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Güldner G40S Komplettüberholung

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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77 Beiträge • Seite 1 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Güldner G40S Komplettüberholung

Beitragvon Quicklyracer » Mi Okt 23, 2013 18:09

hallo,

Ich stelle mich mal kurz vor, Ich bin Adrian besitze seit kurzem einen Güldner G40S BJ.65 und komme aus NRW.
Ich habe das eine oder andere Problem an dem Traktor und hoffe hier auf Tipps und geistige Beihilfe um diese zu lösen :)
Neben unter anderem nicht funktionierender Heckhydraulik und undichten Zylinderköpfen sowie vielen weiteren Kleinigkeiten
möchte ich jetzt zuerst mal mit der Kupplung befassen.
Der G40 besitzt natürlich die übliche Doppelkupplung aber in meinem Fall stehe ich vor einem Problem.
Erstens ist ein rauschen zu hören, sobald man das Kupplungspedal tritt und zweitens trennt nur die Getriebekupplung und die Zapfwellenkupplung nicht. Es ist außerdem kein zweiter Druckpunkt zu vernehmen so wie es bei den Traktoren normalerweise der Fall ist.
Wie und wo kann man den zweiten Druckpunkt einstellen ? muss der Traktor dafür in zwei Hälften gespalten werden oder ist es durch den kleinen Deckel möglich ? Das Rauschen sollte weggehen sobald ich das Ausdrücklager geschmiert habe (hab noch keine Fettpresse) ... HOFFE ich zumindest.

Das wärs erstmal von mir, ich hoffe auf hilfreiche Antworten ,
Gruß Adrian

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hab die Überschrift mal angepasst und werde wenn Interesse besteht hier Bilder posten und ein bisschen was dazu schreiben wie es vorran geht :)
Zuletzt geändert von Quicklyracer am Sa Jan 11, 2014 0:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Bulldog-Fahrer » Mi Okt 23, 2013 18:24

Hallo,

hast du geschaut, ob der Anschlagriegel am Kupplungspedal zurück geklappt ist? Der soll verhindern, dass man beim Fahren die Kupplung zu weit durchdrückt und somit die Zapfwellenkupplung schleift.

Gruß

Markus
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Quicklyracer » Mi Okt 23, 2013 18:29

Hallo,
Ja da habe ich natürlich drauf geachtet ;)
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Falke » Mi Okt 23, 2013 18:40

Hallo und willkommen im Forum !

... das könnte aber auch eine interessante Diskussion werden, welche Axt besser geeignet ist, einen Traktor in zwei Hälften zu spalten. :wink: :mrgreen:

btw, warum kauft man sich einen Traktor mit so vielen Baustellen :?: :shock:

nix für ungut
Adi
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon GüldnerG50 » Mi Okt 23, 2013 18:53

Hallo.

Damit man was zu tun hat... Schmier mal das Lager, wenn es dann immer noch Geräusche macht, kannst die Kiste eh zerlegen....


Grüße
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Favorit » Mi Okt 23, 2013 18:57

Jeah,

das hört sich ganz nach einem Fall für ein gründliches Aufbocken an...
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Fadinger » Mi Okt 23, 2013 19:21

Hallo!

Ist das ein ZF (ZP) A 210 III Getriebe?
Eventuell kann man den Anlenkpunkt vom Kupplungspedal umstecken. Oben ist Fahrkupplung und Zapfwellenkupplung, unten trennt nur die Fahrkupplung. Sollte irgendwie so ähnlich aussehen:
ZF-A210III.jpg

Ansonsten kann es auch sein, daß die Kupplung durch lange Standzeit oder Nichtbetätigung "festgerostet" ist. In dem Fall kann man versuchen, bei eingeschalteter Zapfwelle und getretener Kupplung (Pedal mit Schraubzwinge ans Trittbrett spannen) am Zapfwellenstummel zu drehen. Motor natürlich abgestellt ... :wink:

