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Aufkalken

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Aufkalken

Beitragvon Grenzwächter » So Apr 12, 2015 10:27

Hallo zusammen habe am Freitag die alljährlichen Ergebnisse der Bodenuntersuchung bekommen. Alles gut bis auf zwei neue Flächen die mit einem Ph-Werte von 4,9 und 5,5 Glänzen :-(. Die Empfehlung 7 und 6 Tonnen CAO das sind ca 12-14 Tonnen Kohlensauren Kalk.
Kann ich soviel Kalk auf einmal streuen oder macht das dann Probleme?
Achso Boden ist Sandiger Lehm.

Mfg
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Re: Aufkalken

Beitragvon Mad » So Apr 12, 2015 12:46

Der kohlensaure Kalk wirkt durch seine relativ große Oberfläche recht langsam. Dahingehend ist er ein nachhaltiger Kalkdünger, der über mehrere Jahre seine Wirkung freisetzt.

Aber bei 4,9 würde ich jetzt zu drastischeren Mitteln greifen, sprich Branntkalk.

Ich habe letzten Herbst auf 2 Flächen im Schatteneinfluss des Waldes jeweils ~8t/ha Branntkalk ausbringen lassen, um eine Krümelstruktur hinzubekommen. Der Nachteil ist, dass du damit erstmal sämtliches Bodenleben abtötest, was sich danach erst wieder aufbauen muss.

Dem Getreide macht das nichts aus, eher im Gegenteil. Wichtig ist nur, dass der Branntkalk durch Niederschläge gelöscht wird.

Darüber hinaus habe ich vor ein paar Jahren ein paar Flächen mit niedrigem ph-Wert mit 10-12t/ha kohlensauren Kalk gedüngt und diesbezüglich keine Probleme feststellen können (bevor Fragen aufkommen: Wenn man 3 Jahre hintereinander 5-6t/ha kohlensauren Kalk gibt und in den Bodenproben keine Verbesserung sieht, geht man auch mal drastischere Wege).
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Aufkalken

Beitragvon Ferengi » So Apr 12, 2015 15:51

Mad hat geschrieben:...(bevor Fragen aufkommen: Wenn man 3 Jahre hintereinander 5-6t/ha kohlensauren Kalk gibt und in den Bodenproben keine Verbesserung sieht, geht man auch mal drastischere Wege).



Wie kann das sein?
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Re: Aufkalken

Beitragvon julius » Mo Apr 13, 2015 17:03

Ich hab auf einem meiner Äcker ( Bodenart 15 = anmooriger Lößlehm )die letzten 10 Jahre keinen Kalk gestreut. Fruchtfolge 33 % Mais und 66 % Getreide + Zwischenfrucht. Bei der jüngsten Bodenuntersuchung war der Kalkgehalt seltsamerweise immer noch im Idealbereich mit 6,4.
Trotzdem hab ich nun kohelnsauren Kalk reingestreut aber nur 3 Tonnen /ha.
Zuviel Kalk auf einmal würde ich nicht streuen. Besser auf 2 Jahre verteilen mit je 50 %.
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Re: Aufkalken

Beitragvon Grenzwächter » Mi Apr 15, 2015 5:45

Mad hat geschrieben:Der kohlensaure Kalk wirkt durch seine relativ große Oberfläche recht langsam. Dahingehend ist er ein nachhaltiger Kalkdünger, der über mehrere Jahre seine Wirkung freisetzt.

Aber bei 4,9 würde ich jetzt zu drastischeren Mitteln greifen, sprich Branntkalk.

Ich habe letzten Herbst auf 2 Flächen im Schatteneinfluss des Waldes jeweils ~8t/ha Branntkalk ausbringen lassen, um eine Krümelstruktur hinzubekommen. Der Nachteil ist, dass du damit erstmal sämtliches Bodenleben abtötest, was sich danach erst wieder aufbauen muss.

Dem Getreide macht das nichts aus, eher im Gegenteil. Wichtig ist nur, dass der Branntkalk durch Niederschläge gelöscht wird.

Darüber hinaus habe ich vor ein paar Jahren ein paar Flächen mit niedrigem ph-Wert mit 10-12t/ha kohlensauren Kalk gedüngt und diesbezüglich keine Probleme feststellen können (bevor Fragen aufkommen: Wenn man 3 Jahre hintereinander 5-6t/ha kohlensauren Kalk gibt und in den Bodenproben keine Verbesserung sieht, geht man auch mal drastischere Wege).


8 Tonnen Branntkalk ist ein Wort. Um wieviel Punkte ist der PH-Wert denn dann hoch gegangen. Wieviel hat das pro ha gekostet?

Mfg
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Re: Aufkalken

Beitragvon Mad » Mi Apr 15, 2015 8:24

Grenzwächter hat geschrieben:
8 Tonnen Branntkalk ist ein Wort. Um wieviel Punkte ist der PH-Wert denn dann hoch gegangen. Wieviel hat das pro ha gekostet?

Mfg


Der Preis liegt um die 10-12€/dt inkl. Ausbringung. Ich brauchte für diesen Hektar gerade mal einen Streuer. Um wieviel der Wert hochgegangen ist, ist mir praktisch egal. Das war eine Maßnahme zur Bodenverbesserung. Warum, steht im obigen Text.

So viel streut man ja generell nicht. Die Erhaltungskalkung mit Branntkalk liegt im Normalfall bei 2-3t/ha.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Aufkalken

Beitragvon MF 5465 » Do Apr 16, 2015 20:27

Hallo

bei leichten Böden würde ich mir das schon schwer überlegen, etliche Tonnen Branntkalk auf die Felder zu hauen. Im dümmsten Fall hast du dann (wegen schlechter Pufferwirkung und Wasserdurchlässigkeit) gleich mal pH 9, danach fällt er wieder unter den Sollwert... Auf schwereren Böden würde ich mir da weniger Gedanken machen. Gut wäre es zu splitten. 1/3 Branntkalk, 2/3 Kohlensauren Kalk.. Bestenfalls aber trotzdem auf mehr als ein Jahr.

