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Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

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Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon Vroni-12 » Mi Apr 04, 2012 20:15

Hallo,
ich hab mal ne Frage!! Was kann man bei einem Lamm tund, dass ein verkürztes Unterkiefer ist? Hat es überhaupt eine Überlebenschance, denn so kann es ja nicht fressen, oder doch?

Liebe Grüße, und danke für alle Antworten
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon SHierling » Mi Apr 04, 2012 20:20

Tierarzt. Klingt nach einem Schmallenberg-Lamm, die haben meist noch andere (innere) Mißbildungen.
Schau mal hier, da sind Bilder von solchen Lämmern mit verkürztem Kiefer und mehr Infos dazu.
http://www.thueringer-ziegen.de/tl_file ... enberg.pdf
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon stamo » Mi Apr 04, 2012 22:21

hast du ein Bild?

das muss nicht unbedingt SBV sein, es kann auch einfach nur "'ne Missgeburt" sein.

Google mal nach "Karpfenmaul" und Schaf oder guck' in Bücher. Das ist gar nicht mal so selten. Möglich u.a. durch Inzucht.

Und überlebensfähig ist das DANN schon. Bis Schlachtlammgröße macht es Sinn, länger natürlich nicht. Alles natürlich davon abhängig, wie nutzbar der Kiefer noch ist.
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon Fassi » Do Apr 05, 2012 0:15

Wieviel kürzer? Wobei ab ca. 1cm mit dem Tier nicht mehr viel anzufangen ist. Zur weiteren Vermehrung sowieso nicht, da uU genetisch bedingt. Ich hatte mal so einen Kandidaten. Im Stall fiel es noch nicht nennenswert auf, aber draussen dann. Da war die Unterkiefer ca. 1cm zu kurz, Im Stall mit Heu und Lämmerkorn hatte er über 300g Zunahme, auf der Weide mit Gras und Schlupf kam nicht mal mehr an 100g (ich denke mal ohne Schlupf hätte das noch schlechter ausgesehen). Die können dann halt einfach nicht richtig fressen.

Was man da machen kann? Ist der Unterkiefer deutlich zu kurz Euthanasie. Ist es vertrettbar, dann im Stall ausmästen und ab zum Mezger. Mehr geht da nicht. Und vor allem, die Mutter im Auge behalten, kommt das nochmal vor, Mutter auch zum Metzger. Wie gesagt, die Sache vererbbar.

SBV kann sein, muss aber nicht. Die Sache ist bei den Schafen fürs erste wohl so ziemlich durch. Aber TA drüber schon lassen, kann bei fehlenden eigenen Kenntnissen nie schaden.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon SHierling » Do Apr 05, 2012 7:27

Aber TA drüber schon lassen, kann bei fehlenden eigenen Kenntnissen nie schaden.

Ich dachte eigentlich eher daran:
http://www.bmelv.de/SharedDocs/Pressemi ... Virus.html

Abgesehen vom TA werden ja nur die wenigsten Halter die Möglichkeit haben, eine "normale" Mißbildung von einer virusbedingten zu unterscheiden.
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon stamo » Do Apr 05, 2012 7:49

und wie kann der TA das unterscheiden?

Und selbst wenn er es unterscheiden kann, was soll es bringen? Eigentlich müsste man doch selbst sehen können, ob das Lamm lebensfähig ist. Steht es? Läuft und hüpft es? TRINKT ES? Wenn ja, dann ist doch alles i.O. und das wird der TA erst mal nicht anders sehen. Die Frage ist jetzt einen halben Tag alt. Wenn die Fragen oben mit Nein benatwortet werden, wird es jetzt eh tot oder kurz davor sein.
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon SHierling » Do Apr 05, 2012 8:02

stamo hat geschrieben:und wie kann der TA das unterscheiden?

Er kanns (und sollte es, eins je Betrieb) einschicken. Und anders als Du SIEHT der TA das Tier vor Ort, und kann beurteilen, wie weit die lebensfähigkeit ggf eingeschränkt ist oder nicht.

Und selbst wenn er es unterscheiden kann, was soll es bringen?

