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schwache Batterie

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
Thema gesperrt
21 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

schwache Batterie

Beitragvon schuelerlotse » Do Jan 14, 2010 19:14


Hallo,

ich habe mal eine technische Frage:

Der Schlepper von meinem Vater (MC Cormick D 217) springt im Moment ohne fremde Hilfe nicht an, da die Batterie defekt ist. Nun habe ich letztens mit meinem Pkw überbrückt, jedoch habe ich ihn nicht zum Anspringen bewegen können.

Bei meinem Pkw ist die Batterie nicht mehr die Beste, sie muss demnächst auch ausgetauscht werden (kann man beim Kaltstart merken, da sie nicht mehr soviel Power für den Anlasser abgibt).


Nun nochmal zum Problem:

Ich bekomme den Anlasser beim Schlepper nur zu wenigen Umdrehungen überredet, wenn ich die Überbrückungskabel etwas dranlasse und warte, bekommt er etwas mehr Kraft.
Ich könnte mir zwei Möglichkeiten vorstellen und würde gerne wissen, woran es genau liegt:

Ist das Überbrücken einer defekten Batterie nicht möglich?
Oder hat meine Batterie vom Pkw nicht mehr genug Power (sie ist ja angeschlagen), ohne jetzt auf die eigentliche Leistung der Batterie einzugehen (der 217er ist ein Zweizylinder, bein Pkw ein 2,5l Diesel - also müsste er das eigentlich ohne Probleme packen).
Es kann ja jeder machen, was er will...

Ich will es nur wissen...

u.

Früher musste man den Drachen töten, um die Jungfrau zu heiraten. Heute findet man keine Jungfrauen mehr und muss den Drachen heiraten...
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Re: schwache Batterie

Beitragvon Rudolf Diesel » Do Jan 14, 2010 19:49

Wie hast Du überbrückt? Batterie +auf + und - auf -? wenn ja falsch!
Willst ja den Motor starten nicht die Batterie.
Plus auf Plus, ok, Minus der Spenderbatterie auf Masse des Traktors.
So geht keine Leistung verloren.

wenn ich die Überbrückungskabel etwas dranlasse und warte, bekommt er etwas mehr Kraft

Klar, Du lädtst ja die alte Batterie.

Welchen Durchmesser haben die Kabel? Stadartbaumarktkabel werden schnell heiss, weil zu dünn. Da geht nicht viel durch. Je dicker die Kabel, je mehr geht durch, vorallem bei großen Motoren.


Gruß
Rudolf Diesel
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Re: schwache Batterie

Beitragvon schuelerlotse » Do Jan 14, 2010 20:00


Das richtige Überbrücken war Voraussetzung... Hätte ich vielleicht erwähnen sollen.

Mich interessiert jetzt auch eher die Meinung eines Kfz-Elektrikfachmanns, der mir genau sagen kann, ob das Überbrücken einer kaputten Batterie (also eine, die von der Lichtmaschine - die intakt ist - nicht mehr geladen wird) möglich ist.

Oder, ob die Batterie meines Pkw, weil sie nicht mehr die volle Leistung erbringt, zum Überbrücken nicht mehr geeignet ist

bzw.

ob es woanders dran liegt, denn ich habe DiESEN Schlepper schon mit DIESEN Kabeln und DIESEM Pkw ohne Probleme überbrückt (allerdings im letzten Winter, denn da war die Batterie intakt und einfach nur leer).
Es kann ja jeder machen, was er will...

Ich will es nur wissen...

u.

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Re: schwache Batterie

Beitragvon Falke » Do Jan 14, 2010 20:30

Technisch gesehen ist das "Überbrücken" eine Parallelschaltung der zwei Batterien. Zwei müde Batterien sind noch keine Gute.
Ein Bleiakku kann auch "zusammenbrechen", d.h. eine oder mehrere Zellen haben einen internen "Kurzschluß" ; das ist aber selten.
Aber wenn du schreibst, das es besser geht, wenn das Überbrückungskabel eine Weile dran ist, dann hat die müde Batterie noch
etwas Restkapazität und ist noch nicht ganz kaputt ...

