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Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon FranzlStein » Mi Jul 29, 2020 11:16

Für die Vorbereitung einer ehem. Ackerfläche zur Ansaat einer Blumenwiese sollte eigentlich der Boden mittels Bodenfäse bearbeitet werden. Leider fällt mir nun diese Möglichkeit weg und ich suche nach einer pragmatischen Lösung die nicht vorhandene Bodenfräse zu ersetzen...

Vorhanden ist allerdings eine Umkehrfräse, die ursprünglich nur für den letzten Arbeitsgang mit Ansaat gedacht war. Idee wäre nun diese "umzubauen" um damit den Ausfall der "richtigen" Fräse zu kompensieren. Nicht auf Dauer, nur für jetzt als Notfalllösung.
Dazu würde ich die nachlaufende Gitterwalze und das Steinsieb abbauen. evtl. zusätzlich noch den Wartungsdeckel offen lassen. Sie läuft zwar dann immer noch verkehrt rum aber es sollte doch damit klappen ...

Ideal wäre natürlich dass ich die ersten zwei-drei Fräsdurchgänge gleich mit der Umkehrfäse machen kann. Davon hat mir allerdings der GaLa-Bauer, der die Ansaat erledigen soll, abgeraten.

Was meint Ihr?
Ist die angedachte Notlösung brauchbar, oder ist das vertane Zeit und ich soll mir besser eine "echte" Bodenfräse zulegen?
Servus, und bleibts gsund!
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon LupusArctos » Mi Jul 29, 2020 12:31

Bin gerade sehr interessiert, warum hat dir der GaLa-Bauer davon abgeraten alles mit der Umkehrfräse zu machen? Kommt die Umkehrfräse nicht gleich tief runter wie die Bodenfräse, oder geht es darum, dass es besser ist die Steine nicht unter der Erde, sondern gleichmässig verteilt zu haben?

Ich frage, weil ich bei mir gerade eine kleine Obstplantage am planen bin, und dort das Thema Bodenfräse / Umkehrfräse vor Anpflanzung ebenfalls aufgekommen ist und ich mir daher eine kleine Umkehrfräse am Überlegen bin, wo ich die schlimmsten Brenesselbereiche auf der Wiese ebenfalls unterfräsen und neu ansähen könnte.

Ansonsten zu deinem Problem, Ausleihen oder Lohnunternehmer sind keine Optionen?
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon FranzlStein » Mi Jul 29, 2020 13:45

Der GaLa Mann meinte dass es besser sei wenn bei den ersten Fräsdurchgängen die Unkrautwurzeln aus dem Boden raus befördert und möglichst breit mit der losen Krume verteilt werden damit sie in der Sonne ausdörren. Mit Umkehrfräse bestünde die Gefahr dass größere Wurzelteile oder -stöcke zwar zerhackt werden aber sofort wieder im Boden landen, wo sie neu ansetzen und sich dadurch eher vermehren, als wie gewünscht verschwinden bzw. "aushungern".

Zudem hat man nach der Bearbeitung mit der Umkehrfräse die Steine usw. quasi in einer bestimmten Tiefenlage konzentriert. Geht man jetzt nochmal gleich tief drüber, tut das den Messern nicht besonders gut...

Ausleihen ist schwierig. Meist haben die Verleiher oder Maschinenring keine so kleine Fräse die mein Kleiner noch packt. Lohner wäre eine Option, möchte aber möglichst viel selbst machen. Schlimmstenfalls muss ich mir halt eine spezielle Bodenfräse kaufen. Kann sie ja dann selbst vermieten oder wieder abstoßen... ist ja "nur" Hobby. :D
Servus, und bleibts gsund!
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon Pumuckel » Mi Jul 29, 2020 14:17

du könntest die Umkehrfräse nehmen und dann eine Federzinkenegge leihen/kaufen (kosten nix), die zieht die wurzeln wieder hoch.

