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Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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22 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon Schrat » Do Mai 31, 2012 10:16

Gestern gab es ein Bericht vom RBB im Fernsehen, dass die Dürre in Brandenburg, die Ernteausfälle und Waldbrände zur Folge hat, hauptsächlich von den Braunkohlekraftwerken in der Region verursacht wird. Schuld sind die Abgasfilter, die zwar einen erheblichen Teil der Schadstoffe herausfiltern bzw. in unschädliche Stoffe umwandeln aber kleinste Teilchen von Schwefelsäure passieren lassen. Diese Teilchen binden große Mengen Wasser in Wolkenform. Dadurch regnet es in der Umgebung weniger, in weiter entfernten Regionen kommt es dagegen zu sintflutartigen Regenfällen.
Angeblich ist das Problem den Kraftwerksbetreibern seit Jahren bekannt.

Link zum Beitrag: http://www.rbb-online.de/brandenburgakt ... kraft.html
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon Schrat » Do Mai 31, 2012 15:00

Wenn mich mein Halbwissen nicht täuscht liegt es ja gerade an der Partikelgröße. Ohne Filter gelangen auch große Partikel in die Luft. Die haben eine große Oberfläche und können so viele Wassermoleküle binden. Das heißt sie werden schnell schwerer und der Niederschlag fällt schon in Kraftwerksnähe. Durch die jetzt eingesetzten Filter gelangen nur Partikel in Nanogröße in die Umgebung. Die können nur kleine Mengen Wasser binden, sind aber dafür in großer Anzahl. Aufgrund dessen das sie nicht schwer genug sind damit es zum Niederschlag kommt werden sie in weiter entfernte Regionen geweht.

Und damit sind wir schon bei den wirklichen Verursachern dieses Phänomens. Diese sogenannten UMWELTSCHÜTZER!
Hätten die mit ihren Gequengel um "saubere Luft" nicht dafür gesorgt, dass die Energieerzeuger gezwungen waren immer bessere Filter einzubauen hätten wir diese Katastrophe nicht. Und überhaupt, was heißt schon saubere Luft? Hat die überhaupt schon mal einer von euch gesehen?? Also echt, manchmal wünsche ich mir hier chinesische Verhältnisse...
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon SHierling » Do Mai 31, 2012 15:31

Mit anderen Worten: VOR der Zeit der Kraftwerke ist Brandenburg schon seit Jahrhunderten eine Wüste gewesen.

Bevor die gebaut wurden, und mit den großen Schwefelpartikeln dafür gesorgt haben, daß es endlich mal regnete (und btw auch dafür, das man keinen Schwefel düngen mußte, was man jetzt ja wieder teuer tun muß), was war denn da?
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon Cairon » Do Mai 31, 2012 15:36

So hab eich das auch verstanden. Es ist ja deutlich weniger in der Luft als früher, nur sind die Teilchen deutlich kleiner, was dann einen Einfluss auf das Wolkenverhalten hat. Wie ist dass denn, wenn man jetzt wirklich nachweist, dass die Kraftwerke die Dürren mit verursachen, könnte man dann in den Regionen auf Schadessersatz klagen? Schließlich sind die Dürreschäden in den Regionen ja nicht ohne und wenn man einen Verursacher nachweisen kann.
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon xyxy » Do Mai 31, 2012 15:37

Wasser ist bei der EU doch auch längst ein Thema
Jeder Tropfen zählt

http://www.n-tv.de/politik/Ist-die-Welt ... 77471.html

:wink:
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon SHierling » Do Mai 31, 2012 15:47

Cairon hat geschrieben:Wie ist dass denn, wenn man jetzt wirklich nachweist, dass die Kraftwerke die Dürren mit verursachen, könnte man dann in den Regionen auf Schadessersatz klagen? Schließlich sind die Dürreschäden in den Regionen ja nicht ohne und wenn man einen Verursacher nachweisen kann.



Kann man nicht, nein. Du kannst Dir das Geld für die Schwefeldüngung im Raps auch nirgends wiederholen, obwohl man die zusammen mit dem sauren Regen jahrzehntelang umsonst bekommen hat.