Beim "Überbrücken" kommt es neben dem Querschnitt der Kabel sehr auf die Kontakte der Polzangen an - am besten blankschmirgeln
oder -bürsten.

Und: je weniger Zylinder (bei großem Hubraum) ein Traktor hat, umso schwerer ist er zu starten (im Vergleich zu einem 4-Zyl(?) 2,5 l PKW) ...

Gruß
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Re: schwache Batterie

Beitragvon winni406 » Do Jan 14, 2010 20:36

Hallo Schülerlotse

Zuerst solltest du die Spannung der Traktor im Ruhebetrieb vor dem Start und der Starthilfe messen, dabei solltest Du eine Spannung von 11,5 Volt und mehr messen - dabei gehe ich von einer 12 Volt Anlage aus. Wenn deutlich weniger gemessen wird ist die Batterie tiefentladen oder es liegt ein "Plattenschluß" vor. Um sicher zu gehen das die Batterie wirklich defekt ist musst du diese Messung dann bei laufendem Motor wiederholen, jetzt sollte die Spannung über 12,5 bis 14 Volt liegen. Sollte die Ladespannung kleiner sein die Messung mit angeschlossenen Überbrückungskabeln - bei abgestelltem Motor deines Starthelfers - wiederholen um sicher zu stellen das ein Ereger-Strom für die Lichtmaschine des Traktors gegeben ist.
Wenn die Batterie wirklich "Tot" ist und damit einen großen Widerstand darstellt kann ein Startversuch mit gelöstem Minus - Pol zum Erfolg führen. Aber dann nicht abklemmen bei laufendem Motor sonst nimmt die Lichtmaschine schaden, es muss immer eine Batterie angeklemmt sein auch wenn es eine defekte ist.
Ohne diese Messungen würde ich keine Batterie tauschen denn auch eine neue Batterie zeigt nach kurzer Zeit die gleichen Symptome wenn sie nicht von der Lichtmaschine aufgeladen wird.
Die meisten KFZ - Werkstätten machen es umgekehrt. Erst eine neue Batterie erkaufen ( obwohl die "alte" noch ihren Zweck erfüllen könnte ) dann eine neue Lichtmaschine verkaufen und die neue ( jetzt tiefentladen und damit deutlich gealtert ) Batterie aufladen, und als Kür das Fahrzeug einen neuerlichen Tag in der Werkstatt festhalten um "arbeitsintensiv" nach einem Kabelbruch zu suchen. Dann zeigt der Meister sein ( schauspielerisches ) Talent wenn er den Stecker der Lichtmaschine - zu seiner eigenen Überraschung - als den Grund aller Übel überführt.

Wenn du die Überbrückungskabel - bei laufendem Motor des Starthelfers - einige Zeit an die Schlepperbatterie klemmst wird diese geladen. Beim Startversuch steht dann neben dem Starthilfe - Strom mehr Leistung von der Batterie des Traktors bereit.

Ein Problem bei erfolglosen Starthilfe - Aktionen ist oft der geringe Querschnitt der verwendeten Kabel woraus ein zu hoher Widerstand resultiert. Denk dir einen großen Wasservorrat ( dein PKW mit Batterie und Lichtmaschine ) der nur durch einen dünnen Schlauch abfließen soll um eine Turbine ( den Anlasser des Traktors ) antreiben soll, dabei ist es einleuchtend das die benötigte Drehzahl nicht erreicht wird. Deshalb Kabel mit möglichst großem Querschnitt verwenden.


Noch was persönliches, wenn du einen Namen drunter setzt kann man dich auch damit anschreiben.
Warum ist dein Text denn Fett "gedruckt" auf meinen Monitor zu sehen ? Das kenne ich eigentlich nur um besonders wichtige Stellen hervor zu heben, aber daß bei dir der ganze Text wichtig ist kann ich mir nicht vorstellen

Mfg Winni.
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Re: schwache Batterie

Beitragvon sKarle » Do Jan 14, 2010 21:03

Rudolf Diesel hat geschrieben:Wie hast Du überbrückt? Batterie +auf + und - auf -? wenn ja falsch!
Willst ja den Motor starten nicht die Batterie.
Plus auf Plus, ok, Minus der Spenderbatterie auf Masse des Traktors.
So geht keine Leistung verloren.

wenn ich die Überbrückungskabel etwas dranlasse und warte, bekommt er etwas mehr Kraft

Klar, Du lädtst ja die alte Batterie.

