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Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon schnefter » Mo Mai 15, 2023 11:28

Hallo zusammen,
ich frage mich gerade, ob es eine Methode gibt, Biotopbäume für mindestens 10 jahre (dauerhaf) zu markieren, ohne Plastik zu verwenden. Mir ist schon bewusst, dass Biotopbäume dauerhaft zu markieren sind aber eben nicht für ewig. Das Förderprogramm klimaangepasstes Waldmanagement (post2064326.html?hilit=waldpr%C3%A4mie#p2064326) hat die Frage wieder mal aufgeworfen. Farbe kommt nicht in Frage, weil wir fast nur Kiefer haben und die Kiefernborke ja immer abblättert. Das Abschaben der gorben Borke ist deutlich zu zeitaufwändig. Am schnellsten geht es mit Bändern. Es gibt welche aus Vinyl, PVC usw. Die Bänder sollten aber möglichst aus Material sein, dass sich in den nächsten Jahrzehnten zuverlässig auflöst. Alles andere würde unserer Einstellungk und dem Sinn des Programms wiedersprechen. Papier zersetzt sich zu schnell.
Kennt Ihr was geeignetes?
Zuletzt geändert von schnefter am Mo Mai 15, 2023 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon Owendlbauer » Mo Mai 15, 2023 12:01

Biotopbäume werden, in Bayern zumindest, vom Förster mittels per Nagel eingeschlagenen runden Plättchen mit eingravierter Erfassungsnummer dauerhaft markiert. Zusätzlich zur schnelleren Erkennung aus größerer Entfernung mit Markierungsspray, auch die Kiefern. Ggf. muss man halt da mal nachspritzen, das ist ja ein recht überschaubarer Aufwand.
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon Milchtrinker » Mo Mai 15, 2023 12:04

Sprich die Anforderung ist: Die Markierung darf sich nicht zersetzen, muss sich aber im Ökologischen Sinne dann schon selbst zersetzten .... hmmm etwas kompliziert :wink: :wink: :wink: :wink:
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon Limpurger » Mo Mai 15, 2023 12:29

Dieses Problem habe ich erfolgreich umschifft - ohne Not werde ich einen Teufel tun und auf meiner Fläche irgendwelche Biotope oder dgl. definieren, da können sie Prämien ausloben soviel sie wollen. Das ist doch dann wieder dasselbe Spiel: Zuerst freiwillig mit Förderung und hernach in der Folge verpflichtend ohne finanziellen Ausgleich. Wie oft fallen Antragsteller auf diese Masche der staatlichen Bauernfängerei noch rein? In den Ministerien sitzen doch mittlerweile nur noch Korintenk_cker bzw. solche Zeitgenossen denen irgendwelche NGOs im Ohr sitzen und mit Steuergeldern finanziert denjenigen die durch ihrer Hände Arbeit auch deren Auskommen mitfinanzieren das Leben schwer zu machen. Die Version mit dem Schild annageln können die ja ruhigen Gewissens propagieren - ist ja nicht deren Baum. Armes Deutschland...
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon schnefter » Mo Mai 15, 2023 13:51

Danke erst mal für die Antworten, jedenfalls die zur Technik und nicht die zur Politik. Wenn es in Forstbetriebsgemeinschaften um große Flächen geht, spielen Personalkosten schon eine sehr entscheidende Rolle. Und das ablaufen der Fläche dauert schon lange genug. Bei ein paar 1000 Bäumen zählt jede Minute.
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon Owendlbauer » Mo Mai 15, 2023 14:06

Milchtrinker hat geschrieben:Sprich die Anforderung ist: Die Markierung darf sich nicht zersetzen, muss sich aber im Ökologischen Sinne dann schon selbst zersetzten .... hmmm etwas kompliziert :wink: :wink: :wink: :wink:

In der Tat. :mrgreen:

schnefter hat geschrieben: Wenn es in Forstbetriebsgemeinschaften um große Flächen geht, spielen Personalkosten schon eine sehr entscheidende Rolle. Und das ablaufen der Fläche dauert schon lange genug. Bei ein paar 1000 Bäumen zählt jede Minute.

Da hab ich jetzt ehrlich gesagt kein Mitleid, wenn den "Großen" mal wieder die Gewinnmarge zu klein ist. Wenn man angeblich nichts damit verdient, muss man ja keine Biotopbäume ausweisen. Ist ja keine Verpflichtung.

Ob man das überhaupt machen will, darf ja jeder selber entscheiden. Man muss sich halt anschauen, worauf man sich einlässt. Ich hab zu einem Teil welche ausgewiesen: Entweder die, die zwölf Jahre lang ziemlich sicher nicht fallen werden oder die, die wahrscheinlich fallen werden, mit denen ich aber erstens nicht viel anfangen kann und die zweitens nicht sonderlich stören, wenn sie liegen.
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon schnefter » Mo Mai 15, 2023 19:03

Da hab ich jetzt ehrlich gesagt kein Mitleid, wenn den "Großen" mal wieder die Gewinnmarge zu klein ist.

