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Böckser

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Böckser

Beitragvon mikrokern » Di Dez 18, 2012 13:02

Hallo,
wollte letzte Woche das Feinhefe-Depot in einem Barrique mit Spätburgunder aufrühren und hab grad noch rechtzeitig festgestellt, dass die Hefe total verdorben ist (Schwefelwasserstoff-Böckser).
Sofort Abstich gemacht. Aber jetzt: Hefeschönung durchführen (welche würdet ihr da empfehlen?)
Oder Biolees zusetzen?
Oder gar nix machen?
Der Jungwein hat noch keinen Schwefel bekommen, da er den BSA im Frühjahr spontan machen soll.

Viele Grüsse
µkern
Gruß
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Re: Böckser

Beitragvon Weinbauer » Di Dez 18, 2012 18:48

umpumpen & belüften hilft da wenig.
ich würde kupfersulfat einsetzen/versuchen. grenzwerte sind da glaub 1g/hl bzw. 10mg/l. aber schau da lieber nochmals nach.
wieso hast das eigentlich nicht eher bemerkt?

ob bioless reicht, um den böcksergeschmack zu übertünchen? eine andere wirkung kann ich mir da nicht vorstellen. soll meines wissens nach ja nur das geschmacksempfinden verbessern.
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Re: Böckser

Beitragvon mikrokern » Di Dez 18, 2012 19:22

Hallo Weinbauer,
na ja, so lang ist das Umbetten" ins Fässle noch nicht her, und zum alle 4 Tage Hefe checken reichts halt auch nicht...
Biolees sollte auch nicht als Übertüncher herhalten, sondern das jetzt fehlende Feinhefedepot ersetzen (Heferinde, Mannoproteine, Polysaccharidfreisetzung durch Autolyse...)
Die Hoffnung wäre, dass die Zweithefe per Adsorption die Schwefelverbindungen aufnimmt, und dadurch vielleicht keine CuSO4-Schönung nötig ist (mit ihren Nachteilen).
Besten Gruss vom
µkern
Gruß
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Re: Böckser

Beitragvon Halbdackel » Mi Dez 19, 2012 9:06

HuHu,

also das sehe ich anders: Erstmal kräftig belüften und 2 Tage zuwarten.
Dann kannst Du immer noch mit Kupfer ran.

Prost

timo
Jesaja 44, 12-19 <><
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Re: Böckser

Beitragvon Kyoho » Mi Dez 19, 2012 9:08

Wie wäre es mit einer Hefeschönung von einem anderen sauberen Wein? Einrühren und einige Tage liegen lassen, wäre bestimmt schonender und billiger als diverse Reparaturmittelchen von Erbslöh und Co.
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Re: Böckser

Beitragvon µelektron » Mi Dez 19, 2012 12:21

so aus der Ferne per www ist da eh kein sinnvoller Rat zu geben.
Vorversuch macht kluch :)

erstmal ne Probe ziehen und von Glas zu Glas 2-mal umschütten, geht der Böckser raus, dann ist belüften das MIttel der Wahl. Ggf. vorer leicht anwärmen, der ist leichter flüchtig wenn warm.
Geht der so nicht raus, dann mal nen Vorversuch mit Kupfersulfat machen.
Hatte auch schonmal nen Böckser, der auch damit nicht zu cracken war, dann half nur eine langwierige Prozedur, erst Zugabe von Tannin, das dann immer wieder aufrühren und bei jedem Aufrühren Kupfersulfattest. Nach Wochen hatt das Tannin dann den Böckser aufgeschlossen und er lies sich ausschönen.
Mit Hefeschönung bei Böckser hab ich keine besonders guten Erfahrungen gemacht.
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Re: Böckser

Beitragvon Merlot » Mi Dez 19, 2012 19:28

hy Mikro

ich würde folgende Variante wählen:
Wenn du wirklich einen Schwefelwasserböckser hast, hilft keine Luft mehr! Das geht nur mit Cu!
Als mache Vorversuche wann der Böckser weg ist, bei Schwefelwasserböckser sollte man schnell handeln. Wenn die verfestigt sind geht nix mehr.
Wenn du Ihn weg hast!!! hast du die gute Möglichkeit den Wein wieder mit einer anderen frischen Hefe einer Hefeschönung zu unterziehen oder gibtst Batonagehefe zu. Langes Hefelager kannst du dann immer wieder machen um Mannoproteine usw. freizusetzten. Den Cu Einsatz kannst du dadurch in diesem frühen Stadium wieder etwas reparieren. Und wirst ihn im Sommer nicht mehr merken. Das ist besser finde ich als länger rumzuexperimentieren und wartest zu lange bis du doch am Schluß mit Cu Spielt weil man merkt das doch noch geringe Noten von Böckser war zu nehmen sind.

Gruß
Wolfgang
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Re: Böckser

Beitragvon Weinbauer » Mi Dez 19, 2012 21:37

mikrokern hat geschrieben:Hallo,
wollte letzte Woche das Feinhefe-Depot in einem Barrique mit Spätburgunder aufrühren und hab grad noch rechtzeitig festgestellt, dass die Hefe total verdorben ist (Schwefelwasserstoff-Böckser).
Sofort Abstich gemacht.


natürlich fehlen hier einige angaben. aber wenn ich das fettgedruckte als richtig/wahr unterstelle (z.b. eine woche seit feststellung schon verstreichen lassen) ist belüften wohl nicht mehr sehr wirksam. zum rest, langes warten etc. hat merlot schon ausgeführt.

und die sog. nachteile vom cu sehe ich als weniger gravierend als der, wohl derzeit doch ziemlich intensive, böckser.
Zuletzt geändert von Weinbauer am Mi Dez 19, 2012 21:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Böckser

Beitragvon Merlot » Mi Dez 19, 2012 22:17

Cu war noch nie ein Fehler! Hilft meist mehr als es schadet...wird nur von den meisten Verkannt oder die Dosage falsch in Betracht genommen!

