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Geocache - 1000 Euro Schadenersatz für Gefälligkeit

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Geocache - 1000 Euro Schadenersatz für Gefälligkeit

Beitragvon Manfred » Do Mai 23, 2013 9:48

Das Landgericht Heidelberg hat einen Jäger zu 1000 Euro Schadenersatz verknackt, weil er seine Pflichten als Finder eines Geocache nicht rechtlich korrekt erfüllt hat:

http://www.wildundhund.de/forum/viewtopic.php?f=12&p=4322297

Wer also an der Straße Radkappen, Handschuhe oder sonstige verlorenen Gegestände findet und diese gut sichtbar hinstellt oder an den nächsten Baum hängt, damit der Verlierer sie wiederfindet, macht sich strafbar. Wenn man das Zeug anfasst, muss man es auch im Fundbüro abgeben...
Sowas gibt es vermutlich nur in Deutschland.
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Re: Geocache - 1000 Euro Schadenersatz für Gefälligkeit

Beitragvon Harald » Do Mai 23, 2013 11:10

Das Urteil zum Nachlesen:
http://openjur.de/u/617994.html

Der gesunde Menschenverstand und die deutsche Rechtsprechung sind nicht immer miteinander vereinbar.

Aber die Höhe des Schadensersatzes entspricht wohl tatsächlich dem Wert des Geocaches. Und da das Gericht die Handlung des Beklagten als grob fahrlässig bzw. gar als vorsätzlich einstuft, ist die Gesetzeslage ist wohl tatsächlich auf Seite der Klägerin:
BGB hat geschrieben:§ 965 Anzeigepflicht des Finders
(1) Wer eine verlorene Sache findet und an sich nimmt, hat dem Verlierer oder dem Eigentümer oder einem sonstigen Empfangsberechtigten unverzüglich Anzeige zu machen.
(2) Kennt der Finder die Empfangsberechtigten nicht oder ist ihm ihr Aufenthalt unbekannt, so hat er den Fund und die Umstände, welche für die Ermittlung der Empfangsberechtigten erheblich sein können, unverzüglich der zuständigen Behörde anzuzeigen. Ist die Sache nicht mehr als zehn Euro wert, so bedarf es der Anzeige nicht.

§ 966 Verwahrungspflicht
(1) Der Finder ist zur Verwahrung der Sache verpflichtet.
(2) ...

§ 968 Umfang der Haftung
Der Finder hat nur Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu vertreten.


Warum keine Schadensersatzminderung stattfindet, geht aus dem Urteil nicht hervor. Schließlich dürfte es doch auch grob fahrlässig sein, einen so "wertvollen" Geocache irgendwo auf fremden Grund und Boden ("Stadtwald der Gemeinde E.") platziert zu haben.

:roll:
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Geocache - 1000 Euro Schadenersatz für Gefälligkeit

Beitragvon forenkobold » Do Mai 23, 2013 13:03

Ein gewisses Maß an Törichtkeit und übertriebenr Ehrlichkeit muß man dem guten Mann auch zugestehen.
Wieso erzählt er ohne Not, dass er das Ding schon den Tag vorher gefunden hat und unversehrt am Wegesrand abgestellt?
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
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Re: Geocache - 1000 Euro Schadenersatz für Gefälligkeit

Beitragvon Manfred » Do Mai 23, 2013 13:18

Genau. Ehrlichkeit und Hilfsbereitschäft müssen konsequent bestraft werden. Deutschland kommt nur mit Lügnern und Duckmäusern vorwärts. So wählen wir schließlich auch unser Polit-Personal aus.

:regen:
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Re: Geocache - 1000 Euro Schadenersatz für Gefälligkeit

Beitragvon forenkobold » Do Mai 23, 2013 13:29

Jo.. so wird Stimmung gegen einen gemacht.

aus einem Verweis auf
übertriebenr Ehrlichkeit
(absichtlich mit jedem Schreibfehler quotiert) wird eine Unterstellung auf folgende Meinung konstruiert:
Ehrlichkeit und Hilfsbereitschäft müssen konsequent bestraft werden
.
Bisschen durchsichtig.. findest nicht auch?
Nochmal: Der Mann hat das Ding heile gefunden und am Weg abgestellt. Am nächsten Tag aufgebrochen gefunden und abgegeben. Was daran ist moralisch verwerflich, wenn er den ersten Tag unerwähnt lässt? Es gibt immer noch nen Unterschied zwischen "etwas nicht sagen" und "lügen". Was alles nichts daran ändert, dass ich das letztendliche Urteil hanebüchen finde. Hat vermutlich irgendeinen 3.-klassigen Anwalt aus dem Internet gehabt.
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Re: Geocache - 1000 Euro Schadenersatz für Gefälligkeit

Beitragvon Manfred » Do Mai 23, 2013 13:43

Das ist eben Ausslegungssache.
Für mich ist es in keinem Fall übertriebene Ehrlichkeit, wenn jemand zu seinen Handlungen und deren Folgen steht.
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