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Bodenuntersuchungen

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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Bodenuntersuchungen

Beitragvon MF 6150 » Di Feb 05, 2013 14:24

Hallo,

ich hab da diverse fragen zum thema düngen, zuerst muss ich sagen das mein Vater, der sich immer um den düngeaufwand und spritzmittelaufwand gekümmert hat im Dezember leider Verstorben ist und ich jetzt einiges in erfahrung bringen muss.
heute habe ich bodenuntersuchungsergebnisse von unserem Wasserzweckverband erhalten und werd noch nicht ganz schlau draus.

Nirtatgehalt (kg N/ha)

0-30 cm ------------------- 30-60cm--------------- 60-90cm-------------------- Summe
14 -------------------------22 ----------------------- 8 --------------------------- 44
52--------------------------54------------------------12-----------------------------118

angesäte Hauptfrucht auf beiden Schlägen ist W-Weizen, mit vorfrucht Mais bzw Raps.

heißt das, dass sich bereits 118kg N im Boden befinden den der Weizen aufnehmen kann und ich somit den Düngmittelaufwand verringern kann? und wenn ja, bei welcher Gabe wäre dies sinnvoll?
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon JueLue » Di Feb 05, 2013 14:40

Auf dieser Seite:
http://www.nmin.de/nminnrw/DuengeStartAction.do?duengeStart=0
kannst du deine Werte eintrage und ganz gute Empfehlungen bekommen.

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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon Mad » Di Feb 05, 2013 16:11

MF 6150 hat geschrieben:heißt das, dass sich bereits 118kg N im Boden befinden den der Weizen aufnehmen kann und ich somit den Düngmittelaufwand verringern kann? und wenn ja, bei welcher Gabe wäre dies sinnvoll?


Naja. Wenn sich der Stickstoff nicht mehr wesentlich verlagert, kannst du von den 118kg N den Großteil anrechnen und bei der ersten Gabe abziehen. Ich wage zu bezweifeln, dass der Weizen noch an die 12kg in 60-90cm Tiefe gelangt und von den 30-60cm bekommt er auch nicht alles. Ich würde mal so 80kg ansetzen, was in meinen Augen schon verdammt viel ist, und bei der ersten Gabe 40kg werfen.

Bei dem Rest musst du wissen, was du machst. Ich kenne deine Böden und deine Durchschnittswitterung nicht.

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon JueLue » Di Feb 05, 2013 16:54

Was ich noch zu bedenken gebe:

Nach meiner Erfahrung ist die N-min Beprobung extrem abhängig von einer sorgfältigen Probenahmen. Wird da gepfuscht (zu wenig Proben usw.) kann man die Werte vergessen und z.B. am falschen Ende mit Dünger sparen.

Ich würde deine Werte auch mit N-min Ergebnissen der Kammer bei deinen Verhältnissen vergleichen, um Fehler auszuschließen.
Diese Werte findet man auch auf der genannten Seite.

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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon 2810 » Di Feb 05, 2013 20:57

MF 6150 hat geschrieben:heute habe ich bodenuntersuchungsergebnisse von unserem Wasserzweckverband erhalten und werd noch nicht ganz schlau draus.

Nirtatgehalt (kg N/ha)

0-30 cm ------------------- 30-60cm--------------- 60-90cm-------------------- Summe
14 -------------------------22 ----------------------- 8 --------------------------- 44
52--------------------------54------------------------12-----------------------------118

angesäte Hauptfrucht auf beiden Schlägen ist W-Weizen, mit vorfrucht Mais bzw Raps.

heißt das, dass sich bereits 118kg N im Boden befinden den der Weizen aufnehmen kann und ich somit den Düngmittelaufwand verringern kann? und wenn ja, bei welcher Gabe wäre dies sinnvoll?


Ich gehe mal davon aus , dass es die Werte am Ende der Vegetationperiode sind.
Der 2. Schlag ist natürlich hammerhart mit 118 kg N , da müßten wir bei unserem WSG nach Canossa ( zum LWA )gehen und Kürzungen der Schalvo wären fällig .
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon MF 6150 » Mi Feb 06, 2013 8:28

Ja die Bodenproben werden immer im November gezogen, ein super Service weils nix kostet und auch nicht in Auftrag gegeben werden muss. Bei den 118kg N -Acker war als vorfrucht Raps den ich nur 2 mal gegrubbert habe und dann relativ früh Weizen gesät habe. Sprich, der ausfallraps hat den kompletten Stickstoff aus der Luft gebunden. Aber mit soviel hab ich nie gerechnet, unsere Böden sind auch nicht spitzenböden aber auch nicht absoluter mist. So um die 30 bis Max 40 bodenpunkte.
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon JueLue » Mi Feb 06, 2013 8:37

MF 6150 hat geschrieben:Ja die Bodenproben werden immer im November gezogen...


