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Sanddorn

Was soll gekocht und was soll im Garten angebaut werden? Landfrauen geben sich Tipps und Tricks.
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10 Beiträge • Seite 1 von 1
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Sanddorn

Beitragvon ich bins » Fr Jun 11, 2010 7:11

Hallo zusammen,

wir haben uns vor kurzem zwei Sanddornstauden gegönnt (sollen irgendwann noch mehr werden), allerdings noch recht klein (ca. 50cm)...
Trotz regelmäßigem gießen, sonnigen Standort und gutem Boden schauen die beiden recht kümmerlich aus und bekommen teilweise gelbe Blättchen.
Schädlingsbefall ist nicht festzustellen, warum wachsen die nicht richtig?
Weiß eigentlich keinen Rat mehr, vielleicht kennt sich ja hier jemand damit aus.

Gruß aus dem sonnigen Franken
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Re: Sanddorn

Beitragvon Piet » Fr Jun 11, 2010 18:47

Waren die im Topf, oder wurzelnackt?
Wieviel Wasser bekommen die Sträucher?
Sanddorn braucht sandigen Boden!

Gruss aus dem wilden Osten
http://www.jagtnorden.de
Alta, lass uns Baumarkt!
Piet
 
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Re: Sanddorn

Beitragvon ich bins » Di Jun 15, 2010 7:53

Die waren im Topf...
Sandigen Boden haben die allerdings nicht! Sind halt mit Pflanzerde und Torf eingesetzt.
ich bins
 
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Re: Sanddorn

Beitragvon Rudi1630 » Mi Jun 16, 2010 7:37

Der Sanddorn ist eine heimische Pflanze, wanderte vermutlich aber erst während der Eiszeiten aus Zentralasien nach Mitteleuropa ein. Er besiedelte wohl als eines der ersten Gehölze die großflächigen, kahlen Kies- und Schotterflächen, die die Gletscher zurückließen. Weil Sanddorn sehr lichtbedürftig ist und nicht die geringste Beschattung verträgt, wurde er von den neu entstehenden Wäldern aus dem Landesinneren verdrängt und fand schließlich auf den kargen Sanddünen der Küstenregion, in grobsandigen oder kiesigen Flussauen und auf alpinen Schotterflächen an Flussufern seine ökologische Nische. Besonders entlang der Küste ist der Sanddorn wegen seiner Windfestigkeit und Salztoleranz allen anderen Gehölzen überlegen.

Die richtige Pflanzung

Der sommergrüne Sanddorn wächst auffallend sparrig und bildet meist eine unregelmäßige Krone. Er kann vier bis fünf Meter hoch werden und erreicht etwa drei bis vier Meter Breite, daher braucht der Sanddorn einen ausreichend großen, freien Raum, der nicht von Bäumen beschattet wird. Der Boden sollte tiefgründig und nicht zu sauer sein. Insbesondere schwere Tonböden müssen mit reichlich Sand vermischt werden, weil Sanddorn auf luftarmen Böden nicht wächst.

Quelle : Mein schöner Garten !!!
Toleranz,ist die Einsicht das es keinen Sinn hat sich aufzuregen.
Rudi1630
 
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Re: Sanddorn

Beitragvon ich bins » Mi Jun 16, 2010 9:52

Hallo Rudi,

danke nochmal für die Ausführung!

Ich habe selbst noch gegoogelt und diese Beschreibung gefunden.... hätte also nicht nachfragen brauchen :D
Aber manchmal wissen die Anwender ein bisschen mehr als die Bücher.

Also noch vielen Dank!
ich bins
 
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Re: Sanddorn

Beitragvon Oelbrenner » Fr Jun 25, 2010 9:02

Öh, Zement mal, Sanddorn heisst zwar so, die Garten-/ Fruchtformen wachsen aber in Sandböden gar nicht gut.
Ein guter, frischer, humoser Boden in voller Sonne ist am geeignetsten. Durst haben die Viecher auch viel, das kann ein Sandboden nicht leisten.
In diesen Gartenzeitungen steht viel Tinnef, nicht alles glauben!

