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Was bedeuted Duospeed?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Was bedeuted Duospeed?

Beitragvon Duospeed » Mo Dez 06, 2004 14:28

ich will mal gerne wissen was duospeed bedeuted ob das was mit dem antrieb zusammenhängtoder wie auch immer
Duospeed
 
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Beitragvon Christian » Mo Dez 06, 2004 19:45

In welchem Zusammenhang bitte? Gewöhnlich bezeichnet Duospeed eine mechanische Getriebeuntersetzung oder eine Lastschaltstufe.

MfG
Christian
 
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Beitragvon Thomas » Mo Dez 06, 2004 20:15

Au weia,

mit solchen Fragen kannst Du den e-mail-Service in Marktoberdorf ganz schön piesaken.
Also ich sag mal, was ich weiß. Duospeed, das ist was von Fendt. Die Marktoberdorfer haben im Prinzip schon ab Mitte der 60´er mit der Turbokupplung (TK) und mit Drehmomentwandlern experimentiert. Die Hintergrundfrage dabei war letztendlich immer das Stufenproblem: Während die Zapfwelle möglichst konstant laufen sollte, stellte der Boden und damit das Fahrwerk immer wechselnde Bedingungen an den Motor. Getriebe schalten aber in Stufen, also ruckelig, außerdem muß der Kraftstrang unterbrochen werden (Fahrkuppl.) und die Drehmomentänderung im Getriebe wirkt auch auf den Motor zurück, also praktisch ein unruhiges Schieben und Ziehen letztendlich. Es wurde also das angestrebt, was jetzt immer noch aktuell ist: "Stufenlosantrieb". Dazu kann z.B. ein Drehmomentwandler hohes Drehmoment in Geschw. transformieren, oder umgekehrt Geschw. in Drehmoment verwandeln. Das erzeugt in Verbindung mit der TK so eine Art Anfahrautomatik und eine Gangwechselabfederung, desweiteren ist ein sanftes Verzögern möglich (ab Bj ´93 übernimmt im Favorit die "Variofill-Tk" in Verbindung mit einer 4er-LS diese Aufgabe allein). Im Favorit 615 wurde ab Bj.´84 was mit einer Sache probiert, die sich Turbomatik-E nannte (Zusatzausstattung). Dabei war eine elektronisch geregelte Überbrückung des Drehmomentwandlers vorgesehen, der die Nutzbarkeit des Dremomentwandlers "in die Länge ziehen" sollte. In meinem schlauen Buch steht dann noch der aalglatte Satz: "Der Effekt der Turbomatik-E entsprach in Vielem dem Automatikgetriebe eines Automobils". Das ist typisch für diese Bücher. Ich glaube ohne Übertreibung, auf dem Niveau könnte ich auch so eine Schmonzette rausbringen. Jedenfalls die Ergebnisse waren unbefriedigend und mit der nächsten Überarbeitung des 600 anno 1988 gab es dann im 615 optional Duospeed. Darüber weiß ich aber noch weniger, die Story basiert aber immer noch auf der E-Drehmomentwandlergeschichte. Duospeed ermöglichte es, bei langsamen Zapfwellenarbeiten, auf den stufenlosen Fahrbereich umzuschalten, während man im "Hase" das Getriebe (20/9) normal schalten mußte. Ich denke, hier hat einfach der Drehmomentwandler in einem spez. erweiterten Modus in bestimmten Geschwindigkeitsgrenzen soweit regeln können, daß es möglich war bei langsamem Speed "stufenlos" zu fahren. Das Ganze hat aber auch nicht so richtig geklappt und Fendt hat das ab ´93 im Favorit 800 nicht mehr fortgeführt und die Idee vergraben. Dafür dachten die Ingis noch mal angestrengt ganz von Vorne nach und mit der Kohle von AGCO war dann ´95 auf der Agritechnica eine neue Katze aus dem Sack: Im Favorit 926 Vario (damals noch eckige Haube) war ein neuartiges leistungsverzweigtes Getriebe eingebaut, das, mittels der Konstruktion von der Differenzierung in einen mechanischen und hydraulischen Antriebsstrang über das Sonnenrad, sowie der Regelung des Mischverhältnisses über die Einstellung der Hydrostaten am hydr. Strang und der automatischen Schaltung von (ich glaube) 4 Gängen am mech. Teil in Abh. von den Hydrosaten usw. blabla, einen stufenlosen Fahrbetrieb von 0-50 Km/h bei voller Ausnutzung des ganzen Drehmomentverlaufes des Motors in zwei Fahrbereichen ermöglicht. Das ist so der Weisheit letzter Schluß in Sachen Traktorentechnik in diesem heurigen Jahr. MfG

P.S.: Ich wäre sehr froh, wenn hier mal der Übererklärer kommen würde, der das alles im Detaill erklären kann. Das soll am Besten mal der Jesus machen.
Thomas
 
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Beitragvon blendermann » Do Jun 28, 2007 23:12

Also die Effekte der Turbomatik E würde ich nicht als unbefriedigend bezeichnen. Haben selbst einen mit der Funktion. Bin begeistert. Wenn du einen Favorit (natürlich nur die 600er) mit Turbomatik E gefahren hast, möchtest Du keinen mit normaler Turbomatik mehr fahren
Die Scheiße ändert sich, nur die Fliegen bleiben gleich!
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Beitragvon Powershifter » Do Jun 28, 2007 23:26

duospeed war ganz einfach ein hydrostat wie im drescher, frontzapfwelle konnte nicht mehr verbaut werden wegen der großen hydraulik pumpe inner front vom trecker (is eine zf+fendt entwickelung und lässt sich teheoretisch an jedes zf t-3000 getriebe anflanschen (schlüter deutz ih usw.)
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Beitragvon Fendt 927 Vario » Fr Jun 29, 2007 9:28