Was hast du denn für eine Umkehrfräse und wie sieht die Fläche derzeit aus?
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon yogibaer » Mi Jul 29, 2020 14:57

Pflügen anschließend grubbern, abtrocknen lassen danach am besten nach einen Regen wenn es nicht mehr klebt die Fläche walzen und die restlichen Unkrautwurzeln mit einer schweren Egge herausholen. Saatgut drauf, mit leichten Eggen einarbeiten und mit Walze andrücken.
Wie haben eigentlich unsere Väter es nur mit einfachen Geräten und Hafer- oder auch Heumotoren auch ohne Herbizide geschafft die Saat in den Boden zu bekommen und nicht nur Unkraut zu ernten?
Gruß Yogi
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon FranzlStein » Mi Jul 29, 2020 15:23

Ist (noch) ein 2ha großer Acker auf dem zuletzt Mais angebaut war und lag letztes Jahr brach. Es gab keine Nachbearbeitung nach der letzten Maisernte, heißt: Die Stoppeln sah man noch zwischen dem Wildwuchs der letztes Jahr aufging. Vor zwei Wochen wurde gründlich gemulcht (Video versuche ich hochzuladen) und jetzt steht die Vorbereitung zum Ansähen der Wiese an. Soll planmäßig etwa Sept./Okt. sein.
Boden ist schwarze relativ lockere wasserdurchlässige Muttererde ca. 30-40cm tief, dann kommt sofort Kies. (Münchener Kies- u. Schotterebene nahe der Isar...). Foto des Erdschichtaufbau lade ich auch hoch. Geht aber erst spät heute Abend.

Laut GaLa sollte ich im zwei-drei Wochenabstand mind zwei mal fräsen um den Boden zu nivillieren und die Unkrautwurzeln raus zu bekommen. Erstes Mal so tief wie die Fräse kommt, zweites Mal 5cm höher zum Schluss wäre die Umkehrfräse mit Ansaat dran gewesen. Deswegen das "mehrmals" weil ich mit der zur Bodenfräse "umfunktionierten" Umkehrfräse die gleichen Arbeitsschritte erledigen wollte. So jedenfalls mein Gedankengang. Ist das gar nicht nötig ... um so besser. :D

Falls Manche ein Deja vu heimsucht ... ja. Ähnliches hatte ich schon mit anderen meiner Grundstücken durch exerziert, war aber krankheitsbedingt nicht selbst dabei und habe nur die fertige Wiese präsentiert bekommen. Deswegen auch der Wunsch diesmal möglichst viel selbst zu machen. Sonst habe ich mir am Ende das ganze Zeugs (Traktor, Mulcher, Hänger, usw.) am End noch umsonst zugelegt. :shock: :D

Fotos von der Fläche und Video vom Mulchen (darin sieht man den Zustand sehr gut) kommen heut Abend...

Weil noch eine Antwort dazwischen kam:
Gegen Pflügen hätte ich nichts. Nur ist dazu (vermutlich) traktorseitig die Leistung zu gering, bräuchte zudem AS-Bereifung, das Können fehlt ebenso wie der Pflug, und deshalb eben Fräsen.

Eine Bitte: Meine Frage ist eigentlich rein technisch ob man eine Umkehrfräse durch Umbau als Bodenfräse zweckentfremden kann. Bitte bleibt daher so gut es geht bei diesem Thema. Es hilft mir gar nichts wenn die Diskussion auf die Philosophie Ebene driftet "Pflug versus Fräse"
Vielen Dank!
Servus, und bleibts gsund!
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon Wolvie » Mi Jul 29, 2020 16:25

FranzlStein hat geschrieben:[...]
Eine Bitte: Meine Frage ist eigentlich rein technisch ob man eine Umkehrfräse durch Umbau als Bodenfräse zweckentfremden kann. Bitte bleibt daher so gut es geht bei diesem Thema. Es hilft mir gar nichts wenn die Diskussion auf die Philosophie Ebene driftet "Pflug versus Fräse"
Vielen Dank!

Vereinfacht:
Eine Bodenfräse arbeitet in Fahrtrichtung.
Eine Umkehrfräse arbeitet gegen die Fahrtrichtung.

