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Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon Sir-Eat-A-Lot » Fr Dez 17, 2010 18:13

Hallo,

ich bin ein Oecotrophologiestudent und schreibe eine Hausarbeit über Landwirtschaft. Konventionelle und ökologische in einem Vergleich.
Die ökologische Landwirtschaft ist über die EG-Öko Verordnung definiert.
Zur konventionellen Landwirtschaft finde ich nur das nach der "guten fachlichen Praxis" gearbeitet wird. Aber keine Beschreibung was den die konventionelle Landwirtschaft ausmacht. Gibt es überhaupt eine Definition?
Ich wäre sehr froh wenn mir da jemand weiterhelfen könnte, gerne mit Link oder Hinweis wo man das nachlesen kann, da die Definition in meiner Hauarbeit mit Quellen belegt sein muß.

Mit besten Grüßen Sir-Eat-A-Lot
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon SHierling » Fr Dez 17, 2010 18:24

"Konventionell" ist halt der gesamte Rest, jede normale Landwirtschaft, egal in welcher Form und egal nach welchen RIchtlinien wird heute einfach als "konventionell" bezeichnet (nur von den Bio- bzw Ökoanhängern, der Rest der Welt nennt das einfach "normal", "herkömmlich", oder eben einfach Landwirtschaft. "Bio" ist nur ein künstlich geschaffenes Alleinstellungsmerkmal, in etwa so, als würdest Du sagen: Wenn es "Fair-Trade"-Kaffee gibt, der sich über die entsprechenden Richtlinien definiert, wie heißt dann anderer, normaler Kaffee bzw wie und wo ist der "definiert"?
Es gibt ja auch etliche Betriebe, die sich nach der EU-Bio-VO richten, und trotzdem keinem Verband und keiner Kontrollstelle gemeldet sind und deshalb nicht bio heißen dürfen - die sind auch "konventionell", obwohl sie genau so produzieren, einfach, weil sie für das Siegel eben nicht noch extra bezahlen.

Wenn Du vergleichbare Richtlinien brauchst, schau unter Cross Compliance, CC-Richtlinien, oder CC-Checkliste, das ist das, was jeder einhalten muß.
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon Sir-Eat-A-Lot » Fr Dez 17, 2010 18:41

Also das Öko-Siegel an sich kostet ja kein Geld, erst wenn man für Verbände wie z.B Demeter arbeitet, kostet es etwas.

Aber es ist ja schon ein Unterschied ob man mit Pestiziden und mineralischen Dünger arbeitet oder nicht. Aber das würde jetzt hier in eine Diskussion ausarten die nicht Ziel meines Postings ist.

Ich glaube das mit der Cross Complience, ist das was ich gesucht habe. Danke soweit.

Wenn ich immer noch aufn Schlauch stehe melde ich mich nochmal :)
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon SHierling » Fr Dez 17, 2010 18:52

Nee, nee, da hast Du auch was falsch verstanden.

Die Benutzung des Siegels kostet kein ZUSÄTZLICHES Geld, das ist wohl wahr. Um dem Siegel / den Richtlinien zu entprechen, mußt Du aber bei einem Kontrollverein / einer Kontrollstelle gemeldet sein, und DESSEN Kontrollen kosten durchaus Geld ( erheblich mehr, als viele Kleinst-Tierhalter haben). Die Verbände kosten dann noch mal extra, wenn man einem beitreten will, aber insgesamt "kostenlos" ist das Bio-Siegel nicht!!
Beispiel: http://www.kontrollverein.de/interessen ... ollkosten/

Guckst Du da:
http://www.oekolandbau.de/service/adres ... llstellen/
Die kannst Du alle durchklicken, umsonst ist keiner davon.


Und Bio-Betriebe arbeiten ganz genau so mit Dünger und Pflanzenschutz, die Liste der Biopestizide ist über 70 Seiten lang. Aber Du hast recht, die Diskussion ist nutzlos, da Du die Bio-VO offenbar noch gar nicht gelesen hast.
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon Ranger0710 » Sa Dez 18, 2010 11:32

Die Preise bei einer Kontrollstelle hängen nach der Größe des Betriebes ab. Ebenso bei einem Verband.
Bei der Kontrollstelle zahle ich bei 100 ha ca. 300€.
Bei den Verbänden hab ich mal nachgefragt, weil ich überlegt habe bei einem beizutreten, da geht es nicht unter 1.000€ bei meiner Betriebsgröße. Hab es aber gelassen weil es für mich ein Schmarrn ist.

