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bodenaktivator- erfahrungen

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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6 Beiträge • Seite 1 von 1
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bodenaktivator- erfahrungen

Beitragvon bauernschläue » Do Mär 06, 2014 18:58

es geistert doch immer wieder was neues herum. jetzt gibt es was auf algenbasis. da werden schöne versprechen gemacht. ich habe mal einen parzellenversuch mit steinmehl gemacht.verschiedene hersteller. bei einem ist der versuch sommergerste bei -3°C gelb gefroren. es war angeblich nicht feucht genug,um das mehl zu lösen. die pflanzen zeigten allerdings weniger mehltau. in kartoffeln weniger krautfäule. der versuch sommertriticale ging voll daneben. absolut schlechte jugendentwicklung und keine bestockung.aber wenig krankheiten. das lag eher am dünnen bestand und der sommertrockenheit.wenn das steinmehl zu viel eisen enthält ist das absolut zum schaden,weil es die phosphoraufnahme blockiert. ein angebot hatte ich mit mikro organismen apatitphosphor aufzuschliessen. wer früher sehr viel thomasmehl gedüngt hat,da ist dann was zum aufschliessen. aber ich kenne leute,die düngen seit jahren kein phosphat im getreide. was soll da noch kommen?jetzt wäre mal das algenzeug nach dauerbrache interessant.bin gespannt welcher hersteller mir was für einen versuch liefert. einer hat schon gekniffen.der ist selber nicht überzeugt. das sieht aus,wie eine verkaufshilfe für industriestickstoff. sonst nichts ! ! !
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Re: bodenaktivator- erfahrungen

Beitragvon Cairon » Do Mär 06, 2014 21:22

Ich persönliche halte von diesen ganzen Bodenaktivatoren gar nichts. Ich denke sie helfen und zwar helfen sie den Firmen die sie verkaufen. Ich denke wenn man seinem Boden etwas gutes tun möchte, dann sollte man den pH-Wert richtig einstellen, eine ausreichende Humusversorgung gewährleisten, nach Entzug düngen und eine angemessene Fruchtfolge einhalten. Ich denke dann klappt das schon.

Vor ein paar Jahren war ich auf einer Veranstaltung von diesen Herrschaften http://www.sobac.de . Sie verkaufen Tonkügelchen mit Bakterienkulturen. Diese Kulturen aktivieren dann die Nährstoffe im Boden, so dass man quasi nicht mehr düngen muss. Sie prahlten damit, dass sie nur durch den Einsatz ihres Produktes den Silomaisertrag von 32 t auf 39 t pro ha erhöht hätten. Was mich stutzig machte war, dass die Versuche auf einer 60 Punkte Flußmarsch durchgeführt wurden, in dem Jahr habe ich auf meinem 20 Punkte Sand aber schon 43 t pro ha geerntet. Auf den Marschflächen lagen die Erträge in unserer Region bei um die 50 t je ha. Als ich nach den geringen Erträgen fragte meinte man einfach, dort könnte man nicht mehr ernten, der Boden wäre zu kalt. Schon seltsam, aber die Masse der Leute glaubte diese Aussage mit leuchtenden Augen. Was mich besonders stutzig machte war, dass die gesamten Nährstoffe dem Boden entzogen werden sollten. Ohne Rückführung mergelt man den Boden aus, egal ob es funktioniert oder nicht. Und einen Boden wieder richtig auf zu düngen ist dann richtig kostspielig. Der einzige Stoff den ich einsetze um die Reaktionsfähigkeit meines Bodens zu beeinflussen ist Nitrifikationshemmer, auf alle anderen Aktivatoren und Zaubermittel verzichte ich gerne. Wenn man eine Firma mal testen will, sollte man eine ganz einfache Frage stellen: "Warum liest man nichts in den Pflanzenschutzberichten und den Kammerversuchen über ihr Produkt?" Kommt dann die Antwort: "Die Kammerversuche sind alle von den großen Firmen, wie Monsanto, gekauft. Und weil sich die großen Firmen durch unsere Produkt bedroht fühlen, verhindern sie offizielle Tests." Ich denke wenn man die Verschwörungstheorien hört, dann weiß man schon was da abgeht.
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Re: bodenaktivator- erfahrungen

Beitragvon Moody » Di Mär 11, 2014 17:27

So einen vertreter hatte ich erst vor kurzem in der Fachschule..
Ein wirklich tolles Wunderzeug. Als er mir erklären wollte, dass das Produkt den pH-Wert des Bodens heben UND gleichzeitig senken kann (achtung wortschöpfung: ph-Wertnivellierung :mrgreen: ) bin ich dann aber doch ausgestiegen.

Das sie keinerlei Nutzen haben möcht ich ja nicht sagen, es ist aber einfach ein Produkt für Vollerwerbskleingärtner und dementsprechend funktioniert es auch.

