Beim Biobauern gibt es keinen Spaltenboden (sicher nur zufällig, weil man da zufällig keinen gesehen hat), und bei den konventionellen Betrieben gibt es kein Stroh (sicher auch nur zufällig?) , und konventionelle Spalten werden nur aus finanziellen Gründen genutzt - so denken ja wirklich extrem viele Leute. Und die Biobetriebe mit Spalten werden sich auch hüten, da Besucher zuzulassen, täte ich auch nicht - nicht nur, weils blöd wäre, sondern immerhin sind Fremde Leute im Stall ja auch rechtlich nicht ganz unproblematisch.
Das der Klimawandel auf Stroh noch erheblich schneller geht, weil das Zeug nun mal nachweislich wesentlich mehr zum Himmel stinkt als Spalten, ist offensichtlich nicht bekannt oder wird zugunsten der angeblich "glücklichen" Schweine hingenommen. Man kann ja "öfter ausmisten" (grünzeug: was soll das nutzen, den Mist von drinnen nach draußen zu tragen? Verrottet er da anders oder hat andere Inhaltsstoffe? die Oberfläche ist im Gegenteil ja noch größer, und die Belastung viel höher, denn je mehr der Mist bewegt wird und je verteilter er herumliegt, desto mehr Gas entweicht ja!) Stell Dir mal ein m³Gülle vor, in einem Kanal, der hat 1m² Oberfläche, und wird erst auf dem Acker verteilt - und da ist EInarbeiten vorgeschrieben. Und dann rechne diesen m³ Gülle mal "in Stroh gekippt" und mit Luft durchsetzt - je mehr Du streust, desto mehr Volumnen und Oberfläche bekommst Du, und desto schädlicher wird das Ganze.
Das die Schweine auf Stroh kaputte Klauen bis zum Ausschuhen bekommen können sieht man nicht, und wie die Lunge nach dem Schlachten aussieht, interessiert ja auch niemanden, man ißt ja eh "nur wenig Fleisch" - und dabei sind dann halt auch nur die "wertvollen Teilstücke" und nicht etwa Herz und Nieren, Leber und Lunge. Das Stroh luft- und gasdurchlässig ist, und eine Schicht "frisches Stroh" nur hübsch aussieht und mehr nicht, das wird gar nicht wahrgenommen.
Nichts gegen Stroh auf der Liegefläche - aber VollStroh ist für die Tiere nicht besser als VollSpalten - und fürs Klima eben erheblich schlechter.
Hier noch mal das, was Oekolandbau.de zum Thema veröffentlicht:
Tiefstreuställe
Tiefstreuställe bieten sich vor allem für kleine bis mittlere Bestände an, da mit relativ niedrigen Umbaukosten Altgebäude genutzt werden können. Der Strohaufwand ist allerdings mit etwa ein Kilogramm je Tier und Tag beträchtlich. Da die Kotflächen insbesondere in der Endmast regelmäßig nachgestreut werden müssen, ist auch der Handarbeitsaufwand von drei bis vier Stunden je Mastplatz und Jahr relativ hoch.
Da im Tiefstreustall zum einfacheren Entmisten bevorzugt größere Mastgruppen gehalten werden, ist die Tierbeobachtung aufwendiger und es muss mit einer erhöhten Verlustrate gerechnet werden. Zudem ist der Aufwand für das Aussortieren der schlachtreifen Schweine deutlich höher als in anderen Haltungsverfahren, da die Tiere in großen Mastgruppen leichter auseinander wachsen.
Flüssig- oder Festmistverfahren
In der Vergangenheit waren in ökologisch bewirtschafteten Mastschweinebetrieben hauptsächlich Festmistsysteme anzutreffen. Größere Bestände erfordern jedoch relativ lange Mistachsen, über die Krankheitserreger von einer Gruppe zur nächsten übertragen werden können. Aus diesem Grund werden Ausläufe immer häufiger mit Betonspalten ausgelegt und als Flüssigmistsystem bewirtschaftet.
Es sind also auch bei den Biobetrieben nicht etwas "nur" die Kosten, die den SPaltenboden gesellschaftsfähig machen, sondern es geht auch um die Tiergesundheit!