So dein Sanddorn kümmert; wie steht´s mit der Wasserversorgung?
Du schrobst, du hättest Torf und Pflanzerde (meist zu 100% aus Schwarztorf bestehend) zur Pflanzung verwendet. Torf hat die unangenehme Eigenschaft, einmal richtig ausgetrocknet Wasser erst mal für lange Zeit abzustossen. Sprich, das Erdreich drumrum ist gut feucht, deine Pflanze steht aber trotzdem im Trockenen.
Auch zicken im Container gezogene Pflanzen, die in schwerere Böden gesetzt werden, gerne mit dem Einwurzeln.
Oder umgekehrt: Auf zuviel Nässe reagiert der Sanddorn regelrecht verschnupft, wächst nicht und mickert. Bei zuviel Nässe faulen die Faserwurzeln ratzfatz.
Dritte Version: Wann gekauft? Haben die Kerlchen in der Baumschule ungeschützt draussen im Container gestanden können die Wurzeln yber Winter einen abbekommen haben.
Vierte: So du die Dinger wurzelnackt aus dem Einschlag gekauft hast, hättest du die um mindestens die Hälfte `runterschneiden sollen um wieder einen Ausgleich Wurzel/Krone zu schaffen.
Ist jetzt immer noch möglich :wink: - Rettungsschnitt.

Das optische Schadbild (gelbe Blätter von innen heraus, Kümmerwuchs) ist bei allen vieren identisch.

Gruss
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Re: Sanddorn

Beitragvon SHierling » Fr Jun 25, 2010 9:18

Na, also "gar nicht gut" ist nun auch heftig übertrieben. Hier um die Ecke ist die größte Sanddornplantage Deutschlands, und die sitzen auf reinem Zuckersand, wenn die mal 30 Punkte haben, ist das viel.
Guckst Du da:
http://www.garteninfos.de/wildobst/Dipl2-4.html
Weil der Sanddorn den für das Wachstum benötigten Stickstoff auch über die Symbiose mit Strahlenpilzen aus der Luft beziehen kann, gedeiht er auf mageren, sandigen Böden ganz gut (Albrecht 1996). Er bevorzugt sogar solche Substrate, wobei sich sowohl tonige, als auch lehmige oder humose Sandböden für seine Kultur eignen. Auch an Steilufern gelegene Mischböden sind für den Sanddorn bestens geeignet. Der Standort sollte jedoch keinesfalls sumpfig oder längere Zeit überflutet sein. Luftige, lockere Böden dagegen sind für den Sanddornanbau bestens geeignet (Friedrich, Schuricht 1985). Saure, staunasse oder stark verdichtete Substrate sind zu vermeiden (Albrecht 1996). Statt dessen sollte der pH-Wert im neutralen bis schwach alkalischen Bereich liegen (Gugenhan 1998) und auf keinen Fall geringer als 5,0 sein (Albrecht et. al. 1993).
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Sanddorn

Beitragvon Oelbrenner » Fr Jun 25, 2010 9:51

Oelbrenner hat geschrieben:...die Garten-/ Fruchtformen wachsen aber in Sandböden gar nicht gut.


:wink:
- Sind meistens die, die im Handel erhältlich sind.
Mit dem echten Wildgestrüpp gibt sich kaum ein Baumschuler ab, die haben einfach zu viele Ausläufer, und das nervt beim sortieren und bündeln. Sind meistens irgendwelche verbesserten Sorten.

Gruss
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Re: Sanddorn

Beitragvon SHierling » Fr Jun 25, 2010 9:58

Die Arbeit dreht sich nicht um "Wildgestrüpp", sondern die richtet sich an Erwerbsanbauer. Und die waren auch in der DDR schon gute Züchter, immerhin stammt ein großteil der "verbesserten Sorten" auch heute noch eben daher - gerade aus den "Streusandbüchsen" Brandenburg und MV.
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/deta ... .176804.de

Hier im Baumarkt oder und Gärtnereien bekommst Du auch gar nichts anderes - Pollmix und dazu meist Frugana.
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Re: Sanddorn

Beitragvon Oelbrenner » Fr Jun 25, 2010 10:49

:oops: Gut, wieder was dazugelernt...
Hab die Dinger nur selbst auf dem Acker gehabt, die sind auf Sand nur da gewachsen wo wenigstens ein bischen Humus drin war - und der Grundwasserspiegel bis fast Oberkante Unterlippe stand.
Alles andere wurd´nur Ausschuss.

Gruss
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