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Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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9 Beiträge • Seite 1 von 1
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Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon Kreuzschiene » Di Apr 30, 2013 13:36

Derzeit läuft im Bundesrat das Verfahren zur Verabschiedung verschiedener Neuregelungen im Bereich Pflanzenschutz.
Siehe hier:
http://www.bundesrat.de/cln_320/SharedD ... 277-13.pdf

Sieht für mich auf den ersten Blick gar nicht so übel aus. Spritzen-TÜV nur noch alle drei Jahre (statt bisher 2). Pflicht zur Fortbildung schadet dem einen oder anderen Berufskollegen auch nicht...
Würde sagen, das passt vom Grundsatz her...

Grüße K.
Kreuzschiene
 
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Re: Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon Harald » Di Apr 30, 2013 14:35

Kreuzschiene hat geschrieben:Pflicht zur Fortbildung schadet dem einen oder anderen Berufskollegen auch nicht...

Wenn wie in BY nur der Besuch einer Veranstaltung als Fortbildungsmaßnahme anerkannt werden soll, ist das nicht anderes als Bevormundung.

Es gibt genügend Medien, mit denen man sich zielgerichteter und intensiver fortbilden kann. Warum reicht der Bezug einer Fachzeitschrift oder eines Erzeugerringrundschreibens nicht aus?

Ein Führerscheininhaber ist auch verpflichtet, sich über Änderungen der Straßenverkehrsordnung zu informieren. Da kommt aber keiner auf die Idee, den wieder in die Fahrschule zu schicken.

:? :? :?
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
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Harald
 
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Re: Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon fridolin » Fr Sep 13, 2013 11:24

Quelle: http://www.uni-koblenz-landau.de/landau/aktuelles/archiv-2013/amphibiensterben
Studie: Pflanzenschutzmittel gefährden Frösche

Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen lebende Amphibien wurden bei den Zulassungsverfahren für Pestizide bislang nicht berücksichtigt. Einsatz in empfohlenen Mengen führt zu Sterblichkeitsraten bis zu 100 Prozent / Effekt auf Amphibien wird bei Zulassungsverfahren nicht berücksichtigt
Der Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln kann für Frösche tödlich sein. Eine aktuelle, im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführte Studie des Instituts für Umweltwissenschaften Landau an der Universität Koblenz-Landau hat aufgedeckt, dass schon der Einsatz der empfohlenen Produktmenge bei Grasfröschen (Rana temporaria) zu Sterblichkeitsraten von 20 bis 100 Prozent führt. Die Gefahr besteht für alle sieben getesteten Mittel – ob Fungizid, Herbizid oder Insektizid. Sie sind jedoch trotzdem zugelassen, da das entsprechende Verfahren bislang mögliche Auswirkungen auf Amphibien (Lurche) nicht untersucht.

„Es ist kaum fassbar, dass es bei Pestiziden, die das aktuell praktizierte Zulassungsverfahren für Pestizide durchlaufen haben, zu direkter Mortalität bei Amphibien kommt“, sagt Carsten Brühl, Leiter der Studie. „Unsere Laborversuche zeigen eine derartige Wirkung auf an Land lebende Entwicklungsstadien der Tiere. Dieser in der Risikobewertung bislang nicht berücksichtigte Effekt sollte in den Schutzbemühungen von Frosch- und Krötenpopulationen Berücksichtigung finden.“
Die feuchte Haut von Fröschen absorbiert Pestizide in größeren Mengen.
Amphibien sind die am stärksten gefährdeten Wirbeltiere weltweit. Als mögliche Ursachen werden der Wettbewerb mit eingewanderten Arten, erhöhte UV-Strahlung, die globale Klimaerwärmung, ansteckende Krankheiten sowie der Verlust an Lebensraum diskutiert. Bislang nicht beachtet wird der Einfluss von Pestiziden. Dies liegt daran, dass die Untersuchung möglicher Effekte bislang nur unzureichend erfolgte und nicht Bestandteil des Zulassungsverfahrens für Pflanzenschutzmittel ist. Zurzeit werden nur Auswirkungen auf Vögel und Säugetiere sowie auf in Gewässern lebende Organismen getestet.
Auch bei Vögeln und Säugetieren gibt es seit längerer Zeit die Diskussion, ob Pestizide über die Haut aufgenommen werden und wie groß die dadurch bedingte Gefahr ist. Die feuchte Haut von Fröschen absorbiert Stoffe in viel größeren Mengen, da sie im direkten Kontakt mit der Umwelt steht. Daher ist die Gefahr der so genannten dermalen Exposition hoch. Während die Zulassungsverfahren für Pestizide im Rahmen von Gewässeruntersuchungen Kaulquappen berücksichtigen, gilt dies nicht für die erwachsenen Frösche. Hier galt bislang die Einschätzung, dass für Vögel und Säugetiere unbedenkliche Mengen auch bei Fröschen kein großes Problem darstellen.
Diese Haltung muss jedoch grundlegend überdacht werden. Schließlich führen bereits die empfohlenen Einsatzmengen des Fungizids „Headline“ im Laborversuch bei juvenilen Grasfröschen innerhalb einer Stunde zu einer Sterblichkeitsrate von 100 Prozent. Da jedoch ein anderes Mittel, das die gleiche Menge des Wirkstoffs enthält, nur zu 20 Prozent tödlich ist, liegt die Gefahr wohl eher in den jeweils verwendeten Zusatzstoffen oder deren Konzentration. Welche Stoffe dies sind und wie sie wirken, ist jedoch noch völlig unklar und bedarf weiterer Forschungen. Dies gilt auch für die möglichen Effekte der Pestizide auf Freiland-Populationen.
Unsere Studie zeigt aber, dass schon jetzt dringender Handlungsbedarf besteht“, so Carsten Brühl weiter. „Auch Landwirte haben schließlich ein großes Interesse an einer intakten Natur und wollen Amphibien schützen, die schädliche Insekten vertilgen. Sie wollen daher Pestizide einsetzen, die diese nicht gefährden.“ Ebenso sollten sich die für die Risikobewertung für Pestizide Verantwortlichen mit diesem Thema auseinandersetzen und Amphibien in ihre Betrachtung einschließen.

