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Die Grunddüngung sollte im Herbst erfolgen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Die Grunddüngung sollte im Herbst erfolgen

Beitragvon G+i+l+e+ » Di Nov 15, 2005 13:25

Neben CaO sind Kali (K20) und Phosphat (P2O5) die wichtigsten Grundnährstoffe. Kali wird auf mittleren und schweren Böden im Herbst ausgebracht. Auf leichten Böden wird Kali im zeitigen Frühjahr gestreut. Besondere Bedeutung hat die Kalidüngung für die Magnesiumversorgung der Pflanze, wenn die Stickstoffdüngung über Gülle erfolgt. Kali wird im Boden überwiegend an Tonteilchen gebunden. Die Auswaschungsverluste betragen zwischen 10 und 40 kg K2O/ha und Jahr. Kali reguliert den Wasserhaushalt der Pflanze und fördert die Frostresistenz genau so wie die Bildung von Proteinen und Kohlenhydraten.
Phosphat ist nicht auswaschbar. Man unterscheidet zwischen wasserlöslichem, citronensäurelöslichem und mineralsäurelöslichem Phosphat. Die Pflanze ist nur in der Lage Phosphate der beiden erstgenannten Löslichkeitsformen aufzunehmen. Die Hauptversorgung der Pflanze geschieht nur in unmittelbarer Nähe der Wurzeln. Phosphat fördert die Bildung von Proteinen und Kohlenhydraten. Es ist zuständig für die Ausbildung von Samen und Früchten.
G+i+l+e+
 
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Re: Grunddüngung

Beitragvon ICH BIN'S » Di Nov 15, 2005 21:01

Hallo,


Was soll dieser Beitrag uns denn sagen? Soll ich jetzt den Düngerstreuer noch mal rauskramen und das Getreide noch mal düngen, damit die bei uns schon viel zu üppige Bestände noch ein bisschen mehr wachsen und dann im Winter komplett kaputfrieren?
Meine Grunddüngung mit Stallmist/Gülle erfolgt in der Regel vor dem sähen, und im Herbst bleibt der Düngerstreuer in der Halle.

Magnesium- und ander Mängel an Grundnährstoffe kriegt man mit den Bodenproben raus und dann kann ich im Frühjahr immer noch gezielt gegensteuern. Außerdem weiß ich, welche Getreidearten bei welchem Ertrag welche Entzüge haben, und damit weiß ich dann genug um passend im Frühjahr zu Düngen. Außerdem weiß ich doch sowieso erst im Frühjahr, wenn das Wachstum wieder einsetzt, wie das Getreide den Winter überstanden hat. Stelle dir mal vor, ich hätte vor 3 Jahre im Herbst mein ganzes Wintergetreide gestreut und müsste dann im Frühjahr feststellen, dass ich 90% dieser Flächen wieder neu einsähenmuß, weil das Getreide den Winter nicht überstanden hat. Mir haben damals schon die extra Kosten für den doppelten Pflanzenschutz gereicht, und ich bin froh, dass da nicht noch die doppelte Menge an Dünger dazu kam.


Mit freundlichen Grüßen aus Hessen
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Beitragvon G+i+l+e+ » Di Nov 15, 2005 21:18

Richtig "Ich Bin´s", genau das was du gemacht hast soll mein Beitrag dir auch sagen. Die organischen Dünger die du auf dem Betrieb hast sind natürlich anzurechnen.
Sie sind ihr Geld wert und noch etwas mehr, denn es entsteht auch noch Humus.
Wenn du weißt welche Kulturen welche Nährstoffe entziehen gehörst du zu den besseren Ackerbauern. Ich habe schon Leute kennengelernt die den NPK ihrer eigenen Gülle nicht kannten.
Wenn evtl wieder einmal ganze Bestände hochfrieren sollten ist aber der PK aus Gülle / Mist genau wie der PK aus Mineraldüngern für die Folgekultur noch da. Es sei denn bei Hochwasser wäre die Erde mit weggeschwemmt worden.
G+i+l+e+
 
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RE:

Beitragvon ICH BIN'S » Mi Nov 16, 2005 20:26

Hallo Gilles,


Dann hatte ich den Beitrag richtig verstanden.

Ich wollte gerne noch deine Meinung bezüglich Festmist auf Grünland hören.

Ich habe da folgendes Problem: Wegen der Extensivierung darf ich im Jahr pro Ha nur 60 Kg Nmin ausbringen. Wenn ich das nur mit Festmist erreichen soll, wird der Mistteppich doch recht dick und wächst dementsprechend schlecht ein.
Ist es jetzt besser, abgelagerter Mist zu fahren, oder Mist direkt aus dem Laustall (geringer Stohanteil und eigentlich sehr kaputtgetreten). Abgelagerter Mist streut sich besser, aber wie sieht es da mit den Nährstoffen aus? Meine Idee war es, einen "Grundbestand" an Nährstoffen mit Festmist aus zu bringen, und dann den Rest mit KAS oder einen stickstoffhaltigen Volldünger bis zur Grenze auf zu Düngen. Für mich ist eigentlich nur der erste Schnitt wichtig; der zweite wird von den Mutterkühen abgeweidet, bzw. die besten Bestände werden nochmal siliert.

