Hallo,
ich habe mich hier zum Thread-Thema etwas eingelesen und auch schon mit Experten gesprochen. Ich würde aber trotzdem gerne mal auf die Expertise hier im Forum zurückgreifen und um eure Einschätzung bitten. Es geht um folgenden Sachverhalt:
Ich habe einen Perkins AT 3.152.4 nach einem Kopfdichtungsschaden überholen lassen und die CAV Einspritzpumpe gleich mit. Der Motor-Instandsetzer hat die vom Pumpen-Instandsetzer überholte Pumpe mit der Markierung am Pumpenfuß exakt fluchtend zur Markierung auf dem Stirnradgehäuse eingebaut. Das ist wohl die Werkseinstellung. Der Motor ist damit auch ganz gut angesprungen (aber nicht so gut wie mein MF 155). Lediglich bei Kälte (+- 0 Grad) hat er 2 - 3 Umdrehungen länger gebraucht und auch fast 1 Minute im Standgas weiß genebelt. Laut Motor-Instandsetzer normal bzw. tolerierbar da die Zylinderwände noch kalt sind (mein MF 155 macht das aber nicht). Der Pumpen-Instandsetzer meinte ich soll mal den Förderbeginn etwas früher einstellen und dafür die Pumpe ein bisschen nach rechts zum Motor hindrehen. Wieviel konnte er mir nicht genau sagen, aber ich würde schon merken wenn er besser läuft bzw. anspringt. Auf Nachfrage beim Motor-Instandsetzer jedoch maximal 1 mm.
Ich habe also die Pumpe exakt um 1 mm im Uhrzeigersinn verdreht mit dem Ergebnis, dass der Motor nun besser anspringt und auch bei Kälte nur noch ganz kurz (2 - 3 Sekunden) weiß nebelt. Motor läuft auch rund und hat Kraft. Soweit so gut, es hat wohl funktioniert den Förderbeginn so früher einzustellen. Nachdem ich mich hier jedoch etwas eingelesen habe, frage ich mich, ob ich nicht vor dem Verdrehen der Pumpe den 1. Zylinder hätte auf OT stellen müssen? Oder ist das egal wenn die Pumpe zuvor in der richtigen Position eingebaut war? Manche hier im Forum verdrehen nämlich die Pumpe wohl auch während des Betriebs bis der Motor perfekt läuft. Des Weiteren habe ich gelesen, dass der Motor auf Dauer Schaden nehmen kann, wenn der Förderbeginn nicht wirklich exakt passt, in meinem Fall also 18 Grad vor OT.
Muss das immer 100% perfekt sein oder ist es noch ok, wenn die Pumpe auf der Werksmarkierung ist bzw. 1 mm darüber und der Motor damit tadellos läuft? Wurde das denn werksmäßig bei jedem Motor immer exakt ausgemessen oder einfach nach Markierung zusammengebaut?
Falls es perfekt sein muss um Schäden am Motor zu vermeiden, komme ich wohl nicht drumherum den Förderbeginn in einer Fachwerkstatt auf exakt 18 Grad vor OT einstellen zu lassen. Leider ist der einzige MF Lama bei uns in der Nähe menschlich sehr schwierig...
Danke im Voraus für eure Einschätzung!
Corin
