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Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Hier ist Platz für alles was auf den Bäumen wächst.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Kyoho » Mo Aug 13, 2012 20:34

rägemoli hat geschrieben:Wir sind hier an der Grenze zu Frankreich /Elsass .Die Franzosen können nicht so billig Erdbeeren ,Spargel ect . produzieren wie die
Deutschen ,hab ich mal mitbekommen .Die Franzosen haben höhere Mindestlöhne , oder sind auch zu faul für Sonderkulturen :mrgreen: . Nur so nebenbei .

Erstens haben die Franzosen mehr Urlaub, die sind weg, wenn die Erdbeeren reif sind, arbeiten zumindest auf dem Papier nur 35 Stunden die Woche und schotten sich ab vor osteuropäischen Saisonarbeiter. Dafür haben sie im Süden genug illegale Einwanderer aus Afrika, die dann unter Mindestlohn solche Tätigkeiten verrichten. Ich denke, in den Mittelmeeländern F, I, ES gibt es ein großes Lohngefälle und die oben beschriebenen Verhältnisse gelten vor allem für den reichen Norden. Wer sich vor Speck nicht mehr bücken kann, ist eben für Erbeeren und Spragel ungeeignet, da sind auch 3 € noch zuviel. Es sei denn, die wachsen im Gewächshaus auf Tischen. In der Regel wird Erntearbeit im Akkord abgerechnet, wer fleißig ist, verdient auch mehr.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Kyoho » Mo Aug 13, 2012 20:46

Hobbit-Hunter hat geschrieben:
Kaninchen hat geschrieben:Man muß ja nur mal den normalen gesunden Menschenverstand einschalten um sich zu denken, dass Erdbeerbauern nicht reich werden.


Zumindest "reich" genug um 1500€, und mehr, pro Hektar an Pacht zu zahlen. :roll: :roll:

Wo lebst Du eigentlich?
Würde er die Summe nicht hinblättern, würde ihm ein Biogaser zuvor kommen und dort subventionierten Mais anbauen und es wäre Schluss mit den Erdbeeren. Pachtzahlungen sind betriebsnotwendige Ausgaben, bewegen sich zwischen Angebot und Nachfrage und Erdbeeren wachsen nicht auf nassen Wiesen oder steinigen Buckeln, für die man vielleicht 200 € Pacht im Jahr bezahlt.
Wenns dem Bauer die Ernte verhagelt oder die Blüte erfriert, hat auch keiner Mitleid mit ihm, kann er so ein Jahr nicht überbrücken, geht sein Betrieb eben hops. In manchen Jahren könnte er betriebswirtschaftlich höhere Pfücklöhne bezahlen, in anderen sind eben 5€ schon zuviel. Die Pfücker wären aber nicht begeistert, wenn sie mal 2 und mal 7 Euro die Stunde bekommen würden.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon rägemoli » Mo Aug 13, 2012 21:09

Ja so im Allgemeinen ist der Spruch immer noch zutreffend :"Der Franzose arbeitet um zu leben ,der Deutsche lebt um zu Arbeiten ....."
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Hobbit-Hunter » Mo Aug 13, 2012 21:14

Kyoho hat geschrieben:Würde er die Summe nicht hinblättern, würde ihm ein Biogaser zuvor kommen und dort subventionierten Mais anbauen und es wäre Schluss mit den Erdbeeren.



Achja, die Biogaser sind schuld... :roll: :roll:

Oder warens doch die Massentierhalter?

Die beiden Gruppen sind doch grundsätzlich immer an allem schuld. :roll: :roll:
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Kyoho » Mo Aug 13, 2012 21:50

Hobbit-Hunter hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Würde er die Summe nicht hinblättern, würde ihm ein Biogaser zuvor kommen und dort subventionierten Mais anbauen und es wäre Schluss mit den Erdbeeren.



Achja, die Biogaser sind schuld... :roll: :roll:

Oder warens doch die Massentierhalter?

Die beiden Gruppen sind doch grundsätzlich immer an allem schuld. :roll: :roll:

Hab das wertneutral und nicht neutral gemeint, es steht nichts von "schuld" im Text. Schließlich kann der Erdbeerbauer auch umsatteln und sich einen anderen Betriebszweig suchen. Dann kommen die Erdbeeren halt wieder aus dem Ausland. Wie wäre es mit einem CO2 Zuschlag für lange Transportwege? Früher gab es ander Grenze schließlich auch Zölle, um die regionale Wirtschaft zu fördern.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Nils Schmid » Di Aug 14, 2012 9:46

Ice hat geschrieben:Also wir machen Erdbeeren.
Bei uns arbeitet keiner unter 6,50€...

