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Biodiesel in Fendt 200S?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Biodiesel in Fendt 200S?

Beitragvon Lemicher » Mi Dez 19, 2007 19:31

Servus

Kann ich eigentlich auch Biodiesel in meinen Fendt Farmer 200S danken?
Was ist der Unterschied zu normalen Diesel?
Biodiesel ist günstiger deshalb dachte ich warum kein Biodiesel?

Grüße Lemicher.
Lemicher
 
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Beitragvon deutz450 » Mi Dez 19, 2007 19:43

Von Biodiesel halt ich gar nichts, greift bei Motoren die nicht explizit dafür freigegeben sind Dichtungen und Kunststoffe an. Ausserdem löst er Ablagerungen im Krafstoffsystem, die Dieselfilter sind dadurch anfangs nach der Umstellung öfter mal verstopft. Das Ölwechselintervall muss halbiert werden, weil Biodieseleintrag ins Motoröl die Schmierfähigkeit stark herabsetzt.
Wenn der Traktor länger steht (4Wochen) verhärtet der Diesel im Tank, sieht dann aus wie ein Butterberg.
Ob dein 200S nun dafür grundsätzlich freigegeben ist kann ich nicht sagen.
Falls es sich noch um die alte 200er Serie mit 35-45PS handeln sollte mit Sicherheit nicht.
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Beitragvon landwirt93 » Mi Dez 19, 2007 20:38

Biodiesel soll sogar genauso umweltschädlich wie normaler sein, wegen der langen verarbeitung!
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Beitragvon Gerhart » Mi Dez 19, 2007 22:48

landwirt93 hat geschrieben:Biodiesel soll sogar genauso umweltschädlich wie normaler sein, wegen der langen verarbeitung!


:shock: :?: :?: :?: :lol:
Mfg : Einer der vom Milchgeld LEBEN will
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Beitragvon Ölhand » Mi Dez 19, 2007 23:38

deutz450 hat geschrieben:Von Biodiesel halt ich gar nichts, greift bei Motoren die nicht explizit dafür freigegeben sind Dichtungen und Kunststoffe an. Ausserdem löst er Ablagerungen im Krafstoffsystem, die Dieselfilter sind dadurch anfangs nach der Umstellung öfter mal verstopft. Das Ölwechselintervall muss halbiert werden, weil Biodieseleintrag ins Motoröl die Schmierfähigkeit stark herabsetzt.
Wenn der Traktor länger steht (4Wochen) verhärtet der Diesel im Tank, sieht dann aus wie ein Butterberg.
Ob dein 200S nun dafür grundsätzlich freigegeben ist kann ich nicht sagen.
Falls es sich noch um die alte 200er Serie mit 35-45PS handeln sollte mit Sicherheit nicht.


Hallo, ich glaube da schmeißt du ein paar Dinge durcheinander und zwar Rapsöl(Raffinat oder kaltgeprestt) und RME.
Gruß, Achim
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Beitragvon countryman » Do Dez 20, 2007 11:05

Ich fahre im Sommer 30-50% Biodiesel in meinen älteren Farmer 300 und 600LSA bisher ohne Probleme. Einmal war ein Filterwechsel außer der Reihe nötig und die ohnehin "schwitzenden" Spritschläuche wurden getauscht. Es zeigte sich, dass Biodiesel (RME) die äußere Hülle der Schläuche erweicht, die innere Schicht jedoch NICHT. Fendt empfiehlt Verkürzung des Ölintervalls und vorsorglichen Tausch der Förderpumpenmembran alle 2 Jahre.
Meine Beobachtung war, dass bei höherem RME Anteil die Motoren kalt stark rauchen, also eine schlechte Verbrennung haben was tatsächlich zu schädlicher Motorölbelastung führen kann (Kondensat sickert an den Kolbenringen durch).
Eindicken des RME bei längerem Stehen halte ich für ein Gerücht, wie so vieles über Biodiesel und Pflanzenöl durcheinander und falsch erzählt wird. Die Haltbarkeit von RME ist allerdings geringer als bei Diesel, da es mikrobiell angreifbar ist.
Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, eigene Versuche anzustellen. Am besten in der Saison, wenn der Schlepper gut zu tun hat. Kritisch vom Verbennungsverhalten wird am ehesten die Warmlaufphase und "Herumprötteln" im Stand, weshalb Hofschlepper usw. für Experimente ausscheiden.
Die Ökobilanz von alternativen Energien wird oft durch einseitige Studien schlechtgemacht, hier muss man schon genau hinsehen. Der Energieaufwand zur Produktion von Rapsöl und der Umesterung zu RME ist weit geringer als die Energie im Produkt.
Bei den Kosten muss man beachten dass verbilligter Agrardiesel preiswerter oder gleich mit RME liegt, lohnt also nur für nicht Beihilfeberechtigte oder Mengen oberhalb 10.000 l (wie bei mir).
Die Steuer die inzwischen auf RME liegt können sich Landwirte erstatten lassen unabhängig von der Obergenze bei Diesel.
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Beitragvon Schauerschrauber » Do Dez 20, 2007 12:10

Hallo

die 912er Deutz Motoren wie auch dein Farmer 200 ihn hat fressen grundsetzlich alles - auch der Betrieb von 60% Pflanzenöl im Diesel ist Problemlos ohne Umrüstung möglich !

