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Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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20 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherung

Beitragvon Tinyburli » Do Sep 08, 2016 2:53

Die Lage ist so:
Ein Bekannter - Selbstständig und nicht Renten und Krankenversichért - möchte von mir 5,5 ha Grünland pachten und darauf 2 Pferde halten und Futter machen.

Er würde eine Landwirtschaft anmelden. Dadurch würde er landwirtschaftlich sozialversicherungspflichtig. (Mindestgrenze von 4,5 ha überschritten - Mindestbeitrag ca. 100,- Kranken- und Pflegeversicherung).

Ob er sich von der Rentenversicherung befreien lassen kann, muß noch geklärt werden.

Eine weitere Befreiungsmöglichkeit besteht für Personen, die die Wartezeit für eine Altersrente bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze nicht mehr erfüllen können.


Was muß er alles beachten, um da in keine Falle zu tappen?

Er war mal privat krankenversichert. Da ist er aber hinausgeflogen und momentan leider ohne Versicherung.



Versicherung Krankenkasse

Die landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) ist eine berufsständische Krankenkasse. Sie fällt deshalb nicht unter das allgemeine Kassenwahlrecht. Versicherungsschutz in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung besteht grundsätzlich für folgende Personenkreise:

Landwirtschaftliche Unternehmer.
Mitarbeitende Familienangehörige,
Familienversicherte,


kk_beitragrech.xls
Beitragsrechner
(290 KiB) 216-mal heruntergeladen


https://www.svlfg.de/50-vmb/vmb06/vmb06 ... index.html
Mit freundlichen Grüssen
Tinyburli
 
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon westi » Do Sep 08, 2016 4:47

Deinem bekannten ist schon klar, dass der Beitrag abhängig vom Einkommen ist? Ich weiß ja nicht mit was er selbstständig ist, aber wenn er daraus sein Haupteinkommen bezieht, wird dieses auch für den Beitrag zu Grunde gelegt. Und da werden alle Einkommen berücksichtigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit 5,5ha, die ja nicht mal mit Ertrag bewirtschaftet werden sollen, leben kann.
Als selbstständiger musst Du nicht in die Rente einzahlen, kannst es aber freiwillig tun.
westi
 
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Tinyburli » Do Sep 08, 2016 6:09

Bei mir rechnet sich der Krankenkassenbeitrag nach dem korrigierten Flächenwert, also der bewirtschafteten Fläche.

Aber ich habe gerade gesehen, wenn bei Selbstständigen die außerlandwirtschaftliche Tätigkeit überwiegt, nicht versichert wird:

Landwirtschaftliche Unternehmer / Gesellschafter

Landwirtschaftliche Unternehmer sind Unternehmer der Land- und Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaues, des Obst- und Gemüsebaues und der Fischzucht und Teichwirtschaft. Außerdem gelten Unternehmer der Binnenfischerei, der Imkerei und der Wanderschäferei als landwirtschaftliche Unternehmer.

Unternehmer ist, wer seine berufliche Tätigkeit selbständig ausübt und den Gewinn oder Verlust des Unternehmens trägt.
Damit sind auch die vollhaftenden Gesellschafter eines in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft betriebenen landwirtschaftlichen Unternehmens Landwirte in diesem Sinne.
Beschränkt haftende Gesellschafter einer Personenhandelsgesellschaft oder Mitglieder einer juristischen Person gelten als Unternehmer, wenn sie hauptberuflich im Unternehmen tätig und wegen dieser Tätigkeit nicht kraft Gesetzes in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind.
Betreiben Ehegatten gemeinsam ein landwirtschaftliches Unternehmen, gilt derjenige Ehegatte als Unternehmer, der das Unternehmen überwiegend leitet. Ist dies nicht festzustellen, bestimmt die landwirtschaftliche Krankenkasse, welcher Ehegatte als Unternehmer gilt.
Des weiteren muss Bodenbewirtschaftung vorliegen. Hierunter versteht man diejenigen wirtschaftlichen Tätigkeiten von nicht ganz kurzer Dauer, die der landwirtschaftliche Unternehmer zum Zweck einer überwiegend planmäßigen Aufzucht von Bodengewächsen ausübt. Sowie die mit der Bodennutzung verbundene Tierhaltung, sofern diese nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes zur landwirtschaftlichen Nutzung gerechnet wird.
Außerdem muss das landwirtschaftliche Unternehmen eine bestimmte Mindestgröße erreichen, diese wird durch die Selbstverwaltungsorgane festgesetzt. Näheres ist dem Bereich "Landwirtschaftliche Alterskasse" zu entnehmen.
Landwirte, deren Unternehmen mit Bodenbewirtschaftung mindestens 50 v. H., aber keine 100 v. H. der Mindestgröße erreicht, können versichert werden, wenn sie ihren Lebensunterhalt überwiegend aus ihrer selbständigen Tätigkeit als Landwirt bestreiten.