Datai hat geschrieben:Wir produzieren auch Erdbeeren und auch bei uns arbeitet keiner unter 6,50.

Möchte an dieser Stelle mal konkrekt nachfragen wie es den aussieht mit dem von der SPD geforderten Mindestlohn von 8,50 €/h ?
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Juwel » Di Aug 14, 2012 13:35

[quote="Nils Schmid"][quote="Ice"]Also wir machen Erdbeeren.
Bei uns arbeitet keiner unter 6,50€...[/quote]
[quote="Datai"]
Wir produzieren auch Erdbeeren und auch bei uns arbeitet keiner unter 6,50. [/quote]
Möchte an dieser Stelle mal konkrekt nachfragen wie es den aussieht mit dem von der SPD geforderten Mindestlohn von 8,50 €/h ?[/quote]

Ich bin kein SPD Wähler somit muss ich auch nicht soviel bezahlen!!!! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon forenkobold » Di Aug 14, 2012 22:00

Mehr als 3€ Stundenlohn werden von einem ausgebildeten Landwirt und seiner Familie in einem durchschnittlichen Betrieb auch selten erreicht.
Für Saisonarbeitskräfte gibts nen Tarifvertrag, an den man sich halten muß. Mir scheint das wieder ein typisch-verlogener ARD-Film zu sein.
BTW: werden die Arbieter GEZWUNGEN??
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Nils Schmid » Di Aug 14, 2012 22:26

forenkobold hat geschrieben:Für Saisonarbeitskräfte gibts nen Tarifvertrag, an den man sich halten muß.

Die Arbeitskräfte werden ja nicht direkt eingestellt sondern über Leiharbeitsverträge. Anstelle eines Arbeitsvertrages rückt ein Dienstleistungsvertrag, somit wären Tarife vorerst einmal ausgestezt.

forenkobold hat geschrieben:Mehr als 3€ Stundenlohn werden von einem ausgebildeten Landwirt und seiner Familie in einem durchschnittlichen Betrieb auch selten erreicht.

Hier sollte sich der Landwirt selbstkritisch hinterfragen und sich mal mit anderen vergleichen :
Ice hat geschrieben:Also wir machen Erdbeeren.
Bei uns arbeitet keiner unter 6,50€...

Datai hat geschrieben:Wir produzieren auch Erdbeeren und auch bei uns arbeitet keiner unter 6,50.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Kyoho » Mi Aug 15, 2012 16:03

Nils Schmid hat geschrieben:
Ice hat geschrieben:Also wir machen Erdbeeren.
Bei uns arbeitet keiner unter 6,50€...

Datai hat geschrieben:Wir produzieren auch Erdbeeren und auch bei uns arbeitet keiner unter 6,50.

Möchte an dieser Stelle mal konkrekt nachfragen wie es den aussieht mit dem von der SPD geforderten Mindestlohn von 8,50 €/h ?


8,50€ ist um 2€ zu hoch, damit wird die Produktion ins Ausland verlagert, zumindest das meiste davon. Es sei denn, der Euro bricht wegen der Eurokrise ein, dann kann man darüber verhandeln. Andere Möglichkeit ist das Selberpflücken, geht aber auch nicht ganz ohne Saisonkräfte, die zuvor die Anlagen herrrichten und den liegen gelassenen Müll ablesen und faule Früchte entfernen.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon µelektron » Mi Aug 15, 2012 16:19

also, bei nem normalen Arbeitnehmerverhältnis 40h/Woche, 5Tage die Woche käme ein Saisonarbeiter immernoch auf
~800 €/Monat NETTO ... für ungelernte Hilfsarbeiten doch nicht so schlecht.
Meist machen die Leut aber deutlich mehr Stunden, dafür aber nur n paar Monate im Jahr ... im Gegenzug haben sie oft auch in ihrer Heimat eine höhere Kaufkraft als bei uns, konsumieren bei uns nur das Nötigste um möglichst viel Geld mit Heim zu nehmen.

