Ich vermute, daß Du die Mittel einsetzen willst, weil Du Probleme hast. Man könnte Dir weiterhelfen, wenn Du verraten würdest welche Kulturen und welche Probleme Du hast Grüße von civs
Jo, das Problem beschreibt sich wie folgt. Ich habe ein paar Hochstamm Apfelbäume bei denen wird das Laub regelmäßig fleckig, und fällt vorzeit im Juli-August ab. Da wir für Biomost abliefern, dachte ich, dass dem nichts entgegezusetzen ist. Als neulich die Zertifizierungsstelle zur alljährlichen Bestandsaufnahme da war, habe ich das Problem angesprochen. Mir wurde zu Netzschwefel und Kupfermittel geraten, die im Rahmen der Biomostäpfel zulässig sind. Die besagten Mittel sollten bei warmen Wetter, präventiv, und vor Regenfällen, aufgespritzt werden.
Ausserdem soll ich den amtlichen Obstbauingenieur informieren. Mal sehen was dieses Jahr wieder an Schaden auftritt.
Soweit die Infos. Jetzt sind die Experten wieder dran. Danke
Ich würde an Deiner Stelle den Schorfpilz vorbeugend bekämpfen. Von Austrieb bis Blüte mit Kupferpräparat vor angekündigtem Regen (ca. 4 Tage Prophylaxe). Dann mit Netzschwefel, der aber schnell wieder abwäscht. Wenn du das bis Juli durchziehst, könntest du die wichtigsten Infektionen abdecken und deine Bäume behalten bis zur Ernte ihr Laub. Kontaktiere besser vorher den amtlichen Ing. wegen Auflagen etc. Hast du geprüftes PSM-Gerät? Grüße von c.
merci merci, danke soweit. Also wenn der Schutz nur 4 Tage anhält und die Wetterlage steht auf Wärme, Regen und Gewitterschauer, dann ist das ganze Arbeitszeitmäßig mehr als fraglich. Es ist halt die einzige Möglichkeit diese Krankheit abzuwehren. Die Bäume sehen zum Teil schon sehr schlimm aus, richtig nackig und die Äpfel bleiben klein und kleben an den Ästen.
Zum Einsatz steht nur eine alte Spritzkanone zur Verfügung, ein nicht geprüftes PSM Gerät. Jungbäume könnte ich auch mit der Rückenspritze machen, hier ist der Ertragsausfall meist auch am größten. Vom Wachstum ganz zu schweigen.
Das schätzt du wohl richtig ein. Bei den alten Bäumen sitzt der Schorf wahrscheinlich eh auf dem Holz und die ganze Spritzerei wird wenig bringen. Wenn du die kleinen Bäume viel leicht einmal die Woche behandelst, könntest evtl das Schlimmste verhindern. Fraglich bleibt auch da die Kosten/Nutzen-Verhältnis.
ich denke, da machen in Zukunft nur schorfresistente Sorten Sinn, vielleicht auch umveredeln lassen. Jede Woche spritzen und dann zertifiziertes Bioobst abliefern ist Kunden kaum zu vermitteln.
Hallo, im Rahmen der Extensivierung des Obstbaus im Bio-Bereich haben Kollegen schorfresistente Apfelsorten gepflanzt für Mostäpfel und dann nicht mehr gegen Schorf gespritzt. Meines Wissens ist die Resistenz schon durchbrochen, da die ganzen Sorten auf dem Markt nur über einen Mechanismus resistent sind, an doppelresistenten ist man am arbeiten. Mit der Methode fällt man eigentlich den Tafelobsterzeugern in den Rücken. Daher halte ich es für den besten Weg, alte unempfindliche Sorten zu verwenden, denen ein bischen Schorf egal ist und dann nichts zu machen. Nur finde ich es seltsam, dass Deine Anlage so stark betroffen ist. Unser Hausgarten ohne jede Behandlung schaut noch ganz gut aus. Da wäre für mich der Ansatzpunkt. Grüße, Manfred
Jo Leute, herzlichen Dank für die Ratschläge. Inzwischen ist das Dilemma wieder da, auch wenn die Bäume, die ich mit dem Kupfermittelchen Cuprozin angespritzt habe etwas besser aussehen.