Im "Heile Welt" Thread kam gestern die Frage auf, ob es objektive Unterschiede zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen im Tierfutter gibt. Wenn man das im Internet recherchiert findet man folgende Meinungen: Es gibt keinen Unterschied, oder natürliche Vitamine sind besser weil sie noch zusätzliche Stoffe enthalten. Ich persönlich kann mir keine Meinung bilden weil ich nun mal kein Chemiker oder Mediziner bin.
Die Verwendung synthetischer Vitamine im Tierfutter hat vermutlich etwas mit längerer Haltbarkeit und/oder den Kosten zu tun. Durch diese Diskussion ist mir eine Idee gekommen deren Erfolgsaussichten ich mangels Fachkenntnisse derzeit nicht beurteilen kann. Ich hoffe durch diesen Thread auf fachliche Informationen und Einschätzungen.
Zur Sache: Es gibt hier eine Pflanze die wie Unkraut wächst und deren getrocknete Blätter einen extrem hohen Vitamin-, Mineralien- und Proteingehalt haben. Hier die Einzelwerte:
http://www.buddel.de/kft/vitamine.jpg
Es kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Es gibt hier zahlreiche andere Pflanzen die alle möglichen medizinischen Wirkstoffe enthalten und die man untermischen könnte um gleichzeitig zumindestens in Teilbereichen eine Krankheitsvorbeugung zu erreichen. Z.B. sind Papayablätter extrem wirksam gegen Magen/Darm Parasiten und enthalten zusätzlich noch reichlich Vitamine usw.
Wir schätzen die Produktionskosten von 1 kg getrockneten Blättern mit 4-6% Restfeuchte auf ca. 8-12 €. Die Herstellung ist etwas aufwendig weil die Trocknung nicht später als 6 Stunden nach der Ernte beginnen muß, kein Sonnenlicht an die Blätter gelangen darf und die Temperatur in der Trockenkammer muß ca. 45 Grad C betragen, andernfalls nimmt der Gehalt bestimmter Vitamine stark ab. Wenn die Blätter korrekt getrocknet und Luftdicht verpackt sind beträgt die Lagerzeit ca. 6 Monate, evtl. auch länger.
Die Frage ist ganz simpel: Würde sich das angesichts der Inhaltsstoffe rechnen? Was würden synthetische bzw. herkömmliche Vitamine, Mineralien und dazu noch das Protein kosten?
Beste Grüße aus dem Tropenbüro, Jochen
