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Werkzeugstahl schweißen - mit "Hausmitteln" möglic

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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26 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Beitragvon IHC of Doncaster » Fr Jul 25, 2008 11:42

Zuviel Geld nicht... Hab seit ewigkeiten eine Packung CN 29/9 herumliegen und schweiß damit alle legierten Stähle wie z.B. Werkzueg wie Gabelschlüssel wenn einer bricht.
HAb durchwegs gute Erfahrungen mit der Elektrode. Hält doppelt gut wie Universalelektroden.
Aber wieder was dazugelernt...

MFG
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Beitragvon Schauerschrauber » Fr Jul 25, 2008 11:59

Hallo

Genau vor dem gleichen Problem stand ich damals auch als ich meinen Spaltkeil aud den T-Träger schweißen wollte !
Ich habe aber auch bewußt auf Spezialelektroden verzichtet - da ich ganz einfach nicht der perfekte Elektoden Bruzzler bin !
Ich habe es ganz normal mit SG2 Draht in mehreren Lagen verschweißt - es hält habe schon über 100 rm gespalten !
Das einzige was nicht so optimal war ist das es beim Schweißen stark spritzte !
Ein Problem hättest du wenn dein Schneidkeil aus einem stark Blei und Schwefel haltigem Material wäre z.B. ein 10SPb20 oder 11SMN30 , der würde beim Schweißen in der Tat nicht fest werden.

mfg
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Beitragvon vtwelder » Fr Jul 25, 2008 12:16

Zuviel Geld nicht... Hab seit ewigkeiten eine Packung CN 29/9 herumliegen und schweiß damit alle legierten Stähle wie z.B. Werkzueg wie Gabelschlüssel wenn einer bricht.
HAb durchwegs gute Erfahrungen mit der Elektrode. Hält doppelt gut wie Universalelektroden.
Aber wieder was dazugelernt...


Ja, nee nee das passt schon. So war das nicht gemeint. Gemeint war: Es macht keinen Sinn, wenn man einen 42CrMo4 schweißen möchte (und das vielleicht noch in größeren Mengen), sich eine CrNi Elektrode anzuschaffen. Weil es geht besser und billiger zugleich. Außerdem hat man das Problem, gerade bei dicken Teilen, mit einer CrNi Elektrode baut man auf ferritischem Stahl (hohe Wärmeleitfähigkeit) leichter Bindefehler.

Das mit den Werkzeugen ist noch eine andere Baustelle. Ein vergütetes Werkzeug möchte ich ja in der Regel nicht "weich machen" und groß Vorwämen. Da passt das mit den CrNi Elektroden dann schon. Weil durch ihre Zähigkeit (im SG) puffern sie die Zähigkeitsdefizite in der WEZ des Werkzeugs dann wenigstens etwas. Das mache ich in so einem Fall auch mit CrNi oder ghar Ni-Basis Legierungen.
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Beitragvon Daniel Setz » Fr Jul 25, 2008 12:59

Hallo!

Vielen Dank für die bisherigen Antworten! Ihr seid die Besten!

Ich habe das im Studium zwar auch gemacht und kann mit den Begriffen T8/5- Zeit, Legierungsbildung in der Naht usw. was anfangen, aber um im konkreten Fall das Richtige zu tun, reicht's halt doch nicht aus.

Ich werde es jetzt einfach mal ausprobieren. Ich werf' die Teile nachher in Muttis Backofen, wärme sie auf 250°C vor und schweiße dann mit Schutzgas eine schöne Mehrlagennaht.

Noch Elektroden besorgen wollte ich eigentlich nicht, da ich normalerweise nur Schutzgas schweiße. Und da liegt das neu gekaufte Paket doch wieder nur rum...
Resi, i hol' di mit meim Traktor ab!
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Beitragvon Same Argon » Fr Jul 25, 2008 13:00

Hallo Haka nea,

im warme Stahl bzw. flüssige Stahl sind die Moleküle sehr beweglich. Bei kaltem Stahl sind sie geordnet an ihrem Platz wo sie hingehören. Wird jetzt geschweißt bewegen sich die Moleküle und finden wärend dem langsame abkühlen wieder an ihren Platz. Tust du jetzt abschrecken dann bleiben die Moleküle an ihrem Ort wo sie gerade waren. Dadurch wird die Schweißnaht hart und ist nicht mehr elastisch. Bei Belastung bricht es dann sehr schnell anstatt sich bischen zu dehnen oder nachzugeben.


