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Verbraucher und Schweinehaltung

Alles rund um das Borstenvieh.
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Foren-Übersicht ‹ Landwirtschaft ‹ Schweineforum

Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon SHierling » Di Mär 09, 2010 10:57

Ja, ich find auch, da kommen die ganzen -sry- versteckten Vorurteile besonders gut raus, schöner Beitrag, grünzeug :)

Beim Biobauern gibt es keinen Spaltenboden (sicher nur zufällig, weil man da zufällig keinen gesehen hat), und bei den konventionellen Betrieben gibt es kein Stroh (sicher auch nur zufällig?) , und konventionelle Spalten werden nur aus finanziellen Gründen genutzt - so denken ja wirklich extrem viele Leute. Und die Biobetriebe mit Spalten werden sich auch hüten, da Besucher zuzulassen, täte ich auch nicht - nicht nur, weils blöd wäre, sondern immerhin sind Fremde Leute im Stall ja auch rechtlich nicht ganz unproblematisch.

Das der Klimawandel auf Stroh noch erheblich schneller geht, weil das Zeug nun mal nachweislich wesentlich mehr zum Himmel stinkt als Spalten, ist offensichtlich nicht bekannt oder wird zugunsten der angeblich "glücklichen" Schweine hingenommen. Man kann ja "öfter ausmisten" (grünzeug: was soll das nutzen, den Mist von drinnen nach draußen zu tragen? Verrottet er da anders oder hat andere Inhaltsstoffe? die Oberfläche ist im Gegenteil ja noch größer, und die Belastung viel höher, denn je mehr der Mist bewegt wird und je verteilter er herumliegt, desto mehr Gas entweicht ja!) Stell Dir mal ein m³Gülle vor, in einem Kanal, der hat 1m² Oberfläche, und wird erst auf dem Acker verteilt - und da ist EInarbeiten vorgeschrieben. Und dann rechne diesen m³ Gülle mal "in Stroh gekippt" und mit Luft durchsetzt - je mehr Du streust, desto mehr Volumnen und Oberfläche bekommst Du, und desto schädlicher wird das Ganze.

Das die Schweine auf Stroh kaputte Klauen bis zum Ausschuhen bekommen können sieht man nicht, und wie die Lunge nach dem Schlachten aussieht, interessiert ja auch niemanden, man ißt ja eh "nur wenig Fleisch" - und dabei sind dann halt auch nur die "wertvollen Teilstücke" und nicht etwa Herz und Nieren, Leber und Lunge. Das Stroh luft- und gasdurchlässig ist, und eine Schicht "frisches Stroh" nur hübsch aussieht und mehr nicht, das wird gar nicht wahrgenommen.

Nichts gegen Stroh auf der Liegefläche - aber VollStroh ist für die Tiere nicht besser als VollSpalten - und fürs Klima eben erheblich schlechter.


Hier noch mal das, was Oekolandbau.de zum Thema veröffentlicht:
Tiefstreuställe

Tiefstreuställe bieten sich vor allem für kleine bis mittlere Bestände an, da mit relativ niedrigen Umbaukosten Altgebäude genutzt werden können. Der Strohaufwand ist allerdings mit etwa ein Kilogramm je Tier und Tag beträchtlich. Da die Kotflächen insbesondere in der Endmast regelmäßig nachgestreut werden müssen, ist auch der Handarbeitsaufwand von drei bis vier Stunden je Mastplatz und Jahr relativ hoch.

Da im Tiefstreustall zum einfacheren Entmisten bevorzugt größere Mastgruppen gehalten werden, ist die Tierbeobachtung aufwendiger und es muss mit einer erhöhten Verlustrate gerechnet werden. Zudem ist der Aufwand für das Aussortieren der schlachtreifen Schweine deutlich höher als in anderen Haltungsverfahren, da die Tiere in großen Mastgruppen leichter auseinander wachsen.


Flüssig- oder Festmistverfahren

In der Vergangenheit waren in ökologisch bewirtschafteten Mastschweinebetrieben hauptsächlich Festmistsysteme anzutreffen. Größere Bestände erfordern jedoch relativ lange Mistachsen, über die Krankheitserreger von einer Gruppe zur nächsten übertragen werden können. Aus diesem Grund werden Ausläufe immer häufiger mit Betonspalten ausgelegt und als Flüssigmistsystem bewirtschaftet.


Es sind also auch bei den Biobetrieben nicht etwas "nur" die Kosten, die den SPaltenboden gesellschaftsfähig machen, sondern es geht auch um die Tiergesundheit!
Zuletzt geändert von SHierling am Di Mär 09, 2010 11:07, insgesamt 2-mal geändert.
heinzi the chicken hat geschrieben:Ich weiss auch nicht, wie man immer nur Hühner als Beispiel nennt. Die sterben einem weg, wie die Ratten.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon schimmel » Di Mär 09, 2010 11:06

Brigitta, nun verscheuch doch das Grünzeug nicht gleich wieder....Emotionen lassen sich schlecht gegen fachliche Argumente ausspielen...und der "Verbraucher" handelt ausschließlich emotional und monetär...Sach- und Fachkunde - Diskussionen werden aufgrund der großen Unterschiede zwischen den Diskutanten immer auf Konfrontation hinauslaufen....vielleicht muss ein anderes Instrument der Aufklärung her...aber welches?