Aber mal ne Gegenfrage ... was würde wohl passieren wenn wir den Aushilfen 20 EUR geben und dafür die Produkte am Markt mal salop um 60% verteuern. Ist ja nicht so, dass jeder Hilfswichtel 5mal im Jahr in Urlaub fliegen muss. Streichen wir mal davon 3 Urlaube zugunsten der heimischen Lebensmittelproduktion.
http://www.youtube.com/watch?v=ta-Z_psX ... re=mh_lolz
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Kyoho » Mi Aug 15, 2012 18:54

µelektron hat geschrieben:also, bei nem normalen Arbeitnehmerverhältnis 40h/Woche, 5Tage die Woche käme ein Saisonarbeiter immernoch auf
~800 €/Monat NETTO ... für ungelernte Hilfsarbeiten doch nicht so schlecht.
Meist machen die Leut aber deutlich mehr Stunden, dafür aber nur n paar Monate im Jahr ... im Gegenzug haben sie oft auch in ihrer Heimat eine höhere Kaufkraft als bei uns, konsumieren bei uns nur das Nötigste um möglichst viel Geld mit Heim zu nehmen.

Das Schlimmste Übel eines Saisonarbeiters ist nicht die Arbeit, sondern die ungwollt freien Tage wenns regnet oder wenn sonst eine Zwangspause auf dem Feld ist. Sonntags arbeiten sie lieber einen halben Tag, als den ganzen Tag irgendwo rumzuhocken oder Wodka zu trinken. Außerdem fallen beim Lohn in der Regel kaum Sozialabgaben und Steuern für den Saisonarbeiter an (die zahlt der Arbeitgeber pauschal), die er noch vom Lohn abgezogen bekommt. Leider macht sich zunehmend eine mafiöse Vermittlung unter den Arbeitern breit, die sie dazu zwingt, einen Teil des Lohnes an den Stellenvermittler (meist ein Landsmann der Saisonarbeiter) abzudrücken. Oft muss der Osteuropäer die erste Woche ganz für den Vermittler arbeiten, ohne dass es der Landwirt weiß.

Aber mal ne Gegenfrage ... was würde wohl passieren wenn wir den Aushilfen 20 EUR geben und dafür die Produkte am Markt mal salop um 60% verteuern. Ist ja nicht so, dass jeder Hilfswichtel 5mal im Jahr in Urlaub fliegen muss. Streichen wir mal davon 3 Urlaube zugunsten der heimischen Lebensmittelproduktion.


Wenn ein Harzer einen Garten hat, dann lernt er auch die Arbeit auf dem Feld schätzen. Aber leider hat er weder auf das eine noch auf das andere Bock. Dann aber rumjammern, wenn er depressiv und alkoholkrank wird, weil er ringsrum nur Beton sieht und Jammergestalten. Die Polen kommen morgens schon gut gelaut aus der Hütte, die Harzer mit einem Gesichtsausdruck wie drei Tage Regenwetter. So kann das nichts werden. 20€ wären denen auch nicht genug, ganz davon abgesehen, dass immer auch eine gleichwertige Arbeitsleistung dem Lohn gegenüberstehen muss. Wer motiviert ist, arbeitet oft doppelt so schnell wie einer mit Dienst nach Vorschrift.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Hobbit-Hunter » Mi Aug 15, 2012 19:39

Ich glaube wir sollten ein Spendenkonto für die notleidenden Erdbeerbauern einrichten.

Nachdem sie die Stroh- und Pachtpreise in astronomische Höhen getrieben haben, bleibt nichts mehr für sie selber über.
Die Armen.

Vielleicht sollten sie mal gegen die Milchbauern bei der Jammer-WM antreten.
Wird bestimmt eine spannender Kampf.
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Nils Schmid » Do Aug 16, 2012 10:17

Kyoho hat geschrieben:8,50€ ist um 2€ zu hoch, damit wird die Produktion ins Ausland verlagert, zumindest das meiste davon. Es sei denn, der Euro bricht wegen der Eurokrise ein, dann kann man darüber verhandeln. Andere Möglichkeit ist das Selberpflücken, geht aber auch nicht ganz ohne Saisonkräfte, die zuvor die Anlagen herrrichten und den liegen gelassenen Müll ablesen und faule Früchte entfernen.