Und das einzige, was passiert, wenn man die Kraftwerke noch besser filtert, oder ggf abschaltet, ist halt, daß das Wetter so wird, wie es vorher schon war, es sei denn, man findet wieder andere Verursacher. (Das hab ich mir schon immer gedacht, daß hierzulande "Zurück zur Natur" das selbe ist wie "Ab in die Wüste"...)
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon Schrat » Do Mai 31, 2012 15:59

Cairon hat geschrieben:Wie ist dass denn, wenn man jetzt wirklich nachweist, dass die Kraftwerke die Dürren mit verursachen, könnte man dann in den Regionen auf Schadessersatz klagen? Schließlich sind die Dürreschäden in den Regionen ja nicht ohne und wenn man einen Verursacher nachweisen kann.


Also wenn ich den Bericht richtig verstanden habe, wurde zum Schluss gesagt, den Kraftwerksbetreibern ist das seit Jahren bekannt. Und ich denke mal, dein Gedanke war ein Grund dafür, dass sie das nicht an die große Glocke gehängt haben.

SHierling hat geschrieben:Mit anderen Worten: VOR der Zeit der Kraftwerke ist Brandenburg schon seit Jahrhunderten eine Wüste gewesen.
Bevor die gebaut wurden, und mit den großen Schwefelpartikeln dafür gesorgt haben, daß es endlich mal regnete (und btw auch dafür, das man keinen Schwefel düngen mußte, was man jetzt ja wieder teuer tun muß), was war denn da?


So richtig weiß ich nicht was du damit sagen willst. Wenn du wissen willst wie es früher hier geregnet hat, dass weiß ich natürlich auch nicht. :wink: Aber VOR der Zeit der Kraftwerke gab es ja schon die Tagebaue und die haben ja schon mit der Grundwasserabsenkung einen Einfluss auf die Umwelt. Und dann muss man ja auch immer die Größenordnung beachten. Um so größer die Kraftwerke desto größer ist auch der Ausstoß von Partikeln.
In Leipzig z. B. gibt es sicher auch den einen oder anderen der mit Briketts heizt. Trotzdem ist die Stadt jetzt längst nicht mehr so grau und mit dicker Luft wie vor 20 Jahren. ¿Comprende :wink:

Ich bin ja kein großer Heimatkundler aber hier in der Gegend war früher wohl eher Sumpflandschaft. Die Schwarzer Elster wurde begradigt und die Felder sind aufwändig melioriert, sind mit Entwässerungsgräben durchzogen.
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon Schrat » Do Mai 31, 2012 16:07

SHierling hat geschrieben:

Kann man nicht, nein. Du kannst Dir das Geld für die Schwefeldüngung im Raps auch nirgends wiederholen, obwohl man die zusammen mit dem sauren Regen jahrzehntelang umsonst bekommen hat.


Was für `ne Logik... :lol:
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon Djup-i-sverige » Do Mai 31, 2012 16:20

Schön langsam könnte man meinen, das mit dem Feinstaub ist echt ein modernes Problem, ist ja bei Dieselfahrzeugen das Gleiche, die neuen (Hochdruck)Einspritzungen produzieren ja erst Feinstaub, den Dieselruß wo man früher sehen konnte, war ja kein "Fein"staub.(Der heutzutage in den Städte entlang der Hauptverkehrstrassen solche Probleme macht.)
Ich denk jetzt mal es hängt wirklich mit Größe und Gewicht der Partikel zusammen, werden wahrscheinlich leicht hochgetragen, und selbst mit Wasseranlagerung in höheren Luftschichten transportiert..
Lösung: AKW hinstellen, schon gibt es keinen Feinstaub mehr...Nur noch mehr Wasserdampf...und mehr Regen :mrgreen:
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon SHierling » Do Mai 31, 2012 16:23

Wenn du wissen willst wie es früher hier geregnet hat, dass weiß ich natürlich auch nicht.