Was sollte es bringen, solche Fälle NICHT zu melden? Das einzige, was *dabei* dann rauskommt, ist, daß eine zu geringe Verbreitung und ein zu geringer Schaden angenommen wird, und nichts weiter passiert. Damit ist dann nicht nur dem Lamm nicht, sondern gleich überhaupt niemandem mehr geholfen.


Solche Lämmer leiden auf der Weide, und verhungern uU bei lebendigem Leib - ich kann's echt schon nicht mehr hören , wenn die Übermamis dann sagen "es ist zwar ganz langsam gewachsen, und sehr klein geblieben", aber "sonst geht es ihm gut" - das fällt IMHO unter Tierquälerei und nichts weiter. Und siehe oben: ob und wie das Lamm nun tatsächlich fressen kann, kann man von hier nicht entscheiden, also >> TA.
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon Vroni-12 » Do Apr 05, 2012 18:33

Danke für alle Antworten!!
Das Unterkiefer ist etwa 1cm hinten. Das Lamm ist bereits zwei Wochen alt, aber volkommen munter. es trinkt seine Milch, wie es sich gehört, springt rum und probiert sogar etwas Heu zu fressen mit dem Mutterschaf. Das beste wäre wahrscheinlich wirklich das Lamm zu erlösen. Werd mich aber beim Tierarzt erkundigen...
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon Fassi » Do Apr 05, 2012 19:05

Naja, laß den TA drüber schauen. Aber wenns im Stall klar kommt, warum dann erlösen? Dann kann mans auch ner sinnvollen Verwertung zu führen. Sprich im Stall ausmästen. Ausser dem kurzen Unterkiefer hats ja sonst nix, oder?

Ob ein TA allerdings ohne Laboruntersuchung SBV diagnostizieren, wag ich mal anzuzweifeln. Aber er kann sehen, ob der Chancen bestehen. Und was das Melden angeht, ist ganz klar hilfreich. Nur hab ich irgendwie den Verdacht, dass da ein südliches Bundesland die Sache mal wieder runterspielt (schade, dass wir Schafhalter keine Lobby wie die südbay. Rindviehhalter haben).

Gruß
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon stamo » Do Apr 05, 2012 23:27

SHierling hat geschrieben:
stamo hat geschrieben:und wie kann der TA das unterscheiden?

Und anders als Du SIEHT der TA das Tier vor Ort, und kann beurteilen, wie weit die lebensfähigkeit ggf eingeschränkt ist oder nicht.


Absolute Zustimmung zum ersten Punkt. Im Internet ist es nur Rumgerate. Bedingte Zustimmung zum zweiten Punkt. Der TA, der sein Geld durch das Kürzen von Merschweinkrallen verdient, hat vielleicht nicht die Erfahrung in diesem Bereich.

Vroni-12 hat geschrieben:Das Unterkiefer ist etwa 1cm hinten.


Google mal nach Karpfenmaul (edit, ok, da hab ich viiiel weniger gefunden als gedacht, aber hier z.B. mal ein Bild, so schlimm ist das nicht. Ich würde ein Tier allerdings niemals mit einer solchen Missbildung so erwachsen werden lassen) :

Bild


Vroni-12 hat geschrieben:Das Lamm ist bereits zwei Wochen alt, aber volkommen munter. es trinkt seine Milch, wie es sich gehört, springt rum und probiert sogar etwas Heu zu fressen mit dem Mutterschaf. Das beste wäre wahrscheinlich wirklich das Lamm zu erlösen.


Das seh' ich wie Christian. Leben lassen.
Vielleicht das Lamm mit in die Sprechstunde nehmen und nach dem erwartungsgemäßen ok 5 Euro in die Kaffeekasse, aber den TA nicht Anfahren und reich werden lassen!
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Re: Verkürztes Unterkiefer bei Lamm

Beitragvon stamo » Do Apr 05, 2012 23:32

SHierling hat geschrieben:Solche Lämmer leiden auf der Weide, und verhungern uU bei lebendigem Leib - ich kann's echt schon nicht mehr hören , wenn die Übermamis dann sagen "es ist zwar ganz langsam gewachsen, und sehr klein geblieben", aber "sonst geht es ihm gut" - das fällt IMHO unter Tierquälerei und nichts weiter.


100% richtig - aber dann gibts eben im Stall Kraftfutter und loses Heu bis das Schaf bei 40 Kilo ist. Ich sehe kein Problem.
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