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Bauen mit Schalungssteinen

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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27 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Bauen mit Schalungssteinen

Beitragvon countryman » Mi Mai 10, 2006 17:04

Ich überlege einige Hallenfelder mit Schalungssteinen auszumauern. Mangels eigener Erfahrung einige Fragen vorab (die Statik würde ich dann mit Fachleuten abklären, aber man will ja nicht als Laie dastehen ;-) )
- Wie hoch kann man "in einem Rutsch" betonieren? Rüttler erforderlich?
- wie bekommt man am günstigsten eine ansehnliche Oberfläche? Ein klassischer Verputz ist ja ganz schön aufwändig.
Grüße, Dietrich
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Beitragvon Erntehelfer » Mi Mai 10, 2006 18:20

Hallo Countryman!

Zuerst muss ich mal fragen um was für eine Art Halle es sich handelt- Getreidelager oder Maschinenhalle?

Also nach meiner Erfahrung muss der Beton etwas dünner sein damit er schön reinfliesst. Rüttler haben wir nicht gebraucht - einfach eine Latte mit der du reinstossen kannst - geht auch.
Wir haben am Boden Steckeisen reingemacht und nach jeder 2. Reihe längs mal ein Betoneisen rein.

Also wir haben so um die 5 Reihen mal aufgezogen - derweilen woanders weitergemacht bis der Beton etwas anzieht - und dann gleich weiter. Ging ganz gut so!

Das waren halt meine Erfahrungen. Hoffe damit geholfen zu haben!

Mfg Helmut
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Beitragvon Bananajoe » Mi Mai 10, 2006 18:40

Was meinst du mit Schalungssteinen ? Kenne da nur diese neumodischen Styrophorsteine, welche du ähnlich dem Legosteinprinzip aufeinandersetzt und ausgiest. Wenn du diese meinst kann ich dir ein paar Tipp geben :wink:
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Beitragvon Markus K. » Mi Mai 10, 2006 20:44

Ich hab damals beim Kollegen mit geholfen, der hat mit Betonschalungssteinen den Keller gebaut. Die erste Schicht auf Mörtel legen und dann einfach aufeinanderschlichten. Die Steine haben Aussparungen für Baustahl. Nach der 4. Reihe wurde mit Beton ausgegossen und mit der Rüttelflasche verdichtet, sonst wird der Druck zu hoch und die Steine können platzen.

Was verstehst du unter einer ansehnlichen Oberfläche? Sieht halt aus wie eine Wand aus Betonsteinen, nur halt ohne Mörtelfugen.
Auf jeden Fall eine Rüttelflasche verwenden, dann braucht der Beton nicht so dünn sein, dann läuft dir auch kein Wasser aus den Fugen.
Gruß Markus

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Beitragvon countryman » Do Mai 11, 2006 10:37

Ich möchte die Wand in einem hellen Farbton anstreichen. Geht das einfach so? Gibts eventuell verschiedene Oberflächengüten bei den Schalungssteinen? Die die ich gesehen habe waren sehr porös/rau.
Oder irgendwie dünnschichtig verputzen, um eine anstrichfähige Oberfläche zu erhalten?
Es ist eine Mehrzweckhalle, Felder je 5m lang, es soll auch mal so ca. 2m hoch Getreide geschüttet werden können. Dürfte doch kein Problem sein mit etwas Armierung.
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Beitragvon Carsten » Do Mai 11, 2006 15:07

Hallo Countryman,

also diese Schalungssteine sind ja auch nicht ganz billig und wenn man die ganze Sache dann auch noch verputzen und streichen möchte kann man das auch gleich einschalen. Ist mit der heutigen Schalungstechnik wirklich ein Klacks.

Wenn du das Getreide "nur" zwei Meter hoch schütten möchtest, würde vielleicht auch eine einfach gemauerte Wand mit mehren Ringanker (z.B. jede dritte Schicht) aus U-Steinen gemauert reichen. Diese müsste man dann aber auch wieder verputzen.

Wir haben Wände 2m hoch betoniert. Dazu haben wir aussen einen 11er Gitterstein gemauert und dann einschalig betoniert. Dann hat man nicht so eine direkte Kältebrücke.
Gruß
Carsten
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Beitragvon Doogi » Do Mai 11, 2006 19:15

Ich hatte mal ne Baufirma und hab mit solchen Steinen gebaut. Im Prinzip iss ja wie Lego. Verfüllt wird Lagenweise immer ca 40cm maximum und immer ringsum. Bloss keinen Innenrüttler nehmen, das treibt die Steine auseinander. Jede dritte Lage (der Steine)horizontal Zwei Rundeisen Durchmesser 8mm. Senkrecht Durchmesser 12mm alle 50cm. Betonkörnung sollte 0-8mm sein , nicht mehr, so verdichtet sich das gefüge von alleine genug. Über 0-8mm können Hohlräume auftreten. Welche Art von Betonschalenstein ist egal. Die Funktionsweise ist bei allen ähnlich. Entscheidend ist bei seitlichen Druck auf die Wand, dass die Senkrechten Eisen Verbindung mit der Platte oder Fundment haben.

Grüße
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Beitragvon Markus K. » Do Mai 11, 2006 19:32

@countryman

rauh/porös sind die alle, liegt an der Körnung des Betons für die Steine. Du kannst relativ leicht einen Kalk-Zement-Putz mit der Glättscheibe aufziehen (wenige mm). Diese Fläche lässt sich dann wunderbar streichen, jedoch wirst du da mehr oder weniger leichte Wellen drin haben, je nach Übung.

Die Schalungssteine, die mein Kollege benutzt hat, waren 30cm breit, jeweils 5 cm Wandstärke. Betonkies war reichlich vorhanden, das war der Aushub. Ein Kran mit Betonbombe war auch da. Dem Wasser wurde auch etwas Fließmittel zugegeben, etwas Spülmittel erfüllt aber den selben Zweck (Oberflächenspannung des Wassers lösen)

Der Vorteil ist der, das du keine Schalung aufstellen, abbauen, putzen und wieder einölen musst. Eisen brauchst du sowieso, jedoch bei gleicher Wandstärke 1/3 weniger Beton. 1m³ Beton reicht hier für 5m² Wandfläche.
Nachteil ist eben die rauhe Oberfläche.

@Doogi

Bewährung wurde auch hier waagrecht wie senkrecht eingebracht. Nach vier Reihen wurde betoniert und mit der Rüttelflasche verdichtet. Die Steine haben das ausgehalten. Verbindung mit dem Fundament wurde durch rausstehende Eisen aus der Bodenplatte und mit einem Winkelblech, welches in der Platte mit einbetoniert wurde, hergestellt.
Gruß Markus

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Beitragvon unimogthorsten » Do Mai 11, 2006 21:43

ich hab den unteren Meter über dem Fundament in meiner Scheune mit den Steinen hochgezogen bevor ich dann mit HLZ weitergemauert hab. Die Schalungssteine müssen in der untersten Lage satt in Speiß sitzen und gut ausgerichtet werden. In jeder zweiten Lage habe ich 2 Stück 12er Stabeisen verlegt, senkrecht alle Meter zwei Stab 12er. Zum betonieren hab ich auch keinen der beliebten Elefantenvibratoren verwendet weil der u.U. die Steine zum platzen bringt. Beton hab ich aus Kies 0-16mm gemischt und immer ca. 3 Lagen auf einmal gefüllt. Die oberste Lage dann satt füllen, Schwund mit einrechnen. Spart hinterher Speiß zum weitermauern. Die komplette Wand hab ich nicht verputzt, die Kosten seh ich nicht ein für eine Scheunenwand.
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Re: Bauen mit Schalungssteinen

Beitragvon christoph.04121 » Sa Mai 18, 2019 19:32

Hallo,
bin auch Schalungsstein „Neuling“

Ich möchte die Schalungssteine (30cm breit) als Anschüttwand 1 m hoch als Grundmauer für eine Maschinenhalle erstellen. In die fertige Bodenplatte sind alle 2,4m Betonpfeiler (12x15cm) eingeschüttet die später das Dach tragen sollen. Ich möchte gerne das die Pfeiler in die Wand mit einbetoniert werden das eine sauber..glatte geschlossene Oberfläche entsteht. Damit das möglich ist müßte ich die Schalungssteine über die vier Meter hohen Pfeiler schieben....was ein ganz schöner Kraftakt wäre. Oder ich schneide bei den Steinen die rechts und links vom Pfeiler sitzen bei einem den Steg raus und schiebe sie seitlich über den Pfeiler bis an den nächsten Stein ran. Halten die Steine beim befüllen trotzdem auch wenn ein Steg fehlt?

Bin über jeden Rat dankbar
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Re: Bauen mit Schalungssteinen

Beitragvon Redriver » Sa Mai 18, 2019 20:43

Hallo,
ich denke nicht das die Steine den seitlichen Druck standhalten wenn ein Steg fehlt. Denn beim verdichten kommt besonders Viel druck auf die Stellen wo die Säulen sind. Ich würde beim betonieren immer ein Stück Holz an den Stellen mit Schalungszwingen anbringen. Es wir auf jedenfall sinvoll sein nach 4 Reihen zu betonieren und dann weiter Schichten. Ab 4 Reihen wird es sehr schwierig das der Beton sauber einläuft in die Kammern, und das Verdichten ist dann meist auch schwer möglich.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
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Re: Bauen mit Schalungssteinen

Beitragvon langer711 » Sa Mai 18, 2019 21:10

Alle 2.40 Meter steht ein Pfeiler.
Ist der schon betoniert, oder soll der erst noch gemacht werden?
Wenn die schon stehen, würde ich mir die Schalungselemente mieten, einfach an die Pfeiler spannen und voll gießen. Immer schön Feld für Feld.
Die Schalungselemente in guter Qualität, dann sparst dir das Verputzen am Ende.
Vorteile:
da wird nie ein Stück Putz abplatzen, ist immer glatt.
weniger Arbeit, als Schalungssteine stapeln.
Keine Steine kaufen.
Kaum Nachbearbeitung / kein Verputzen.

Nachteile:
Mehr Beton erforderlich
Schalung teuer/Miete

Ein Kran und eine Bombe ist in beiden Fällen eine große Hilfe.
Wenn der Kran eh da steht, kann auch eine normale Schalung damit gesetzt werden.

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Re: Bauen mit Schalungssteinen

Beitragvon Neo-LW » Sa Mai 18, 2019 22:07

Moin,

blos nix bauen, was man noch Verputzen muß.

Ich würde entweder Klassische Alu-Rahmenschalung (Doka / Peri) nehmen.
oder Halbfertigteilwände stellen.
Wenn man es richtig macht, ergeben sich tapezierfähige Oberflächen.

Alu-Rahmenschalung kann man bis 75cm Elementbreite und 2,70 m Höhe von Hand zusammenbauen.

Halbfertigteilwände (bis 3,00 m Höhe) stellt man mit einem Kran auf.

Dann mit Pumpe betonieren.

Ich habe mal für ein solches Betonbauprojekt angelernt: 1 Professor + 1 Optiker + 1 Steuerberater + 1 Maschinenbauingenieur.
Zum Schluß konnten die im 7-Tage-Takt 16cm StB-Wände bauen:
- Ausschalen
- Innenrahmen stellen
- Bewehren
- Außenrahmen stellen
- Betonieren
- Erhärten
- Erhärten

Halbfertigteilwände baut man ab 24cm Dicke.
Hinstellen, Ausrichten, Absteifen.
Beton 0/16

Wenn man keinen SVB verbaut, ist Rütteln unumgänglich.

Schalungssteine ist was für Hobbyleute.
Würde ich maximal für 60cm hohe Wände verwenden.


Olli
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Re: Bauen mit Schalungssteinen

Beitragvon derLandmann » Mo Mai 20, 2019 11:03

Warum nichts einfach mit SAM Schalung selbst machen?

Aufwand hält sich in Grenzen, preislich sehr gut, Ergebnis top, Wand kann einfach gestrichen werden.

Kannst du bei dir in der Gegend sicherlich wo mieten.

Mauern mit Schalsteinen, Steine schleppen, Armierung einbringen, gerade bleiben, beim Ausgießen nix verrutschen, ... wie Neo-LW sagte, mit Schalsteinen mach ich max. 3-4 Reihen, alles andre wird geschalt.
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