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Erfahrungen mit MF 133

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon bailerkoegl » Di Nov 03, 2009 9:38

Hallo, könnte einen MF 133 kaufen. Das gute Stück ist Bj. 75 und hat ca. 3500 Std. drauf. Vom Händler werden noch die Bremsen repariert, Öle und Filter gewechselt und neu TÜV gemacht. Der 133er hat noch einen Messerbalken, die Hinterreifen sind noch ok. Er ist aus erster Hand, und wurde an den Händler verkauft, weil sein Herrchen gestorben ist, und die Erben ihn nicht brauchen. Preis: So um die 3000.- Euro, steht noch nicht ganz fest.
Jetzt die eigentliche Frage. Was habt ihr für Erfahrungen mit dem MF 133? Ist es ein empfehlenswertes Angebot? Der Schlepper wird nicht allzuviel zu tun kriegen. Holzspalter, Holztransport, Obsttransport, bisschen mähen mit dem Messerbalken. Mehr als 50-60 Std. im Jahr kommen sicherlich nicht zusammen.
Ich habe die Suchfunktion bereits benutzt. Es gibt zwar viele Einträge, konnte jedoch keine so richtigen Erfahrungen über den MF 133 rauslesen.
Danke für eure Beiträge.
bailerkoegl
 
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon MF-133 » Di Nov 03, 2009 11:58

Schau mal meine alten Beiträge an....
Die alten MF sind wie der VW Käfer, auch was Stückzahlen und die Bedeutung für die Motorisierung angeht.
Ich habe seit Nov. 2004 einen MF 133, jetzt ca 4000 h, habe etwa 50-100 h im Jahr als Pflegeschlepper in einer kleinen LW und als Brennholzschlepper.
Er macht seine Sache astrein. Allerdings habe ich seit geraumer Zeit ein Problem mit der Hydraulik.
vermutlich ist der Filter teilweise zu oder irgendeine Dichtung läßt Öl an der falschen Stelle durch.
Reparatur ist aufwendig und da hab ich grad keinen Bock.

3000 Euro-
Der Preis ist in Ordnung, sogar eher günstig.
Die Bedienung ist "very british": Klauengetriebe mit Krachfaktor. Seltsame Anordnung der Gänge.
Früher oder später müssen die Dichtungen der Achstrichter erneuert werden, weil sie einfach verschlissen sind und Öl in die Bremsen tropft. Wenn man das nicht selber machen kann, wird das richtig teuer.

Große Leute (über 1,85m) haben Schwierigkeiten, den Sitz weit genug nach hinten zu kriegen, weil der Sitz an die Obelenkeraufnahme stößt (es gibt aber Tricks).
Die Bedienung der Hydraulik erfordert Fingerspitzengefühl.

Bei 3500h könnte auch die Lenkung, speziell die Lenkköpfe, zuviel Spiel haben. Instandsetzung ist preiswert.
Das Zugmaul sitzt direkt auf dem Hinterachsgehäuse und erlaubt recht hohe Stützlasten (1000 kg)für einen kleinen Schlepper.
Mit der größeren Bereifung
12,4x32
(Endgeschwindigtkeit ca 28 km/h)
wird der Lenkeinschlag eines Anhängers jedoch daher klein.

12,4x28 (Endgeschwindigkeit ca 25 km/h) passt zu dem Schlepper aber ohnehin besser: "kürzer übersetzt" gehts mit einem 4 To-Anhänger über viele Steigungen ohne Schalten. Mehr als 4 To sollte man jedenfalls im einer hügelligen Gegend nicht dranhängen, sonst macht das Fahren keinen Spaß mehr. (Natürlich zieht der MF auch das doppelte, wenn er muss).

EIn bisschen Ölrauch unterm Abgas ist ganz normal und ist,wenn
die Zugleistung stimmt, kein Grund zur Sorge.
Der Schlepper hat eine vorzügliche Gewichtsverteilung und ist sehr wendig und kippsicher.
Auf feuchten / nassen Untergründen sollte die Hinterachse ballastiert werden, wenn man ohne Anbaugerät fährt (Die Kehrseite der hohen Nutzlast hinten...)

MF hat in der Klasse von ca 40PS mehr Schlepper gebaut als jeder andere Hersteller:

Bis heute laufen mehrere 10 000 pro Jahr vom Band:
51Jahre Bauzeit seit der Kiellegung des MF35...
Alle Ersatzteile sind zu netten Preisen lieferbar.
Eine sehr wichtige Anschaffung: Betriebsanleitung und Reparaturleitfaden, dann gibt die Bedienung keine Rätsel auf.
Ganz wichtig: Falls es bisher noch keine Erfahrung mit Schleppern gibt: Das ist eine total andere Welt als beim Auto. Man sollte sich auch unbedingt darüber klar sein, dass ein alter Schlepper früher oder später Instandsetzung braucht- unabhängig von der Marke.
Ansonsten:
Einen MF 100 kann man nicht ersetzen-
höchstens durch zwei MF 100....
MFG
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon Mawigo » Mi Nov 04, 2009 1:20

@bailerkoegl

Also ich kann user MF-133 nur bestätigen, der Schlepper ist für seine Eckdaten ne Wucht.