Gruß F
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Okt 23, 2013 19:32

Also bei unserem G45s ist da nix mit Anschlag oder Umstecken.
Wie viel Pedalspiel hast du den bis der erste Druckpunkt kommt? Falls du mehr als 2-3cm treten musst würd ich die Kupplung weiter nachstellen den evtl reicht einfach der Weg nicht um die Scheiben zu trennen.
Sollte das nicht gehen könnte man evtl noch testen ob die Kupplung unter Last durchgeht bei getretenem Pedal ,hmm da fällt mir grad nur ein ne Brennholzsäge anbauen Zapfwelle einschalten (der hat 540 und 1000U/min muss man nur die Schraube umstecken) Motor starten und dann tritt einer das Pedal und ein 2ter Mann sägt hinten mit Schmackes einen dicken Buchen oder Eichenprügel durch :lol: ) sollte nichts stehen bleiben dann musst den Schlepper eh trennen den dann stimmt was gewaltig nicht (Automat defekt oder festgebacken).

Ansonsten viel Spaß an deinem Schätzchen wir haben auch so nen roten Teufel. :twisted:
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon ackerschiene » Mi Okt 23, 2013 19:34

Wenn du eine kupplungsabhängige Zapfwelle hast ( also eine, die erst mittels vollständigem Treten des Kupplungspedals bei eintriegelter Sicherung trennt), kannst du den "zweiten Druckpunkt" grundsätzlich nur über den "ersten Druckpunkt" einstellen, soll heißen, es gibt grundsätzlich keine gesonderte Einstellmöglichkeit.

ABER:
Bei verschlissener Fahrkupplung trennt diese natürlich (weil die Scheibe dünner geworden ist) schneller, als die kaum verschleißende ZW-Kupplung. Da kann man erst mal nachstellen, aber man muss ja dafür sorgen, dass die Fahrkupplung überhaupt noch "packt", es gibt also Grenzen.
Genau das ist der Effekt, die Fahrkupplung trennt früh (weil sie sowieso kaum noch hält), die ZW-Kupplung merkt da noch nicht viel von. Also Schlepper trennen ( nicht spalten, wäre schade drum..), Kupplung erneuern, fertig.

Eventuell stimmt auch durch jahrzehntelanges Nachstellen der Fahrkupplung (- die ZW-Kupplung verschleißt ja in der Regel sehr, sehr viel später) das Verhältnis der Längen der Druckhebel der Fahrkupplung und ZW-Kupplung nicht mehr. Die Druckhebel schleifen sich an den Enden ab, wo sie auf das Ausrücklager treffen, dadurch musste man mit Sicherheit mehrfach nachstellen. Die ZW-Kupplung hingegen wird durch Zughebel über die Druckhebel der Fahrkupplung betätigt, deren Länge man einstellen kann.
Man kann die Druckhebel auch einzeln nachstellen, das geht aber normalerweise nicht im eingebauten Zustand (Platzmangel) Ich habe es mal bei einem 35er Porsche im eingebauten Zustand geschafft, die Druckhebel alle auszubauen, aufzuschweißen, einzubauen und wieder einzustellen, das ging aber auch nur mit einer zusätzlich angebrachten Bohrung neben der Wartungsöffnung der Kupplung (um einen Schraubendreher einzustecken)

Das Einfachste wäre natürlich tatsächlich eine festgebackene Kupplungsscheibe der ZW, die geht durch Betätigen unter Last normalerweise wieder frei.
Gruß, Uwe
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Oskar- » Mi Okt 23, 2013 19:45

Hallo,

das Kupplungsspiel wird bei den G Modellen an der dicken Gewindespindel unterhalb des Kupplungspedals eingestellt. Der Druckpunkt der ersten Stufe muss nach ca drei cm ab Neutralstellung spürbar sein, danach sollte auch der zweite (Zapfwellen)druckpunkt erreichbar sein.
Das Drucklager der Fahrkupplung ist nicht schmierbar, die Schmiernippel in Kupplungsnähe sind für die Ausrückhebel, falls das Drucklager tatsächlich ausgetauscht werden muss, muss der Schlepper auseinander, Folgekosten sind dann wahrscheinlich.

