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CDI-Motoren: wirklich sparsamer? Welche Hersteller?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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CDI-Motoren: wirklich sparsamer? Welche Hersteller?

Beitragvon preussenglanz » Sa Jan 19, 2008 14:12

Der Dieselverbrauch von Schleppern wurde hier ja schon interessiert.

Ich möchte dazu mal diese Überlegung im Vergleich zu PKW anstellen:

Vor der VW-TDI-Zeit nahm eine Diesel auch gerne mal 10L/100km.
Dann kam vor ca. 9 Jahren die CDI-Technik, entwickelt von Bosch/Fiat, hinzu.

Nehmen wir mal einen Verbrauch von 6L/100km an. Von 10 auf 6L/100km macht eine Ersparnis von 40% - bei besserem Drehmoment!

Wenn eine Kraftstoffersparnis von 40% bei Schleppern drin wäre... Da würden sich auch kleinere Betriebe drüber freuen. Bleibt die Frage nach den Mehr-Kosten für solch ein Motorsystem.

Hinkt dieser Vergleich (Vorausgesetzt, man müsste den Schlepper beim Ackern nicht im Vollast-Bereich fahren)?

Kennt jmd. Hersteller bzw. Modelle, die mit dieser CDI-Technik ausgestattet sind? Soweit ich weiß, bietet JD diese Technik an, aber wahrscheinlich nicht in allen Modellen.
preussenglanz
 
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Beitragvon Favorit 10S » Sa Jan 19, 2008 14:45

Hallo,

na ja so ganz richtig ist das nun nicht. Ein 200D oder Golf 2 Diesel mit um die 60 PS nahmen bei normaler Fahrweise zwischen 5-8 Liter. Klar, Leistung war da nicht wirklich vorhanden. Als dann die TDI aufkamen, konnte man Fahrleistungen wie bei Benzinern erreichen, aber mit gesenktem Verbrauch. Dann hatte man 120 PS bei einem verbrauch von 6 Liter (Audi 100 TDI Bj ´90).

Das der Direkteinspritzer erst 1990 in PKW´s eingebaut wurde lag daran, dass nach Meinung der Autohersteller die Direkteinspritzer für einen PKW zu rauh liefen. Im LKW und Schlepper-Sektor waren die schon seit mitte der 50ger Jahre standart.

Über Aktuelle Einspritzsysteme in Schleppermotoren kann ich nicht viel sagen, aber ich denke schon dass in einem modernen Schlepper elektronisch geregelt Einspritzsysteme arbeiten. Das Problem ist hierbei allerdings wohl, dass durch die Abgasnormen ein Anstieg des Verbrauchs zu verzeichnen ist. Ich weiß aber auch nicht in wie fern die Abgasnorm für Schlepper mit den Euro Normen im PKW Bereich zusammen hängt.
Deshalb ist bei einem Schleppermotor nicht so viel Ersparniss zu erwarten als bei einem Vergleich von PKW Vorkammer und Direkteinspritzern, weil es die im Schlepper schon seit ewigen zeiten gibt. Man kann auch sagen, dass sich die Automobilfirmen den Komfort durch die Vorkammer mit dem entsprechend höheren Verbrauch erkauft haben.

Gruß Markus
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Beitragvon automatix » Sa Jan 19, 2008 14:58

Nutzfahrzeugmotoren waren schon seit langen Direkteinspritzer, von daher ist da kein so enormer Sprung von Vor- oder Wirbelkammerdiesel zu Direkteinspritzer zu erwarten wie beim PKW
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Beitragvon mich_deere » Sa Jan 19, 2008 15:33

Tag,
also soweit ich weiß arbeiten fast alle Hersteller die jetzt die Tier III-Norm einhalten müssen mit CDI.
Bei JD ist ab 6030 (80PS) alles CDI-Technik.
Und 40% Einsparung hat die Technik auch nicht bei PKW ausgemacht.
Ein Teil verbessert die CDI-Technik zwar den Verbrauch, aber in den 9 Jahren wurden ja noch viele andere Komponenten an PKW´s verbesert (Aerodynamik, Getriebe,...).
Die warscheinlich wichtigste Neuerung war der Turbo. Der lässt sich beim Diesel gerade im Teillastbereich gut einsetzen und braucht keine zusätzliche Energiequelle wie Strom (Energie=> Kraftstoff) da er ja von den Abgasen angetreiben wird. Das hat enorm Kraft gebracht und man kann sehr niedrigtourig fahren, Sprit sparen.