Welchen Durchmesser haben die Kabel? Stadartbaumarktkabel werden schnell heiss, weil zu dünn. Da geht nicht viel durch. Je dicker die Kabel, je mehr geht durch, vorallem bei großen Motoren.


Gruß
Rudolf Diesel


Mir ist die Vorgehensweise bekannt, lernt man auch in jeder Ausbildung.

Aber wo ist der Unterschied ob ich das Massekabel direkt an die Batterie an das Massekabel anklemme oder irgendwo sonst am Traktor auf Masse? Das Masseband verbindet doch Batterie und Karosse, ich will doch hoffen das es da nirgends so große Übergangswiederstände (sollten da welche sein würde ich zuallererst die Kontakte säubern) gibt das es eine Rolle spielt wenn ich das Fremdstartkabel ein paar cm dichter an der Batterie anschliese oder nicht.

Der einzige Grund den ich für diese Anklemmreihenfolge kenne ist der Sicherheitsaspekt. Verbinde ich erst die beiden Pluspole und dann die beiden Minuspole der Batterien kann es beim anklemmen der letzten Zange zum Funkenschlag kommen, dabei können sich die Gase aus der Batterie entzünden und die ganze Säure hängt einem im Gesicht.
Dumm ist der, der dummes tut.
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Re: schwache Batterie

Beitragvon Malte » Do Jan 14, 2010 21:11

Man kann testweise auch nach korrektem Anbringen der Überbrückungskabel das Massekabel der Treckerbatterie abnehmen und dann versuchen, ihn zu starten. Das "überbrückt" dessen evtl. tote Batterie.
Sollte er anspringen und laufen, muss zum Schutz der Lima das Massekabel aber wieder angebracht werden,
bevor die Starhilfekabel entfernt werden.
Sind die Querschnitte zu klein, ist's eh' Banane.
Zuletzt geändert von Malte am Do Jan 14, 2010 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: schwache Batterie

Beitragvon unimogthorsten » Do Jan 14, 2010 21:13

Deinen PKW-Motor hast aber bei der Starthilfe laufen lassen, oder? Falls nicht wird wohl der Anlasser des Schleppers mehr Strom ziehen als für Deine PKW-Batterie gut ist.
Ich hab an meinem Unimog jetzt eine Natosteckdose nachgerüstet, darüber kann man ihn selber mit Startstrom versorgen oder mit ihm Starthilfe geben. Belastbarkeit sehr hoch, Starthilfekabel hat 35qmm. Die billigen aus dem Zubehör haben meist nur 16qmm.
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Re: schwache Batterie

Beitragvon BAUMI » Fr Jan 15, 2010 8:08

Hallo Freunde,

Ich versteh das gesamte Überbrückungsdisaster sowieso nicht. Wenn die Batterie im A.... ist dann braucht man eine neue.
Überbrücken hin und her ok aber wennst die Mühle dann abwürgst stehst wieder. Es wird versucht mit einer kaputten und einer
nicht mehr taufrischen Batterie einen Traktor zum Laufen zu bringen. Wers glaubt na dann viel Glück und noch 20 Beiträge. :klug:

Gruß Baumi
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Re: schwache Batterie

Beitragvon Malte » Fr Jan 15, 2010 14:21

Gut geschrieben, hab ich auch schon mal an anderer Stelle angemerkt. Aber das kann ja jeder, eine neue Batterie kaufen.
Wie gewöhnlich. 8)
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Re: schwache Batterie

Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » Fr Jan 15, 2010 19:45

Ein Bekannter von mir hatte das Batterieproblem auch mal, wegen langer Standzeit brachte die nichts mehr und mit Laden war da auch nicht viel.