Die Studie:
„Terrestrial pesticide exposure of amphibians: An underestimated cause of global decline?“, Carsten A. Brühl, Thomas Schmidt, Silvia Pieper, Annika Alscher. Die Studie wurde am 24. Januar 2013 in der Fachzeitschrift
„Scientific Reports (Nature)“ veröffentlicht (www.nature.com/srep).

Weitere Informationen: http://www.umwelt.uni-landau.de
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Re: Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon Hoshi » Sa Sep 14, 2013 9:39

Also die 100% sterblichkeit zu den 20% bei den gleichen wirkstoffen aber anderen hilfsstoffen ist ja interesant.

Jedoch gibt es denn auch eine Studie zu der Sterblichkeit und Verstümmelung von den Tieren (Amphibien/Regenwürmer/Mäuse/Insekten) auf dem Acker bei den alltäglichen arbeiten z.B. mulchen, pflügen, fräsen, grubbern, scheiben, düngen und der Ernte.
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Re: Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon Hoschscheck » Sa Sep 14, 2013 11:29

Hoshi hat geschrieben:Also die 100% sterblichkeit zu den 20% bei den gleichen wirkstoffen aber anderen hilfsstoffen ist ja interessant.

Das ist eher 'n alter Hut.
Hat auch mal 'nen Imker gegeben (FridoIin), der hat in Selbstversuchen mit Basta seinen Immen umgebracht und war Stolz darauf.
Kennst du die Szene in Cast Away, wo Tom Hanks ruft: "Schaut her ich habe!!! Ich habe Feuer gemacht!" (Brustgetrommel).

Feudolin.

Hoschscheck
Zuletzt geändert von Hoschscheck am Sa Sep 14, 2013 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
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Re: Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon Harald » Sa Sep 14, 2013 11:31

Leider sind die heutzutage gebräuchlichen Agrargifte nicht ausreichend amphibienschädlich. Daher wird der Zusatz von ausgewählten Hilfsstoffen von höchster Stelle vorgeschrieben, um die Bestände von Fröschen und Kröten zu dezimieren. Versteht sich, dass dies unter höchster Gehemhaltung geschieht.
Hintergrund ist der Schutz der Honigbiene.
Hier findet sich beispielsweise eine qualifizierte Abhandlung zum Thema "Amphibien als Fressfeind der Honigbiene".

Besonders berüchtigt ist die Aga-Kröte. Wikipedia schreibt hierzu:
Bekannt ist die Aga-Kröte beispielsweise dafür, dass sie vor Bienenstöcken hockt und die mit Nektar- und Pollen beladenen Bienen am Einflugloch abfängt. Imker haben bis zu 300 Bienen in einer Aga-Kröte gefunden.


// Ironie off

An der Studie (von einer Rheinland-Pfälzer Uni) ist aber schon auffällig, dass nur Pflanzenschutzmittel getestet werden, die unter diesen Markenbezeichnungen in der Schweiz, nicht aber in Deutschland zugelassen sind.
Bsp: Der Wirkstoff Fenoxaprop-P ist in Deutschland nur in Ralon Super zugelassen; getestet (siehe Figure 1) wird aber Dicomil. Auch der Safener scheint bei beiden Produkten gleich zu sein.


Ach ja: Wie verträglich ist eigentlich Löschkalk für Amphibien?
Zuletzt geändert von Harald am Sa Sep 14, 2013 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon forenkobold » Sa Sep 14, 2013 11:33

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2000096/

Ich denke, dass es einem Frosch und für das Ergebnis relativ egal ist, ob er jetzt mit einem totbringenden Mittel besprüht wird oder durch die Kreiselegge oder die Packerwalze wandert...
So ein biologischer Hackstriegel mit 15 km/h gefahren lässt ihn vermutlich auch die finalen Purzelbäume schlagen. Garnicht vorstellen will ich mir den furchtbaren Tod beim Kontakt mit Löschkalk.

Verbieten wir Landwirtschaft und gut is...
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Re: Pflanzenschutz - neue Gesetzgebung

Beitragvon forenkobold » Sa Sep 14, 2013 11:50

Stoff für nen Horrorfilmregisseur ala Kettensägenmassaker..

Man stelle sich die Frösche auf dem Feld vor...

***grusel**

http://www.youtube.com/watch?v=ZLMPAcTeoOc
http://www.youtube.com/watch?v=T0Af3dpouc8
http://www.youtube.com/watch?v=K9SyUfOVYco
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
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