Bei den PKW's seh ich noch viel Potential in der Hybridtechnik.
Bei Traktoren wird das schwierig weil die meißt am Limit fahren und zB beim Pflügen brauch ich nirgens zu bremsen wo ich die Akkus vom Elektromotor aufladen könnte.
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Beitragvon Sepp » Sa Jan 19, 2008 16:37

Meines Wissens fahren fast alle Fendt mit Deutz Common Rail Motoren. Auch ab Agrotron M 630 nur noch CR. Genauso bei allen Agrotron K. Ich denke, dass auch die meisten SISU Motoren auf CR umgestellt wurden.
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Beitragvon dicothyl » Sa Jan 19, 2008 18:01

Ein paar Motoren laufen noch mit Pumpe-Düse,aber die meisten haben Common Rail.
Das gibt es schon alles.
Das haben auch eigentlich alle.
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Beitragvon bluecar » So Jan 20, 2008 7:56

hallo

zwei sachen habt ihr noch vergessen,

die kraftstoffersparnis kommt durch durch kleinere motoren

z.b. 2ltr motor max 60ps heute bekommt mann 200ps daraus

ohne mehr zylinder oder schleppmoment....

man muss sich schon von 6 zyl motor verabschieden

unter 135 ps :) wenn man sparen will


und der ladeluftkühler ist bei einem turbomotor sehr wichtig..

gruss
Nie wieder Deutz-Fahr zweimal Agroplus 70 reichen
ein leben lang!!!
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Beitragvon DX 4.30 » So Jan 20, 2008 10:54

Hallo,

die modernen CR-Motoren und auch die PD-Motoren, haben oder besser gesagt hätten ein nicht zu verachtenes Potential Kraftstoff zu sparen, leider wird dieses Potential teilweise aufgerieben, bzw. wieder genutzt um die "lästigen" Abgasvorschriften zu erfüllen. Perverserweise muss mehr Kraftsoff eingespritzt werden um die Grenzwerte einzuhalten.

Um nicht zu tief in die Details zugehen, will ich nur einmal kurz das Voreinspritzen vor dem Haupteinspritzen nennen. Hier wird eine kleine Menge Kraftstoff eingespritzt um den Sauerstoffgehalt im Zylinder zu senken und somit bei der Haupteinspritzung eine Verbrennung zu erzielen die im Endeffekt mehr Schadstoff produziert, als ohne, aber die Abgasvorschriften (wer auch immer diese mal ins Leben gerufen hat) werden eingehalten.

Dann gibt es auch noch Nacheinspritzungen, welche auch nur Kraftstoff verbrauchen und keine Arbeit erzielen, die Abgasrückführung und und und ....

Das Potentail ist vorhanden einen sehr sparsamen Motor zu bauen, aber es wird halt von der Politik bzw. von den Ölmultis nicht gewollt, denn dann würde der eine oder andere Euro in der Tasche des Verbrauchers bleiben...

Irgendwie habe ich da noch das Waldsterben in Erinnerung, der saure Regen macht die Bäume kaputt, was wurde gemacht? Die Automobilhersteller mußten Katalysatoren in die Autos einbauen, gut das schaffte einen ganz neuen Industriezweig und somit Arbeitsplätze erstmal kein schlechter Zug, aber ich glaub da war bloß der Schwefel im Kraftstoff drin den man dann irgendwann starkreduziert hat und dann war auch schluss mit dem Waldsterben, wo bei die Automobilindustrie nur wieder einen kleinen %-Satz an dem Schadstoffausstoß hatte.
Das gleich läuft doch jetzt wieder mit dem Feinstaubfiltern. Geraffel was die Welt nicht braucht.
Man wäre ein Schelm wenn man da nichts böses denkt....

Mfg
DX 4.30
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Beitragvon preussenglanz » So Jan 20, 2008 13:19

Danke für die techn. Infos. Also eines scheint wohl klar zu sein: Schärfere Abgasnormen = mehr Verbrauch.

Ob sich Frau Höhn, Frau Künast & Co. auch wohl damit auseinandergesetzt haben? Sie standen ja lange genug in Verantwortung.

@ DX 4.30:
Einen Anteil am Waldsterben hatten wohl auch die krankheitsanfälligen Fichten-Dauermonokulturen. Ich denke das stimmt schon, das bei der deutschen Abgasnormerei auch viel Geschäftsinteresse aus bestimmten Lagern eine Rolle spielt.


Gruß
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Beitragvon Schorschle » So Jan 20, 2008 14:28

Ich denk mal bei PKWs werden sich die Benziner wieder mehr durchsetzen. Die Diesel kosten viel Steuer und da der Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel immer weiter schrumpft muss man schon viel fahren damit sich ein Diesel lohnt. Bei Benzinern geht der Trend auch zu weniger Hubraum und somit weniger Verbrauch. Der Golf GT hat z.B. einen 1.4 Liter mit 170PS oder Corsa OPC 1,6 Liter mit 192PS. Diesel haben eigentlich nur noch das gute Drehmoment zum Vorteil was bei Schwereren Fahrzeugen gefragt ist (z.B SUV oder Kleinbusse)
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