...."Krauter: Herr Meyer-Lindenberg, bekommt das Stadtleben den Menschen denn nicht?
Meyer-Lindenberg: Das ist eine schwierige Frage. Es gibt natürlich viele gute Dinge, die Stadtbewohner den Landbewohnern voraushaben, insbesondere wenn man sich in Entwicklungsländer oder in die zweite Welt begibt, dann sieht man, dass Städter im Schnitt reicher sind, besseren Zugriff haben auf Gesundheitssysteme, Versorgung, Ernährung. Aber in Bezug auf die seelischen Erkrankungen ergibt sich da ein relativ klares Bild, insofern als man gefunden hat, dass für die großen seelischen Erkrankungen - Depression, Angsterkrankungen, auch Schizophrenie - Stadtleben einen Risikofaktor darzustellen scheint. Also man findet, dass Leute, die in der Stadt geboren und aufgewachsen sind, deutlich höheres Risiko für Schizophrenien haben, nämlich zwei bis dreimal höher. Und dass Leute, die momentan in der Stadt wohnen ein erhöhtes Risiko für Depression und Angst haben, nicht so drastisch, wie bei der Schizophrenie, aber immer noch so 30 Prozent höher....."
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1488761/
Leute zieht jetzt aber nicht alle aufs Land, sonst werden wir noch krank,......