Nicht falsch verstehen - die Forstbetriebsgemeinschaften hier bewirtschaften ehrenamtlich überwiegend Klein- und Kleinstprivatwald und bemühen sich, für die Mitglieder kostengünstige Lösungen anzubieten. Es wäre schön, wenn wir bei dem Material-Thema bleiben könnten. Wer davon keine Ahnung hat, muss nicht schreiben... Danke!
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon egnaz » Mo Mai 15, 2023 19:33

Ich werde bei uns mit Farbe markieren, wenn es die 10 Jahre nicht hält, werde ich halt nachzeichnen. Wenn das Programm überhaupt 10 Jahre läuft.
Wenn es verrotbares Band sein soll, kann man Sisal Bindegarn nehmen.
Gruß Eckhard
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon Waidla66 » Mo Mai 15, 2023 19:33

Hallo,
Über das Thema habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, leider bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen.
VG
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon Sottenmolch » Mo Mai 15, 2023 21:17

Schreibt doch mal die an, die sich das ausgedacht haben. Entweder können sie euch ein Mittel nennen oder sie sollen euch erzählen wie es sonst zu machen ist.
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon langholzbauer » Mo Mai 15, 2023 21:21

Kannst ja Brettchen beschriften und mit Sisal an die Bäume hängen... :wink:

Vor der Spraydosenära gab es " Frankfurter Schwarz" zum Streichen.
Damit wurden die Z- Bäume mittelfristig sehr gut, haltbar und unauffällig gekennzeichnet.
Also sollte das auch bei Habitatbäumen möglich sein.
Weil die H- Bäume ja kartiert werden sollen, müsste auch eine schwarze Markierung reichen, sie in der Nähe der GPS- Koordinaten zu finden.

Und in naher Zukunft wird dann zum Schutz der freien Waldbesucher in Leuchtorange ein Sicherheitsbereich um jeden sterbenden Habitatbaum gefordert werden? :oops:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon Sottenmolch » Mo Mai 15, 2023 21:45

Im Staatswald wurde früher an ausgewählten Kiefern die lose, schuppige Rinde geschält, bis "glatte" Rinde zum Vorschein kam. Darauf wurde entweder eine weiße Nummer geschrieben oder ein weißer Ring um den Baum gezogen. Allerdings nicht mit Farbe aus der Spraydose. Da wurde Farbe mit dem Pinsel aufgebracht. Die hielt auch mehrere Jahre.
Wird aber wohl nicht den genannten Anforderungen entsprechen.
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon schnefter » Mo Mai 15, 2023 21:51

langholzbauer hat geschrieben:
Weil die H- Bäume ja kartiert werden sollen, müsste auch eine schwarze Markierung reichen, sie in der Nähe der GPS- Koordinaten zu finden.


Nach der Richtlinie muss nichts kartiert werden sondern nur in der Fläche dauerhaft markiert. Kann natürlich sein, dass ein Antragsteller durchsetzt, dass die Markierung auch digital erfolgen kann. Das würde einiges erleichtern...
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Re: Biotopbäume markieren womit biologisch abbaubar?

Beitragvon barneyvienna » Di Mai 16, 2023 8:45

In meinem frischen Enthusiasmus hatte ich vor 10 Jahren, nach dem Kauf meiner 2 ha Kiefern-MK, alle geraden, maßkrugdicken Kiefern geastet, und mit einem gerade zur Hand gewesenen blauen (metallic)-Autolack-Spray "geringelt" (lose Rindenschuppen vorher grob mit der Axt abgeschabt).
Den Job hätte ich mir sparen können, es waren hauptsächlich Unterdrückte, die in den letzten Jahren (wohl wegen Kieferntriebsterben, Wasser- oder Lichtmangel) nacheinander absterben. Der blaue Ring ist immer noch ausreichend deutlich zu sehen, ich musste nie nachfärben.
Markierungs-BÄNDER (Sisal, Kunststoff o.Ä.), die ich bei der Auszeichnung von zu fällenden Bäumen verwende, werden bei mir gelegentlich von irgendwelchen Tieren (Eichhörnchen, Mäuse ?) angeknabbert, darauf würde ich mich nicht verlassen bei einem 10-Jahres-Zeitraum.
PS: auch ich beanspruche keine Förderungen für Pflanzungen, Biotop-Bäume oder Nistkästen, um mir auch für die Zukunft den " Kontroll-Wahn " so lange als möglich zu ersparen.
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