In 22 jahren bei meinem Arbeitgeber hab ich ja schon einiges erlebt (gut ok. das eine oder andere auch schon angestellt) aber am Samstag gabs was das war noch nicht da.Um 8uhr kam der Chef und sagte daß wir alle zur Frühstückspause in den Vesperraum kommen sollen,warum hat er nicht gesagt.Ein paar Kollegen und ich haben uns gefragt was er denn wieder will.Als wir den alle um halb neun da waren kam unser Ferienarbeiter (ein Student aus Kamerun) mit der E-Gitarre auf dem Buckel und nem Verstärker unter dem Arm rein hat das alles aufgebaut und uns erklärt daß es ihm hier sehr gut gefallen hat und er uns als Dankeschön und kleines Abschiedsgeschenkt etwas Musik machen und Singen will.Da er wie er sagte Jesusbotschfter ist sollte das ganze von Gott und Jesus handeln.Er hat dann ne Viertelstunde fröhlich und mit vollem Einsatz seine Lieder geträllert.Ich fand das sehr sehr mutig von ihm und irgendwie goldig.Nach den Ständchen bekam er einen kräftigen Applaus und hat sich gefreut wie ein Schneekönig.
Respekt, das finde ich auf jeden Fall besser wie eine Flasche Wein für den Chef als Abschiedsgeschenk oder ähnliches. Das ist doch mal ein Weg sich bei der ganzen Belegschaft zu bedanken und die Musik scheint ja auch ganz ok gewesen zu sein, sonst hätte es keinen Applaus gegeben. So hat er sich auf jeden Fall in den Erinnerungen seiner "ehemaligen" Kollegen verewigt. Wir gut diese Aktion.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller, Der Vater reitet immer schneller, Erreicht den Hof mit Müh und Not, Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.