Wir haben nen 135er, der bis auf ein paar Jahre der einzige Schlepper bei uns war (is nur ne kleine Nebenerwerbslandwirtschaft), aktuell ist aber alles verpachtet.

Nichts desto trotz musste das Ding alles tun, was zu tun war…pflügen, pressen, häckseln u.v.m.
Aufgeben oder kann ich nicht ist diesen Dingern fremd. Was diese Schlepper auf den Boden bringen ist kaum zu glauben bei dem Gewicht und der Leistung.
Sicherlich gibt´s auch mal ein „Steh-auf“, weil er einfach überfordert ist, aber das ist völlig normal.

Als Vorteile würde ich nennen:
- Preis-/ Leistung absolut top
- sehr zuverlässig/ robuste, einfache Technik
- sehr wendig und agil
- extrem sparsam und effizient

Als Nachteile würde ich nennen:
- das geringe Gewicht hat seine Grenzen (als Zugmaschine mit schweren Anhängern eher nicht zu empfehlen)
- Handling (speziell Schaltung) etwas „britisch“ (wenn er nicht knarrt, hast du nicht geschalten)
- die Bremsen sind etwas schwach auf der Brust

Unterm Strich ist diese Serie in meinen Augen aber absolut empfehlenswert.
Wenn du für deine Anwendungen einen gut erhaltenen/preiswerten bekommst, schlag zu…er wird dich nicht enttäuschen… :wink:
Mawigo
 
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon bailerkoegl » Do Nov 26, 2009 14:45

Hallo, Angebot des Händlers ist fertig. Ist ein bisschen teurer geworden, als ursprünglich angeboten.
Es wurden die Öle und Filter gewechselt, die Bremsen neu belegt, Lichtelektrik überholt, Zündschloss und Blinkerschalter ersetzt, Spurstangen ersetzt, neue Batterie eingebaut, Mähwerk (Messerbalken) repariert und angebaut, zu guter letzt noch TÜV gemacht.
VB: 3920.- Euro. Ich denke 3700.- Euro sind machbar. Was meint ihr, soll ich zuschlagen?
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon Zog88 » Do Nov 26, 2009 18:36

Für einen überholten Traktor ist das ein guter Preis.
Ich denke den kannst du ohne Probleme kaufen. Nicht vergessen vorher mal eine Proberunde fahren ob er dir im Verhalten zusagt.
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon pacini » Do Nov 26, 2009 18:49

Hallo,

ich restauriere gerade nen 130er Weinberg. Kann Dir nur sagen das der Schlepper einfache, solide Technik hat.
Leicht zu reparieren, wartungsfreundlich gebaut und Teile gibt's alle.

Einig zu bemängeln ist, das alles Zollschrauben sind, schwer zu beschaffen und selten. Sind zu weilen sehr seltene Gewindearten verwendet ( 18G 5/16" ) nicht gerade an jeder Ecke zu bekommen. Musste mir die Schraube selber drehen ... :regen:

Preis scheint mir auch fair zu sein.
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon mf133fahrer » Fr Nov 27, 2009 20:30

Hallo, ich kann den 133 für Hobby Zwecke nur empfehlen zum Preis kann ich nichts sagen da bin ich nicht auf dem laufenden hört sich aber nicht schlecht an.
DÜRFEN DIE DAS
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon bailerkoegl » Sa Dez 12, 2009 20:24

Was ist der Unterschied zwischen einem "normalen" MF 133 und einem MF 133 Super?
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon MF-133 » Sa Dez 12, 2009 20:28

Der MF 133 S hat 38 statt 35 PS, Hydraulikleistung 1500 statt 1350 kg. Achtgang-Getriebe serienmäßig statt Sechsgang.
Ab 1973 oder 74 hieß der MF 133 eben MF 133 S. Würde mir da keinen Kopf machen.

MFG
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon bailerkoegl » Di Dez 29, 2009 21:17

Hallo MF-133,
ich habe dir eine PN geschrieben. Hast du sie bekommen? Wäre nicht die erste PN die ich absende und nicht ankommt. Sag kurz Bescheid. Danke.

Gruß bailerkoegl
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Re: Erfahrungen mit MF 133

Beitragvon MF-133 » Di Dez 29, 2009 22:05

Alles klar, PN kam an. Dem dort geäußerten Wunsch kann ich entsprechen. Herzlichen Glückwunsch zum neuen roten Renner! MFG
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