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Bäume, die viel Feuchtigkeit aufnehmen?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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11 Beiträge • Seite 1 von 1
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Bäume, die viel Feuchtigkeit aufnehmen?

Beitragvon FSappie » Mo Mär 03, 2008 8:14

:?:

Hallo zusammen,

habe auf meinem Holzplatz (sind nur 1600 qm) noch ein wenig Platz zum Pflanzen einiger Bäume. Das Grundstück ist sehr naß. An einer Seite stehen Erlen.

Welche Baumart kann ich anpflanzen, die die Feuchtigkeit im Boden insgesamt verringert? Geht sowas? Das ganze soll natürlich nicht viel kosten.

Bin für jede Antwort dankbar.

Gruß
Franz
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Beitragvon Shortcut » Mo Mär 03, 2008 9:08

Hi,

verrringern werden sie es wohl nicht können, aber mit der Nässe klar kommen, das können einige Baumarten. Ich habe zum Bespiel Ahorn gepflanzt an einer Stelle wo eine Quelle durch meinen Wald läuft. Kann ich nur empfehlen, Ahorn ist ein sehr schönes Holz und äußerst wuchsstark.

Gruß
Carsten
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Beitragvon lucki » Mo Mär 03, 2008 9:11

Carsten,

welche Ahornart hast du da gepflanzt?

Grüße
Lucki
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Beitragvon Kleiner Kobold » Mo Mär 03, 2008 10:41

Morgen!

Da sind doch Birken ideal! Schauen recht manierlich aus und wachsen schnell, so dass du auch mal was davon hast und sie gleich an Ort und Stelle verarbeiten kannst. Birken bilden recht große Wurzelflächen aus und pumpen dabei enorme Wassermengen aus dem Boden. Von daher verringert natürlich jeder Baum den Wassergehalt des Bodens. Die Frage ist halt, ob der Baum mehr Wasser entzieht als nachkommt.
Als Richtwert habe ich noch im Kopf, daß Birken in etwa viermal soviel Wasser aus dem Boden ziehen wie viele andere Laubbäume.
Außerdem gehen Birken ja überall auf und du musst nicht für teures Geld Jungpflanzen kaufen.

Nachtrag: Hier steht auch einiges darüber, am Ende des Abschnitts 1.1

http://www.palmengarten-frankfurt.de/deutsch/botanik/wissen/pfl_2000/betula.htm
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Beitragvon Shortcut » Mo Mär 03, 2008 11:54

Hallo,

Birken sind auch nicht schlecht...stimmt, das Holz lässt sich auch sehr gut absetzen.

Bei mir ist es nicht ganz so nass wie bei dir, sprich ich habe keine Staunässe in dem Sinne, daher habe ich Bergahorn gepflanzt. Wenn es wirklich so extrem feucht ist würde sich Rotahorn anbieten (siehe Baumlexikon auf www.stihl.de).

Die Birke ist aber auch eine gute Alternative.

Gruß
Carsten
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Beitragvon Takar » Mo Mär 03, 2008 12:23

Hallo

Neben den Wildbäumen wie Birke, Erle, Weide, Pappel, Spitz und Bergahorn, die viel Wasser aufnehmen.

Lässt sich auf nassen Flächen auch gut die Walnuß pflanzen.

Wir haben vor einigen Jahren eine Wiese sauber gemacht, da hat man im Sommer nach 2-3 Wochen ohne Regen noch nasse Füsse bekommen.
Der Besitzer hat danach eine Kultur mit Nußbäumen angelegt, die Bäume wachsen sehr schnell und nehmen auch sehr viel Wasser auf.

Ein guter Nebeneffekt ist, das unter Nußbäumen so gut wie keine anderen Pflanzen wachsen, auch keine Brennessln oder Brombeer.

Frank
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Beitragvon Shortcut » Mo Mär 03, 2008 13:55

Hallo,

stimmt, aber ich habe schon einige Male erlebt das die Walnussbäume bei so feuchten Standorten gerne einfaulen.

Gruß
Carsten
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Re: Bäume, die viel Feuchtigkeit aufnehmen?

Beitragvon achtung-wild » Mo Mär 03, 2008 14:34

FSappie hat geschrieben::?:
..
auf meinem Holzplatz ...
... die die Feuchtigkeit im Boden insgesamt verringert?


Huhu,

möchtest Du Deinen Holzplatz mit der Massnahme einfach befahrbarer bzw. besser nutzbar machen? Bestimmt liegt der Platz im Landschaftsschutz-/FFH-/§35-/oder Naturschutzgebiet?
Der Ein-oder Andere mag da denken: "Einfach bei Nacht und Nebel heimlich Drainagen verbuddeln..." ---aber das wäre natürlich nicht legal...
Daher würde mir eher das Gegenteil von Bäume pflanzen einfallen- den Platz im möglichen Rahmen von Bewuchs befreien, damit wenigstens an Sonnentagen der Platz besser abtrocknen kann.

Gruß aus dem Sauerland
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Beitragvon FSappie » Di Mär 04, 2008 22:19

Kleiner Kobold hat geschrieben:Morgen!

Da sind doch Birken ideal! Schauen recht manierlich aus und wachsen schnell, so dass du auch mal was davon hast und sie gleich an Ort und Stelle verarbeiten kannst. Birken bilden recht große Wurzelflächen aus und pumpen dabei enorme Wassermengen aus dem Boden. Von daher verringert natürlich jeder Baum den Wassergehalt des Bodens. Die Frage ist halt, ob der Baum mehr Wasser entzieht als nachkommt.
Als Richtwert habe ich noch im Kopf, daß Birken in etwa viermal soviel Wasser aus dem Boden ziehen wie viele andere Laubbäume.
Außerdem gehen Birken ja überall auf und du musst nicht für teures Geld Jungpflanzen kaufen.

Nachtrag: Hier steht auch einiges darüber, am Ende des Abschnitts 1.1

http://www.palmengarten-frankfurt.de/deutsch/botanik/wissen/pfl_2000/betula.htm


Hallo kleiner Kobold,

der Artikel ist wirklich interessant. Danke für die Info.

Kann ich frische, junge Birkenäste als Stecklinger verwenden?

Gruß
Franz
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Beitragvon Kleiner Kobold » Di Mär 04, 2008 22:59

Guten Abend!

Ich habe mal gehört, daß das gehen soll.. dazu müsstest du wohl im in den mittleren Sommermonaten so ca. 10cm lange Zweige schneiden, alle unteren Blätter entfernen und das ganze halbwegs schattig in den Boden stecken und feucht halten. Ich habe das aber noch nie probiert, da Birken ja eigentlich ohnehin überall aufgehen. Ich würd an deiner Stelle einfach mal im Frühjahr ein wenig die Augen offenhalten und hier und da eine Birke ausgraben und einpflanzen.
Birken wachsen ja gerne da, wo nicht viel anderes wächst, z.b. auf ehemaligen Industrieflächen, in Steinbrüchen, bei Bahngleisen etc. Wenn du da 30 Minuten buddelst, hast du sicher genug Bäumchen für deinen Platz.
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Beitragvon FSappie » Mi Mär 05, 2008 18:06

Hallo Kleiner Kobold,

danke, das ist wohl der richtige Weg.

Gruß
Franz
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