Selbst wenn diese Bedingungen alle erfüllt werden, kommt eine Versicherung in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung nicht in Frage, wenn der Landwirt

eine entgeltliche Beschäftigung als Arbeitnehmer ausübt und er aufgrund dieses Beschäftigungsverhältnisses versicherungspflichtiges Mitglied einer anderen gesetzlichen Krankenkasse (AOK, IKK, BKK, Ersatzkasse usw.) ist, weil die selbständige Tätigkeit als Landwirt nicht hauptberuflich ausgeübt wird,
eine entgeltliche Beschäftigung als Arbeitnehmer ausübt und er aufgrund dieses Beschäftigungsverhältnisses nicht versicherungspflichtiges Mitglied einer anderen gesetzlichen Krankenkasse ist, weil das Entgelt aus dieser Beschäftigung die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt,
er als Beamter, Richter, Soldat auf Zeit, als Berufssoldat der Bundeswehr oder sonstiger Beschäftigter des Bundes, eines Landes, eines Gemeindeverbandes, einer Gemeinde, von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Anstalten usw. bei Krankheit Anspruch auf Fortzahlung der Bezüge und auf Beihilfe oder Heilfürsorge hat,
außerhalb seines Unternehmens der Land- und Forstwirtschaft hauptberuflich selbständig erwerbstätig ist, also der zeitliche Umfang und die wirtschaftliche Bedeutung dieser selbständigen Tätigkeit deutlich überwiegt,
als ehemaliger Beamter, Richter usw. ein Anspruch auf Ruhegehalt oder ähnliche Bezüge zuerkannt ist und ein Anspruch auf Beihilfe im Krankheitsfall nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen besteht.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon MartinGerste » Do Sep 08, 2016 7:25

Wenn dein Kumpel selbständig ist, nicht Krankenversichert und nun über Tricks in die Landwirtschaftliche KK kommen will, kann ich nur einen Rat geben:

Lasst es gut sein und schick deinen Kumpel in eine nichtselbständige Arbeit mit gesetzlicher Versicherung. Eine Private kostet richtig Geld und wenn er keine hat, hat er sie nicht bezahlt.

Sorry, aber billig eine Versicherung abgreifen um seine Krankheitskosten auf andere abwälzen haben wir in der gesetzlichen Versicherung genug, das muß die Landwirtschaftliche nicht auch noch belasten...

Meine Meinung.
Gruß aus dem Donau-Ries.........

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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Milchtrinker » Do Sep 08, 2016 8:40

MartinGerste hat geschrieben:Sorry, aber billig eine Versicherung abgreifen um seine Krankheitskosten auf andere abwälzen haben wir in der gesetzlichen Versicherung genug, das muß die Landwirtschaftliche nicht auch noch belasten...

Meine Meinung.



100% Zustimmung .. scheint ein Trend zu sein ... jahrelang billigst privat versichert zu sein, alle Vorzuge genießen, dann merken, dass die Beiträge steigen und husch husch in die gesetzliche rein wollen !!!
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Ferengi » Do Sep 08, 2016 11:25

Ich nenne sowas Schmarotzertum. :roll: :roll:
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Fassi » Do Sep 08, 2016 12:18

Wenn ich die Leistungen meiner gesetzlichen mit der landwirtschaftlichen Versicherung meiner Großeltern vergleiche, frage ich mich, wieso man da freiwillig rein will? Ne normale gesetzliche nimmt auch Selbstständige auf.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon matze6820 » Do Sep 08, 2016 12:30

Ferengi hat geschrieben:Ich nenne sowas Schmarotzertum. :roll: :roll:


Damit is alles gesagt!
Is ja wohl ne frechheit,sich auf kosten anderer durchschnorren.
Gesetztlich geht doch immer,ich bin auch als selbstämdiger in der gesetzlichen. Der mindestbeitrag liegt bei 250€~,die sollen ja wohl drinsitzen.
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Tinyburli » Do Sep 08, 2016 13:42

Das wäre schon ein Unterschied 250,- und 100,- !

