nicht mal Hühner gefunden, die dieses Glück lange genug überleben um wirtschaftlich zu sein. Und für die Schweine gilt das selbe: nach 20 Jahren Bioforschung gibt es immer noch kein einziges Schwein , daß Auslauftauglich UND Verbraucherfreundlich wäre und nicht zugleich unsere Lebensgrundlagen / das Grundwasser versaut. War ne gute Idee, hat aber leider nicht geklappt, und dann muß man irgendwann auch mal die Rückschläge einsehen und nicht einfach sagen "von Chemie will ich nichts wissen" oder "das Sauen Kotecken anlegen glaube ich nicht".
Und was ist denn nun anders an der Ernährung? Schweine dürfen nach meiner Kernntnis kaum mit tierischen Futtermitteln ernährt werden. Fischmehl vielleicht. Aber sonst? Alles vegetarisch wie bei Schaf und Rind. Also ist die Hinterlassenschaft doch wohl ähnlich zu bewerten?
Nein, auch falsch. Schweine sind Allesfresser und Rinder sind Wiederkäuer. Bei den Rindern wird das benötigte Eiweiß im Pansen gebildet, nicht mehr und nicht weniger, und in den anschließenden Mägen verdaut.
Bei den Schweinen mußt Du, egal ob aus tierischen oder pflanzlichen Bestandteilen, das (mehr) Eiweiß reinfüttern, denn die haben keinen Pansen, und davon bleibt auch mehr im Kot übrig. Je nach Futtermittel: von tierischen Futtermitteln weniger, und von pflanzlichen Komponenten mehr, da ist die Verdaulichkeit schlechter. Die "vegane" ernährung der Schweine ist also nicht etwa ein Argument _für_ die Umweltfreundlichkeit, sondern dagegen!
Das wußte man aber auch schon vor Jahren, das Schweinemist/gülle, Rindermist/gülle und zB HTK jeweils andere Nährstoffgehalte haben und deswegen anders verwendet werden, sowohl im Umgang als auch im Boden.
