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Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon "schwabe" » Do Dez 17, 2015 19:22

Scheint jetzt also doch durch zu sein, diese "novelliereung" zur DÜV !

http://www.agrarheute.com/news/gruenes-licht-fuer-duengeverordnung

Das heißt, es kommt die Nährstoffbilanzierung anhand einer Hoftorbilanz und was soll daran jetzt anders sein als an der "normalen" bisherigen Nährstoffbilanz ?

Ich bin Ackerbaubetrieb mit 55ha LN und noch bissl Bullenmast/Biogas

Mit welchen Änderungen muss ich den nun rechnen gegenüber der bisherigen Nährstoffbilanz ?
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon H.B. » Do Dez 17, 2015 22:22

Zukauffutter fließt mit ein
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon steel. » Do Dez 17, 2015 22:31

Da kommen langsam noch mehrere Spielchen zum Vorschein. Der vom Umweltministerium schon zugesagte Bestandsschutz von alten Güllegruben wurde kürzlich wieder aufgehoben.
Womöglich werden die nun doch fällig ( Leckageerkennung, Dichtheit ) und müßen teuer nachgerüstet werden.
Sollten eine Grube nicht 100 % dicht sein, geht der Spaß erst los. Auch wegen möglicher Umweltverschmutzung von möglicherweise ausgetretener Gülle ins Erdreich und Grundwasser.
Ich hoffe ihr habt eine betriebliche Haftpflicht abgeschloßen die den Aspekt Umwelt abdeckt, denn sonst kanns richtig teuer werden.
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon "schwabe" » Do Dez 17, 2015 22:49

Zukauffutter fließt mit ein


Ja schon, aber dieses Futter verlässt ja wieder in Form von "Fleisch" den Hof - also was soll dann der ganze Quatsch :roll: :?

Da kommen langsam noch mehrere Spielchen zum Vorschein. Der vom Umweltministerium schon zugesagte Bestandsschutz von alten Güllegruben wurde kürzlich wieder aufgehoben.
Womöglich werden die nun doch fällig ( Leckageerkennung, Dichtheit ) und müßen teuer nachgerüstet werden.
Sollten eine Grube nicht 100 % dicht sein, geht der Spaß erst los. Auch wegen möglicher Umweltverschmutzung von möglicherweise ausgetretener Gülle ins Erdreich und Grundwasser.
Ich hoffe ihr habt eine betriebliche Haftpflicht abgeschloßen die den Aspekt Umwelt abdeckt, denn sonst kanns richtig teuer werden.


Das machen die nur, damit in den Ortschaften Fläche frei wird, weil man denn Stall ja dann nicht mehr nutzen kann und dann auch gleich abreisssen kann.
Und somit Fläche frei wird.

Ich frage mich ernsthaft, wie lange wir uns das eigentlich noch gefallen lassen - :?: Juckt das niemand :shock: :shock:
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon H.B. » Do Dez 17, 2015 22:56

Trickbetrüger

http://www.keckl.de/texte/Umweltbundesa ... Nitrat.pdf

Ich würd sie eher Schwerverbrecher nennen, denn man arbeitet schon Jaaahhhre bewusst mit falschen Zahlen, um das gewünschte Ergebnis durchzukriegen. Und die Quotenlesbe der Bundesregierung, Bundesumweltministerin Barbara Hendriks scheint sich an den kriminellen Strukturen im eigenen Haus nicht zu stören. Freudentänen wie nach der Klimakonfernz wird sie weinen, wenn der letzte Bauer die Tür zunagelt....
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon steel. » Do Dez 17, 2015 23:28