Dann sind die natürlich nur von begrenzter Aussagekraft.
Wenn 30-40 Bodenpunkte natürlich kein "Karnickelsand" sind, wir da doch seit November einiges Ausgewaschen sein.

Nmin-Proben sollten immer zu Vegetationsbeginn gezogen werden.

Ich würde in deinem Fall neue Proben ziehen oder die Werte der Landwirtschaftskammer nutzen.

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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon FrankenRancher » Mi Feb 06, 2013 8:41

MF 6150 hat geschrieben:................ Sprich, der ausfallraps hat den kompletten Stickstoff aus der Luft gebunden.

Sorry, aber da muss ich dich korrigieren.

Raps ist kein Stickstoffsammler !!!
Er kann keinen Stickstoff aus der luft aufnehmen. :klug:
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon MF 6150 » Mi Feb 06, 2013 8:52

Wie erklärst du dir dann die 118 kg N?
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon FrankenRancher » Mi Feb 06, 2013 8:58

MF 6150 hat geschrieben:Wie erklärst du dir dann die 118 kg N?

Habt ihr vielleicht Stallmist auf diesen acker verbracht ?
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon 2810 » Mi Feb 06, 2013 9:01

MF 6150 hat geschrieben:Wie erklärst du dir dann die 118 kg N?


Ich dachte mir schon , dass es der Rapsschlag ist .
2 mal Grubbern und frühe Saat --> warmer Boden noch vorhanden , da wird einiges mineralisiert .

Schön wäre ,wenn der Raps den N aus der Luft holen würde :wink:

Die N-Werte aus der Nov. Probe sind Überwachungswerte , wir dürfen max 50 kg haben , bei SCHWEREN Böden .

Also die Produktiontechnik optimieren :idea:

Wie sehen dann die N-Salden aus der Düngebilanz aus ?
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon MF 6150 » Mi Feb 06, 2013 9:03

Nein, nach der Raps Ernte wurde bodenbearbeitung gemacht und keinerlei Düngung oder pflanzenschutz.
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon JueLue » Mi Feb 06, 2013 9:04

Ich zitiere mal LFL Bayern:

http://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/umwelt/07121/

Zusammenfassung

An 214 Standorten in Bayern wurden die Auswirkungen unterschiedlicher Bewirtschaftung auf die Nmin-Gehalte im Boden nach der Ernte, zum Vegetationsende (Mitte November) und zum Vegetationsbeginn (vor der ersten N-Gabe) untersucht. Die seit 1991 durchgeführten Untersuchungen zeigen über alle Fruchtarten hinweg tendenziell eine Abnahme in den Nmin-Gehalten. Besonders ausgeprägt war die Abnahme bei der Fruchtart Mais. Die geringsten Nmin-Mengen wurden nach Rüben und Getreide ermittelt, die höchsten nach Mais, Raps und Kartoffel...


Wenn du dir die Grafiken auf der Seite mal ansiehst, wirst du erkennen, dass deine Werte nicht exotisch sind.

Der Ausfallraps entzieht dem Boden Stickstoff und bindet ihn in der Pflanze.

Wenn du den Raps einarbeitest, steht er dem Weizen natürlich wieder zur Verfügung und findet sich nach der Verrottung (geht bei grünem Raps sehr schnelle) in den Nmin-Werten wieder.

Lufstickstoff können nur Leguminosen aufnehmen. (Knöllchenbakterien).

Dein Weizen hatte im November also sehr viel N zur Verfügung, den er damals allerding nicht brauchte :( .

Für die Frühjahrsdüngung sind die Untersuchungen meiner Meinung nach nur dann etwas wert, wenn man aus Messungen bei vergleichbaren Böden weiß, wieviel N im jeweiligen Winter in der jeweiligen Region ausgewaschen wurde.

Daher mein Rat, die Werte mit Vorsicht zu genießen.

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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon FrankenRancher » Mi Feb 06, 2013 9:13

MF 6150 hat geschrieben:Nein, nach der Raps Ernte wurde bodenbearbeitung gemacht und keinerlei Düngung oder pflanzenschutz.

Der stallmist gibt seinen N sehr langsam ab.
Sprich, wenn ihr vor der Rapssaat mit mist gedüngt hättet , hätte dieser auch noch auswirkung für die folgefrucht !
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Re: Bodenuntersuchungen

Beitragvon 2810 » Mi Feb 06, 2013 9:15

[quote="MF 6150"]Ja die Bodenproben werden immer im November gezogen, ein super Service weils nix kostet und auch nicht in Auftrag gegeben werden muss. quote]

Bei uns in Ba-Wü macht dies die LW-Verwaltung , und das dient zur Überwachung der Reststickstoffgehalte am Ende der Vegetationsperiode. Und wehe , die Werte sind höher , wie in der Schalvo erlaubt .
Bekommt ihr keine Sanktionen bei hohen Werten ?
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