Nur wie schon erähnt wurde - wäre es ratsam immer schön mit richtigem Diesel zu strecken , das macht den Biodiesel nicht ganz so aggressiv und das Pflanzenöl dünnflüssiger !

Allerdings ist meiner Meinung nach ein Fendt 200 S nicht gerade die Betriebsstunden fressende Hochleistungsmaschine bei der sich so ein Aufwamd lohnen würde !

mfg
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Beitragvon Variokutscher » Do Dez 20, 2007 16:52

Also ich kann nur sagen: Finger weg vom Biodiesel!!
Ich mußte meinen LKW leider mit Biodiesel tanken, weil der Chef es so wollte, und hatte nur Ärger mit dem Zeug! Angeblich soll der Biodiesel ja genauso Winterfest sein wie der normale Diesel. Dem ist leider nicht so. Bei 14-15°C minus sulzt das Zeug ein und sieht aus wie Sahne oder Butter. Die Zugkraft ließ gewaltig nach und der Verbauch ist ebenfalls gestiegen. Im zweiten Winter haben wir dann ein Steuergerät eingebaut, das erkennt, ob du Bio oder normalen Diesel getankt hast, damit wir im Winter Mischung fahren konnten. Ist aber auch nicht das gelbe vom Ei gewesen. Seither fahren wir wieder richtigen Diesel und haben keine Probleme mehr. Die Berge, wo ich früher mit Biodiesel 2 mal runterschalten mußte, muß ich heute nur noch einmal runterschalten.
Ich kenne viele Kollegen, denen es gleich ergangen ist. Jeder hatt wieder auf normalen Diesel umgestellt.
Die Erfahrung was beseer ist, muß aber jeder selber machen. Für mich ergab sich folgendes Fazit: Das was man am Biodiesel beim tanken spart, wird durch den Mehrverbauch wieder zum Auspuff hinaus geblasen.
LG Variokutscher

Lieber einen Spatz in der Hand als einen Hirsch auf der Haube

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Beitragvon deutz450 » Do Dez 20, 2007 19:29

Ölhand hat geschrieben:
deutz450 hat geschrieben:Von Biodiesel halt ich gar nichts, greift bei Motoren die nicht explizit dafür freigegeben sind Dichtungen und Kunststoffe an. Ausserdem löst er Ablagerungen im Krafstoffsystem, die Dieselfilter sind dadurch anfangs nach der Umstellung öfter mal verstopft. Das Ölwechselintervall muss halbiert werden, weil Biodieseleintrag ins Motoröl die Schmierfähigkeit stark herabsetzt.
Wenn der Traktor länger steht (4Wochen) verhärtet der Diesel im Tank, sieht dann aus wie ein Butterberg.
Ob dein 200S nun dafür grundsätzlich freigegeben ist kann ich nicht sagen.
Falls es sich noch um die alte 200er Serie mit 35-45PS handeln sollte mit Sicherheit nicht.


Hallo, ich glaube da schmeißt du ein paar Dinge durcheinander und zwar Rapsöl(Raffinat oder kaltgeprestt) und RME.
Gruß, Achim


Mein Beitrag bezog sich nur auf Biodiesel.
Das mit dem verhärten konnte ich auch nicht glauben, bis ich es selbst gesehen habe. Die Leute sind 3 Wochen in Urlaub geflogen, die mit Biodiesel betankte E-Klasse stand in der Garage, als sie wiederkamen sprang der Bock nicht mehr an. Nach langem prüfen wollte ich doch mal den Sprudel ablassen, aber da war nur feste Pampe drinnen.
Die komplette Krafstoff-und Einspritzanlage (Common Rail) war hin. Der Tank war auch nicht mehr zu gebrauchen, das Zeug löste sich einfach nicht mehr auf. Die Leute mussten alles selbst bezahlen, stand nämlich alles groß in der Betriebsanleitung des Autos.
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Beitragvon berndpeter » Do Dez 20, 2007 19:38

Unser Gemeindebauhof mußte sich auf "Anraten" der Ökofuzzies ein Nutzfahrzeug mit Biodiesel anschaffen. Vor einem halben Jahr hat sich dessen Antrieb selber zerlegt. Originalzitat des Fahrers: "Ein Glück, daß die Scheißkarre endlich kaputt ist".
Gruß aus dem Odenwald
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Beitragvon countryman » Do Dez 20, 2007 20:59

stand nämlich alles groß in der Betriebsanleitung des Autos.