:prost:
Sepp
Wenn mir Tetris eines gelehrt hat, dann, dass sich Probleme aufstapeln und Erfolge verschwinden.
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Re: Aufkalken

Beitragvon Fossi » Fr Apr 17, 2015 8:36

Hatte das gleiche Problem - Flächen mit leichten Böden übernommen --> ph-Werte von u.a. 4,8 :shock: :shock: :shock:

Dann aber behutsam - im ersten Jahr Carbokalk und in den darauffolgenden Jahren Konverterkalk - den ph-Wert wieder aufgebaut.

Mehr als z.B. 8t Carbokalk oder 5t Konverterkalk würde ich nicht streuen - auch aus den oben genannten Gründen. Außerdem sind diese Kalke nicht so 'scharf'.
Beachte bitte das der Konverterkalk recht langsam wirkt.

Die Empfehlung 7 und 6 Tonnen CAO das sind ca 12-14 Tonnen Kohlensauren Kalk.


Mich würde mal interressieren, wer das bei einem Sandboden empfiehlt???
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Re: Aufkalken

Beitragvon Mad » Fr Apr 17, 2015 9:43

Fossi hat geschrieben:
Die Empfehlung 7 und 6 Tonnen CAO das sind ca 12-14 Tonnen Kohlensauren Kalk.


Mich würde mal interressieren, wer das bei einem Sandboden empfiehlt???


Sandiger Lehm ist schon noch was anderes als Sand.
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Re: Aufkalken

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Fr Apr 17, 2015 9:51

Hatten vor ein paar Jahren auch zwei Flächen (stark lehmiger Sand) mit pH 5,0 übernommen. Haben dann zwei Jahre hintereinander 2 t/ha Branntkalk streuen lassen (Kosten von 9 € dt :shock: ). Dadurch wurde der pH Wert auf 5,6 angehoben. Mittlerweile streue ich aber trotzdem noch jedes Jahr Konverter oder Kreidekalk, streben jetzt langsam auf 6 zu. Wir hatten bei niedrigen pH Wert im Vergleich zu Nachbarflächen bei gleicher Kultur, Sorte, Düngung usw. fast immer 10 dt/ha weniger geerntet.
Aluhut Akbar !
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Re: Aufkalken

Beitragvon Ferengi » Fr Apr 17, 2015 10:52

MF 5465 hat geschrieben:Hallo

bei leichten Böden würde ich mir das schon schwer überlegen, etliche Tonnen Branntkalk auf die Felder zu hauen. Im dümmsten Fall hast du dann (wegen schlechter Pufferwirkung und Wasserdurchlässigkeit) gleich mal pH 9, danach fällt er wieder unter den Sollwert...

:prost:
Sepp


So isset. :prost:

Eigentlich sollte man nicht über 3 Tonnen CaO je Jahr und Hektar ausbringen.

Bei Kalk funktioniert die "schnell und viel"- Methode einfach nicht.


Dazu schreibt die Landwirtschaftskammer-NRW:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... 1109,d.d2s
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Re: Aufkalken

Beitragvon Fossi » Fr Apr 17, 2015 10:58

Mad hat geschrieben:
Fossi hat geschrieben:
Die Empfehlung 7 und 6 Tonnen CAO das sind ca 12-14 Tonnen Kohlensauren Kalk.


Mich würde mal interressieren, wer das bei einem Sandboden empfiehlt???


Sandiger Lehm ist schon noch was anderes als Sand.


Entschuldigen Sie bitte!

Aber auch bei sandigem Lehm ist die Empfehlung schon übertrieben jenseits von Gut und Böse.
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Re: Aufkalken

Beitragvon Raider » Fr Apr 17, 2015 11:25

Grenzwächter hat geschrieben:Hallo zusammen habe am Freitag die alljährlichen Ergebnisse der Bodenuntersuchung bekommen. Alles gut bis auf zwei neue Flächen die mit einem Ph-Werte von 4,9 und 5,5 Glänzen :-(. Die Empfehlung 7 und 6 Tonnen CAO das sind ca 12-14 Tonnen Kohlensauren Kalk.
Kann ich soviel Kalk auf einmal streuen oder macht das dann Probleme?
Achso Boden ist Sandiger Lehm.

Mfg


uiuiui... was es alles gibt! Wir haben Flächen die wurden die letzten 30 JAhre nicht gekalt und haben einen pH-Wert über 7 ;-)
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Re: Aufkalken

Beitragvon Franzis1 » Fr Apr 17, 2015 11:29

Bin bei SL-Böden bei 6,3-6,6 Proben aus 2010, habe vor 1,5 Jahren ca, 3 To/Ha CaCo gestreut, möchte dieses Jahr nach der Ernte ende August wieder Proben ziehen, hat er da schon seine volle Wirkung gezeigt oder dauert das länger ?
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Aufkalken

Beitragvon Mad » Fr Apr 17, 2015 11:58

Franzis1 hat geschrieben:Bin bei SL-Böden bei 6,3-6,6 Proben aus 2010, habe vor 1,5 Jahren ca, 3 To/Ha CaCo gestreut, möchte dieses Jahr nach der Ernte ende August wieder Proben ziehen, hat er da schon seine volle Wirkung gezeigt oder dauert das länger ?


Die Wirkung kann schon wieder weg sein, je nach eingesetztem Dünger.
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