Zum Thema:
Ich hab vor 2 Jahren umgestellt, weil in meiner Region nur 550 mm Niederschläge vorhanden sind. Außerdem haben wir nur 20er Bodenpunkte mit auschließlich sandigen Böden. Die Eträge von Weizen mit 60dt und Raps mit 35dt sind da meist das maximale. :(
Bei Bio kommt es halt mehr auf die richtige Fruchtfolge und das Know-How des Betriebsleiters an. Ich achte besser auf den Boden wie z. B. Fruchtfolge, Bearbeitungstiefe und Bearbeitungstiefe. Beim Bio kann ich Fehler nicht so leicht ausgleichen.
Wenn man seinen Boden im Griff hat macht man beim Bio 2 bis 3fache Deckungsbeiträge.

Ist meine Meinung. :D
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon stamo » Sa Dez 18, 2010 12:00

Wie berechnen sich die Gebühren der Kontrollstellen?

Niedersachsen zahlt 35 Euro als Zuschuss zu den Kontrollkosten pro ha (insgesamt höchstens 530 Euro). Kommt man damit hin?
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon Ranger0710 » So Dez 19, 2010 16:39

Stimmt des hab ich vergessen. Die Zuschüsse hab ich vergessen, die sind in Bayern ähnlich hoch.

Die Gebühren richten sich nach ha.
Ich finde den Preis aber in Ordnung. Da ist alles mit dabei Kontrolle, Ausnahmegenehmigungen usw.
Auch wenn ich die Kontrollstelle wegen einer Sache anrufe, bekomm ich immer sofort super Auskunft oder die entsprechenden Formulare werden umgehend zugeschickt, meist als Fax.

Ich hab noch einen wichtigen Grund vergessen, wahrscheinlich der wichtigste als Definition für Bio:
Der Ursprung ist, das der landwirtschafliche Betrieb ein geschlossener Kreislauf sein soll. Das heist möglichst was im Betrieb produziert wird soll auch im Betrieb bleiben. Wenn dem Boden Nährstoffe durch Kornabfuhr entzogen werden, sollen diese durch Gülle oder Festmist aus der eigenen Tierhaltung wieder zugeführt werden. Und bei den Tieren genauso. Gibt die Kuh Milch ab, bekommt sie durch das Futter von den eigenen Flächen wieder was zurück. So oder so ähnlich soll es ablaufen.
Deswegen sind bei den Verbänden auch die reinen Ackerbauern nicht so gerne gesehen.
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon bona terra » So Dez 19, 2010 17:13

Ranger0710 hat geschrieben:
Wenn man seinen Boden im Griff hat macht man beim Bio 2 bis 3fache Deckungsbeiträge.

Ist meine Meinung. :D



Hört sich ja gigantisch an! Von welchem Deckungsbeitrag in € ist denn die Rede?
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon Crazy Horse » So Dez 19, 2010 18:51

SHierling hat geschrieben:Und Bio-Betriebe arbeiten ganz genau so mit Dünger und Pflanzenschutz, die Liste der Biopestizide ist über 70 Seiten lang. Aber Du hast recht, die Diskussion ist nutzlos, da Du die Bio-VO offenbar noch gar nicht gelesen hast.


Viele Bio-Fungizide auf Kupfer- und Schwefelbasis würden in der konventionellen Landwirtschaft mangels Umweltverträglichkeit gar nicht erst zugelassen. Das Zeug baut sich nicht ab, sondern reichert sich im Boden an. Ich kenn Bio-Winzer, die alle paar Jahre mit konventionellen Winzern die Flächen tauschen und dafür sogar noch was draufzahlen, weil die Belastung ihrer Böden zu hoch ist.

Es hat schon etwas Anarchistisches, wenn Bio-Winzer mit der Spritze (und ner Atemschutzmaske) durch ihre Weinberge fahren und ihr Funguran und ihre Bt-Präparate gegen den Traubenwickler spritzen (-> ja richtig, das ist genau das Toxin, das der böse transgene Mais, den Umweltschützer so gerne platt machen, auch produziert).

Ich weiß auch nicht, ob das so der große Clou ist, wenn ich als Biobetrieb oftmals die doppelte Fläche brauche (die ich zur Unkrautregulierung auch noch intensiver bewirtschaften muss), um die gleiche Menge an Getreide zu ernten.

Vor ein paar Wochen kam eine recht gute Reportage von Panorama über die biologische Landwirtschaft und deren Mythen. Ich will hier keine Stimmung machen gegen Biobauern, und in dem Film wurden auch sehr gut geführte Betriebe gezeigt, die diesen Markt bedienen, aber diese Heile-Welt-Geschichten von glücklichen Hühnern und Schweinen sind urbane Legenden.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/p ... ma338.html
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon SHierling » So Dez 19, 2010 18:59

Ranger0710 hat geschrieben:Der Ursprung ist, das der landwirtschafliche Betrieb ein geschlossener Kreislauf sein soll. Das heist möglichst was im Betrieb produziert wird soll auch im Betrieb bleiben. Wenn dem Boden Nährstoffe durch Kornabfuhr entzogen werden, sollen diese durch Gülle oder Festmist aus der eigenen Tierhaltung wieder zugeführt werden. Und bei den Tieren genauso. Gibt die Kuh Milch ab, bekommt sie durch das Futter von den eigenen Flächen wieder was zurück. So oder so ähnlich soll es ablaufen.

