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Meinungsbildung

Dieses Forum soll Verbrauchern die Möglichkeit geben, auf Fragen zur Landwirtschaft eine Antwort zu bekommen.
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10 Beiträge • Seite 1 von 1
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Meinungsbildung

Beitragvon Hoschscheck » Di Aug 16, 2011 9:34

Hier in der Tagespresse findet eine skurille Informationspoltik statt, => "alles gegen Konvi und Neubauten" wäre die Zusammenfassung. So nichts neues. Nur die Art der Statements hat sich inzwischen geändert.
Es steht kein fragender Ausdruck mehr in den Artikeln zu Stallneubauten und Konviwirtschaft, nein, es steht wohl mittlerweile fest, dass Bio das Mass aller Dinge ist und uns alle ins gelobte Land bringt.
Auch mit faschen Fakten untermauert.
Der örtliche Verband will nicht aktiv werden.
Bringt es was selbst Leserbriefe (freundlichster Natur) zum Thema zu schreiben ??
Oder wird dadurch alles noch schlimmer?
Die Redaktion einer Zeitung wird sich sicher nicht ihre Meinungsbildung kaputt machen lassen. Anders als die Moderatoren in vielen Landwirtschaftlichen-Foren.

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Re: Meinungsbildung

Beitragvon Gockel » Do Aug 18, 2011 8:40

Das regionale Kreisblatt gehörte früher einfach in jedes Haus, schon aus der Tradition heraus, und weil auch alle Verlobungen, Heiratsanzeigen, Erstkommunionen und Todesanzeigen darin veröffentlicht wurden. Die Arikel waren schwarz konservativ.
Das hat sich heute stark verändert. Private Anzeigen werden nicht mehr geschaltet. Die Artikel der Redakteure sind tendenziell. Sie sollen zu Reaktionen herausfordern. Wirtschaftlich geht es dem Madienunternehmer jatzt besser. Für ihn war es die richtige Entscheidung.
Die Anzahl der Leserbriefe haben zugenommen, aber auch sie sind tendenziell. Liest man die Beiträge, so würde man glauben, wir leben in einer rot grünen Gesellschaft. Das dem nicht so ist beweist das rege Vereinsleben in unserer Gemeinde. Da sind eher die Rot-Grünen in der Minderheit, da müssten sie sich anpassen, die paar Versuche sind in unserer Kommune fehlgeschlagen.
Ich meine, dass eine Einmischung in die öffentliche Meinungsbildung notwendig ist, um eine ausgewogene Meinungsvielfalt wieder herzustellen.
Gruß Gockel

http://www.youtube.com/watch?v=56iivPxovAQ
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Re: Meinungsbildung

Beitragvon Cairon » Fr Aug 19, 2011 22:15

Ich schreibe auch öfter Leserbriefe und ich muss sagen, dass ich oftmals auf dieses Briefe angesprochen werden. Natürlich müssen diese Beiträge sachlich und fundiert sein, sonst macht man sich damit eher lächerlich. Es gibt hier ein paar Schreiber, da liest man nur den Namen und weiß schon was drin steht. Meistens nehme ich Bezug auf Leserbriefe anderer Schreiber und stelle Dinge die ich für falsch halte anders da. Wichtig ist auch diese Briefe nicht zu lange zu machen (eines meiner Probleme).
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Meinungsbildung

Beitragvon Herbert P. » Do Sep 01, 2011 20:46

Hoschscheck hat geschrieben:Hier in der Tagespresse findet eine skurille Informationspoltik statt, => "alles gegen Konvi und Neubauten" wäre die Zusammenfassung. So nichts neues. Nur die Art der Statements hat sich inzwischen geändert.
Es steht kein fragender Ausdruck mehr in den Artikeln zu Stallneubauten und Konviwirtschaft, nein, es steht wohl mittlerweile fest, dass Bio das Mass aller Dinge ist und uns alle ins gelobte Land bringt.
Auch mit faschen Fakten untermauert.
Der örtliche Verband will nicht aktiv werden.
Bringt es was selbst Leserbriefe (freundlichster Natur) zum Thema zu schreiben ??
Oder wird dadurch alles noch schlimmer?
Die Redaktion einer Zeitung wird sich sicher nicht ihre Meinungsbildung kaputt machen lassen. Anders als die Moderatoren in vielen Landwirtschaftlichen-Foren.

