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Alte Getreidesorten

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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20 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Alte Getreidesorten

Beitragvon Güldner G25S » Mo Jun 06, 2016 13:39

Hallo,

ich bin auf der Suche nach ca. 50 Jahre alten Weizensorten, um diese anzubauen. Das Netz liefert bei der Suche eigentlich nur Auskunft über Einkorn, Emmer, Dinkel und Kamut. Diese sind aber deutlich älter und werden auch als Urgetreide bezeichnet. So alt soll es aber gar nicht sein. Ich möchte einen Versuch einer alten Sorte im Vergleich zu einer neuen machen. Dafür brauche ich Saatgut. Vielleicht kennt jemand eine Quelle für Weizen der vor rund 50 Jahren angebaut wurde, da ich leider nichts finde.

Schöne Woche
Felix
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Mad » Mo Jun 06, 2016 15:32

Frag mal direkt bei der IG Pflanzenzucht an. Die dürften bestimmt noch was vom Jubilar haben, welcher 1961 zugelassen wurde.

Andernfalls evtl. bei Saatzucht Firlbeck anfragen, die dürften noch was von der Sorte Monopol rumstehen haben. Der wurde 1975 zugelassen.

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Welfenprinz » Mo Jun 06, 2016 16:01

Nächste Woche bei den DLG-Feldtagen. Vielleicht hat sogar ein Züchter wieder eine Stammbaumanlage ab Carstens No 5. :D

Kennst du Saatgutvermehrer,ältere. ? Nicht dass die die Sorten haben,aber die werden am ehesten wissen,wo man sie beschafft.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Nordhesse » Mo Jun 06, 2016 17:26

Monopol wird auch noch in der Praxis gebaut. Mein Kollege im Thüringer Trockengebiet nennt ihn "Makkaroniweizen"
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon marius » Mo Jun 06, 2016 19:26

Warum diese alten Sorten ? Also wenn schon Weizen wegen Trockenstress würde ich diesen kanadisch/amerikanisch gezüchteten " Saharaweizen ", mit seinen 2 -3 Meter langen Wurzeln bis zur Kornfüllung, anbauen.
Deutlich länger als Hybridweizen. Trotz Trockenregionen und geringer Niederschläge soll der 9 Tonnen Ertrag bringen wenn der Boden tief durchwurzelt werden kann.
Ein Bekannter wollte den zur Aussaat 2015 trotz hoher Kosten importieren und nachbauen. Weiss garnicht ob er ihn dann letztlich noch bestellt oder angebaut und ob das geklappt hat. Aber dieses Jahr spielt Trockenheit kaum eine Rolle da bringt er keine Vorteile.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Güldner G25S » Mo Jun 06, 2016 19:51

Danke für die schnelle Hilfe. Zu den Feldtagen kann ich leider nicht. Warum baut man so alte Sorten an? Einfach aus Spaß an der Freude.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon heico » Mo Jun 06, 2016 21:59

Ich habe auch ein ähnliches Interesse an den alten Sorten.
Es ist mir gelungen etwas Saatgut von 25 Jahre alten Sorten zu bestellen.

Gerne hätte ich Jubilar, Diplomat, aus den 60ern und noch ältere wie Tassilo und Heines.

Mal sehen was auf den DLG Feldtagen zu sehen ist.

Hier mal ein paar Bilder vom letzten Jahr vom Versuchsfeld Borwede LWK Hannover:
Beim Klick auf die Bilder werden die Texte lesbar.
Dateianhänge
Jubilar-LWK-Borwede.jpg
Heine.jpg
Tassilo.jpg
Rimpaus.jpg
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Güldner G25S » Di Jun 07, 2016 15:18

Der Tassilo klingt echt interessant. Bei den letzten Wintern spielt die geringe Winterhärte auch keine Rolle
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon George » Di Jun 07, 2016 19:29

Alles schön und interessant, aber auf was wollt ihr hinaus? Saatgut Treuhand umgehen?
Gruß George
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Güldner G25S » Di Jun 07, 2016 20:08