Reini
Euro schrieb:...."Schweinehund ( porcusklueh)".
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon SHierling » Di Mär 09, 2010 11:11

Was verscheuche ich denn? Soll ich so tun, als hätte es recht, nur weil es ausnahmsweise mal nicht pöbelt?
Ich find die Einstellung ja auch gut, fein, Ställe angeguckt, bemüht, lobenswert. Man muß froh sen, daß überhaupt an Ställe gedacht wird. Guckst Du da: http://www.gutefrage.net/frage/freiland ... ze-umfrage

Nur leider eben nix dabei gelernt und immer noch mit einer lila Kuh in der Tasche wieder nach Hause gegangen.
Und? Nu?
heinzi the chicken hat geschrieben:Ich weiss auch nicht, wie man immer nur Hühner als Beispiel nennt. Die sterben einem weg, wie die Ratten.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon schimmel » Di Mär 09, 2010 11:20

...sich an einer Person zu reiben, wird das Problem nicht lösen....Wenn von 80Millionen Verbrauchern sich nur 5% mit der Erzeugung tierischer Produkte auseinandersetzen und von diesen 5% sind es noch 10% fundamentale Tierschützer, die laut in den Medien die Fehler der Erzeuger demonstrieren, wie denkst du soll da eine Aufklärung der Masse erfolgen...
Die Auseinandersetzung erfolgt vor Ort, dort wo die Anlagen errichtet werden müssen. Die breite Masse der Verbraucher kommt nicht mit der Materie in Berührung, die Masse wird ausschließlich über Medien informiert. Die Masse will sich auch nicht damit auseinandersetzen, die will essen und Spaß haben...

Reini

SHierling hat geschrieben:Was verscheuche ich denn? Soll ich so tun, als hätte es recht, nur weil es ausnahmsweise mal nicht pöbelt?
Ich find die Einstellung ja auch gut, fein, Ställe angeguckt, bemüht, lobenswert.

Nur leider eben nix dabei gelernt und immer noch mit einer lila Kuh in der Tasche wieder nach Hause gegangen.
Und? Nu?
Euro schrieb:...."Schweinehund ( porcusklueh)".
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon hans g » Di Mär 09, 2010 11:30

SHierling hat geschrieben:Nur leider eben nix dabei gelernt und immer noch mit einer lila Kuh in der Tasche wieder nach Hause gegangen.
Und? Nu?

brigitta---DU urteilst über aktien und börse auch PAUSCHAL,wie übrigens VIELE leute,vor allem auch die,die mal geld verloren haben---nur,was soll das bringen :?:
...denkanstösse zu geben,um gesellschaftliche zusammenhänge durchschaubar zu machen.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon Meini » Di Mär 09, 2010 11:31

Ist halt so das es z.Z. nichts besseres gibt wie Vollspalten,klar sind die hart dafür aber kann es dort sehr gut seine Körpertemperatur regeln Sommer wie Winter. Meine Schweine sind auch äußerst Vital rennen durch den Stall und machen einen sehr zufriedenen Eindruck, mit Ausnahme meines " Funktionsabteils " Liegebereich Fressbereich, Kotbereich sehr häufig drehen die Schweine da die Nutzung um, heißt sie liegen auf den Spalten und schei... in den Liegebereich :evil: :evil: werd das wohl noch mal umbauen müssen. Aber nun wird es ja bald wieder ne Grüne Landesregierung geben und das heißt wohl wieder Teilspalten boa ich könnt kotzen :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon SHierling » Di Mär 09, 2010 11:34

Reini: Es geht doch gar nicht um "eine Person" - wenn sich grünzeug als Person sehen wollte, hätte es sicher nicht so einen pauschal-namen gewählt. Die eine Seite ist halt die Sicht der Verbraucher, und die andere Seite die der Erzeuger , und ich sehe absolut nichts schlechtes daran, sich da -woauchimmer- auseinanderzusetzen.

"Der Verbraucher" sind auch bloß "lauter Personen", und irgendwo muß man anfangen. Oder um mit AlbertS zu reden: mühsam ernährt sich das (nicht vegetarische) Eichhörnchen: jeder tote Vogel zählt. :wink:
heinzi the chicken hat geschrieben:Ich weiss auch nicht, wie man immer nur Hühner als Beispiel nennt. Die sterben einem weg, wie die Ratten.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon Meini » Di Mär 09, 2010 11:34

hans g hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Nur leider eben nix dabei gelernt und immer noch mit einer lila Kuh in der Tasche wieder nach Hause gegangen.
Und? Nu?

brigitta---DU urteilst über aktien und börse auch PAUSCHAL,wie übrigens VIELE leute,vor allem auch die,die mal geld verloren haben---nur,was soll das bringen :?:


