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Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Chris87 » Fr Sep 02, 2011 21:04

Hallo,

meine Eltern haben nach der Wende mit der Landwirtschaft angefangen, sind nun aber in dem Alter, wo es so langsam Zeit wird, mit der Arbeit aufzuhören. Ich selbst übernehme momentan den Großteil der Arbeit, bin aber nächstes Jahr mit meinem Studium fertig und werde den Betrieb nicht weiterführen.

Der Betrieb soll/muss aber weiterhin bestehen bleiben. Es geht um einen reinen Ackerbaubetrieb mit rund 150ha im Harzvorland. Die nötigste Technik ist vorhanden, aber teilweise erneuerungsbedürftig. Hat jemand Erfahrungen, was in dieser Situation die wirtschaftlichste Alternative ist?

Zur Debatte steht momentan eine Fremdbewirtschaftung durch einen anderen Landwirt oder die Einstellung einer Fachkraft, die den Betrieb dann selbstständig bewirtschaftet.

Selbstverständlich bin ich für andere Alternativen und Ratschläge gerne offen.

Gibt es vielleicht jemanden, der seinen Betrieb vollständig durch einen anderen Landwirt bewirtschaften lässt und mir mal einen ungefähren Anhaltswert geben mag, welche Kosten da so ungefähr im Jahr zusammenkommen? Oder was haltet ihr von der Alternative eine Fachkraft einzustellen? Sind Leute mit ausreichender Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt leicht zu finden? Was wäre ein angemessener Lohn, 1.800€ (brutto)?

Vielen Dank schonmal im Voraus.

Grüße
Chris87
 
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Biohias » Fr Sep 02, 2011 21:14

Wenn ihr eine Fachkraft findet die für 1800 brutto 150ha bewirtschaftet dann schickt sie zu mir :D
Nein im ernst, kann ich mir kaum vorstellen dass sich jemand für dieses geld und mit älterer technik sowas antut....
in diesem Fall entweder durch LU bewirtschaften lassen, falls örtlich vorhanden und der 150ha so einfach zusätzlich bewirtschaften kann
oder verpachten und sich keinen Stress mehr antun, aber so wie sichs anhört wollt ihr das nicht :wink:
Ist ja auch eure Entscheidung aber für 1800brutto eine FACHKRAFT, kann ich mir nicht vorstellen.....
Und leicht zu finden erst recht nicht :roll:
mfg
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Falk » Fr Sep 02, 2011 22:16

Schade.. der Harz ist doch nicht ganz nah.... icch würde die für dich mitmachen...
Vllt läßt sich da was machen, wenn du interesse hast schreib mir doch mal, ich mache mir mal nen bissle nen Kopf ob sich was realisieren ließe!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
Falk
 
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon 1055 » Sa Sep 03, 2011 5:26

also ich hab mal kurz gerechnet, bei 1800 brutto-33%, bleiben noch ca 1200 netto, ich würde es unter den umständen machen wenn wir direkte nachbarn im ort wären.
das angebot ist natürlich schon klasse, aber für jemanden der was aufgibt und umzieht, ist der lohn allerdings schon recht schmal.
ich würde es mal an der universität in berlin probieren, bei studenten die landwirtschaft studieren, für die ist sowas natürlich ideal, vielleicht findet ihr da nen technisch versierten studenten der sich seine sporen erstmal in einem "kleineren" betrieb verdienen möchte.
und berlin ist ja nicht soweit weg.
5 jahre früher und ca 200€ mehr im monat, und ich wäre für dieses angebot sofort umgezogen :)

alles durch nen lu bearbeiten zu lassen, halte ich für keine gute idee, da bleibt leider nicht mehr viel übrig für deine eltern.

warum möchtest du es nicht weiterführen?
also wenn meine eltern mir sowas abgeben würden, wäre das ein traum:) unabhängig, 150ha reichen zum leben.
ich weiss ja nicht was du studierst, aber ich glaube nen besseres angebot bekommst du im leben nicht.

auf keinen fall würde ich es verkaufen, so kannst du dich später auch noch zu diesem schritt entschließen...
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Chris87 » Sa Sep 03, 2011 14:30

Fachkraft war vielleicht nicht richtig ausgedrückt. Es geht ja nicht darum jemanden zu finden, der 5Jahre Agrarwissenschaften oder dergleichen studiert hat, sondern lediglich jemanden, der schonmal auf nem Schlepper mit mehr als 100PS saß, ein bisschen Technikverständnis hat und sich mit Pflanzenschutz auskennt.

Die 1.800€ waren ja jetzt nur ein Anhaltswert von mir. Wenn man sich versteht und es klappt, dann sollten nach nem Jahr 200€ mehr sicherlich nicht das Hindernis sein, woran es scheitert.

Aber kann mir denn niemand mal ungefähr eine Vorstellung davon verschaffen, was es kosten würde das Ganze von einem LU machen zu lassen? Landwirte, die es machen würden, gibt es hier genug, aber uns fehlt die Vorstellung mit welchem Angebot man dort in eine Verhandlung gehen kann. Ein Angebot vor ein paar Jahren von einer Agrargenossenschaft war beispielweise, dass diese sämtliche Kosten, inklusive Pacht, übernehmen, 100€/ha jährlich zahlen und uns die Subventionen überlassen. Angebot gut? Schlecht? Eher nicht, oder?

@Falk - Wie stellst du dir das denn vor? Vom Steinhuder Meer sind es ja doch schon ein paar Minuten Anfahrtsweg. Und mit 5 Arbeitstagen im Jahr ist es ja dann doch leider nicht gemacht.
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon 1055 » Sa Sep 03, 2011 16:13

nagut, dann rechnen wir mal, wobei man sicherlich ne große spanne einberechnen muss für die regionale lage.

100€/hax150= 15.000€
Beihilfe mal vom höchstand 2013 ausgegangen 300/hax150= 45.000€

also das angebot was ihr bekommen habt, klingt für mich für absolut gar keine arbeit klasse=60.000€

bei unserem LU kosten folgende arbeiten folgendes geld

grubbern/scheibben 35€/ha x 150ha=5250€ musst du ja min.2 mal machen, also 10.500€
drillen (bin mir nichzt mehr sicher)35€/ha x150 =5250€
spritzen ca 11-15€/ha x 150=1950€ musst du min. 4 mal machen,also=7800€
dünger streuen kostet in etwa dasselbe, bei 2 gaben= 3900€
Lohndrusch mit abfahren von 90-150€/ha sind bei 120€/ha= 18.000€

also nur beim minimum wo wir jetzt stehen, würde dich das bei uns für 150ha ca. 45.450€ kosten also grob gesagt 50.000

bei einem durchschnittsertrag von naja sagen wir mal 4to/ha und einem preis wie dieses jahr mit ca 190€/to hast du dann114.000€
aber hast eben auch das risiko der missernte.

wie gesagt, das wären die preise so in etwa bei uns für den getreideanbau.


dünger und saatgut und pflanzenschutz sind natürlich noch nicht mit eingerechnet
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Anwärter » Sa Sep 03, 2011 19:56

Ich bezweifele die Taktik alles von dem LU zu machen,das kann doch nichts werden...
Ich kenn jemand der sowas könnte,selbst Reparaturen an Mähdreschern und Maschinen sind für den kein Problem.Er hat auch praktische Erfahrung im Ackerbau.
Er ist 66(Rentner),aber allerdings kein Landwirt,wäre aber durchaus interessiert soetwas zu machen.Leider hat er keine Ahnung vom Pflanzenbau,also Krankheiten und Unkräutern und spritzen kann er auch nicht.
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon 1055 » Sa Sep 03, 2011 20:40

ich würds auch nicht vom lu machen lassen, denn das risiko von einer missernte oder schwachen getreidepreisen hast du bei dem ersten modell nicht, die 60.000€ hast du sicher.
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Chris87 » Sa Sep 03, 2011 21:05

Danke für das Rechenbeispiel 1055. Mit ein bisschen mehr als 4t/ha dürfen wir hier schon kalkulieren und durch den Raps kommt ja in der Regel doch noch ein bisschen mehr zusammen. Aber die Preise für den LU sind als erster Anhaltspunkt sehr hilfreich für mich.

@Anwärter - Es müsste schon jemand sein, der alle Arbeiten übernimmt und langfristig auch selbstständig arbeiten kann. Mein Vater ist selbst 70 und da müsste es schon jemand sein, der frischen Wind mitbringt und auf den man sich auch verlassen kann. Die Alternative mit der Vollzeitkraft ist wahrscheinlich momentan noch die Beste, da zudem mein Vater so immer noch ein wenig Beschäftigung hat, aber der Arbeitsbelastung verringert wird.

Irgendwelche Tipps, wo es sich erfolgsversprechend nach einem motivierten Landwirt suchen lässt? Mir fällt spontan nur Bauernzeitung & Land&Forst ein. Agentur für Arbeit macht wohl eher wenig Sinn.
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Anwärter » Sa Sep 03, 2011 21:17

Man muss sich am besten Leute groß ziehen :lol: ,Versuch irgendwie Leute aus der Umgebung anzuwerben die das Wetter und die Bedingungen dort näher kennen.
Wo wohnste eigentlich Wernigerode,Goslar,Seesen oder südlicher?
Die Leute die Land und Forst lesen sind eher an deinem Betrieb interessiert als Angestellter zu werden.
Vorallem Leute mit Erfahrung sind schwer zu finden,Leute ohne Erfahrung bekommste bei ner Uni oder ner FH.Vielleicht haben die Zeitungen bei denen du deine Anzeige inserieren kannst.
Warum machst du den Betrieb nicht weiter?
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Chris87 » Sa Sep 03, 2011 21:41

Ja Wernigerode passt schon ganz gut. Ca. 15min davon entfernt.

Ich bin Wirtschaftsingenieur und in den letzten Zügen meines Studiums. Die Karrierechancen sehen da im Moment sehr gut aus und da ich zudem auch nicht unbedingt zu den Schlechtesten gehöre, will ich erst einmal auf diesem Weg mein Glück versuchen. Ich selbst habe jetzt immer weniger Zeit zum Helfen und meine Eltern schaffen es alleine nicht mehr, deswegen soll jetzt eine akzeptable Lösung gefunden werden.
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon automatix » So Sep 04, 2011 6:56

wenn der Maschinenpark ja ohnehin nicht mehr der beste ist, was spricht dann gegen eine Verpachtung?

Wenn du jetzt auch jemanden findest, der euch das weitermacht, der kostet euch mit Sicherheit 25 000 - 30 000 Euro im Jahr Lohn, Sozialversicherung usw.

Dazu kommen dann irgendwann die Kosten, um die Technik zu erneuern oder herzurichten.
Ansonsten würde ich halt mal bei der LPG fragen, ob die den ganzen Spaß nicht auch mit Bewirtschaftungsvertrag laufen lassen wollen - die haben offenbar die Kapazität dafür und sind vorort.
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Anwärter » So Sep 04, 2011 7:00

Und dann wird 5 Jahre gewirtschaftet ohne Verluste,die machen da bestimmt nichts dran,nur Stickstoff und drillen.
Ist dein Vater überhaupt bereit abzugeben?Es gab schon so manchen Konflikt wie es weitergehen soll-da sind teilweise die Söhne schon weggelaufen und glaub nicht das ein Angestellter das lange mit macht...
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon rettel » Mo Sep 05, 2011 14:42

Ich würde es, wenn der Maschinenpark nicht mehr "gut genug" ist, auch verpachten. Dann aber erstmal zeitlich eng befristet, da du ja noch nicht genau weißt, was du nach dem Studium machst und für Jobs bekommst. In den Pachtvertrag dann zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit einfach reinschreiben, dass sämtliches Stroh auf dem Acker verbleiben muss, also auch kein Silomais...so würd ich es zumindest machen...
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Re: Betrieb vollständig zur Fremdbewirtschaftung geben?

Beitragvon Fossi » Di Sep 06, 2011 7:11

ihc833 hat geschrieben:Dürfte kein Problem sein über Aushilfsfahrer und LU den Laden zu deichseln, nur nicht verpachten oder auflösen.


Stimmt. Weil: wenn weg - dann weg! :D

Soll heißen: hör nur auf, wenn Du Dir 100%tig sicher bist, daß Du nichts mehr mit der Landwirtschaft machen möchtetst.
Wenn Du alles auf- und abgegeben hast, ist es sehr schwer, wieder einen Anfang zu machen.
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