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Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon Kirsch-König » Do Dez 22, 2011 18:13

Das trockene Jahr 2011 zeigt mal wieder wie wichtig eine Bewässerung ist.

Es gibt viel Literatur in dem Thema. Aber kaum ein Autor sagt, wie man das Wasser ans Feld bekommt.

Was macht ihr?

Brunnen bohren?
Wasser aus Teichen? Fließgewässern?
Habt ihr öffentliches Wassernetz?
Wie weit verlegt ihr Leitungen? Oberirdisch? Unterirdisch?

---------------

Das ist ein wichtiges, ernstes Thema. Kommentare wie "ich pinkel nur an die Pflanzen" bitte woanders posten. Danke!
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon hh85 » Do Dez 22, 2011 18:35

Das Wasser kommt vom fließenden Gewässer.
Es wird davon weggepumpt, teilweise mit Zwischenstationen (Teich). Die Entfernung vom Gewässer zum Feld sind schätzungsweise bis zu 3 km.
Bei uns wird das meiste im Verband beregnet, d.h. eine zentrale Pumpstation, da liegt dann ein unterirdisches Leitungsnetz mit ca. 30-100 ha (nicht alle davon haben auch Beregnungsbedarf) dran. Es können immer ca. 4-15 ha gleichzeitig beregnet werden. (Es gibt verschiedene Verbände auf unserer Gemarkung deshalb weit auseinandergehende Zahlen. Kommt ja auch auf Pumpe, Zuleitung, Düsen und Regnerzahl an.)

Kirsch-König hat geschrieben:Das ist ein wichtiges, ernstes Thema. Kommentare wie "ich pinkel nur an die Pflanzen" bitte woanders posten. Danke!

Wo ist der "Gefällt mir"-Button?!
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon Kirsch-König » Do Dez 22, 2011 18:52

der "gefällt mir" button wäre echt ne Marktlücke auf landtreff :-)

ihr transportiert über 3km????

aber ihr habt dann Teiche / Druckerhöhungsanlagen unterwegs dazwischen?! Oder super dicke Rohre? Denn wir verwenden "nur" B-Schläuche oberirdisch bis 1km vom Hydrant.

Das Wasser wird fürn Weinbau verwendet?

Lohnen sich die Kosten ein bißschen, oder mittel, oder super?

Wieviel habt ihr bewässert dieses Jahr pro ha?
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon Holgi1982 » Fr Dez 23, 2011 12:01

Wie es sich lohnt hängt von der Kultur ab, gerade bei den gestiegenen Betriebskosten, egal ob Dieselaggregat oder E-Pumpe. Beim Gemüsebau lohnt es sich definitiv da beinahe unverzichtbar. Bei Roggenanbau dagegen lohnt es m.M. kaum bis garnicht, ausser es droht ein Totalausfall wegen Trockenheit.
Bei Zuckerrrüben und Kartoffeln lohnt es sich ggf. auch, oder besser gesagt, man hat mehr Ertragssicherheit!

In unserer Gegend kann man jedes Jahr beobachten wie ein Kollege seine Maisfelder selbst dann noch Beregnet, wenn durch Massig Niederschläge die Felder schon garnicht mehr befahrbar sind, trotzdem läuft dem seine Regenanlage. Das ist. m.M. Geldverpulverei.

Bei uns wurden bis vor einigen Jahren übrigends ca. 18 ha mit einer 80m³/h E-Pumpe Bewässert im Umkreis von bis ca. 1 Km. mit Tlw. 2 Trommelregnern (oder wie heissen die normalen Regenmaschinen?) gleichzeitig.
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon hh85 » Fr Dez 23, 2011 12:37

3km kommen mit einer Zwischenpumpe zustande, ist allerdings nicht die Regel. 2km durch die Leitungen durch sind allerdings schon der Regelfall. Es sind 150er Rohre vergraben.
Bei uns wird vor allem Kartoffeln und Weinberge beregnet. Manche sagen ohne Beregnung braucht man keine Kartoffeln mehr zu pflanzen,... so krass würde ich es aber nicht ausdrücken. Bei den Frühen ist eine Beregnung auf jeden Fall ein Muss, da lohnt es sich auch! Sicherheit von Qualität und Quantität! Bei Lagerkartoffeln hat der Regen etwas mehr Zeit um die Trockenphase auszugleichen, würde ich zumindest so pauschal sagen. Wir pflanzen gerne Sorten die ein relativ hohes Kraut haben z.B. Ditta, usw...
Bei Kartoffeln haben wir 2011 auf leichten Böden incl Frostbewässerung mind. 150l/m² beregnet. Bei manchen Weinbergen 1 oder 2mal ca. 40l/m², bei anderen gar nicht!
Im Weinberg muss man eben auch die Nachhaltigkeit sehen: These: Ein Stock der öfters Wasserstress hat, bekommt leichter ESCA oder sonstige Absterbekrankheiten.
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon VARIUS » Fr Dez 23, 2011 16:34