Es müßen oder werden um den von der EU angestrebten Ammoniak, Methanausstoß zu senken deutlich Viehbestände abgebaut werden müßen.
Besonders in Deutschland ist das nötig wurde vermeldet und der Ammoniakausstoß muß hierzulande um 30 % gesenkt werden. Sonst drohen Strafzahlungen.
Da weiterhin gebaut wird, müßen oder sollen die sogenanten Auslausbetriebe eben früher schließen um den wachsenden Zukunftsbetrieb nicht zu gefährden und um die genannten Ziele einzuhalten.
Darauf wird es rauslaufen auch wenn es sich hart anhört. Genau darauf schielt die Politik, sie kann und darf das öffentlich natürlich nicht so direkt verkünden, sondern muß das versteckt durchführen und gut verkaufen. Eine 100 % dichte und teuer nachgerüstete Güllegrube wird dann zum Schutz von Klima und Umwelt verkauft und schon wird die Kampagne vom Verbraucher einheitlich mit Applaus unterstützt... wo der Verbraucher doch eigentlich diese Kleinbetriebe immer erhalten wollte.
Wollte wohlgemerkt, denn zum Umweltschutz müßen eben Opfer gebracht werden. :mrgreen:
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon Einhorn64 » Fr Dez 18, 2015 9:08

Die unberechenbare Politik könnte auch auf den Gedanken kommen einfach Bestandsobergrenzen einzuführen.
Hört sich beim Wähler erstklassig an- Agrarindustrielle Massentierhaltung wird beendet, nur noch Bauernhöfe halten Nutztiere,
und gleichzeitig wird der Tierbestand gewaltig gemindert, wofür man nur wenige Betriebe schließen/verkleinern muß.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon H.B. » Fr Dez 18, 2015 9:10

steel. hat geschrieben:Es müßen oder werden um den von der EU angestrebten Ammoniak, Methanausstoß zu senken deutlich Viehbestände abgebaut werden müßen.

Alternativ könnte auch vorgeschrieben werden, mindestens zwei Drittel der Gülle in den Monaten Dezember, Jänner und Februar ausgebracht werden müssen, was u.a. auch positive Einflüsse auf Nährstoffverwertung und Bodenfruchtbarkeit mit sich bringen würde. Im Grunde müssen wir uns aber damit abfinden, dass die schon wissen, dass nicht die Jahrmillionen alten Kreisläufe der Natur maßgeblich sind, aber die Bauern sind mit dem geringen Bevölkerungsanteil der beste Sündenbock.

Da weiterhin gebaut wird, müßen oder sollen die sogenanten Auslausbetriebe eben früher schließen um den wachsenden Zukunftsbetrieb nicht zu gefährden und um die genannten Ziele einzuhalten.

Das was die letzten 1000 Jahre gebaut wurde, und wahrscheinlich die nächsten 10 Jahre auch noch gebaut wurde, wird die Anforderungen nicht erfüllen. Es müssten hermetisch abgedichtete Unterdruckställe mit Abluftreinigung gebaut werden, und Weidehaltung würde sowieso der Vergangenheit angehören. Beides in Summe ist Futter für den Tierschutz.
....denn zum Umweltschutz müßen eben Opfer gebracht werden.

....kommt sich drauf an, ob "Umweltschutz" oder Umweltschutz das Ziel sind. Bisher ist von Seite der europäischen Politik nur erkennbar, dass einfach noch schneller (in verkehrter Richtung) gefahren wird. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass eines Tages auf internationalen Druck die imaginären Projekte gestoppt werden müssen, und auch von der EU echte ökologische Anstrengungen abverlangt werden. Dass Alibi-Umweltschutz international nicht funktioniert, musste auch VeganWagen schmerzlich erfahren
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon JuliaMünchen » Fr Dez 18, 2015 10:04

Ich stell mir das immer bildlich vor wie die Beamten im Ministerium solche Sachen "erarbeiten" Die werden jetzt ganz stolz sein auf ihre Arbeit von 3 Jahren.
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon T5060 » Fr Dez 18, 2015 10:59

Das war es dann mit deutschem Qualitätsweizen.
Jetzt müssen wir Regenwald roden, damit deutsche Brötchen nicht die Konsistenz von Pizzaboden haben.
Endlich kommt nun auch Gentechnik ins deutsche Brot.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon Ferengi » Fr Dez 18, 2015 14:03

H.B. hat geschrieben:Alternativ könnte auch vorgeschrieben werden, mindestens zwei Drittel der Gülle in den Monaten Dezember, Jänner und Februar ausgebracht werden müssen...



