Ich bin mir natürlich sicher mir jetzt den Unmut der Einen oder Anderen einzuhandeln, aber irgendwann reichts und der Frust muss raus.
Ein Bauer (ich schreibe bewusst "Bauer" und nicht Landwirt) hat östlich teils direkt anliegend an eine Wohnhäuserzeile unseres Ortes ein paar Felder auf denen er jedes Jahr Mais (Trockenmais) anbaut. Das wär ja alles OK. Nur hat er die Eigenart (im Übrigen als einziger "Maisbauer" in unserem Gäu) das er das Feld nach dem Maisdreschen bis zum nächsten Frühjahr "ruhen" lässt. Das heißt also das alles was hinten ausn Maisdrescher rauskommt stur liegen bleibt. In "Bewegung" kommt das Feld oder besser gesagt die losen Blätter und Abraum jedes Jahr im Herbst wenn die Sturmsaison losgeht und sich dann das ganze Zeugs mit den teils heftigen Weststürmen in den Gärten und Grundstücken der Anrainer festsetzt. Letzten sturmlosen Herbst hatten wir zwar Glück und die Gärten blieben verschont, was sich aber nur als Verzögerung herausstellte als die Sturmfront eben erst dieses Jahr im Februar durchzog. Und weils so schön war (also das Wetter vorm Sturm) hat der nette Bauer dieses Jahr sogar drei Wochen vorher seine Maisstoppelfelder fleißig und intensiv gemulcht. Mit dem Ergebnis das wir statt den üblichen großen Maisblatthaufen im Garten, uns dieses Jahr auch noch über die vielen vielen kleinen Fitzelchen freuen durften die sich bis in die noch so kleine Ritze festgesetzt haben.
Ich selbst komme da noch einigermaßen gut davon weil mein feldseitiger Maschenzaun das meiste aufhält (nunja gegen die diesjährigen Brösel half der auch nicht viel), aber andere Anrainer haben da weniger Glück und dürfen nun schubkarrenweise Maisblätter und -schnitzelchen auf ihren Grundstücken zusammenrechen und entsorgen.
Über das Problem reden kann man mit "dem" leider nicht (er ist nunmal ein typisch sturer uneinsichtiger "Bauer"...). Er bräuchte ja nur wie alle anderen sein Maisfeld nach der Ernte einfach einarbeiten, ackern, grubbern oder was weiß ich, und schon wären alle zufrieden. Aber Nein ... nichts dergleichen. Also bleibt den Anrainern nur sich jedes Jahr aufs neue zu ärgern... und im Herbst wieder Rechen, Gabel und Schubkarre bereitzustellen.
So Frust ist raus. Jetzt die Frage:
Rein rechtlich hat man sicher keine Chance ihn dazu verdonnern sein Feld entsprechend zu bewirtschaften dass die Anrainer von den jährlichen Maisflut im Garten verschont bleibt. Wie würdet Ihr das "Problem" angehen? Gibt es Argumente die selbst so einem sturen uneinsichtigen Mitmenschen einleuchten (müssen) und ihn bewegen (könn(t)en) etwas dagegen zu tun?

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet