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Bekämpfung von Quecke im Öko-Landbau

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Bekämpfung von Quecke im Öko-Landbau

Beitragvon Hanna » Fr Mai 15, 2009 15:04

Suche mögliche Regulierungsmaßnahmen für Quecke im ökologischen Landbau. Wer kann mir da weiterhelfen?
Hanna
 
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Beitragvon JohnDeere3040 » Fr Mai 15, 2009 15:27

http://www.oekolandbau.de/erzeuger/pflanzenbau/pflanzenschutz/beikrautregulierung/ausdauernde-beikrautarten/gemeine-quecke-elymus-repens/
Mfg
JohnDeere3040
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Beitragvon holgi63 » Fr Mai 15, 2009 15:46

Hallo,

ein einfaches und sehr wirkungsvolles Rezept:

1.)
2 x Grubbern im Herbst, davon 1 x im Spätherbst anstelle Pflugfurche (ohne Nachläufer!).

2.)
Im zeitigen Frühjahr (die Frostgare nutzend) mit Spatenrollegge oder Gareegge 2 bis 3 x "drin rumrühren" um die Quecken nach oben zu holen. Wenn keine Spatenrollegge verfügbar, nach Gareegge noch einmal mit normaler Egge durch.
Es geht auch mit Fräse bei langsamster Umdrehungszahl der Fräswelle und ohne folgende Packerwalze bei zügiger Vorfahrt, die nur geringfügig langsamer ist, als die Fräswelle dreht, auch dann werden die Quecken schön obenauf abgelegt.

3.)
Nach 3 Tagen pflügen. Hanglagen möglichst hangabwärts, um die Quecken sicher zu vergraben. Einlegehände am Pflug reichen, Vorschäler muss nicht sein.

Beste Ergebnisse bei 1 Woche anhaltend trockener Witterung. Nachbau von gut deckenden Kulturen ist angeraten. Hafer gut, Sommergerste schlecht, weil kaum Beschattung. Noch besser sind Kleegrasgemenge.

Herbstbekämpfung bei schweren oder und steinigen Böden ist nahezu wirkungslos. Im Frühjahr erreicht man - speziell bei guter Frostgare - erheblich bessere Durchtrocknung des Bearbeitungshorizontes.



LG
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Beitragvon hans g » Fr Mai 15, 2009 18:32

ein biobauer,den ich kenne hat erst einmal ordentlich glyphosat ausgebracht,bevor er die flächen nutzte :wink:
hans g
 
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Beitragvon euro » Fr Mai 15, 2009 18:47

hans g hat geschrieben:ein biobauer,den ich kenne hat erst einmal ordentlich glyphosat ausgebracht,bevor er die flächen nutzte :wink:


Naja, wenn man die gesammelte Palette der Biospritzmittel so sieht, war das auch nicht verwerflich.
http://tinyurl.com/ovdz9h
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Beitragvon Biomeister » So Mai 17, 2009 17:51

Maschinelle Bekämpfung hiermit liefert ganz gute Ergebnisse:
http://www.cmn.dk/Queckenkiller.htm
MFG
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Beitragvon holgi63 » So Mai 17, 2009 19:28

Hallo "Biomeister",

das Gerät funktioniert nur auf schüttfähigen Böden. Die "langsamlaufende" Pickup würde unseren Tonboden komplett mit einwickeln und nach wenigen Metern Fahrt wäre die Freude schon vorbei. Auch steinige Böden sollten dem Gerät schnell den Garaus machen.

Mit anderen Worten: Dort, wo dieses Gerät funktionieren würde, hat man normalerweise keine Queckenprobleme.

In unseren Böden wickeln, wenn der Termin nur ein bisschen daneben ist, Spatenrolleggen, Zinkenrotoren oder Fräsen. Die Böden kleben aufgrund des Tongehaltes so stark, dass ausschließlich in der Frostgare überhaupt einmal so etwas wie Feinerde entstehen kann, die auch nach der Bearbeitung noch da ist.
Im Herbst erzeugt jegliche Bearbeitung nur "Schotter" und in jedem einzelnen dieser Aggregate kann ein Stück Queckenwurzel überleben.

Auf den Böden, die aber mit dem "Queckenkiller" gezeigt werden, sollte es unter normaler Bewirtschaftung keine Quecken geben.
Mag sein, dass man damit auch dem Ampfer zuleibe rücken kann, der ist schließlich bodenunabhängig und wird schon mal mit Kleesaatgut eingeschleppt...

...die Truppe von CMN würde ich gern mal auf Feldprobe bei mir sehen...

LG

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Re: Bekämpfung von Quecke im Öko-Landbau

Beitragvon Meck-Pommer » So Mai 17, 2009 22:18

Hanna hat geschrieben:Suche mögliche Regulierungsmaßnahmen für Quecke im ökologischen Landbau. Wer kann mir da weiterhelfen?


ergänzend zu dem was schon geschrieben wurde:
Halte den Boden immer beschattet. (Untersaaten, Zwischenfrüchte, Ernterest...
Es soll sogar Landwirte geben, die die Bodenbearbeitung grundsätzlich nachts durchführen.
"Wenn die Welt untergeht, gehe ich nach Mecklenburg, denn dort geht sie 50 Jahre später unter." (Otto von Bismarck)
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Beitragvon Biomeister » Di Mai 19, 2009 17:21

Hallo holgi63,
also wir haben "schüttfähige Böden" und benutzen auch den Queckenkiller mit wie gesagt relativ gutem Erfolg. Und ich wünschte Du hättest mit Deiner Theorie recht, dass es auf unseren Böden eigentlich gar keine Quecke geben darf.
Der Quecke scheint das allerdings egal zu sein, die wächst nämlich munter weiter.... :wink:
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Beitragvon holgi63 » Di Mai 19, 2009 17:25

Hallo Biomeister,

das war von mir nicht böse gemeint, aber früher hieß es tatsächlich, dass man dort, wo man die Quecken "lang" aus dem Boden ziehen kann, eigentlich gar keine haben dürfte.

Böden, die es leicht ermöglichen, Pflanzenteile von der umgebenden Erde zu trennen, sind leichter sauberzuhalten, als solche, die nicht "kleinzukriegen" sind.

LG
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Beitragvon Saelmer » Mi Mai 27, 2009 14:08

Hallo!

Beobachtungen bei meinen (Bio-)Kollegen lassen immer wieder darauf schließen, daß nicht sauber gepflügt wird. Ein großer neuer Traktor zieht den Pflug auch, wenn er richtig breit gestellt wird. Im schweren Boden bleibt dann aber immer ein Bodenstreifen stehen, aus dem die Quecke dann nicht weggeackert werden kann.
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