Mit 0,6 ha kann ich theoretisch Nachbau machen wie ich will. Das habe ich aber gar nicht vor. Ich mache das nur zum Hobby. Die anderen Sorten habe ich auf Arbeit und da habe ich keinen Einfluss drauf.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Einstein88 » Do Jul 07, 2016 15:57

Nur so nebenbei: Die alten Sorten waren gar nicht so schlecht, vor allem beim Durumanbau. Man hat bei uns beispielsweise die Sorte "Ardente" aus der Liste rausgeworfen, einfach deshalb, weil sie für den Züchter finanziel nicht mehr interssant war. Es war eine Sorte, die mit den sehr schwierigen Verhältnissen bei uns sehr gut zurecht kam und immer gut Erträge gab. Technologisch sei die Sorte überholt, hiess es. Das heisst es dann immer. Heute wäre mancher Getreideerfasser froh, es gäbe sie noch, denn die neuen Sorten brachten doch nicht, was versprochen wurde, weder in Bezug auf Erträge, noch auf Qualität und schon gar nicht, was die Krankheitsanfälligkeit betrifft. Der Zuchtfortschritt ist dann bei Durum insgesamt sehr klein vielleicht sogar degressiv. Es gäbe noch einige andere Sorten, die man auch erwähnen könnte.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Ferengi » Do Jul 07, 2016 16:15

Die neuen Sorten bringen deutlich mehr Ertrag.
Brauchen aber auch, und das ist das Wichtigste, mehr PSM.
Und darum gehts es.
Den dummen Bauern einreden sie würden von Ertragssteigerungen profitieren,
und gleichzeitig ihre Ausgaben für PSM zu erhöhen. :roll: :roll:

An den Hochleistungssorten verdienen Viele, nur nicht die Bauern.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Welfenprinz » Do Jul 07, 2016 19:30

Ferengi hat geschrieben:Die neuen Sorten bringen deutlich mehr Ertrag.
Brauchen aber auch, und das ist das Wichtigste, mehr PSM.
Und darum gehts es.
Den dummen Bauern einreden sie würden von Ertragssteigerungen profitieren,
und gleichzeitig ihre Ausgaben für PSM zu erhöhen. :roll: :roll:

An den Hochleistungssorten verdienen Viele, nur nicht die Bauern.


:D
Wann vergleichst du mit wann?
Ein Linus bringt mehr als ein kanzler. Mit fast keinem PS.

und Carstens No5 hätte denselben Ertrag wie jubilar oder Saturn gebracht, wenn es in den 30ern schon die PSM der 70er gegeben hätte.

Kurz:
deine Aussage stimmt vorne und hinten so überhaupt gar nicht.
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon KarlGustav » Do Jul 07, 2016 19:43

Welfenprinz hat geschrieben:Wann vergleichst du mit wann?
Ein Linus bringt mehr als ein kanzler. Mit fast keinem PS.

und Carstens No5 hätte denselben Ertrag wie jubilar oder Saturn gebracht, wenn es in den 30ern schon die PSM der 70er gegeben hätte.

Kurz:
deine Aussage stimmt vorne und hinten so überhaupt gar nicht.


Natürlich stimmt seine Aussage.

Der Bauer wird geschröpft und sonst garnix.

Sonst würde das System auch keinen Sinn machen. Und wie immer steht ein System dahinter.
Karl
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Re: Alte Getreidesorten

Beitragvon Welfenprinz » Do Jul 07, 2016 19:59

Das

Brauchen aber auch, und das ist das Wichtigste, mehr PSM.


stimmt definitiv nicht. :)

Ich habs am Beispiel Kanzler -Linus (Ertragsunterschied ca 20dt/ha bei weniger PS der neuen Sorte, beides Hauptsorten ihrer Zeit) geschildert.

Und ich könnt das jetzt auch noch endlos weiter führen für x andere Sorten und für andere Kulturen. :)
Aber a) sprengt das den Rahmen
und ist b) nutzlos bei Überzeugten
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