Viel Erfolg
Oskar
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`ne Fettpresse gehört unbedingt zur Erstausstattung eines erfolgreichen Traktoristen...
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Okt 23, 2013 20:24

Oskar- hat geschrieben:Hallo,

das Kupplungsspiel wird bei den G Modellen an der dicken Gewindespindel unterhalb des Kupplungspedals eingestellt. Der Druckpunkt der ersten Stufe muss nach ca drei cm ab Neutralstellung spürbar sein, danach sollte auch der zweite (Zapfwellen)druckpunkt erreichbar sein.
Das Drucklager der Fahrkupplung ist nicht schmierbar, die Schmiernippel in Kupplungsnähe sind für die Ausrückhebel, falls das Drucklager tatsächlich ausgetauscht werden muss, muss der Schlepper auseinander, Folgekosten sind dann wahrscheinlich.

Viel Erfolg
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100Punkte so gehts aber unserer hat keine Schmiernippel mehr in den Bohrungen kann es sein das die bei der letzten Kupplungsrevision überflüssig geworden sind?
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Zitat Karl Valentin
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Quicklyracer » Mi Okt 23, 2013 22:19

Schönen Dank für die Zahlreichen Antworten :)
OK... das hört sich alles nicht umbeding ermutigend an :shock:
ich werde nochmal schauen ob da über einstellen was zu machen ist und dann mal einen blick durch den kleinen Deckel werfen ,ob man dan nicht noch was retten kann bevor ich den traktor tatsächlich "Spalten" muss ...
Ich befürchte, dass @ackerschiene recht hat und die Getriebekupplung soweit verschlissen ist, das die Zapfwellenkupplung garnicht mehr angescheuert wird .

dann würde ich natürlich am liebsten einfach gesagt die "Druckarme" der ZW-Kupplung nachstellen oder aufschweißen oder was auch immer, bevor ich die ganze Kupplung neu machen muss, was ja nicht gerade günstig ist .

@Oskar: Klar gehört die Fettpresse dazu, aber ich bin ja auch noch komplett am Anfangstadium, was Traktoren betrifft (Klar schon mal hier und da was an einem gemacht , kumpel hat auch nen G30 )denn der G40 ist mein erster eigener Traktor.

Somit Plan für nächste Woche:
-nochmals versuchen die einzustellen
-versuchen zu fetten/schmieren
-mal nen blick durch den Deckel werfen

Gruß Adrian
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon ackerschiene » Fr Okt 25, 2013 10:28

Das Ausbauen und Aufschweißen der Druckhebel bei meinem Porsche seinerzeit war kein supertoller Trick, im Gegenteil, ich hatte ihn vorher getrennt, die Kupplungsscheibe Fahrkupplung ersetzt und gar nicht auf den Zustand der Druckhebel etc. geachtet. Als er wieder zusammengebaut war, hatte ich dann aber plötzlich ein Problem mit den beiden Kupplungen, die ich einfach nicht vernünftig zueinander einstellen konnte. Die Druckhebel waren ausserdem vorne so abgeschliffen, dass man eine enorme Kraft am Pedal benötigte.
Also eine Fix-und-Fertig-Lösung ist das sicher nicht gewesen, insbesondere wenn man weiß, dass die Fahrkupplung sowieso nahe an der Verschleißgrenze ist.
Ausserdem kann man bei der Gelegenheit eben noch schnell den Kurbelwellensimmerring an der Kupplungsseite wechseln, bevor der sechs Wochen später auch den Geist aufgibt, dabei kann man das Axial- und Radialspiel der Kurbelwelle prüfen (was gerne mal zur Generalüberholung des Motors führt... ;-) ), ebenso die Getriebesimmerringe in Rtg. Motor usw. usw....
Es nutzt doch alles nichts, man muss dem Ganzen auf den Grund gehen, und jetzt kommt doch sowieso der Winter.

Viel Erfolg.
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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon Quicklyracer » Fr Okt 25, 2013 13:29

danke ... tja dann werde ich das wohl alles zerlegen müssen :(

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Re: Doppelkupplung trennt "halb" Güldner G40S

Beitragvon ackerschiene » Fr Okt 25, 2013 18:50

Vorher solltest Du aber wirklich noch prüfen, ob nicht doch einfach nur die ZW-Kupplung festgegammelt ist.
Es gibt ja Schlepper-Besitzer, die jahrzehntelang keine Zapfwelle benutzen, also gib nicht auf !
Im übrigen ist das wirklich ziemlich schnell gemacht, aus einem Güldner zwei halbe Schlepper zu machen... man will es nur einfach nicht, ich kenne das.

Gruß, Uwe
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