Ach, und wie willst du das machen!?
Mittem Flugzeug, oder was????

:roll: :roll: :roll: :roll:
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon adefrankl » Fr Dez 18, 2015 14:31

Ferengi hat geschrieben:
H.B. hat geschrieben:Alternativ könnte auch vorgeschrieben werden, mindestens zwei Drittel der Gülle in den Monaten Dezember, Jänner und Februar ausgebracht werden müssen...



Ach, und wie willst du das machen!?
Mittem Flugzeug, oder was????

:roll: :roll: :roll: :roll:

Also das sollte in den meisten Gebieten nicht das Problem sein. Entweder es ist, wie aktuell trocken genug und dadurch befahrbar oder in anderen Jahren soll es auch in den meisten Teilen Deutschland auch sibirischen Beton geben. Das Problem ist ehr, dass dies erstens nicht jede Pflanze dann verträgt (WG?). Zum anderen kann auch mal ein Jahr wieder mit richtig viel Schnee (und lange) im Winter kommen. Und da ist dann doch nicht jeder Standort geeignet. (nun im Winter 85 - 86?) habe ich auch mal einige Fässer Gülle auf eine Wiese bei etwa 20 cm Schnee gefahren, weil die Grube damals voll war (kein Gewässer in der Nähe). (Damals war die Lagerkapazität bei so 3,5 Monaten).
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon Pevo » Fr Dez 18, 2015 15:12

"schwabe" hat geschrieben:
Zukauffutter fließt mit ein


Ja schon, aber dieses Futter verlässt ja wieder in Form von "Fleisch" den Hof - also was soll dann der ganze Quatsch :roll: :?


Kann mir das bitte jemand erklären? Wo bleibt die Gülle aus Zukauf in der Bilanz?
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon 512turbo » Fr Dez 18, 2015 15:32

Kann mir das bitte jemand erklären? Wo bleibt die Gülle aus Zukauf in der Bilanz?


Bei der Hoftorbilanz, werden alle Nährstoffe(ich glaube nur die organischen) erfasst, die das "Hoftor" passieren, in beide Richtungen, also Gülle, Futter, Fleisch, Milch usw.

Aber ich sehe darin eher einen Vorteil, da die Nährstoffe in Milch/Fleisch auch gegengerechnet werden. Kommt jedoch darauf an ob mit den tatsächlichen oder irgendwelchen abnormalen vorgegebenen Tabellenwerten gerechnet werden muss.
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Re: Also doch - Strengere Düngeverordnung...

Beitragvon H.B. » Fr Dez 18, 2015 15:59

Pevo hat geschrieben:
Kann mir das bitte jemand erklären? Wo bleibt die Gülle aus Zukauf in der Bilanz?


Im Moment läuft das über die HIT, also die gemeldeten Rinder + Milchleistung. Am genauesten wäre natürlich die tatsächlich angefallene Gülle x enthaltene Nährstoffe. Aber soviel Vertrauen wird den Bauern nicht geschenkt, obwohl es über Bodenproben einfach kontrollierbar, und nachvollziehbar wäre.

Das was jetzt aktuell gilt bringt den Nachteil, dass wer mit Eiweißfutter sparsam umgeht, eher bestraft. Die Hoftorbilanz ist menschenunwürdig. Wer den Bauern diese theoretische und ungenaue Arbeit antut, was im Endeffekt mit Bodenproben (!!Am tatsächlichen, Ergebnis!!/Die Summe aller Handlungen) nachgewiesen wird, sollte mittelfristig von der Versorgung mit Nahrungsmitteln ausgeschlossen werden....
....und natürlich die Quotenlesbe im Umweltministerium mit all ihren Schergen, Verbrechern, Betrügern und Scharlatanen.

Frohes Fest, Pevo! :klee:
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