Gilt laut Gesetzänderungsentwurf für Hagelschlag, Sturm, Starkfrost, Starkregen oder Überschwemmungen.
Was haltet Ihr von einer solchen Mehrgefahrenversicherung? Zieht Ihr die in Betracht, oder versichert Ihr bereits?
Ich bin da recht skeptisch:
1. Versicherungskonstrukte funktionieren nur bei kleinflächigen Schadensereignisse (z.B. Hagel). Wenn ein Schadensereignis ganze Landstriche betrifft, zahlen die Versicherungsnehmer im Endeffekt doch wieder die Zeche über Nachforderungen oder zukünftig höhere Beiträge.
2. Bei den oben genannten Schadensereignissen sind zu viele Risiken aussen vor.
Hier mal meine nennenswerten Schadensereignisse aus vier aufeinanderfolgenden enttäuschenden Ernten:
- 2009: Gelbverzwergungsvirus trotz später Saat
~30% Minderertrag in Gerste - 2010: Ernte verzögert bis unmöglich wegen Unbefahrbarkeit der Flächen durch dauernden Regen in der Erntezeit
~20% Minderertrag in Weizen und Triticale, Qualitätsverlust, Auswuchs - 2011: Verschlämmung nach der Rapssaat (war aber eher kein Starkregen), Frühjahrstrockenheit, Raps wächst durch
~90% Minderertrag in Raps, ~25% Minderertrag in Gerste - 2012: Schlechter Auflauf im Herbst, Auswinterung, Frühjahrstrockenheit, Raps wächst schon wieder durch
~40% Minderertrag in Gerste, "nur" ~10% Minderertrag in Raps, Weizen