Dann lies das doch mal nach? Es gibt von Fontane über Friedrich den Großen bis hin zu wissenschaftlichen Datenbanken mehr als genug Informationen dazu. Oder google mal nach "des Heiligen Römischen Reiches Streusandbüchse" :roll:
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon WollF_JDL310 » Do Mai 31, 2012 16:45

Im kurzen Begleittext zum Link steht:
Schwefelpartikelchen

Im Eingangspost von @Schrat, werden diese Partikel plötzlich zu Schwefelsäure

Wie ist das chemisch erklärbar ?



Dann werde ich das nächste Mal zum Befüllen neuer Batterien mir in der Apotheke Schwefel holen, diesen in dann Wasser auflösen und dann in die Batterie kippen. :D
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon SHierling » Do Mai 31, 2012 16:49

Hobbit-Hunter hat geschrieben:Wüste hat allerdings nicht zwingend mit Wassermangel zu tun.
So ist z.B. die größe Wüste Europas in Island.
Einem Land wo es genug Wasser und Niederschlag gibt.
Das Problem war dort die falsche Bewirtschaftung.
Die extrem Überweidung mit Schafen hat zu massiver Erosion geführt.
Sprich, der Wind hat die fruchtbare Bodenschicht abgetragen.
Inzwischen versucht man mit großem Aufwand, und Unmengen an Stroh, wieder eine nutzbare Bodenschicht entstehen zu lassen.


Und was hat DAS jetzt mit Brandenburg zu tun?
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon Schrat » Do Mai 31, 2012 16:54

SHierling hat geschrieben: Oder google mal nach "des Heiligen Römischen Reiches Streusandbüchse


Aber ich sitze eben hier nicht in der "Sandbüchse" sondern in der Niederlausitz. Und wie erwähnt, hier war es früher sumpfig. Das heißt, sehr feucht. Und viel Wald. Daher auch der Nick "Schrat". http://de.wikipedia.org/wiki/Schrat :wink:

WollF_JDL310 hat geschrieben:Im kurzen Begleittext zum Link steht:
Schwefelpartikelchen
Im Eingangspost von @Schrat, werden diese Partikel plötzlich zu Schwefelsäure

Wie ist das chemisch erklärbar ?


H2SO4 ist bei mir Schwefelsäure. Leider kann man sich heutzutage nicht mal mehr den Öffentlich-Rechtlichen vertrauen. :wink:

P.S. Aber wahrscheinlich handelt es sich eher um schweflige Säure, H2SO3. Also doppelter Fehler im Bericht des RBB. Wüsste jetzt nicht woher das zusätzliche Sauerstoffatom herkommen sollte. :?
Zuletzt geändert von Schrat am Do Mai 31, 2012 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dürre in Brandenburg durch Braunkohlekraftwerke verursacht

Beitragvon SHierling » Do Mai 31, 2012 18:16

Hobbit-Hunter hat geschrieben:
Und was hat DAS jetzt mit Brandenburg zu tun?


Guck dir mal die riesen Schläge im Osten an.
Dann weiste wo das enden wird.


Ähm, zu Deiner Information: ich wohne hier. Und bei 400-500mm Niederschlag im Jahr (beim Schrat sind es auch nicht mehr als 600) auf eiszeitlichen Sand- und GeröllBöden kannst Du die Schläge so groß oder so klein machen wie Du willst, da kommt nicht mehr ... das ist hier jahrtausendelange Erfahrung. Hier ist schon bei der Völkerwanderung keiner hängen geblieben, und selbst im Feudalismus sind die einzelnen Gegenden dauernd verschenkt worden, weil sie keiner haben wollte. Außer ein paar Raubrittern an der Straße ist hier noch nie viel gewachsen, und wenn die sich jetzt eine grüne Kutte anziehen, wird das auch nicht anders, irgendwelche Kraftwerke sind da auch nicht mehr als Peanuts.

Übrigens kommen gerade aus den westlichen Bundesländern hier jede Menge Biologen angelaufen, gerade WEIL wir noch eine Menge Tiere und Pflanzen haben, die anderswo schon lange ausgestorben sind.
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