@tomas

du hast dies geschrieben

Dafür dachten die Ingis noch mal angestrengt ganz von Vorne nach und mit der Kohle von AGCO war dann ´95 auf der Agritechnica eine neue Katze aus dem Sack.

ist zwar nicht böse gemeint aber Fendt wurde erst 1997 von Agco übernommen.Und ich denken nicht das Fendt schon Voher geld von Agco bekommen hat Aber irren ist menschlich.

das wollte ich nur mal so gesagt haben.

Gruß Fendt 927 Vario
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Beitragvon lagavulin » Fr Jun 29, 2007 10:03

Thomas hat geschrieben: ... Im Favorit 926 Vario (damals noch eckige Haube) war ein neuartiges leistungsverzweigtes Getriebe eingebaut, das, mittels der Konstruktion von der Differenzierung in einen mechanischen und hydraulischen Antriebsstrang über das Sonnenrad, sowie der Regelung des Mischverhältnisses über die Einstellung der Hydrostaten am hydr. Strang und der automatischen Schaltung von (ich glaube) 4 Gängen ...
Das ist nicht richtig, der Fendt hat zwei Fahrstufen und die Geschwindigkeit wird nur durch den Hydrostaten angepasst.
Im Gegensatz zu dem Eccom und dem S-Matik Getriebe.

Das Duospeed ist ein rein hydrostatischer Antrieb ähnlich zu den Selbstfahrern und Mähdreschern.
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Beitragvon -FELIX- » Fr Jun 29, 2007 13:30

das duospeed war ein ein ganz normaler hydrostatischer Antrieb für die 600 serie von fendt. die hydraulikpumpe war am antrieb der Frontzapfwelle angeflanscht. Deshalb gibt es auch keine Fzw.

War vor allem in den 615 mit Rüfa verbreitet, die Feldhäcksler geschoben haben.

Die Vorteile waren, dass die Geschwindigkeit stufenlos angepasst werden konnte und die Drehzahl, Leistung der Zapfwelle gleichblieb.
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Beitragvon schleppersepp » Fr Jun 29, 2007 19:17

Hallo zusammen,

für alle, die es genau wissen wollen, habe ich mal eben in meinem "Archiv" gekramt und die Beschreibung aus einem Favorit-Prospekt von 1990 eingescannt. Hoffe, man kann das auch lesen.

Was mich noch interessieren würde, weil ich noch nie so einen Favorit gesehen habe und Fendt das ja auch bei den 500er und 800er Favorit nicht mehr angeboten hat: Weiß wer, wieviele Favorit mit Duospeed verkauft wurden?

Viele Grüße
Schleppersepp
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Beitragvon Favorit » So Jul 01, 2007 12:13

Hi,

nicht so viele, denn es war teuer, hat das Leergewicht stark erhöht (ist ja eine zusätzliche Einrichtung zu all dem anderen Kram) und den FKH-Raum verbaut. :?
Die ´93-Favoriten haben ein Lastschaltgetriebe, beim 800 in Verbindung mit der Vari-TK (auch Xylon). :wink:
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Beitragvon lagavulin » Mo Jul 02, 2007 20:09

@ Fendt Spezialist, schreibe doch mal deutlich, dass der 600er nie ein Lastschaltung hatte.
Duospeed gab es von in etwas von 86 oder 87 bis 93.
Es war beim 600er, wenn der viel in der Rüfa arbeiten sollte absolut hilfreich, eigentlich sogar nötig, der hatte nur 5 Rückwärtsgänge und der größte lief über 25 km/h, da kann man sich die Sprünge vorstellen.
Turbomatik E konnte da nicht gut weiterhelfen, da der Wandler bei hohen Drehzahlen, wie beim Häckseln, längst überbrückt war.

Außerdem muss ich mal anmerken, dass man als Fendt Spezialist nicht so falsche Aussagen treffen sollte (siehe hier zum 600er http://www.landtreff.de/viewtopic.php?t=13836 ) und ich erinnere mich noch an eine Geschichte zur Zapfwelle ....
Es sei denn, man ist Spezialist für neue Fendts.

Nichts für ungut, nur wer sich aus dem Fenster lehnt, der muss rechnen, dass er nass wird.
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Beitragvon Favorit » Fr Jul 06, 2007 14:31

Hi,

Turbo-E hatte eine Kick-Down-Einrichtung, bei der der Fahrer bei jeder Drehzahl die Überbrückung deaktivieren konnte...
I.Ü. haben mir Andere dieses bestimmte Prädikat gegeben... :wink:

P.S.: Der 620LSA hatte ein s.g. TriPower-Getriebe mit 3LS-Stufen von ZF. Dieses Getriebe war auch in den Großschleppern anderer Fabrikate verbaut. Das Fehlen einer Wendeschaltung bei RüFa-Arbeiten mit dem 600LSA ist jedoch tatsächlich ein Nachteil. Derartige Entwicklungen setzten aber generell erst später ein. So war/ist das amerikanische PowerShift Getriebe ja auch nicht voll-reversibel. 8)
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