Wie das Pedalspiel einhzustellen ist, ist in der BA beschrieben, hängt auch davon ab ob du Doppelkupplung oder separate Zapfwellenkupplung hast.
Der 5206 kann ein teil oder vollsynchronisiertes Schaltgetriebe haben, die Gruppen sind immer unsynchronisiert, eigentlich ist es also unmöglich dass der Schlepper beim einlegen der Gruppen R, L, H ("V" gibt es nicht) anruckt, da müsste es heftig im Getriebe krachen oder die Gruppen werden mit Gewalt rein gedroschen. Wie habe ich mir einen "Schleifpunkt der Gruppenschaltung" vorzustellen ? Dass die Kupplung recht ruckartig kommt ist bei dem Typ in gewissem Maße normal, einstellen kann man da nichts, wenn es zu sehr stört oder wenn die Kupplung zusätzlich auch trotz richtiger Einstellung nicht richtig trennt muss der Schlepper auseinander.
nimm unten an der Kupplungsglocke mal den Blechdeckel ab und versuche ein aussagekräftiges Bild von den Betätigungsfingern der Kupplung zu machen. Wenn der wirklich "nur" 2.500 Bh drauf hat dürfte sich der Verschleiß hier in Grenzen halten.
Wenn du eine Doppelkupplung hast, kannst du ja mal probieren, ob er das auch macht, wenn beide getrennt sind. Auf der ersten Stufe dreht nämlich die Innenwelle weiter, und könnte die Hohlwelle für den Fahrantrieb mitschleppen*. Im Idealfall durch die Zähflüssigkeit des Öles, im schlechten Fall durch ein sich auflösendes Lager.
* Ich geh einfach mal davon aus, dass Deutz es ähnlich konstruiert hat wie ZF. Ansonsten können die Rollen auch vertauscht sein.
Moin, Ich habe einen etwas unkenventionellen Tipp für dich. Ich weiß, dass man das auf keinen Fall machen soll. Das geht sehr aufs Material, aber wenn du den größten Gang reinmachst und ganz schnell das Kupplungspedal loslässt kannst du schauen, ob er abwürgt, tut er das, dann ist dein Belag noch gut.
Kupplung stellst du an einer Gewindestange ein, kommt drauf an, ob du die noch nachstellen kannst, ich hatte das aber auch mal, bei mir war die Kupplung absolut fertig. Habe den dann im Winter gemeinsam mit einem Mechaniker von der Genossenschaft getrennt und die Kupplung neu gemacht. Ich erinner mich nur, dass ich auch Probleme hatte die Gänge während der Fahrt reinzubekommen. Trotz Synchronisierung.
Meine Gruppe ging aber schon immer schwer rein, ich muss auch oft ein-, zweimal kuppeln, aber soweit ich weiß liegt das an der fehlenden Synchronisierung.
ich habe in meiner Jugend sehr viel auf einem 4506 verbracht. Das mit der Kupplung kann ich bestätigen, der Schleifpunkt ist relativ kurz, wenn man den Schlepper nicht oft fährt denkt man das hier was nicht stimmt. Ich schon erwähnt kann man unten ins Gehäuse reinschauen, viel sehen wird man als Laie nicht wenn kein deutlicher Schaden vorliegt. Wenn man bei unserem die Kupplung ruckartig kommen ließ, hatte man das Gefühl er geht gleich vorne hoch, von einer verschlissenen Kupplung konnte man hier nicht reden.
Beim Getriebe ähnlich, im Winter, wenn es gegen 0 ging, da merkte man deutlich dass beim einlegen der Gänge das Öl kalt war und die Gänge schwer reingingen. Mal ne Stunde fahren, dann sollten die Gänge ohne schleifen reingehen. Im Sommer merkst du davon nix mehr. Die Schlepper habe idr. 90er Getriebeöl, bei 0 oder gar -10 Grad ist das Zeug wie Honig.
Einstellen der Kupplung ist einfach, oben am Pedal ca. 2cm Spiel. Ob es hier dann 3 oder nur 1 cm hat spielt bei der Funktion keine Rolle, wichtig ist das er Spiel hat.
Und ob der Schlepper 2000 oder 12000 Stunden hat, sollte man am Kupplungspedal bzw. an der Riffelung dieses sehen. Auch der Allgemeinzustand sollte ein anderer sein.
PS: Was habe ich diesen Traktor geliebt. Angesprungen bei jedem Wetter. Nie was großes drann. Einzig die Trommelbremsen in der Hinterachse waren nicht das wahre, hier hat aber der 5206 die Scheibenbremsen verbaut.
Kann ich bestätigen, die springen brutal gut an. Ich habe meinen 5206 mal verliehen, er fragte wie man glüht, ich wusste das garnicht habe ich nie gebraucht. Also das schockt schon. Ich fahre den Deutz seid meiner Kindheit, also ich kenne nichts anderes. Man merkt aber einen deutlichen Unterschied, den 744 von meinem Nachabrn konnte ich nicht so gut bewegen. Da geht die Kupplung ja eher nach unten weg, und auch viel leichter. Das fordert schon mal Gewöhnung. Aber sonst sind das dankbare Maschinen.
also anhand des Verschleißzustandes der Betätigungsfinger an der Kupplung scheint der in der Tat nur 2.500 Bh zu haben. Außer sie wurde schon mal erneuert!? Du kannst auf die Verzahnung mal etwas Graphitspray oder ähnliches geben, dann sollte alles wieder ein wenig gängiger werden und somit etwas leichter zu betätigen sein.
Gruß
Ecoboost
Zuletzt geändert von Ecoboost am Do Jun 16, 2022 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn eine Frau schweigt soll man sie nicht unterbrechen.
Beim D 5206 von einem Bekannten war es mit der Dosierbarkeit der Kupplung beim anfahren genau so bescheiden . Da habe ich den Hebel welcher auf der Kupplungswelle sitzt etwas verlängert und die Betätigungsstange angepasst . Dadurch lässt sich die Kupplung wesentlich besser dosieren .
Menschenkind bedenke wohl , dein größter Feind heißt Alkohol . Doch in der Bibel steht geschrieben , du sollst auch deine Feinde lieben .
Ich hatte mal Probleme mit der Feder im Kupplungsgehäuse, also die zum Fußpedal. Die habe ich mal neugemacht, also Trecker minimal in der Mitte getrennt, dass ich ran kam. Danach war das Pedal viel strammer, und die Dosierbarkeit fühlte sich auch besser an. Möglich, dass die verschleißen ? Soweit ich mich erinner, war die neue Feder aber ein Original Deutz Teil, also sollte das passen.