Na der wird sich den Stall auch nicht bei 35 Grad und Gewitterluft angeschaut haben :wink:
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon DanielS. » Di Mär 09, 2010 11:35

Man, man, Brigitta....
Grünzeug ist nicht Alberta!
Immerhin macht er sich gedanken, auch über die Landwirte!
Nur weil nicht alles sofort perfekt, fachlich fundiert und bis ins letzte Detail ausgereift ist, musst du nicht gleich wieder mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
Immerhin lese ich in seinem Text sehr wohl das er

a: die Haltungsformen und deren praktische Ausführung differenziert
b: das Tierverhalten entsprechend der Haltungsform und der praktischen Ausführung differenziert

Und das beides zusammen ist mehr als hier manch andere zustande gebracht haben.
Auch wenn, wie oben erwähnt, nicht alles perfekt ist.

Vielleicht hat Grünzeug ja sogar interesse sich in die Materie zu vertiefen?

Gruss Daniel
Du hast natürlich das Recht auf deine eigene Meinung, auch wenn sie falsch ist.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon SHierling » Di Mär 09, 2010 11:38

Meini hat geschrieben:I sehr häufig drehen die Schweine da die Nutzung um, heißt sie liegen auf den Spalten und schei... in den Liegebereich :evil: :evil: werd das wohl noch mal umbauen müssen.
Hast Du schon mal versucht, das zu ändern?
heinzi the chicken hat geschrieben:Ich weiss auch nicht, wie man immer nur Hühner als Beispiel nennt. Die sterben einem weg, wie die Ratten.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon SHierling » Di Mär 09, 2010 11:43

hans g hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Nur leider eben nix dabei gelernt und immer noch mit einer lila Kuh in der Tasche wieder nach Hause gegangen.
Und? Nu?

brigitta---DU urteilst über aktien und börse auch PAUSCHAL,wie übrigens VIELE leute,vor allem auch die,die mal geld verloren haben---nur,was soll das bringen :?:

Ja natürlich urteile ich da pauschal, weil das ganze System eben zwangsweise ins Aus führen muß, angefangen von Zinsen und aufgehört mit Aktien und noch nicht zuende mit Leerverkäufen und Warentermingeschäften. Damit steh ich ja auch nicht allein, das verurteilen ganze Horden von Wirtschaftswissenschaftlern seit 200 Jahren?! Dafür gibts ja auch ausreichend Begründungen, und Du stehst nicht anders da als jeder Veganer auch: außer Deinem Eigenen Portemonnaie kennst Du keine Legitimation.

Und was hat das nun mit echten Schweinen zu tun?
Zuletzt geändert von SHierling am Di Mär 09, 2010 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
heinzi the chicken hat geschrieben:Ich weiss auch nicht, wie man immer nur Hühner als Beispiel nennt. Die sterben einem weg, wie die Ratten.
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon SHierling » Di Mär 09, 2010 11:48

DanielS. hat geschrieben:Man, man, Brigitta....
Grünzeug ist nicht Alberta!
Immerhin macht er sich gedanken, auch über die Landwirte!

Ja. Is Recht. Wenn ihr alle so schlau seid, dann erklärt das mal schön selber. Oder seid damit zufrieden, daß lauter kleine Künasts nachwachsen, die sich "Gedanken über die Landwirte machen", und bei denen dann Tiefstreu rauskommt. Ich kann zwischen "Bio gut, konventionell schlecht" und "Bio = Stroh, konventionell = Billigspalten" keinen großen Unterschied feststellen, das ist der selbe Mist, nur in anderer Verpackung.

Was soll ich denn noch sagen außér "schöner Beitrag" ?
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon schimmel » Di Mär 09, 2010 11:53

...das berührt die Menschen vor Ort, das wird im www veröffentlicht und das macht Stimmung, egal wie die Haltung ist oder wie die Argumente ausgetauscht werden...und am Ende haben die Kollegen verloren, da hilft keine Fach- und keine Sachkunde...:
http://www.nidhas.de/
...und das ist nur einer von vielen...


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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon SHierling » Di Mär 09, 2010 11:56

* Jeder wird dringend gebeten, an diesem Termin teilzunehmen!
* Mitfahrgelegenheiten sind bei den Sprechern erfragbar!

Allein für diesen Schritt rechnen wir mit Kosten in Höhe von ca. 5000,- €.
Damit wir diesen Schritt gehen können brauchen wir
jetzt Eure finanzielle Unterstützung.


Das schreib ich hier jetzt auch vor jeden Beitrag. :mrgreen:
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Re: Verbraucher und Schweinehaltung

Beitragvon hans g » Di Mär 09, 2010 12:15

SHierling hat geschrieben:.... brauchen wir
jetzt Eure finanzielle Unterstützung.
Das schreib ich hier jetzt auch vor jeden Beitrag. :mrgreen:

ja und---ICH denke doch nur an MEIN portemonnaie :D
...denkanstösse zu geben,um gesellschaftliche zusammenhänge durchschaubar zu machen.
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