Gruß
Wolfgang
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Re: Böckser

Beitragvon µelektron » Mi Dez 19, 2012 23:15

nachfolgend Hefe kann sogar das überschüssige Cu abreichern. Hatte schon Fälle, bei denen hinterher keine Schwermetalle mehr überschüssig waren. Frühes Reagieren ist wie schon beschrieben auch mMn das Beste.
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Re: Böckser

Beitragvon mikrokern » Do Dez 20, 2012 8:38

Hallo alle,
vielen Dank für eure Antworten!!
Werde wohl einen Kleinversuch mit CuSO4-Konzentrationen machen und danach evtl hefeschönung.
@Weinbauer: natürlich habe ich den Abstich SOFORT nach Feststellung, dass die Hefe verdorben ist, gemacht, und nicht eine Woche verstreichen lassen...
Gruß
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Re: Böckser

Beitragvon mikrokern » Fr Dez 21, 2012 9:38

Hallo,
kurze Erfolgsmeldung: 0.18 g/hl CuSO4 haben prima funktioniert, deutlich reintöniger als die unbehandelte Kontrolle nach 1 Tag!
Bin der CuSO4-Anrate-Fraktion sehr dankbar!

Jetzt zum 2. Teil: Hefeschönung.
Da ich aufgrund meiner überschaubaren Weinbereitung keine Frischhefe (Batonnagehefe) aus einem anderen Gebinde mehr habe, muss ich einen Neuansatz machen. Will dazu 10 L (vorhandenen, tiefgefrorenen, Dornfelder-) Süssmost vergären. Würdet ihr das so gutheissen:
10 L Most + Hefeansatz aus 500 Gramm (Burgunder-)Trockenhefe + Vitamon-Combi (10g/10L) im Glasballon vergären, nach Gärende sedimentieren lassen und die Hefe ins Spätburgunderfass einrühren.
Vorteile der Hefeschönung: reduktive Wirkung (da der Wein keinen Schwefel bekommen hat wegen BSA im Frühjahr), Cu-Austrag durch die neue Feinhefe, Proteine durch spätere Hefe-Autolyse...
Nachteil: eventuell Verlust an sensorisch wichtigen Inhaltsstoffen durch die Zweithefe??? Kann der Wein ausgezehrt/ausgelaugt werden?

Bitte wieder um eure Meinung, sowohl zur Hefeschönung an sich, wie auch zum oben dargelegten Ansatz!
Nochmals vielen Dank + beste Grüsse vom
µkern
Gruß
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Re: Böckser

Beitragvon µelektron » Fr Dez 21, 2012 13:59

was den BSA angeht, sicher das der nicht schon gelaufen ist?
Im Holzfässchen kühlt er Wein nur langsam aus und ohne Schwefel würde es mich wundern wenn der nicht schon durch wäre.
Bei mir starten die schon oftmals direkt in der abklingenen Gärung von selber.
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Re: Böckser

Beitragvon mikrokern » Fr Dez 21, 2012 14:32

Hallo µelektron,
ganz sicher. Laboranalyse sagt 2.6 g/L Äpfelsäure, bei einer Gesamtsäure von z.Z. noch 6.7 g/L.
Lasse den BSA seit einigen Jahren immer erst im nächsten Frühjahr kommen, finde das steht dem SB besser...
Gruß
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Re: Böckser

Beitragvon Merlot » Fr Dez 21, 2012 19:00

Hallo Mikro

Schön das du dich mal mit deiner Erfolgsmeldung gemeldet hast :-) Das ist ja auch nicht immer üblich hier! Lob... Toll...
Zu deinen weiteren Fragen:
Du hast dich ja quasi schon für einen "Neuansatz" entschieden und beschreibst ihn so wie du ihn für richtig hälst. Vom prinzip her ist da nichts in den produktellen Teil zu sagen. Außer das eine Hefeschönung mit gesunder Hefe keinen Nachteil hat.
Also kann ich wieder nur meinen Rat geben was ich machen würde.

Ich würde keinen neuen Gäransatz zur Hefeproduktion machen. Erstens hast du bei eh kleiner Weinmenge einen Dornfelderverschnitt und zweitens gehst du wieder das ganz normale Risiko ein und weist nicht wie deine Vergärung verläuft. Es könnte genauso ein zweiter Böckser sein oder was anderes (tiefgeforener Most, NOPA Werte??? usw)....

Ich würde in den nächsten Kellereifachhandel gehen und würde mir ein Päckchen Battonagehefe kaufen, das schön ansetzen und zugeben. Hier kannst du mit großer Sicherheit eine schöne Feinhefelagerung machen, Aufrühren, Cu austrag testen usw und so fort....

Sensorische Inhaltsstoffe wirst du mit Sicherheit nur Gewinnen.

Wie gesagt die Entscheidung ... liegt ganz allein bei dir :-)

Gruß
Wolfgang
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