na dann...selbst schuld. War wohl irgendein Material nicht biodieseltauglich :-(
Bei Commonrail würde ich auch keinerlei Risiko eingehen wollen - entweder das Fahrzeug ist freigegeben oder nicht.
Bei den älteren Motoren, speziell Deutz, gibt es zwar nicht immer explizite Freigaben, aber reichlich Erfahrungswerte. Ebenso mit den von Fendt verbauten Schläuchen und Tanks. Übrigens wurden in den Neunzigern bereits Freigaben von Fendt zumindest für die Farmer 300 mit MWM Motoren erteilt, einige Auflagen habe ich oben versucht wiederzugeben.
Nach meiner Erfahrung muss ich vom 100%RME Betrieb dieser Motoren aber abraten.
Möglich dass auch der Bauhof LKW an schlechter Verbrennung im Teillastbereich gekrankt hat. Sowas muss der Betreiber ansich erkennen, aber natürlich dürfte auch der Hersteller keine Freigabe aussprechen.
Bin gespannt wie sich die neuen Schlepper mit ab Werk rapsöltauglichen wassergekühlten Deutzmotoren bewähren!
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Beitragvon deutz450 » Do Dez 20, 2007 22:34

Es lag nicht am Material des Autos sondern am Biodiesel, das ist eine Eigenschaft dieser Brühe. Das Fzg. war mit der Sondrausstattung Biodieselfreigabe ausgerüstet. Diese gibt es heute übrigens von MB bei PKWs nicht mehr.
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Beitragvon Irgendenner » Sa Dez 22, 2007 16:46

interresant ist auch das der biodiesel(rme) fast genauso teuer wie normaler diesel iss. fast alle autohersteller haben die biodiesel freigaben bei den neuen autos zurückgezogen bzw geben die nichtmehr frei.
mit biodiesel hatt man leistungsverlust von 10% und verbraucht auch 10 % mehr oder so...

mit pflanzenöl fährt sichs um welten besser.außerdem greif es kein gummi etc an und ist nicht so agressiv.
fahre es in nem alten mb100 mercedes bus ohne umbau. die kiste hatt wenn ich pflanzenöl reinkippe mehr leistung als mit diesel pur udn der verbrauch ist auch ca gleich.
will das ganze eventuell im traktor versuchen aber als 2 tank system.
ichig ist jedenfalls das es kein common rail diesel ist und man ne bosch einspritzpumpe hatt
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Beitragvon countryman » Sa Dez 22, 2007 18:32

RME kostete im Sommer irgendwo bei 94 Cent inkl. MWST und 9 Cent erstattungsfähiger Steuer. An der Tankstelle ist es deutlich teurer als frei Hof.
Pflanzenöl kann man in alten PKW Dieseln verjuckeln aber BITTE NICHT in Schleppern ohne richtigen Zweitankumbau.
Mehrverbrauch RME würde ich bei 5% sehen. Leistungsverlust war nicht fühlbar.
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Beitragvon Ritti55 » Sa Dez 22, 2007 19:41

Also ich kann nach 12 jähriger Erfahrung sagen:

Biodiesel ist Scheiße

aber Normales Rapsöl mit Diesel gemischt ist super.

Wir fahren seit nunmehr 12 Jahren reines kaltgepresstes Rapsöl mit unseren Schleppern und den Autos.

vor 12 Jahren hatten wir eine 250er Mercedes E klasse - die lief mit Rapsöl über 300000 km und läuft noch !!! - allerdings war dieser Vorkammer auch der perfekte Motor dafür

jeder Motor verträgt es unterschiedlich aber generell kann man sagen dass Common Rail und Rapsöl eine unglückliche Mischung ist.

bei Pumpe Düse sieht es schon wieder wesentlich besser aus - ich fahre derzeit mit meinem 2 Jahre alten Audi A3 1.9 TDI auch bei ca. -10 Grad immernoch 50% Rapsöl - klappt prima

Allerdings sollte man folgendes Beachten:

1. wie gut läuft der Motor an? (wenn er zu schlecht anläuft - mehr diesel)

2. wie ist das Rauchverhalten (wenn er auch im Lastbereich rauch oder nach dem Kaltstart viel raucht - mehr diesel)

3. nie Rapsöl bei Standgasarbeiten einsetzten - das klappt nicht

Die alten Fendt mit Vorkammerdiesel fessen das Rapsöl glaub prächtig - ich würde mich aber trotzdem vorsichtig herantasten und nie nur Rapsöl tanken - das klapp nicht.

Ach noch was:

Ich hab noch nie was gehört von "Sahne im Tank oder so was "

Rapsöl wir bei ca. -15 Grad fest und Sojaöl was teilweise auch eingesetzt wird schon bei -8 Grad

Allerdings bei Schleppern die im Winter nur selten bewegt werden würde ich auch kein Rapsöl tanken.

Idealbedingungen wären z.B. beim Mähdreschen > hier läuft der Motor immer in der Hitze unter Vollgas und meistes läunger am Stück.
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