Allen zunächst ein frohes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr.
Heute flattert ein Brief ins Haus; Absender ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen.
Hier werde ich aufgefordert, besser gesagt gezwungen, zu statistischen Zwecken Daten über mein Unternehmen zu übermittelt.
Das Ganze nennt sich "Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich (SiD) - Berichtsjahr 2014"
Dann wird 2 Seiten lang auf entsprechende Gesetze (u.A. EU-Richtlinie
Selbstverständlich verzichtet man auch nicht darauf, die drakonischen Strafen (5.000€ Geldbuße, Zwangshaft etc.) bei Unterlassung zu nennen.
Nun habe ich grundsätzlich kein Problem damit, eine Statistik mit Daten zu füttern, wenn sie Volkswirtschaftlich sinnvoll ist und anonymisiert.
Dass das Amt nur Adressen sammeln und mich mit Werbung zuschütten will, nehme ich mal nicht an.
Leider zeigt meine bescheidene Lebenserfahrung aber: Ein Amt freiwillig mit Daten zu versorgen wird meist teuer (wenn man die Wahrheit sagt).
Kurz darauf kommt dann immer ein "Bescheid", worin erklärt wird wie sich "mein Beitrag" aufgrund der abgegebenen Daten zusammensetzt
Auch ist der "Fragebogen" seeehhr umfangreich: Sämtliche Betriebswirtschaftliche Daten (KOMPLETT IM DETAIL!!), Private Details über jeden Mitarbeiter (Alter, Familienstand, Arbeitsweg, Krankentage etc.), Lagerbestand (Jeder Gegenstand, der mehr als 1€ Wert hat, soll beschrieben werden
Da sitzt man bestimmt einen guten Tag dran und ist danach völlig gläsern.
Auch wenn mich der unbezahlte Tag für die Statistik ärgert; mehr stört mich eigentlich, dass ich nicht sicher weiß wer da noch alles Zugriff auf die Daten hat/haben könnte.
Weiterhin, so liest man, werden "auskunftsfreudige" Betriebe bei der mathematisch-statistischen Zufallsauswahl in den Folgejahren wohl "bevorzugt" berücksichtigt.
Weiß da jemand Genaueres??