Vielen Dank für die klare Antwort. Produktionsverlagerungen ins Ausland kann mit Sicherheit nicht das Ziel von staatlich regulierter Lohnpolitik sein, das muss man an dieser Stelle klar unterstreichen!
µelektron hat geschrieben:also, bei nem normalen Arbeitnehmerverhältnis 40h/Woche, 5Tage die Woche käme ein Saisonarbeiter immernoch auf
~800 €/Monat NETTO ... für ungelernte Hilfsarbeiten doch nicht so schlecht.
Meist machen die Leut aber deutlich mehr Stunden, dafür aber nur n paar Monate im Jahr ... im Gegenzug haben sie oft auch in ihrer Heimat eine höhere Kaufkraft als bei uns, konsumieren bei uns nur das Nötigste um möglichst viel Geld mit Heim zu nehmen.

Aber mal ne Gegenfrage ... was würde wohl passieren wenn wir den Aushilfen 20 EUR geben und dafür die Produkte am Markt mal salop um 60% verteuern. Ist ja nicht so, dass jeder Hilfswichtel 5mal im Jahr in Urlaub fliegen muss. Streichen wir mal davon 3 Urlaube zugunsten der heimischen Lebensmittelproduktion.

Hier vergleichen wir Äpfel mit Birnen. Der 800 € Montaslohn ist für einen Ausländer mit niedrigen Lebenshaltungskosten nicht derselbe wie für eine in Deutschland wohnhafte Person. Dies dürfen wir in der ganzen Diskussion in keinem Fall außer Acht lassen wenn wir von Motivation und Demotivaton sprechen!

Auch auf die Gegefrage möchte ich eingehen. Wenn wir solche Lohnsteigerungen bei Aushilfsarbeitsplätzen zu verzeichnen haben, müssen wir die Gesamtbetrachtung aller Löhne in betracht ziehen. In diesem Falle wären die Löhne in anderen Branchen ebenfalls stark gestiegen. Wir sprechen dann von einer Lohnspirale!
Kyoho hat geschrieben:Leider macht sich zunehmend eine mafiöse Vermittlung unter den Arbeitern breit, die sie dazu zwingt, einen Teil des Lohnes an den Stellenvermittler (meist ein Landsmann der Saisonarbeiter) abzudrücken. Oft muss der Osteuropäer die erste Woche ganz für den Vermittler arbeiten, ohne dass es der Landwirt weiß.

Nach deutschem Recht läge hier eindeutig eine Sittenwidrigkeit vor!
Nur ist hier die Frage welchem Recht der Stellenvermittler unterliegt?
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Re: Erdbeergenuss oder einfach nur unsoziale Früchte

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 11:33

Ich habe mich noch einmal der wirtschaftlichen Situation der Erdbeere abgenommen und in meinen Recherchen folgenden Artikel gefunden, den ich hier, wie ich finde sehr gut dem Thema gerecht wird, zitieren möchte:

Frauen und Männer standen verloren herum, warteten, verhandelten und schimpften - auf ihren Arbeitgeber, der sich angeblich schlecht behandelt und unzureichend bezahlt hat. 5,35 Euro Stundenlohn seien vertraglich vereinbart gewesen, tatsächlich seien sie mit zwei Euro pro Kiste (fünf Kilo) entlohnt worden. Als sie sich darüber beschwerten, habe ihnen der Chef mit Rausschmiss gedroht und sie wüst beschimpft.

Für Markus Vöhringer, der mit 18 Hektar einer der größten Erdbeerbetriebe in der Region führt, stellt sich die Sache ganz anders dar. "Die haben nicht gearbeitet, deshalb habe ich sie nach drei Abmahnungen ordnungsgemäß gekündigt", meint Vöhringer. Während die Polen früher fünf bis sechs Kisten pro Stunde pflückten, hätten sie es auf nicht mal eine Kiste pro Stunde gebracht. "Da kann ich die Erdbeeren gleich hängen lassen und unterpflügen", sagt der Landwirt. Nach dem Desaster mit den Kroaten würden ihm fünf bis sechs Hektar kaputtgehen. Bei einem Erlös von 1,40 Euro pro Kilo und Pflückkosten von 40 Cent sei eben nicht mehr viel verdient, wenn bei der Ernte nichts läuft. Er müsse schließlich auch Pflanzen, Spritzmittel, Folien, Stroh und Kisten kaufen. "Ich verstehe nicht, warum die Leute nichts mehr schaffen wollen", so Vöhringer.
http://www.schwaebische.de/home_artikel ... 99571.html
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