Ich möchte eine Wiese neu bepflanzen. Hier bei uns im Spessart (Sandstein) wachsen in jeder Hecke die Wildkirschen. Deswegen möcht ichs mal mit denen versuchen. Ständig nur Fichte ist ja zu öde. Mit welcher Baumart kann ich die noch mischen und was fürn Pflanzabstand würdet ihr nehmen.
schau mal nach Infos zum Thema "mittelwald", google oder waldwissen.net spuckt da einiges aus. Ich hab nen kleine fläche mit Kirschen und Hainbuche angelegt, die mal Mittelwald werden soll, mit Hainbuche als dienende Baumart, die alle paar Jahre auf den Stock gesetzt wird. Hainbuche im 2x2-Raster und zwischendrin halt die Kirschen im ca. 5-6x5-6 Raster. Und dazwischen noch ein paar Wildbirnen/Wildapfel sowie Speierling und Elsbeere und am Rand noch ein paar Walnüsse. Angeflogen sind jetzt noch Ulmen, Birken, Eichen, Feldahorn und Vogelbeere, da muss ich mal sehen, was ich stehen lasse.
Ich habe mich gestern mal mit einem befreundeten Säger länger unterhalten. Er war sehr in Sorge über seinen Nachschub an Fichtenholz. Er hat selbst auch Fichtenwald und weiß um die Probleme dieser Monokulturen. Auf meine Frage, was denn sein Enkel einmal mit den ganzen Kirschen, Eschen, Eichen und sonstigen Laubhölzern anfangen würde, die in 50-100 Jahren anfallen, meinte er: Die können wir nicht gebrauchen. Wir brauchen Fichten, Douglasien, Weißtannen und Ähnliches. Also denkt daran: Laubholz allein ist auch nicht die Zukunft. Das geht später ins Industrieholz oder in den Hacker, in die Spanplatte oder ins Brennholz. Aber nicht ins Sägewerk.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
Kormi, dein Säger hat natürlich aus seiner Sicht schon ein bisschen Recht, aber es gibt mittlerweile auch Untersuchungen zur Nutzung von Laubholz im Baugewerbe, also der ganze Festigkeitskram, Herstellung von Leimbindern, Erstellung entsprechender DIN für die Statiker zum Nutzen usw.. Also die Laubhölzer sind nicht total ungeeignet für Sachen, bei denen momentan Nadelhölzer benutzt werden. Und die Umstellung erfolgt ja auch nicht von heute auf morgen, sondern kontinuierlich über einen ziemlich langen Zeitraum. Also hat auch der Säger Zeit, sich und seine Maschinen umzustellen.
@Dondito, ok, ich werde dran denken, aber viel wird man leider noch nicht sehen, außer wild wucherndes Grün , da die Kultur jetzt erst 3 Jahre alt ist.
das mit den angeflogenen Baumarten klingt ja so idyllisch dass ich fragen muss: Hast Du Wölfe (und keine Rehe), bei mir gedeiht so was nur mit Einzelschutz.
viele Grüße
Andreas
Wer nicht über sich selbst lachen kann, hat nur halb so viel Spass im Leben.
na klar haben wir Wölfe, unser Wald ist doch mitten im Wolfsgebiet (glaube Milkener Rudel), hatten auch schon Kratzspuren am Ziegenstall vom Waldnachbarn. Aber meine baumartenmäßige Idylle ist komplett eingezäunt, außerhalb des Zauns fliegt nicht soviel an bzw. wird sofort wieder weggeknabbert, wenn nicht einzelgeschützt.