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Es därfad amol rechn

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon JulianL » Mi Jul 01, 2026 10:30

Endlich kam auch bei uns wieder dringend benötigter Regen.
25l hat ein Gewitter runter geschüttet. Der Bach zwischen meinen Äckern hatte direkt wieder Hochwasser bis zur Böschungsoberkante. In den ersten Kartoffelreihen ist das Wasser schon reingeflossen, war 1h später aber schon wieder weg. Der Untergrund ist ja staub trocken.
Weizen und Triticale gingen zum Glück nicht ins Lager. Es gab nur Regen und war quasi windstill. Jetzt bin ich wieder erleichtert :)
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Höffti » Mi Jul 01, 2026 10:50

Wir haben hier schon den ganzen Tag ergiebigsten Landregen. Das ist super für die Wälder, aber auch die Feldfrüchte können weiter aus dem vollen schöpfen. Die Ernte wird heuer deutlich später und ergiebiger ausfallen als im Frühjahr gedacht...
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon 240236 » Mi Jul 01, 2026 10:52

War gestern in Neuötting und da habe ich einen Mais auf Innkiesflächen gesehen, der schon ganz braune Blätter hatte :cry: Die Zweitfruchtmaisflächen haben in der letzten Woche extrem gelitten. Noch kein Reihenschluß gibt dann bei der Hitze noch den Rest.
Zuletzt geändert von 240236 am Mi Jul 01, 2026 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Marian » Mi Jul 01, 2026 10:53

Der kurz nach Ostern gelegte vom Kollegen der immer der Erste sein muss, schiebt die Fahnen.
Da wird man beim dreschen noch schön raus gucken können.
Seit 20 Jahren Moderator beim Landtreff :prost:
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon 240236 » Mi Jul 01, 2026 11:00

Marian hat geschrieben:Der kurz nach Ostern gelegte vom Kollegen der immer der Erste sein muss, schiebt die Fahnen.
Da wird man beim dreschen noch schön raus gucken können.
So ist es überall anders. Die schönsten Bestände sind bei uns die, die Mitte bis Ende April gelegt wurden
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon allgaier81 » Mi Jul 01, 2026 13:03

Mein Farmoritz (gelegt am 27.4.) ist jetzt gut 2m hoch und voll in Gang. Die Stengel sind richtig dick. Der wächst gefühlt 10cm am Tag...

Auf einer Fläche ärgert mich wie letztes Jahr der Drahtwurm. Ein Jahr Schwarzbrache bringt schon mal nix bzw. zumindest ist der schaden nicht größer als letztes Jahr.
Nächstes Jahr ist da erstmal Getreide, beim nächsten Maisanbau nehme ich dann mal eine Beize gegen Drahtwurm.

Hat jemand damit positive Erfahrungen?
Gruß, allgaier
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Höffti » Mi Jul 01, 2026 13:05

allgaier81 hat geschrieben:beim nächsten Maisanbau nehme ich dann mal eine Beize gegen Drahtwurm.


An welche Beize hättest Du da gedacht?
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Höffti » Fr Jul 10, 2026 8:58

Während sich hier lokal je nach dem, wo Gewitterregen niedergingen, die Wassersituation mittlerweile in Richtung komfortabel entwickelt hat, scheint es in anderen Gegenden weiterhin extrem trocken zu sein. Vor allem die Bodenseeregion scheint neue Negativrekorde zu verzeichnen...
https://www.t-online.de/nachrichten/kli ... wtab-de-de
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon langholzbauer » Fr Jul 10, 2026 10:59

Lies mal selbst den Link!
Regen in der Bodenseeregion hat weniger Einfluss, auf dessen Wasserstand, als der ganze letzte Winter im Einzugsgebiet des Rheins oberhalb.

Die Entnahmen der Bodensee Wasserversorgung werden da auch ganz geschickt verschwiegen.
Wer in Stuttgart oder auf der schwäbischen Alb den Wasserhahn aufdreht, denkt seltenst an den Füllstand des Bodensees. :oops:

Und diese Probleme haben auch andere Regionen.

Wo Fernwasser aus Mittelgebirgen in weit entfernte Ballungszentren fließt, statt langsam talwärts zu plätschern, fehlt es eben den Regionen unterhalb der Talsperren zur Grundwasserneubildung aus Versickerung, wie auch zur Taubildung für die Landschaft.

Über solche Themen will aber klein Michel nicht nachdenken.
Der duscht lieber 3x täglich mit bestem Trinkwasser....
Wobei Prozesswasser der Industrie auch nicht zu unterschätzen ist!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Höffti » Fr Jul 10, 2026 11:00

langholzbauer hat geschrieben:Lies mal selbst den Link!
Regen in der Bodenseeregion hat weniger Einfluss, auf dessen Wasserstand, als der ganze letzte Winter im Einzugsgebiet des Rheins oberhalb.