Würde der kram wirklich etwas bringen, wäre es nicht so günstig und vor allem wären die Einschlägigen Magazine voll davon.. :mrgreen:
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Re: bodenaktivator- erfahrungen

Beitragvon togra » Di Mär 11, 2014 21:41

Wir bekamen mal auf einem Golfplatz eine kostenlose Probelieferung von diesem (neuen?) "Pferdemist-Bodenhilfsstoff".
Gleichzeitig wollte man uns mit laufenden Bodenproben den "Erfolg" aufzeigen.

Wir brachten das Zeug also aus; allerdings an einer anderen Stelle als der Angedachten, wo die Erstbeprobung stattfand und der Vertriebler auch danach laufend Proben nahm.
Wer hätte das gedacht: Obwohl die Fläche nicht anders behandelt wurde als die Jahre zuvor (außer mähen nämlich gar nicht :shock: ), zeigten die Proben fortlaufend signifikante Verbesserungen :shock: :roll:

Auf der tatsächliche behandelten Fläche ist (zumindest sichtbar) auch rein gar nichts passiert n8


Ich als deren Vertrieb hätte wenigstens einen nachweisbaren Indikator unter meinen "Stoff" gemischt, damit mein Beschiss nicht so dermaßen leicht auffliegt.

Nebst ähnlichen Erfahrungen der Vergangenheit war für uns das Resümee mal wieder klar:
- Bodenhilfsstoffe helfen lediglich dem Kontostand des Herstellers; in der Regel nach oben.
- Bodenproben analysiert besser der Dachdecker; auf keinen Fall jemand, der auch nur im Entferntesten etwas mit dem Geschäft mit bodenverbessernden Substanzen (auch Dünger, PSM etc.) zu tun hat...
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist...
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Re: bodenaktivator- erfahrungen

Beitragvon xyxy » Do Dez 04, 2014 12:13

Cairon hat geschrieben:Ich persönliche halte von diesen ganzen Bodenaktivatoren gar nichts. Ich denke sie helfen und zwar helfen sie den Firmen die sie verkaufen. Ich denke wenn man seinem Boden etwas gutes tun möchte, dann sollte man den pH-Wert richtig einstellen, eine ausreichende Humusversorgung gewährleisten, nach Entzug düngen und eine angemessene Fruchtfolge einhalten. Ich denke dann klappt das schon.

Vor ein paar Jahren war ich auf einer Veranstaltung von diesen Herrschaften http://www.sobac.de . Sie verkaufen Tonkügelchen mit Bakterienkulturen. Diese Kulturen aktivieren dann die Nährstoffe im Boden, so dass man quasi nicht mehr düngen muss. Sie prahlten damit, dass sie nur durch den Einsatz ihres Produktes den Silomaisertrag von 32 t auf 39 t pro ha erhöht hätten. Was mich stutzig machte war, dass die Versuche auf einer 60 Punkte Flußmarsch durchgeführt wurden, in dem Jahr habe ich auf meinem 20 Punkte Sand aber schon 43 t pro ha geerntet. Auf den Marschflächen lagen die Erträge in unserer Region bei um die 50 t je ha. Als ich nach den geringen Erträgen fragte meinte man einfach, dort könnte man nicht mehr ernten, der Boden wäre zu kalt. Schon seltsam, aber die Masse der Leute glaubte diese Aussage mit leuchtenden Augen. Was mich besonders stutzig machte war, dass die gesamten Nährstoffe dem Boden entzogen werden sollten. Ohne Rückführung mergelt man den Boden aus, egal ob es funktioniert oder nicht. Und einen Boden wieder richtig auf zu düngen ist dann richtig kostspielig. Der einzige Stoff den ich einsetze um die Reaktionsfähigkeit meines Bodens zu beeinflussen ist Nitrifikationshemmer, auf alle anderen Aktivatoren und Zaubermittel verzichte ich gerne. Wenn man eine Firma mal testen will, sollte man eine ganz einfache Frage stellen: "Warum liest man nichts in den Pflanzenschutzberichten und den Kammerversuchen über ihr Produkt?" Kommt dann die Antwort: "Die Kammerversuche sind alle von den großen Firmen, wie Monsanto, gekauft. Und weil sich die großen Firmen durch unsere Produkt bedroht fühlen, verhindern sie offizielle Tests." Ich denke wenn man die Verschwörungstheorien hört, dann weiß man schon was da abgeht.


Grad rief genau diese sobac Firma an, ein Herr Baron möchte mich besuchen...bla bla.. hatte überhaupt keine Ahnung was die Frau von mir wollte und auf Nachfrage kam Bodenverbesserung und Ampferbekämpfung :roll: :roll: :roll: ...

das hab ich noch gefunden:
http://www.bund-sachsen.de/fileadmin/bu ... ologie.pdf

A...ha...
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Re: bodenaktivator- erfahrungen

Beitragvon Paule1 » Sa Dez 06, 2014 13:10

Vor allem Bio Betriebe und Gärtnereien setzten den Algekalk ein, früher wurde er auch zum verfüttern empfohlen, doch mittlerweile ist dieses verboten, wegen der evtl. starken Belastungen aus dem Meer.
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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