Wenn ich die Inhalstoffen von meinen Wirtschaftdüngern nicht wüßte, genauso wenig der Entzug von jede Kultur, hätte ich, auch als Nebenerwerbslandwirt nichts auf dem Acker verloren: Das gehört zur guten fachlichen Praxis und ist deswegen für mich selbstverständlich. Mehr Geld kann ich bei der Düngung ohnehin nicht sparen als durch den gezielten und sinnvollen Einsatz von Wirtschaftsdünger.



Mit freundlichen Grüßen, Walter
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Beitragvon G+i+l+e+ » Do Nov 17, 2005 12:26

Moien "Ich Bin´s",
diese Frage hatte es aber jetzt in sich. So ein Spezialist bin ich nicht. Mein Kopf ist ziemlich leer, :) dafür wußte ich aber gleich wo ich die Antwort finden kann,
Gucks Du hier :D www.lwk.lu/beratung/pflanzenbau/kompost_start.php
Ich nehme an unserer luxemburgischer Mist ist fast der Gleiche wie bei euch :wink:
G+i+l+e+
 
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Beitragvon Hammer|on » Mo Dez 26, 2005 12:43

Hallo,

habe da mal ne Frage.
Wie würdet ihr den Raps düngen bei einem Ertrag von 40-50 dt
mit Kali und Phosphat ??
Hammer|on
 
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Wi´raps andüngen und "grunddüngen"

Beitragvon G+i+l+e+ » Mi Dez 28, 2005 9:16

Gut überlegt, Raps ist eine lange Pflanze und benötigt daher eine bedeutende Menge an Kali (K2O).
Aber wichtig ist auch CaO, Phosphor (wie du selber auch erdacht hast) und Magnesium (ohne MgO keine grünen Blätter :!: )
Ein ausgewachsener Rapsbestand enthält bis zu 400 kg K2O / ha, derselbe Bestand hat bei einer optimalen Vorwinterentwicklung dem Boden bereits 100 kg K2O / ha entzogen (Herbstentwicklung 2005). Nicht zu verachten ist die bessere Winterhärte der Pflanzen wenn genug Kali vorrätig ist. Leider wird dies zu oft mit Pflanzenschutzmitteln versucht zu regeln, :idea: Kali düngen wäre logischer. Als weitere Vorteile eines optimalen Kaligehaltes im Boden kann man nennen: 1) Die Pflanzen optimieren den Wasserhaushalt und 2) :idea: die spätere Ölbildung in der Pflanze wird aktiviert. Die Gehaltsklasse auf den Bodenanalysen (ohne geht nicht) sollte auf jeden Fall C sein.
Unser Rapsbestand braucht zur Zeit der Schotenbildung etwa 60 kg MgO / ha, etwa 50 kg S / ha und der Borgehalt im Blatt sollte nicht unter 30 gr / kg TS fallen.
Raps braucht Kalk, dadurch kann es aber sein daß Manganmangel auftritt, wenn dies geschieht hellt das Blatt auf und die Blattadern bleiben grün. Am Besten du versuchst das dann mit einem Blattdünger in den Griff zu bekommen. Die Mittel können mit einem Insektizid kombiniert werden (Nie eine Überfahrt mit der Feldspritze auf den Raps machen ohne ein Insektizid geladen zu haben. Beachte aber die Bienengefährdung (ggfs abends fahren).
Bei meinem Arbeitgeber stehen mir Kalisalz40%+6%MgO zur Verfügung (4 – 6 dt / ha) + Patentkali 30%+10%MgO (2 – 3 dt / ha).
Bei akutem MgO – Bedarf rate ich meistens ± 300 kg / ha Kieserit an. Über das Blatt sehe ich es gerne wenn Bittersalz gespritzt wird ± 10 kg / ha (Tipp: :idea: in lauwarmem Wasser vorauflösen und dann in die Spritze geben).
Noch zum Phosphor (P2O5), am besten Bodenanalyse machen, sich vergewissern daß der pH-Wert der Parzelle da steht wo er hingehört und dann 100 kg P2O5 / ha streuen. Achtung es sind PK Formeln im Handel die einen hohen Gehalt an mineralsäurelöslichem Phosphor enthalten, du braucht aber zitronensäurelösliches und/oder wasserlösliches Phosphor.
Zur N-Düngung im Frühjahr gibt es viele Meinungen. Meine überschneidet sich mit der der DSV www.DSV-Saaten.de . Hier heißt es in einem „Innovation ´s-text“: Die tiefer gelegenen Knospen benötigen nach Abfrieren des Blattapparates früh und reichlich Stickstoff in der 1. Gabe. Ein Magnesiumzusatz kann die Jugendentwicklung und Neublattbildung im Frühjahr unterstützen. Der Einsatz von Fungiziden im Frühjahr ist nur selten erfolgreich. Weiters zu diesem Text „Wenn Raps im Herbst zu üppig wird“ findest Du auf den Seiten der DSV.
Ich hoffe ich konnte helfen und wünsche dir über 40 dt Raps / ha, gute Ernte!
G+i+l+e+
 
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