Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • Druckansicht
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jun 18, 2026 10:05

Hochstammreben

Hier ist Platz für alles was an den Reben wächst.
Antwort erstellen
8 Beiträge • Seite 1 von 1
  • Mit Zitat antworten

Hochstammreben

Beitragvon winz!!! » Do Apr 29, 2010 19:55

wer von euch hat oder wird noch in diesem jahr seine junganlage mit hochstammreben pflanzen?

ist es nur die bequemlichkeit oder rechnet es sich vielleicht sogar?
soweit ich das ganze in unserem gebiet beobachten kann werden es immer mehr anlagen.
Gruß aus Rheinhessen

http://www.youtube.com/watch?v=pudOFG5X ... re=related
winz!!!
 
Beiträge: 723
Registriert: So Feb 18, 2007 16:56
Wohnort: Rheinhessen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hochstammreben

Beitragvon Irgendenner » Do Apr 29, 2010 20:21

hier hatt grad einer ein paar wingert frisch mit hochstammreben gesetzt.
allderdings ist derjenige selber rebveredler und daher ists für den nicht so teuer.
die reben sind schneller oben und man hatt unten am stamm nix auszubrechen.
bei sorten wie morio, die man 5 mal im jahr ausbrechen muß, weil die unten austreiben wie die wilden macht das ganze sinn.
in frostlagen siehts da schon wieder ganz anderster aus, wenn da die rebe erfriert ist die chance die nochmal von unten hochzuziehen recht gering.
zum nachpflanzen sind se nicht verkehrt, da man beim abspritzen nicht immer aufpassen muß und die reben nicht komplett von unten hochziehen muß,da se durch die konkurrenz der alten stöcke eh nicht so gut wachsen wie im jungfeld.

was mir heute beim vorbeifahren aufgefallen ist, die hochstammreben selbst sind recht krumm und schepp.
Irgendenner
 
Beiträge: 3392
Registriert: So Aug 26, 2007 10:16
Wohnort: Pfalz
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hochstammreben

Beitragvon pege » Do Apr 29, 2010 20:39

hab letztes jahr gepflanzt...
rechnet sich schon..., kann man halt sofort am unteren biegdraht anbinden, kein ausbrechen (stammaufbau), hasen kommen net dran, nur rehe halt...
der weinberg sollte aber in einer absolut frostfreien lage stehen ...

flachschar oder unterstockscheibe sofort einsetzbar...

basta spritzen geht auch.

es gibt wie bei allem, vor u. nachteile...
...KEIN JETPILOT, ...KEIN ASTRONAUT, TROTZDEM HIMMELSSTÜRMER...
PeGe

ein gutes pferd springt nicht höher, als es muss!!!
Benutzeravatar
pege
 
Beiträge: 425
Registriert: Mi Feb 27, 2008 23:06
Wohnort: Rheinhessen (Wonnegau)
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hochstammreben

Beitragvon Rotweincuvée » Fr Apr 30, 2010 11:06

Also ich habe so das Gefühl, dass der Preis für Hochstamreben genau nach Nutzen kalkuliert ist:
Das was der Nutzen größer ist, ungefähr so viel teurer sind sie.
Ein paar mal bücken eingespart, im zweiten Jahr vielleicht ein paar Kg Trauben mehr pro Hektar, das ist ungefähr der Mehrwert wie auch der Mehrpreis der Hochstammreben. Ab dem dritten Jahr gibt es kaum noch Unterschiede.
Nun kommt es auf die persönliche Gewichtung an: Wer noch einen rüstigen Rentner/Senior hat, der sich gerne um die Reben kümmert, fährt mit den normalen Reben günstiger, wer sich selbst bücken oder im Stundenlohn bücken lassen muß kann sich das mit den Hochstämmen überlegen.
Eine "Überlegenheit" sehe ich bei beiden Versionen nicht.
Gruß
Rotweincuvée


..... von der Sonne verwöhnt!
Rotweincuvée
 
Beiträge: 142
Registriert: Fr Feb 01, 2008 10:29
Wohnort: Kaiserstuhl
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hochstammreben

Beitragvon Opera » Fr Apr 30, 2010 17:14

Den größten Vorteil sehe ich in den Folgejahren, bei Rebsorten die stark Brechlaub bringen. Meine nächste Silvaneranlage wird definitiv Hochstamm werden.
Benutzeravatar
Opera
 
Beiträge: 571
Registriert: So Jun 04, 2006 11:39
Wohnort: Kaltengreuth
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hochstammreben

Beitragvon Rebenhopser » Fr Apr 30, 2010 21:30

winz!!! hat geschrieben:wer von euch hat oder wird noch in diesem jahr seine junganlage mit hochstammreben pflanzen?
ist es nur die bequemlichkeit oder rechnet es sich vielleicht sogar?
soweit ich das ganze in unserem gebiet beobachten kann werden es immer mehr anlagen.