Eine Bodenfräse durchmischt den Boden.
Eine Umkehrfräse separiert (groß unten/klein oben) den Boden.
Gruß,
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon FranzlStein » Mi Jul 29, 2020 17:15

Vielen Dank für die Erklärung! Aber ... siehe meinen ersten Beitrag. Die funktionalen Unterschiede sind mir durchaus bekannt.

Die Separation des Bodens mit der Umkehrfräse beschränkt sich m.E. nur auf grobe Bestandteile die aufgrund des Gitters zuerst in die Fräsvertiefung fallen, lockere und kleine Teile die durchs Gitter passen, fallen später drauf und die nachlaufende Walze drückt alles ein wenig fest. Soweit so gut. Aber: Was passiert wenn das "Seperationsgitter" *) entfernt wird?

Habe ich dann nicht auch den gleichen Durchmischungseffekt wie mit einer "reinrassigen" Bodenfräse?
Also: Gitter *) weg, Walze weg und schon habe ich aus einer Umkehr- eine Bodenfräse gezaubert! :)
Oder habe ich da einen Denkfehler drin?

*)Was in Wirklichkeit nur eng zusammengesetzte Rundstäbe sind.
Servus, und bleibts gsund!
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon yogibaer » Mi Jul 29, 2020 17:29

Das beste Mittel um die Krümelstruktur des Bodens zu zerstören ist wiederholtes fräsen, ob umgegkehrt oder nicht.
Gruß Yogi
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon MarkusBernard82 » Di Aug 04, 2020 13:21

FranzlStein hat geschrieben:Vielen Dank für die Erklärung! Aber ... siehe meinen ersten Beitrag. Die funktionalen Unterschiede sind mir durchaus bekannt.

Die Separation des Bodens mit der Umkehrfräse beschränkt sich m.E. nur auf grobe Bestandteile die aufgrund des Gitters zuerst in die Fräsvertiefung fallen, lockere und kleine Teile die durchs Gitter passen, fallen später drauf und die nachlaufende Walze drückt alles ein wenig fest. Soweit so gut. Aber: Was passiert wenn das "Seperationsgitter" *) entfernt wird?

Habe ich dann nicht auch den gleichen Durchmischungseffekt wie mit einer "reinrassigen" Bodenfräse?
Also: Gitter *) weg, Walze weg und schon habe ich aus einer Umkehr- eine Bodenfräse gezaubert! :)
Oder habe ich da einen Denkfehler drin?

*)Was in Wirklichkeit nur eng zusammengesetzte Rundstäbe sind.


Die Laufrichtung müsstest du ändern, den Rechen ausbauen. Die Nachlaufrolle sehe ich eher nicht als Problem.
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon FranzlStein » Mo Aug 10, 2020 11:20

Vorab: Entschuldigt bitte die späte Antwort!

MarkusBernard82 hat geschrieben:Die Laufrichtung müsstest du ändern, den Rechen ausbauen. Die Nachlaufrolle sehe ich eher nicht als Problem.


Ich werde diese Woche beim ersten Fräsgang das einfach mal probieren und eine Bahn normal mit der Umkehrfräse ziehen, direkt daneben eine Bahn ohne Siebgitter. Dann sehe ich ja was dabei "hinten rauskommt". Bei Interesse (und wenn ich dran denke) zeige ich euch Fotos vom Ergebnis. Die Gitterrolle lass ich grundsätzlich dran.

Mittlerweile habe ich ein wenig intensiver recherchiert und sogar von Fräsen gelesen die zwei Getriebe haben um so einfach zwischen Normal und Umkehrbetrieb wechseln zu können.
Allerdings hat die Richtungsumkehr doch den Haken, dass man dazu eigentlich zweischneidige Messer bräuchte, oder halt mit der unscharfen Rückseite arbeitet. Ob und wieviel das treckerseitig am Mehrleistung benötigt und ob die Fräsqualität davon beeinträchtigt wird, weiß ich nicht.

In diesem Sinne. Probieren geht über studieren. :D
Ich bleib dran... :)
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Re: Bodenauflockerung: Umkehrfräse statt Bodenfräse?

Beitragvon MarkusBernard82 » Do Aug 20, 2020 22:00

Falls du die tests gemacht hast würde es mich sehr interessieren was raus kam.
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