Das Märchen vom "Kreislauf" ist doch noch vor allen Dünge- und Spritzmitteln so ziemlich das lächerlichste, was die Bio-Betriebe an Reklame und Ideologie (und - sorry - Volksverdummung) "verkaufen". Wenn es denn so WÄRE, daß "das, was im Betrieb produziert wird, auch da bleibt" - bitte wovon lebst Du dann???

Auch Bio-Betriebe verkaufen Fleisch, Milch, Eier, Getreide, Gemüse. Und genau das, - nämlich den Ersatz für die verkauften Nährstoffe, müssen sie auch wieder zukaufen an Dünger und Futter. ALLES ANDERE IST RAUBBAU. Woher stammt denn Deine Gülle , und woher stammt Dein Mist? Der ist doch vorher dem Acker / Boden schon weggenommen worden! SOWAS als "Kreislauf" zu bezeichnen, ist schlicht falsch.
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon Ranger0710 » So Dez 19, 2010 22:10

@SHierling
Ich geb dir vollkommen recht. Hab nur geschrieben mit was die Verbände ihre Einstellung bewerben. Ich hab aber nie geschrieben dass ich das auch so seh. Hab selbst nur 20 Pferde für Stutenmilch und Verkaufe zusätzlich noch Heu und Stroh.

@bona terra
Gigantisch ist Definitionssache. Wenn konventionell 200€ übrigbleiben sind 500€ auch das 2,5 fache. Ist auch net besonders berauschend. Aber am Ende zählt was im Geldbeutel ist. Kann man nicht mit Straubinger Gäuböden vergleichen, bei denen lachen sie über 60dt bei WW und wir müssen dafür 250kg N ausbringen. :( :( :(
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon bona terra » Mo Dez 20, 2010 7:41

Ranger0710 hat geschrieben:@bona terra
Gigantisch ist Definitionssache. Wenn konventionell 200€ übrigbleiben sind 500€ auch das 2,5 fache. Ist auch net besonders berauschend. Aber am Ende zählt was im Geldbeutel ist. Kann man nicht mit Straubinger Gäuböden vergleichen, bei denen lachen sie über 60dt bei WW und wir müssen dafür 250kg N ausbringen. :( :( :(


@ Ranger:
ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass das 2-3 fache von Wenig auch nicht Viel sein muß :wink:

Hab selber fast 20 Jahre "Bio" gewirtschaftet, davon die meiste Zeit nur noch als reiner Ackerbau. Leider war eben der Kreislauf nicht geschlossen. Und auf die 500 € Deckungsbeitrag bin ich meistens auch nicht gekommen, zuletzt gabs sogar rote Zahlen (habe Buchführung und lüge mir deshalb nicht selber in die Tasche!). Hab vor 3 Jahren dann wieder "Rückumgestellt". Kann als Fazit sagen, dass ich weder die Umstellung auf Bio noch die Rückumstellung bisher bereut habe. Sind halt 2 unterschiedliche Betriebsarten, für mich vergleichbar mit z.B. Rinder- oder Schweinemast etc.

Wundere mich aber ob Deiner Behauptung über etwas viel Blauäugigkeit!

Dass ich als Ackerbauer beim Verband nicht gern gesehen war, kann ich nicht behaupten. Getreidevermarktung war dessen Haupteinnahme, Gebühren bemessen sich auch überwiegend nach der Fläche. Und mein Geld haben sie auch immer gerne genommen. Mir war das Nehmen irgendwann zuviel, dass was zurückgekommen ist zu Wenig, und ich hab auch aus diesem Grund Abschied von der Szene genommen.
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon SHierling » Mo Dez 20, 2010 8:58

und wir müssen dafür 250kg N ausbringen.

Auf Sand? Und das ist dann "Bio" ? :shock:
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Re: Definition von Konventioneller Landwirtschaft?!

Beitragvon Ranger0710 » Mo Dez 20, 2010 10:21

@SHierling
Natürlich bei konventionellem Anbau :D

@ bona terra
Vielleicht ist es bei mir in 20 Jahren ja genauso. Aber im moment läuft es besser als beim konventiollen.
Warum ging es bei dir am Ende nicht mehr? Irgendwas muss falsch gelaufen sein oder hast du keine Erklärung dafür.
Was meinst du mit Nehmen und Geben? Warst du in einem Verband?
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