Zu deiner Frage könnte ich dir eine neuartige unterirdische Bewässerung zeigen, die auch aus einer Zisterne versorgt werden kann und auch verdünte Gülle verträgt, ohne zu verstopfen. Der Schlauch hat anstatt Löchern Schlitze. Mail an; mega-vital@gmx.de
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon Ice » Sa Dez 24, 2011 17:18

Also bei uns wird fast alles aus dem Trinkwassernetz entnommen. Deshalb lohnt sich die Geschichte auch praktisch nur für Sonderkulturen (Obst Gemüse). Bei 1,20€ pro Kubik ist das Wasser für Weizen etc. einfach zu teuer :cry:
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon vanAnsing » Sa Dez 24, 2011 18:27

Trinkwasser, ehrlich? Ich mein wir liegen bei uns hier direkt an der Bodenseeleitung und haben einen direkten Zugang den wir im absoluten Notfall beutzen könnten, aber dauerthaft Trinkwasser, die Rechnung möchte ich nicht bezahlen.
Wir selber haben 2 eigene Brunnen jeweils mit Speicherbecken und eigenem Leitungsnetz. Keine Parzelle ist mehr wie 1km vom Brunnen entfernt da geht das problemlos. Bei einem der Brunnen sind wir jetzt gerade dabei alles zu erneuern. Neue Leitungen, zusätzliche Speichermöglichkeit und neue Pumpstation.
Als Leitungen sind überall 100er PE-Rohre verbuddelt und zum Beregnen haben wir seither immer die blöden Perrotrohre gehabt. Da wir mittlerweile aber auf reine Beetbearbeitung umgestellt haben sind die Beregnungsrohre jetzt 70er PE-Rohre auch im 10 cm tief im Boden.
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon automatix » So Dez 25, 2011 7:59

wir beregnen nicht, aber was wir von denen auf den Kiesstandorten in der Nähe hört ist, daß die aus Oberflächengewässern kein Wasser mehr nehmen dürfen - die müssen eigene Brunnen graben.
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon VARIUS » Sa Dez 31, 2011 19:42

Mit der Beregnung wird es bald vorbei sein, die verbraucht zu viel Wasser. Setzt lieber auf Tropfbewässerung, ober-und auch unterirdisch.
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon hh85 » So Jan 01, 2012 15:28

VARIUS hat geschrieben:Mit der Beregnung wird es bald vorbei sein, die verbraucht zu viel Wasser. Setzt lieber auf Tropfbewässerung, ober-und auch unterirdisch.

Diese Aussage ist doch sehr pauschal!
Z.B. bei Kartoffeln bringt eine Tropfbewässerung nie den Effekt wie eine Überkronenberegnung. Die Stolonen ziehen nach außen zum Wasser und die Gefahr von grünen Knollen steigt. Man muss also im Verhältnis mehr Wasser bringen um den Damm immer gut durchfeuchtet zu halten.
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon aNiederbayer » Do Jan 05, 2012 1:13

wir bewässer vorwiegend aus Brunnen. Grundwasser liegt ca. 3-5 m unten. Trotzdem müssen wir oft 2 km weit pumpen, alles durch 89mm Bauer Rohre oder Schläuche, was halt grad da ist :)
bewässert werden Einlegegurken über Tropfbewässerungsschläuche, dabei ist man immer recht variabel was die Leistung der Pumpe und Brunnen angeht, einfach ein Paar Reihen mehr oder weniger mitkoppeln.
einer hier in der nähe überwindet über 50 höhenmeter, dazu ist aber dann eine zwischenpumpe notwendig.
Wir haben 3 so einfache 4 Zylinder Aggregate mit den grünen Pumpen (die heißen iwas mit C...)
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Re: Bewässerung-Wie kommt das Wasser zum Feld?

Beitragvon VARIUS » Mo Feb 20, 2012 11:08

hh85 hat geschrieben:
VARIUS hat geschrieben:Mit der Beregnung wird es bald vorbei sein, die verbraucht zu viel Wasser. Setzt lieber auf Tropfbewässerung, ober-und auch unterirdisch.

Diese Aussage ist doch sehr pauschal!
Z.B. bei Kartoffeln bringt eine Tropfbewässerung nie den Effekt wie eine Überkronenberegnung.

Gebe dir Recht, klar ist die unterirdische nicht für alles geeignet, aber bei Dauerkulturen ist es eine unproblematische Sache.
Man muß an die Gegenden denken, wo das Wasser schon Mangelware ist und schon die Verdunstung als Luxus empfunden wird, wie in südlichen Ländern und noch mehr in Wüstenregionen.
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