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Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Hier ist Platz für alles was auf den Bäumen wächst.
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Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon 4 zu 4 » So Mär 17, 2013 9:56

Welche verehrte (Bio)Obsterzeuger haben Erfahrungen mit Netzschwefel und, oder kupferhaltigen Präparaten?

Vielen herzlichen Dank
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon Con » Mi Mär 20, 2013 19:40

Ich vermute, daß Du die Mittel einsetzen willst, weil Du Probleme hast. Man könnte Dir weiterhelfen, wenn Du verraten würdest welche Kulturen und welche Probleme Du hast
Grüße von civs
Con
 
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon 4 zu 4 » So Mär 24, 2013 13:29

Jo, das Problem beschreibt sich wie folgt.
Ich habe ein paar Hochstamm Apfelbäume bei denen wird das Laub regelmäßig fleckig, und fällt vorzeit im Juli-August ab. Da wir für Biomost abliefern, dachte ich, dass dem nichts entgegezusetzen ist. Als neulich die Zertifizierungsstelle zur alljährlichen Bestandsaufnahme da war, habe ich das Problem angesprochen. Mir wurde zu Netzschwefel und Kupfermittel geraten, die im Rahmen der Biomostäpfel zulässig sind. Die besagten Mittel sollten bei warmen Wetter, präventiv, und vor Regenfällen, aufgespritzt werden.

Ausserdem soll ich den amtlichen Obstbauingenieur informieren. Mal sehen was dieses Jahr wieder an Schaden auftritt.

Soweit die Infos. Jetzt sind die Experten wieder dran.
Danke
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon Con » Mo Mär 25, 2013 9:20

Ich würde an Deiner Stelle den Schorfpilz vorbeugend bekämpfen. Von Austrieb bis Blüte mit Kupferpräparat vor angekündigtem Regen (ca. 4 Tage Prophylaxe). Dann mit Netzschwefel, der aber schnell wieder abwäscht. Wenn du das bis Juli durchziehst, könntest du die wichtigsten Infektionen abdecken und deine Bäume behalten bis zur Ernte ihr Laub. Kontaktiere besser vorher den amtlichen Ing. wegen Auflagen etc. Hast du geprüftes PSM-Gerät?
Grüße von c.
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon 4 zu 4 » Sa Apr 06, 2013 19:59

merci merci, danke soweit.
Also wenn der Schutz nur 4 Tage anhält und die Wetterlage steht auf Wärme, Regen und Gewitterschauer, dann ist das ganze Arbeitszeitmäßig mehr als fraglich. Es ist halt die einzige Möglichkeit diese Krankheit abzuwehren. Die Bäume sehen zum Teil schon sehr schlimm aus, richtig nackig und die Äpfel bleiben klein und kleben an den Ästen.

Zum Einsatz steht nur eine alte Spritzkanone zur Verfügung, ein nicht geprüftes PSM Gerät.
Jungbäume könnte ich auch mit der Rückenspritze machen, hier ist der Ertragsausfall meist auch am größten. Vom Wachstum ganz zu schweigen.
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon Con » Di Apr 09, 2013 8:21

Das schätzt du wohl richtig ein. Bei den alten Bäumen sitzt der Schorf wahrscheinlich eh auf dem Holz und die ganze Spritzerei wird wenig bringen. Wenn du die kleinen Bäume viel leicht einmal die Woche behandelst, könntest evtl das Schlimmste verhindern. Fraglich bleibt auch da die Kosten/Nutzen-Verhältnis.
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon Kyoho » Di Apr 09, 2013 8:45

ich denke, da machen in Zukunft nur schorfresistente Sorten Sinn, vielleicht auch umveredeln lassen. Jede Woche spritzen und dann zertifiziertes Bioobst abliefern ist Kunden kaum zu vermitteln.
Kyoho
 
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon Birlbauer » So Jun 23, 2013 13:41

Hallo,
im Rahmen der Extensivierung des Obstbaus im Bio-Bereich haben Kollegen schorfresistente Apfelsorten gepflanzt für Mostäpfel und dann nicht mehr gegen Schorf gespritzt. Meines Wissens ist die Resistenz schon durchbrochen, da die ganzen Sorten auf dem Markt nur über einen Mechanismus resistent sind, an doppelresistenten ist man am arbeiten. Mit der Methode fällt man eigentlich den Tafelobsterzeugern in den Rücken.
Daher halte ich es für den besten Weg, alte unempfindliche Sorten zu verwenden, denen ein bischen Schorf egal ist und dann nichts zu machen.
Nur finde ich es seltsam, dass Deine Anlage so stark betroffen ist. Unser Hausgarten ohne jede Behandlung schaut noch ganz gut aus. Da wäre für mich der Ansatzpunkt.
Grüße,
Manfred
Birlbauer
 
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Re: Netzschwefel und Kupfermittelchen im Obstbau

Beitragvon 4 zu 4 » So Jun 23, 2013 14:06

Jo Leute, herzlichen Dank für die Ratschläge. Inzwischen ist das Dilemma wieder da, auch wenn die Bäume, die ich mit dem Kupfermittelchen Cuprozin angespritzt habe etwas besser aussehen.
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