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Ich glaube die Tagespresse wird ihre Gründe haben derartiges zu schreiben. Näher möchte ich nicht darauf eingehen.
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Re: Meinungsbildung

Beitragvon SHierling » Do Sep 01, 2011 21:25

Herbert P. hat geschrieben:Ich glaube die Tagespresse wird ihre Gründe haben derartiges zu schreiben. Näher möchte ich nicht darauf eingehen.

Jo, hat sie. Nennt sich "Profitgier".
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Re: Meinungsbildung

Beitragvon Frankenbauer » Fr Sep 02, 2011 20:48

Wie erklärt man die Bilder der Fangaktion der Eiterbichler Kindern, die sachgemäßen Umgang mit Tieren gewohnt sind?

Gruß

Werner
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Re: Meinungsbildung

Beitragvon agrarjournalist » Di Sep 06, 2011 13:03

Eins vorneweg: Den genauen Anlass der genannten Zeitungsartikel und die Zeitung kenne ich nicht.

Aber: Sachliche und prägnante Leserbriefe von Landwirten schaden nie und eine seriöse Zeitung wird diese auch abdrucken. Auf keinen Fall sollten Landwirte im Leserbrief Begriffe wie "Gutmenschen" usw. benutzen - wer die Gegenseite abwertet, schadet nur dem eigenen Image.

Im Vordergrund sollten dagegen immer die eigenen Anstrengungen stehen, umweltgerecht usw. zu wirtschaften - am besten mit Einladung, sich gelegentlich vor Ort zu informieren. Immer Gesprächsbereitschaft signalisieren, die eigene Sicht der Dinge darstellen und gleiche Interessen betonen!

Die Anforderungen an die landwirtschaftliche Kommunikationspolitik werden in Zukunft sicher steigen. Hier sind sicher zunächst die Landesbauernverbände, aber auch die einzelnen Landwirte zunehmend gefordert. Das liegt leider nicht jedem ...

Was auf die Landwirtschaft in Hinblick auf Umweltschutz usw. zukommt, ist übrigens hier nachzulesen (Ergebnis einer KTBL-Umfrage):

http://tinyurl.com/44abtts
Grüße
Klaus Knippertz
http://www.cereals-value.de
Marktanalysen Weizen, Raps, Mais und Soja
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Re: Meinungsbildung

Beitragvon SHierling » Mo Feb 27, 2012 19:54

Die Anforderungen an die landwirtschaftliche Kommunikationspolitik werden in Zukunft sicher steigen. Hier sind sicher zunächst die Landesbauernverbände, aber auch die einzelnen Landwirte zunehmend gefordert. Das liegt leider nicht jedem ...


Das ist bei regionaler Presse auch nur ein Problem. Das andere ist, das man in einigen Gegenden allein schon durch die Tatsache, das man sich zB als normaler (Nicht-Bio, Nicht-Eso, Nicht-Klein) Landwirt outet, sich Leute auf den Hof (und schlimmer: an die Weiden!) holt, die da durchaus keine lauteren Absichten haben (paßt mir gerade gut, das Thema, ich komm eben von meiner TÄ und hab mir gleich eine ganze Handvoll Schauergeschichten von vermeintlichen "Tierschützern" angehört, die schwappen hier leider grade als Welle über die Elbe ...). Und ich hab allein bei GF schon xmal Fragen gehabt, wo man denn bitte "Listen aller Massentierhalter" herbekommt, oder "wer weiß, wo in meiner Gegend eine Mastanlage ist", und das überwiegend von unberechenbaren und pubertierenden Halbstarken, die nichts weiter kennen als PeTa, und die "etwas gutes für die Tiere tun wollen". Denen etwas "sachlich nahezubringen" ist in einer regionalen Tageszeitung schon eine anspruchsvolle Aufgabe ...

Was anderes sind Gelegenheiten wie beim Spiegel, der Zeit, Google+, Fratzebuch und so weiter. Da könnten "Bauernverbände" sicher eine menge mehr erreichen als es im Moment der Fall ist. Falls man es schafft, sachlich zu bleiben - Cairon ist da wirklich ein Könner.
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