Gruß Same A.
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Re: Werkzeugstahl schweißen - mit "Hausmitteln" möglic

Beitragvon georg0024 » Fr Feb 01, 2019 22:44

Hallo

Ich weiß, dieser Beitrag ist etwas älter, aber hoffentlich ist jemand hilfsbereit.
Ich habe eine Zapfwellenbuchse (Durchmesser 50 mm, laut Hersteller 42crmo4) und einen 2 cm. starken Flansch mit Mittelbohrung 51mm (42crmo4), die Buchse wird etwa 2 cm in die Bohrung des Flansches versenkt und von oben und unten verschweisst.
Dieses Bauteil wird später hohe Drehmomente übertragen. Ich würde gerne CrNi 29/9 Elektrode verwenden, da ich welche da habe. Würde die Verbindung hohe Lasten heil überstehen? Spezielle Elektroden für Crmo4 enthalten sehr wenig Kohlenstoff, deswegen sei die Verbindung laut einigen Herstellern etwas weicher, dies müsse man bei der Lastenkalkulation berücksichtigen. Da ich CrNi29/9 sowieso da habe, habe ich mir gedacht, ob die Verwendung dieser Elektroden in meinem Fall sogar besser wäre, ich möchte aber ein hochwertiges Bauteil erhalten und keinen Schrott, deswegen bin ich ratlos...

Ich wäre für jede Hilfe sehr dankbar.
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Re: Werkzeugstahl schweißen - mit "Hausmitteln" möglic

Beitragvon Neo-LW » Fr Feb 01, 2019 23:17

Moin,

Wellen aus 42CrMo4 verbindet man durch Reibschweißen.

Ich kenne jemanden, der hat Vorderachs-Antriebswellen für einen IVECO-Magirus so Schweißen lassen,
um eine Differentialsperre zu realisieren.

Von Deutschland bis nach Indien und zurück hat es gehalten.


Olli
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Re: Werkzeugstahl schweißen - mit "Hausmitteln" möglic

Beitragvon Englberger » Sa Feb 02, 2019 19:12

hallo zusammen, hab vor Jahren als wir wenig Geld hatten bei einem Same Corsaro 70 Ps Allradschlepper mit Frontlader der mehrere hundert Siloballen im jahr schleppt 2mal im Planetensatz die Radnabe geschweist mit SG2 Elektrode.Hat einmal 5Jahre uènd einmal 3Jahre gehalten.
Dann hab ich dickere Radnaben von Same gekauft.Radnabe ist angeblich auch 42CroMo4.
Spaltkreuz für einen 40 Tonnen Spalter ausPalettengabel und seitlich 4 Baggerschaufelschürfleisten auch mit SG2 geschweisst hält seit vielen Ster Holz.
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Re: Werkzeugstahl schweißen - mit "Hausmitteln" möglic

Beitragvon georg0024 » Sa Feb 02, 2019 20:46

Vielen Dank für die Rückmeldung. Hat jemand 42Crmo4 mit CrNi 29/9 Elektrode z.B. Böhler Fox CN 29/9?

Nochmals danke an alle
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Re: Werkzeugstahl schweißen - mit "Hausmitteln" möglic

Beitragvon georg0024 » Fr Feb 08, 2019 21:46

Wenn man 42Crmo4 mit croni 29/9 schweissen möchte, muss man das Werkstück nicht meh vorwärmen? Vtwelder hat so etwas beschrieben, aber das verstehe ich nicht so genau..
georg0024
 
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Re: Werkzeugstahl schweißen - mit "Hausmitteln" möglic

Beitragvon Merlin82 » Sa Feb 09, 2019 8:03

Um das Vorwärmen kommst du, egal welches Schweißverfahren und welche Zusatzwerkstoffe du einsetzt, nicht herum.

Wärme wird immer eingabracht, je höher die Temperaturdifferenz zwischen Schmezbad und Grundwerkstoff ist, umsö höher ist die Abschreckwirkung und im Endeffekt die Neigung zur Aufhärtung. Gerade beim 42CrMo4 sollten die 250°C nicht unterschritten werden, das Zeug wird sehr spröde und bricht dann gern schlagartig weg.

Als Feldschmiedevariante für den 42CrMo4 würde ich von der 29/9 absehen, die bringt zwar erhöhte Festigkeit und Verschleißbeständigkeit mit sich, ist aber in der Zähigkeit stark eingeschränkt. Also mal irgendwo ne Ecke wieder aufbauen ja, Verbindung würde ich nicht machen.

Würde die Verbindung mit einer zäheren Elektrode NiCrMo vornehmen, z.B. Thyssen SH Ni K130 (oder ähnlich E 89 ...).
Alternativ auch ne zähe 18/8 Mn bzw. die ultimative Geheimwaffe Nicro82.
Zur Not und wenn keine große Belastung auf das Teil kommt, geht auch der SG2, der bindet auf dem CrMo auch vernünftig ab.
Rutile "Hausfrauenelektroden" würde ich aber nicht nehmen, die haben zu wenig Einbrand, kaum Festigkeit und Zähigkeit.

Für Verbindungen wo es drauf ankommt, sollte bei dem 42CrMo4 aber immer ein anderer Weg geganenen werden!
Also Schweißen mit einem Zusatz der Zähigkeit und Festigkeit mit sich bringt z.B. der VABW Thyssen SH Ni K130 (Elektrode), Union X 90 /Megafil 807 B (MAG).
Vorwärmen mit 250°C, mehrlagig Schweißen, nicht auspendeln, langsam abkühlen.
Danach zwingend um die 600°C spannungsarm glühen, Abkühlung von den 600°C dann aber direkt an Luft!

:prost:
Merlin82
 
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