Dann hat er ne zweite Batterie genommen, die dann miteinander verbunden + an + , - an - und dann das Ladegerät für nen Tag drann geklemmt und nun geht die wieder :D
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Re: schwache Batterie

Beitragvon Cowboy No1 » Sa Jan 16, 2010 8:58

Moin
Ich habe dazu noch ein Vorschlag bzw. eine Frage:

Kennt ihr einen Pulser für Batterien? Soll die Sulfathierung verhindern, bzw. sogar zurück bilden. Dadurch soll die Leistung einer Batterie wieder gesteigert werden.
Habe selber auch so ein Teil, (Megapuls, kostet ca. 60-70€) und auch bei "normal" genutzten Batterien sehr gute erfahrung.
Unser Schlepper ist 7 Jahre alt und nach einer Woche dauerfrost und nur unterm Abdach stehend, war starten kein Problem.
Allerdings hatte ich diesen Winter auch zwei Batterien die schon relativ oft tief entladen wurden, die konnte ich damit auch nicht mehr retten.

Hat da auch jemand erfahrung mit? Eure Meinung würde mich interessieren....



MFG der Cowboy
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Re: schwache Batterie

Beitragvon Holgi1982 » Sa Jan 16, 2010 10:05

Eine Woche Frost sollte keiner Batterie schaden. :!: Wir hatten schon öfter einen Schlepper weit mehr als eine Woche im Frost stehen und trotzdem gingen die Batterien immer noch. Nur wenn die zu lange rumstanden (zb im Mähdrescher dringelassen) dann waren die schonmal hinüber. Aber normal kann eine Batterie schonmal locker 7 Jahre überdauern.
Zb. bei unserm 633, da musste die Batterie letzten Sommer erst getauscht werden und die alte war bestimmt 15 Jahre da drin eingebaut.
Andererseits, wenn man sich geschickt anstellt kann eine Batterie auch schon nach ner halben Stunde im A.... sein :prost:
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Re: schwache Batterie

Beitragvon schuelerlotse » Sa Jan 16, 2010 12:43


@ Baumi:

Sinnfreier Beitrag von dir...

Es dreht sich bei der Frage nämlich ausschließlich um die technische Seite und nicht darum, wie man den Schlepper zum Laufen bekommt... (und wenn, dann nur als Nebeneffekt...)...
Es kann ja jeder machen, was er will...

Ich will es nur wissen...

u.

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Re: schwache Batterie

Beitragvon winni406 » Sa Jan 16, 2010 14:31

Hallo Schülerlotse,

ich hab den Beitrag von Baumi gerade mal durchgelesen. Es ist durchaus möglich das dieser Beitrag nicht zur Problemlösung führt, dann hättest du diesen Beitrag überlesen können. Für einen Praktiker dessen Fahrzeuge arbeiten müssen ist diese Einstellung nachvollziehbar, aber wenn es um einen 217 geht ist es ja eher als Hobby zu betrachten.
Es waren vorher aber schon einige Beiträge die das Problem gründlicher dargestellt haben, damit dürften ( auch Leute die zwar Begeisterung aber kein Basiswissen haben ) die meisten Fragen abgedeckt sein. Aber es ist immer gut ein Thema von vielen Seiten anzugehen. Dazu hättest du weiterführende Fragen stellen können oder um eine Erklärung ( falls nicht begriffen ). Auch solche Fragen werden beantwortet.

Ich habe mir deine Beiträge in diesem Thema auch nochmal durchgelesen. Neben dem Mysterium das deine Beiträge "fett" gedruckt erscheinen ist mir aufgefallen das deinen Kommentaren irgendwie der "Benimm" fehlt.
Ich möchte aber jetzt nicht schreiben dein Beitrag wäre eher Sinnfrei als der von Baumi.

Aber Alles ist zu gebrauchen, und sei es als schlechtes Beispiel.

Morgen habe ich Frühdienst dann werde ich mir deine Beiträge nochmal durchlesen.

Mit bestem Dank Winni
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