Die Entnahmen der Bodensee Wasserversorgung werden da auch ganz geschickt verschwiegen.
Wer in Stuttgart oder auf der schwäbischen Alb den Wasserhahn aufdreht, denkt seltenst an den Füllstand des Bodensees. :oops:

Und diese Probleme haben auch andere Regionen.

Wo Fernwasser aus Mittelgebirgen in weit entfernte Ballungszentren fließt, statt langsam talwärts zu plätschern, fehlt es eben den Regionen unterhalb der Talsperren zur Grundwasserneubildung aus Versickerung, wie auch zur Taubildung für die Landschaft.

Über solche Themen will aber klein Michel nicht nachdenken.
Der duscht lieber 3x täglich mit bestem Trinkwasser....
Wobei Prozesswasser der Industrie auch nicht zu unterschätzen ist!


Ich hab den Artikel schon gelesen und bezog mich in erster Linie auch auf die Karte, wor diese Region auch tiefrot erschien.
Dateianhänge
Screenshot 2026-07-10 120122.jpg
Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/klima-und-umwelt/id_101335954/am-bodensee-wurde-ein-historischer-wasserstand-rekord-geknackt.html?utm_source=firefox-newtab-de-de#focus-0
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon aldersbach » Fr Jul 10, 2026 11:28

langholzbauer hat geschrieben:Über solche Themen will aber klein Michel nicht nachdenken.
Der duscht lieber 3x täglich mit bestem Trinkwasser....
Wobei Prozesswasser der Industrie auch nicht zu unterschätzen ist!

Mit solchen Aussagen solltet ihr vorsichtig umgehen - für die Grünen sind die Landwirte mit der Bewässerung der Ursprung allen Übels.
Selbst das Abfüllen von Mineralwasserflaschen ist bei denen schon böse.
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Manfred » Fr Jul 10, 2026 11:41

Wir Bauern können viel am Wasserspeichervermögen unserer Böden machen.
Das trägt erheblich dazu bei, Extreme in beide Richtungen abzumildern.

Die Grünen mit ihrem Ausmagerungswahn zerstören die Pufferkapazität der Böden und das Bodenleben.
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Höffti » Fr Jul 10, 2026 11:44

Manfred hat geschrieben:Wir Bauern können viel am Wasserspeichervermögen unserer Böden machen.
Das trägt erheblich dazu bei, Extreme in beide Richtungen abzumildern.

Die Grünen mit ihrem Ausmagerungswahn zerstören die Pufferkapazität der Böden und das Bodenleben.


Ja, völlig richtig. Selber setzten wir schon jahrelang Pflanzenkohle ein. Das ist wie ein Schwamm. Zudem wassersparende, pfluglose Bearbeitung. Da geht schon was.
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon langholzbauer » Fr Jul 10, 2026 11:46

@Höffti
Wie du zu deinem Standort selbst beschreibst, kommt es für uns Landbewirtschafter mehr auf das pflanzenverfügbare Wasser im Boden an.
Da nützt ein berechneter Dürremonitor 1,5 m unter der Oberfläche wenig.
Denn nur selten haben wir Böden und Pflanzen, welche diese Tiefe nutzen können.
In dem Zusammenhang verlasse ich mich lieber auf die natürlichen Quellen und die fast 50 jährige Erfahrung, welche wann noch schütten, um das zu beurteilen.
" Die Kücken werden im Herbst gezählt!"
Sagte Volker Sklenar 2002 zu Forderungen nach Dürreentschädigungen.
Und so wird auch dieses Jahr nur am Ende die Niederschlagsverteilung wichtiger, als die absolute Summe, für uns Bauern und Forstwirtschaft werden.
Wenn du Pech hast, vertrocknen deine Erbsenkeimlinge bis zum nächsten Regen Ende nächster Woche.
Aber, wer nicht wagt kann nichts gewinnen...

@Aldersbach
Im Gegenteil!
"Die Grünen" sind leider zu oft im urbanen sorglosen Raum daheim, der eben entfernten Regionen das Wasser aus den natürlichen Wegen entzieht.
Wenn überhaupt noch die LW Wasser aus Fließgewässern zur Bewässerung nutzen kann und darf, dann dient das deutlich besser der Klimaregulierung und Grundwasserbildung...
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Re: Es därfad amol rechn

Beitragvon Höffti » Fr Jul 10, 2026 13:07

langholzbauer hat geschrieben:Wenn du Pech hast, vertrocknen deine Erbsenkeimlinge bis zum nächsten Regen Ende nächster Woche.
Aber, wer nicht wagt kann nichts gewinnen...


Da gab und gibt es tatsächlich nichts zu wagen. Wir haben in den oberen 30, 40cm aktuell so viel Wasser, dass die Erbsen auch vier Wochen ohne Regen auskommen würden.
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