wer von euch hat oder wird noch in diesem jahr seine junganlage mit hochstammreben pflanzen?
ist es nur die bequemlichkeit oder rechnet es sich vielleicht sogar?
soweit ich das ganze in unserem gebiet beobachten kann werden es immer mehr anlagen.
Aktuelle Zeit: Do Jun 18, 2026 10:05
winz!!! hat geschrieben:wer von euch hat oder wird noch in diesem jahr seine junganlage mit hochstammreben pflanzen?
ist es nur die bequemlichkeit oder rechnet es sich vielleicht sogar?
soweit ich das ganze in unserem gebiet beobachten kann werden es immer mehr anlagen.
Kyoho hat geschrieben:Hochstammreben kosten etwa das Doppelte einer Pfropfrebe, das macht je Hektar 1,5€ x 4000, alos 6000€ mehr am Hektar. Für 6000 Euro kann man sich 600 Stunden bücken, bei 30 Stunden Ausbrechen pro Jahr, was z. B. beim Silvaner und Burgunder mal hinkommt, bei Dornfelder und Riesling aber kaum. Dann dauert es mind. 20 Jahr bis man mit Hochstammreben günstiger fährt. Gut, die Jungfeldpflege ist nicht eingerechnet, das macht aber soviel auch nicht aus, weil z. B. Nachpflanzreben für Ausfall auch wieder teurer sind und die Pflanzung mit Hochstamm eveuell mehr kostet bzw. mehr Kapital bindet, das nicht verzinst wird. Also nach 20 Jahren ist nix verdient.
Wenn dann ein Frost kommt oder irgendwann Esca zuschlägt, ist mit Nachziehen nix zu machen, wenn man mal verjüngen muss, weil der Stamm zu hoch geworden ist, kann man auch kein Ausschlag von unten mehr nehmen. Abgerisene Reben kommen auch nicht mehr und müssen mit Hochstämmen ersetzt werden, weil es keinen Sinn macht, normale in die Hochanlage reinzupflanzen. Ich weiß von einem, der hat als erster mit Hochstamm angefangen und als erster wieder aufgehört. Der Rebveredler verdient sein Geld damit, wer's pflanzen will soll's natürlich pflanzen, ich halte aber nicht viel davon.
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