Hallo,
Meine ersten Komplett-Hochstamm-Anlagen hab ich 1984 gepflanzt, damals hab ich noch selbst Reben veredelt, und wir waren Pioniere in Baden (Wir haben sogar Hochstamm-Reben mit 1,5m Unterlagen für Umkehr-Erziehung produziert!!). Jetzt hab ich noch ca. 80 ar (waren mal 1,3ha), die jüngste Anlage ist 13 Jahre alt, seither hab ich keine Neuanlage mehr damit gemacht. Hochstammreben kann man bei schlecht zusammengewachsener Veredlung nach dem Ausschulen im ersten Jahr nochmal veredeln, damit erreicht man fast 100% Anwuchs, bei allerdings erhöhtem Aufwand. Auch bewurzelte, einjährige Unterlagen-Stecklinge lassen sich mit sehr gutem Erfolg veredeln. Nachteilig ist der Preis bei Zukauf, und die geringere Stammdicke der Unterlagen. Reservestoffeinlagerung und Rebschnitt sind meines Erachtens auf Dauer negativ. Im Jungfeld ist die höhere Wüchsigkeit durch grösseren Altholzanteil vorteilhaft, das relativiert sich später. Positiv ist sicher der schnelle Stockaufbau und die Möglichkeit des Herbizideinsatzes. Ich würde, um die Vorteile zu optimieren auf Veredlungen mit ca. 50 cm Unterlagen zurückgreifen. Da ist der Edelreiser-Stammanteil (und dadurch die Holzmasse zur Nährstpoffeinlagerung) höher und der Preis günstiger. Da ich die Reben nicht tiefer als 10 cm pflanze, sind mir die gängigen 80-90cm langen Hochstammreben zu lang (bei Flachbogen). Das Handling in der Rebveredlung ist bei 50cm Länge auch erheblich besser als bei 90 cm.
Ich will nicht so bleiben wie ich bin, ich will besser werden!
http://www.wg-rammersweier.de/
Benutzeravatar
Rebenhopser
 
Beiträge: 1921
Registriert: Mo Apr 24, 2006 19:49
Wohnort: Ortenau (Ba-Wü)
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hochstammreben

Beitragvon Kyoho » Do Mai 06, 2010 17:26

Hochstammreben kosten etwa das Doppelte einer Pfropfrebe, das macht je Hektar 1,5€ x 4000, alos 6000€ mehr am Hektar. Für 6000 Euro kann man sich 600 Stunden bücken, bei 30 Stunden Ausbrechen pro Jahr, was z. B. beim Silvaner und Burgunder mal hinkommt, bei Dornfelder und Riesling aber kaum. Dann dauert es mind. 20 Jahr bis man mit Hochstammreben günstiger fährt. Gut, die Jungfeldpflege ist nicht eingerechnet, das macht aber soviel auch nicht aus, weil z. B. Nachpflanzreben für Ausfall auch wieder teurer sind und die Pflanzung mit Hochstamm eveuell mehr kostet bzw. mehr Kapital bindet, das nicht verzinst wird. Also nach 20 Jahren ist nix verdient.
Wenn dann ein Frost kommt oder irgendwann Esca zuschlägt, ist mit Nachziehen nix zu machen, wenn man mal verjüngen muss, weil der Stamm zu hoch geworden ist, kann man auch kein Ausschlag von unten mehr nehmen. Abgerisene Reben kommen auch nicht mehr und müssen mit Hochstämmen ersetzt werden, weil es keinen Sinn macht, normale in die Hochanlage reinzupflanzen. Ich weiß von einem, der hat als erster mit Hochstamm angefangen und als erster wieder aufgehört. Der Rebveredler verdient sein Geld damit, wer's pflanzen will soll's natürlich pflanzen, ich halte aber nicht viel davon.
Kyoho
 
Beiträge: 2979
Registriert: Mo Sep 10, 2007 8:10
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hochstammreben

Beitragvon Opera » Do Mai 06, 2010 20:58

Kyoho hat geschrieben:Hochstammreben kosten etwa das Doppelte einer Pfropfrebe, das macht je Hektar 1,5€ x 4000, alos 6000€ mehr am Hektar. Für 6000 Euro kann man sich 600 Stunden bücken, bei 30 Stunden Ausbrechen pro Jahr, was z. B. beim Silvaner und Burgunder mal hinkommt, bei Dornfelder und Riesling aber kaum. Dann dauert es mind. 20 Jahr bis man mit Hochstammreben günstiger fährt. Gut, die Jungfeldpflege ist nicht eingerechnet, das macht aber soviel auch nicht aus, weil z. B. Nachpflanzreben für Ausfall auch wieder teurer sind und die Pflanzung mit Hochstamm eveuell mehr kostet bzw. mehr Kapital bindet, das nicht verzinst wird. Also nach 20 Jahren ist nix verdient.
Wenn dann ein Frost kommt oder irgendwann Esca zuschlägt, ist mit Nachziehen nix zu machen, wenn man mal verjüngen muss, weil der Stamm zu hoch geworden ist, kann man auch kein Ausschlag von unten mehr nehmen. Abgerisene Reben kommen auch nicht mehr und müssen mit Hochstämmen ersetzt werden, weil es keinen Sinn macht, normale in die Hochanlage reinzupflanzen. Ich weiß von einem, der hat als erster mit Hochstamm angefangen und als erster wieder aufgehört. Der Rebveredler verdient sein Geld damit, wer's pflanzen will soll's natürlich pflanzen, ich halte aber nicht viel davon.


Eine durchaus schlüssige Rechnug. Gefällt mir. Fendt fahren kost ja aber auch extra... :mrgreen:
Benutzeravatar
Opera
 
Beiträge: 571
Registriert: So Jun 04, 2006 11:39
Wohnort: Kaltengreuth
Nach oben


Antwort erstellen
8 Beiträge • Seite 1 von 1

Zurück zu Weinbau

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Deutz DX 50V, Google [Bot], Google Adsense [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki