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Auflaufbremse zu stark

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Auflaufbremse zu stark

Beitragvon wanders » Di Mai 06, 2014 13:35

Hallo,

Ich habe eiene Krone 2 Seitenkipper 3,8t ZGG mit einer Peitz AVM 44 Zuggabel. Diese wurde komplett gerichtet. Neue Dämpfergummies, ausgeschlagene Löcher an der Hebellage instant gesetzt usw.

Jetzt bin ich kürzlich vollbeladen eine längere Gefällstrecke (ca. 3km) gefahren. Die Auflaufbremse bremste so stark, dass ich im höchsten Gang noch Gas geben musste um nicht stehen zu bleiben.

Meine ehemals roten Bremstrommel sind auf jedenfall jetzt schwarz und der Lack blättert ab. Im Tal angekommen hat es auch gewalltig gestunken und rauchte ganz ordentlich.

Kann man die Auflaufbremse irgendwie sanfter einstellen? Oder ist das normal so?

Gruss Bernd
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon countryman » Di Mai 06, 2014 14:29

dass der Hänger den Schlepper bremst ist bei Auflaufbremsen prinzipiell unmöglich, es sei denn es klemmt etwas.
Auflaufbremsen und längeres Gefälle vertragen sich schlecht, die Dauerbremsung führt zum sehr starken Aufheizen der Trommeln. Auch das ist leider prinzipbedingt. Beim nächsten Mal langsamer fahren.
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon wanders » Di Mai 06, 2014 19:48

Hi,
muss mich etwas anders ausdrücken. Der Hänger bremst nicht den Schlepper sondern der Hänger bremst so gut, dass der Motor ohne Gas den Hänger soweit aufschieben läst und somit stärker bremst.
Ich hätte eigentlich erwartet, dass der Hänger den Schlepper im höchsten Gang anschiebt und eher immer schneller wird. So wie beim Auto ich im höchsteb Gang auch immer schneller werde Berg ab.

Ansonsten kann ich leider das Gefälle nicht einebnen. Irgendwie muss ich einfach den Berg runter.
Aber wieso sollte langsamer fahren helfen? Da ist die Bremse ja noch länger am Bremsen. Oder verringert sich durch langsames fahren die Reibung und somit die Wärmeentwicklung?

Gruss Bernd
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Auflaufbremse einfach erklärt

Beitragvon adefrankl » Di Mai 06, 2014 21:02

wanders hat geschrieben:Hi,
muss mich etwas anders ausdrücken. Der Hänger bremst nicht den Schlepper sondern der Hänger bremst so gut, dass der Motor ohne Gas den Hänger soweit aufschieben läst und somit stärker bremst.
Ich hätte eigentlich erwartet, dass der Hänger den Schlepper im höchsten Gang anschiebt und eher immer schneller wird. So wie beim Auto ich im höchsteb Gang auch immer schneller werde Berg ab.Gruss Bernd

Dann muss die Auflaufbremse irgendwie klemmen. Denn eigentlich sollte die Bremswirkung der ALB proportional zum Schub des Hängers auf dem Schlepper sein. D.h. schiebt der Hänger stärker dann bremst die ALB stärker. Bremst sie dann stärker dann nimmt der Schub ab und die ALB bremst wieder schwächer, so dass sich da eine Art Gleichgewicht einstellt. Bremst die ALB so stark, dass der Hänger am Schlepper zieht dann öffnet sich die ALB soweit bis der Zug verschwindet bzw. die ALB ganz offen ist (sofern sie nicht klemmt!). Vielleicht ist da ja was verbogen? Möglicher Test. Hänger z.B. durch bremsen in der Ebene auflaufen lassen und dann schaun wie leicht sich die ALB wieder löst.

wanders hat geschrieben: Ansonsten kann ich leider das Gefälle nicht einebnen. Irgendwie muss ich einfach den Berg runter.
Aber wieso sollte langsamer fahren helfen? Da ist die Bremse ja noch länger am Bremsen. Oder verringert sich durch langsames fahren die Reibung und somit die Wärmeentwicklung?Gruss Bernd

Nun der Teil ist einfache Physik. Die notwendige Reibungskraft ergibt sich aus dem Gewicht. Die Wärmeentwicklung aber aus der Reibekraft mal der Geschwindigkeit (= Weg pro Zeit; Reibungswärmeentwicklung = Reibungsarbeit pro Zeit). Das heißt wenn man langsamer fährt wird zwar insgesamt genauso viel Reibungswärme produziert, aber sie verteilt sich über einen längeren Zeitraum (man braucht für die Hangabfahrt entsprechend länger) und damit kann die Wärme besser an die Umgebung (Luft) abgegeben werden und die Bremse wird nicht so heiß.
Ich hoffe diese Erläuterungen helfen das Ganze besser zu verstehen.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon wanders » Mi Mai 07, 2014 13:08

Moin,
habe mich in Sachen ALB etwas weiter informiert und bin dabei in einem Camper Forum gelandet. Dort ist die rede von einem Auflaufdämpfer.

Zitat:
3.) Der Auflaufdämpfer an sich hat die Aufgabe, den Bremsvorgang (also das Auflaufen) abzudämpfen und so für eine geregelte Bremsung bedingt durch die Kraft des Auffahrens zu sorgen. Ein defekter Auflaufdämpfer würde dafür sorgen, dass der WW jedesmal eine Vollbremsung macht, wenn er auffährt. Die Bremskraft wird durch den Weg des Auffahrens geregelt. Durch einen defekten Auflaufdämpfer nutzt der WW den vollen Auflaufweg und macht dadurch jedesmal eine Vollbremsung. Somit ist die Prüfung des Auflaufdämpfers beim TÜV zwingend vorgeschrieben und wird -eigentlich- auch immer als erstes durchgeführt. Ein defekter Auflaufdämpfer führt zur Nichterteilung der Plakette.

Zitat Ende.

Wenn also bei allen Landwirtschaftlichen Anhängern das prinzip ALB so funktioniert wie oben beschrieben. Dann fehlt bei mir der Auflaufdämpfer. Beim austausch der Gummies an meinem Hänger sind mir aber keine Teile entgegengekommen die die Funktion eines Auflaufdämpfers erfüllen könnten. Anzugsdämpfer und Gleitlager habe ich gefunden und getauscht.

Und nun?

Gruss Bernd
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon countryman » Mi Mai 07, 2014 13:25

Außer den Gummis gibt es bei der Peitz Schere keine Dämpfung.
Ein auflaufdämpfer vermindert ggf. ein stoßweises Brmsen oder Schlagen, mehr nicht. Bei manchen Einachsern gibt es sowas, bei Deichseln für Zweiachser habe ich es noch nicht gesehen. "Nachrüsten" geht auch nicht da bauartgeprüftes Teil.
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon JueLue » Mi Mai 07, 2014 14:40

Vom Prinzip her dürfte sich der Schlepper bei Bergabfahrt nicht wesentlich anders verhalten als ohne auflaufgebremsten Anhänger.

Theoretisch müsste der etwas vom Anhänger geschoben werden - die kleine Kraft, die nötig ist, um die Auflaufvorrichtung bzw. die Anhängerbremsen zu betätigen, führt zu einer leicht erhöhten Beschleunigung, die in der Praxis aber kaum zu spüren sein dürfte.

Muss der Schlepper bei Bergabfahrt sogar weniger als ohne Anhänger gebremst werden, kann es nur daran liegen, dass die Übertragungsmechanik des Bremssystems klemmt, also eine wesentliche Kraft gebraucht wird, um die Bremse wieder zu lösen. Da ist was defekt.

Auflaufdämpfer sind bei Einachs-Anhängern zu finden, da die Auflaufvorrichtung dort prinzipbedingt höhere Kräfte erfordert, weil die Stützlast ja auch über die Auflaufvorrichtung übertragen wird.

Diese Stützlast führt dazu, dass sich der Bremsmechanismus erst bei höheren Auflaufkräften in Bewegung setzt, dann allerdings unter Umständen ruckartig (nicht perfekt gepflegte Auflaufvorrichtung), was zu sehr unkomfortablem heftigem auflaufen und Bremsen (und in der Folge wieder auseinander ziehen der Deichsel) führen kann. Das dämpft der Auflaufdämpfer.

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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon wanders » Mi Mai 07, 2014 17:52

Ok, dann habe ich auf jedemfall keine Gummies beim Wechseln vergessen. Die Bremstrommeln habe ich natürlich auch offen gehabt um die Beläge zu Prüfen. Dabei wurde auch aller Dreck entfernt und wieder neu mit Kupferpaste die Bremsnocken leicht gefettet. Das ganz System ist leichtgängig und kann von Hand die Zugöse reingedrückt werden und beim loslassen kommt dies auch wieder etwas raus.

Wie JueLue schreibt verhält sich mein Schlepper bergab mit oder ohne Hänger gleich. Um mit 20km/h den Berg runter zu fahren muß ich mit und ohne Hänger im höchsten Gang Gas geben, sonst werde ich langsamer.

Man könnte die Bremswirkung höchstens noch durch versetzten des Druckgestänges in die anderen Löcher am Umlenkhebel beieinflussen. Ich habe mal 2 Bilder drangehängt.

Bremse1.jpg
Bremse1.jpg (291.45 KiB) 4824-mal betrachtet

Bremse2.jpg
Bremse2.jpg (333.38 KiB) 4824-mal betrachtet


Evtl. ist ja auch das Gestänge falsch so wie es momentan ist. Sind ja noch Löcher vorhanden die man nutzen könnte. Ansonsten bleibt das so und ich Versuche mal die Empfehlung mit langsamer den Berg runter fahren.

Gruß Bernd
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon countryman » Mi Mai 07, 2014 17:57

das Gestänge sieht korrekt montiert aus.
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon brennholzfan » Mi Mai 07, 2014 21:22

Hallo, Frage würdest du den den Berg auch vollbeladen mit 20 Km/h raufkommen ??

Ich habe mal gelernt, das man den Berg mit dem selben Gang(Geschwindigkeit) runterfahren soll, wie man ihn rauffahren würde.

Damit wirst du autom. um einiges langsamer, und belastest die Auflaufbremse nicht so stark.

Auflaufbremsen sind bei längeren Bergabfahrten sowieso immer tech. bedingt im Nachteil.
Gruß Jürgen / brennholzfan
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon JueLue » Mi Mai 07, 2014 21:39

wanders hat geschrieben:...
Wie JueLue schreibt verhält sich mein Schlepper bergab mit oder ohne Hänger gleich. Um mit 20km/h den Berg runter zu fahren muß ich mit und ohne Hänger im höchsten Gang Gas geben, sonst werde ich langsamer.
...

Gruß Bernd


Dann ist doch alles in Butter.

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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon 2810 » Mi Mai 07, 2014 21:40

countryman hat geschrieben:...
Ein auflaufdämpfer vermindert ggf. ein stoßweises Brmsen oder Schlagen, mehr nicht. Bei manchen Einachsern gibt es sowas, bei Deichseln für Zweiachser habe ich es noch nicht gesehen. "Nachrüsten" geht auch nicht da bauartgeprüftes Teil.



Brantner hat Dämpfer verbaut bei 2-Achsern, habe es auch schon bei anderen Fabrikaten gesehen.
Verhindert eben das Schlagen, aber bei langen Gefällstrecken ändert sich nichts an dem Problem des Dauerbremsens.
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon langer711 » Do Mai 08, 2014 6:13

Eine Auflaufbremse bremst nunmal immer, wenn der Anhänger auf den Schlepper aufläuft, das ist nunmal das Prinzip.
Allerdings sind 3,8 t Gesamtmasse des Anhängers nicht wirklich viel, ok, kommt auf die Zugmaschine an.

Gesetzlich muss man damit klarkommen, da ist nix dran zu rütteln.
Einige Spezis würden vermutlich die Auflaufbremse komplett blockieren, davon möchte ich dringend abraten!

Technisch könnte man aber an den Umlenkhebeln, die dann seitwärts in die Bremstrommeln gehen, Zugfedern einhaken, die der Auflaufbremse dann entgegen wirken.
Auf diese Weise müsste der Anhänger schon mit etwas (!) Druck auf den Schlepper auflaufen, bevor die Auflaufbremse eingreift.
So würde der Anhänger nicht ständig bergab bremsen und im Bedarfsfall trotzdem ansprechen.


Gesetzlich ist das natürlich auch nicht geduldet, sollte klar sein!
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon wanders » Do Mai 08, 2014 8:21

@brennholzfan Die Frage ob ich mit 20km/h auch den Berg hoch kommen würde. Nein da müsste ich im 2 Gang fahren, was dann 10 km/h wären.

@langer711 Ich habe als Zugmschine einen John Deere 1020. Denke da sind 3,8t Anhänger passend. Ein blockieren der ALB werde ich nicht tun.

Was würde es bringen, wenn mann die beiden Druckstangen der Bremse in die äusseren Löcher einhängen würde? Der nötige weg der Zugöse beim einfahren wäre länger. Aber wie würde sich das auf die Bremswirkung auswirken?

Grüsse Bernd
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Re: Auflaufbremse zu stark

Beitragvon JueLue » Do Mai 08, 2014 8:48

... Dadurch würde die Bremswirkung noch verstärkt.
Ich versteh nicht ganz dein Problem.
Nach deiner Beschreibung funktioniert die Bremse wie sie soll.
Hast du die Bremstrommeln beim richten auch lackiert?
Normale Lacke können die entstehenden Temperaturen nicht ab...

Dass Bremsen bei langen Gefällstrecken heiß werden ist normal. Scheibenbremsen im Auto können sogar anfangen zu glühen, ohne dass sie ihre Funktion einbüßen.

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