Aber keine Panik, da die landwirtschaftlichen Tätigkeiten wohl zu gering sind, wird uns seine Mitgliedschaft erspart bleiben.

Ich hab mal gelesen, wenn man von der gesetzlichen zur privaten KV mal gewechselt hat, gibts keinen Weg zurück.

Es ist mMn sehr riskant, ohne Krankenversicherung zu sein. Aber im Ausland ist das gar nicht so selten.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon MartinGerste » Do Sep 08, 2016 14:39

Es gibt immer einen Weg zurück in die gesetzliche KK. Eine nichtselbständige Arbeit annehmen und man ist versichert. Als selbständiger darf einen die Gesetzliche aus der privaten heraus nicht nehmen.
Gruß aus dem Donau-Ries.........

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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon westi » Do Sep 08, 2016 14:43

Klar ist es ein Unterschied zwischen 100 und 250€. Wenn jedoch jemand selbstständig ist, und die 250€ für ne Krankenversicherung nicht aufbringen kann, frag ich mich, wie er davon Leben kann.... Wer sich zwei Pferde halten kann, kann auch das Geld für die KV aufbringen!
Ansonsten finde eine solche Vorgehensweise eine bodenlose Frechheit und höchst Asozial! Sich schön auf kosten der Allgemeinheit Leistungen erschleichen. Und für die, die es wirklich brauchen ist dann kein Geld da.
westi
 
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Tinyburli » Do Sep 08, 2016 15:01

So wie er mir gesagt hat, hat die KV mal eine Leistung nicht bezahlt. Er hat dann auch nichts mehr einbezahlt und ist dann rausgeflogen. Jetzt nimmt ihn keine KV mehr. Jedenfalls nicht zu annehmbaren Konditionen.

Mir hat die KV die Operation der Krampfadern meiner Frau auch nicht bezahlt. Davor wude bereits im 2- Jahresrythmus operiert. Nach herkömmlicher Methode wäre wohl bezahlt worden. Aber das ging nicht mehr.
Bis jetzt ist sie mit der neuen Methode zufrieden, wenn sie auch teuer war.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Franzis1 » Do Sep 08, 2016 15:13

Wenn er eh Selbständig ist kommt er normal nicht rein in die LKK so wenig kann er nicht verdienen. Bei Berufstätigen mit LW kommt es drauf an wo mehr Verdient ist ,machen die Krankenkassen unter sich aus. Bei Privaties könnte es mit den über 4,5 ha gehen das er in die LKK rein kommt, und in die LAK muss er dann aber auch rein denk ich mal.
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon T5060 » Do Sep 08, 2016 15:26

Sozialbetrüger gehören in den Knast, womit das KV Problem dann auch gelöst wäre. :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Durch Pacht Landwirtschaft günstig in Krankenversicherun

Beitragvon Hauptmann » Do Sep 08, 2016 15:39

Hallo,

ich rate jetzt einfach mal ins Blaue hinein. Besagter "Bekannter" von Tinyburli arbeitet selbständig, also schwarz. Irgendwer hat ihm wohl gesagt dass das eine feine Sache ist, jedoch er nicht versichert ist. Dass er jetzt billig einen Weg sucht um doch einen Versicherungsschutz zu erschnorren, würde ich nicht unterstützen. Mein Nachbar macht das so, finde ich einfach nicht gut.
Es wird in diesem Land so oft über die HartziVler geschimpft, Leute die unsere Kassen nur belasten wie mein Nachbar und dieser "Bekannte" sind keinen Deut besser!
Deutschland ist durchgeknallt.
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