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Berechnung Träger

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Berechnung Träger

Beitragvon agrarflächendesigner » So Apr 18, 2021 16:11

Hallo Zusammen,
Ich hab einen alten Stall (10x6m, gemauert, Hohlblockdecke, Satteldach mit Ziegeleindeckung) den ich gern zur Garage umfunktionieren möchte. Plan wäre es auf einer Seite wo jetzt eine Tür und ein Fenster ist ein Tor (~5,5m) einzubauen. Ich hab mich jetzt ein wenig durchs netz gekämpft wie man da einen Träger auslegen müsste und bin auf eine ganz intressante Seite gestoßen:
https://www.johannes-strommer.com/rechner/balkenberechnung/

Passt das so? Ich hab jetz mal einen Träger angenommen und komme aktuell bei 5,5m auf gut 7mm Durchbiegung. Ist das vertretbar? Ich hätte jetzt aus dem Bauch raus gesagt 7mm sollten kein Problem sein und man sollte das auch nicht sehen?
Danke für die Hilfe!
Sepp
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Re: Berechnung Träger

Beitragvon T5060 » So Apr 18, 2021 16:21

Mach mal in der Höhe + 10 % mehr, ohne zu rechnen komme ich auf 10 x 18 Stahl Doppel-T
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Berechnung Träger

Beitragvon Neo-LW » So Apr 18, 2021 20:14

Moin,

agrarflächendesigner hat geschrieben:
Passt das so? Ich hab jetz mal einen Träger angenommen und komme aktuell bei 5,5m ...



Erster Fehler.
Die Öffnungsweite ist nicht die Stützweite.
Stützweite je nach Material des Trägers etwa Öffnungsweite + Statische Nutzhöhe.
Die Dreiecke sind Auflager - keine Bemaßung der Öffnungsweite.

Mal angeben:
- Öffnungsweite
- Nutzhöhe
- Material (Stahl / Holz / Beton)
- Lasten von oben
- Horizontallasten (z.B. Winddruck)
- Anprall-Lasten (z.B. von Fahrzeugen / Baggerarm)
- Idee der Lagesicherung
- Material der Wand

Man kann rechnen, damit es nicht zusammenbricht.
Anschließend sollte der Sicherheitsfaktor (Vorhaltemaß) vorgegeben werden.
Nicht daß es dann "Knack" macht, wenn die Hofkatze drüberläuft.
Die maximale Durchbiegung legt man nach eigenem Ermessen fest. Z.B. l/100, l/200, usw.
Beton-Träger krümmt man nach oben vor, so daß bei Last eine Resterhöhung von
etwa 1 bis 2 cm bleibt, weil das Menschliche Auge eine Horizontale Linie als
"Hängematte" registriert.
Stahlträger kann man auch vorkrümmen (hydraulisch Biegen).
Bei Stahlträgern auf den Korrosionsschutz achten.
Erforderlichenfals Ausbetonieren.
Bei Holz kannn man Brettschichtholz auch vorgekrümmt bestellen.

Beton ist wahrscheinlichst am billigsten.
Stahl geht am schnellsten, ist aber am schwierigsten gegen Kippen (Umfallen) zu sichern.
Stahl braucht ein Mauerwerksauflager zum Zentrieren und zur Lastverteilung.
Fehlt das, zerbröselt der Verputz in den oberen Ecken der Öffnung.

Es soll sogar Leute geben, die solche Konstruktionen beruflich entwerfen.


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Re: Berechnung Träger

Beitragvon agri10 » Mo Apr 19, 2021 6:10

T5060 hat geschrieben:Mach mal in der Höhe + 10 % mehr, ohne zu rechnen komme ich auf 10 x 18 Stahl Doppel-T

ein 10 x18 währe mir zu schwach , bei so einer Baustelle kämme mir nur ein 6,5 m langer und 24x24 cm Stahl Doppel-T HEB infrage, den kann dann gut ausmauern hat genügend Reserven kostet ca. 700-900 € wiegt ca. 550 kg den kann man gut mit den Frontlader reinheben.
ein HEM Stahl Doppel-T wiegt das Doppelte kostet auch das Doppelte trägt wahrscheinlich das vierfache.
Bei Örtlichen Stahl Händler kann man die cm. genau bestellen.
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Re: Berechnung Träger

Beitragvon Neo-LW » Mo Apr 19, 2021 22:08

Moin,

solange wir die Lasten aus Dach, Geschoßdecke, Wind, pp. nicht kennen,
brauchen wir hier nicht weiter rumraten.

"Holblockdecke" hört sich nach Beton-Filigran-Montagedecke an.
Solche Deckenträger betoniert man am Besten in einen Betonsurz ein.

Das habe ich schonmal mit einer Preußischen-Kappendecke gemacht.
Dann außen auch noch eine Beton-Balkonplatte mit 1,50 m Auskragung dran.
Zur Wärmeisolierung 10 cm Styropor zwischen Sturz und Balkonplatte.
Die Firma Schöck wollte gar nicht glauben, daß sowas jobbt.
Ich habe dann jeden einzelnen Bewehrungsstab nachgerechnet.
Dann war auch Schöck zufrieden.


Olli
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Re: Berechnung Träger

Beitragvon Neo-LW » Mo Apr 19, 2021 22:16

Moin,

agri10 hat geschrieben:
Ein HEM Stahl Doppel-T wiegt das Doppelte kostet auch das Doppelte trägt wahrscheinlich das vierfache.



Nein.

HEM ist die Kapitulation des Tragwerkplaners.
Wenn einem nix mehr einfällt, oder der Platz seeehr begrenzt ist, baut man HEM ein.
Ich bin ein Freund von HEA.
Am liebsten ein HEAA mit Kammerbeton.
Da ist der Brandschutz dann ein wenig vorhanden.

Reiner Stahl ist im Feuer unbrauchbar.
Ohne eine Beschichtung, eine Beplankung, oder Betonhülle bricht der bei 600 °C zusammen.
Wohl bemerkt bei einem "Normenfeuer" im Versuchslabor.
Echte Brände sind viel intensiver.

Aber solche Meßunterschiede kennen wir ja bei der Beurteilung von Abgaswerten
bei Autos.


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Re: Berechnung Träger

Beitragvon agrarflächendesigner » Di Apr 20, 2021 18:42

Servus,
danke schonmal für die Antworten. Die Hohlbockdecke hat ca. 10cm Betonauflage und oben drauf nochmal 5cm Estrich. Ich hätt jetz einfach mit 20cm Beton und der halben Spannweite überschlagsmäßig gerechnet. Dann noch den 50cm Kniestock + Dachstuhl + Reserve, macht dann ganz grob ~2500kg/m.
Hätte jetz aus dem Bauch raus und mit einer kleinen überschlagsrechnung irgendwas zwischen HEM200 und HEM240 genommen. Der sollte aufgrund der Breite nicht kippen (massive Lager sind so und so vorraussetzung) und sollte das auch tragen. Vl. kann ich da auch an was gebrauchtes kommen.
Das die ganze sch... Einfällt hätte ich jetz weniger Angst, wenn dann wird sich das höchstens Biegen.
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