wieviel literleistung kann man durch eine 12l leitung schicken (also 12mm außendurchmesses des rohrs)? ist es dabei wichtig ob es 150, 200, oder 240bar sind? wird unterschieden zwischen kurzzeitigen betrieb oder dauerbetrieb (ölerwärmung?). ist die leitungslänge bei längen von unter 5m von wesentlicher bedeutung für die literleistung?
ich hab nochmal in eine hydraulikberechnung im internet geguckt und wenn ich bei 12mm außen von 9mm innen (stiummt das?) ausgehe: gehen durch die druckleitung zwar ca 30l aber durch die rücklaufleitung nur ungefähr knapp 16 l. kann das stimmen?
der Druck spielt keine Rolle, Druckverluste bleiben gleich. 12er Rohr gibt´s mit 9mm Innendurchmesser, das ist richtig. Bei einer maximalen Strömungsgeschwindigkeit von 10m/sek komme ich dabei auf etwa 38 Liter/Minute. Für die Rücklaufleitung gelten andere Strömungsgeschwindigkeiten, deshalb stimmt das auch. Entsprechend größere Durchmesser verwenden.
ok danke, das heißt dann aber auch, dass die günstigen steuergeräte mit 1/2 hauptzu- und ableitung aber nur 3/4 zu den einzelnen funktion nur für relativ kleine zylinder geeignet sind (bei angemessenen geschwindigkeiten)?. warum muss überhaupt die rückleitung soviel größer sein? ist es damit sich beim zurücklaufen kein druck in der leitung aufbaut und wenn ja warum? würde das die steuergeräte beschädigen?
Durch einen grösseren Querschnitt in der Rücklaufleitung verringert sich die Strömungsgeschwindigkeit und dadurch strömt das Öl nicht so heftig in den Tank. Andererseits könnte das Öl aufschäumen.
ein Gegendruck in der Rücklaufleitung bewirkt : ein niedrigeres Druckgefälle zwischen Vor- und Rücklauf sprich weniger (Wirk)leistung, z.B. bei Hydromotoren, die ohnehin meist keinen Gegendruck vertragen, : ein verzögertes, oder sogar verhindertes Einfahren von einfachwirkenden Zylindern bei wenig Last, unter Umständen fahren sie sogar aus! : externe Rücklauffilter, die bei komplexen hydraulischen Anwendungen zum Einsatz kommen sollen, vertragen einen Gegendruck gar nicht und werden undicht/ platzen, hier dient ein aufgesetztes Manometer lediglich zur Verschmutzungsanzeige. Ob eine 12er Leitung für eine best. Durchflussmenge ausreicht, hängt neben ihrer Länge auch von der Anzahl der Winkel und Anschlüsse zusammen, die ja oft auch mit einer Querschnittverringerung einhergeht. Der Buchstabe l bzw s bei 12l, bzw. 12s hat nichts mit der Rohr- oder Schlauchdicke zu tun, sondern bezeichnet die Stärke der Verbindungs- und Anschlusselemente. 12leicht bis 250bar, 12schwer bis 320bar.(ohne Gewähr!)
Zur Strömung allgemein in Leitungen wäre noch zu sagen, das es laminare und turbulente Strömungen gibt. Bei zu hoher Strömungsgeschwindigkeit wird aus der laminaren (die Stromlinien verlaufen parallel zur Rohrachse) eine turbulente, es bilden sich Wirbel innerhalb des Druckmediums. Dabei nimmt der Strömungswiderstand im Quadrat zur Durchflussmenge zu.
Zu dem Thema habe ich auch eine Frage. Und zwar habe ich ein Prioritätsventil mit ½" Anschlüssen gekauft, welches für bis zu 100 Liter/min geeignet ist. Das Gerät welches damit betrieben werden soll, benötigt max 60 Liter/min. Trotzdem ist es mit einem DN16 Schlauch angeschlossen (Retur DN20). Spielen kleine Engpässe keine Rolle, oder warum gibt der Hersteller 100 Liter/min an?