Hallo Zusammen,
ich bin neu hier und hätte da mal eine ganze Reihe Fragen, bzw. folgendes Problem zu dem ich auch schon die Suchfunktion genutzt habe, was mir aber nicht so ganz geholfen hat:
Ich wohne in der Nähe von Dresden, meine Großeltern waren Bauern, meine Eltern, mein Onkel, ich, also der ganze Rest der Familie hat aber von Landwirtschaft keine Ahnung, wir haben allesamt andere Berufe ergriffen (was leider auch ein Ergebnis von 40 Jahren bolschewistischer Zwangskollektivierung ist). Das Land, daß meine Großeltern bewirtschafteten ist an den LPG - Nachfolgebetrieb verpachtet, insgesamt etwa 15 ha, 7ha davon sind Acker, der Rest Grünland.
Da dieser LPG-Nachfolger nur sehr wenig Pacht bezahlt - meine Oma bekommt für dise 15ha 765 € im Jahr - und die handvoll privater Bauern, dei es in unserer Umgebung (wieder) gibt, auch nicht viel mehr zahlen, ist in mir der Gedanke gereift, ob es nicht lohnender wäre diese 7ha Ackerland im Nebenerwerb selber zu bewirtschaften. Das Grünland will mein Cousin zurücknehmen, er baut sich gerade im Nebenerwerb eine Rinderzucht mit schottischen Hochlandrindern auf. Mit Tieren im größeren Stil will ich aber nicht anfangen, das ist mir zu Zeitintensiv.
Die 7 ha Acker liegen sehr nah am Hof, sind in einem Stück vorhanden und das Land ist flach. Die Bodenwertzahl kenne ich leider nicht - wußte auch meine Oma nicht. In unserer Gegend wird überwiegend Getreide, Raps und Mais angebaut, vielleicht können ja die Experten unter euch daran ungefähr erkennen, was der Boden für eine Güte hat.
Vorhanden ist ein neuer 55PS Allradschlepper (war ein sehr günstiges Angebot, den brauchen wir zur Grundstücks-, Wiesen- und Waldpflege, haben auch noch einige Schafe), an diversen Bodenbearbeitungsgeräten aber überhaupt nichts.
Daher wäre das ganze natürlich erstmal mit größeren Investitionen verbunden, aber ich will ja auch nicht gleich morgen damit anfangen. Das fehlende Wissen würde ich mir über Fachbücher u. -zeitschriften sowie mit diversen Lehrgängen aneignen.
Wie gesagt, daß ganze ist erst mal nur so ein Gedanke, aber ich kann mir eben beim besten Willen nicht vorstellen, daß man mit der Ernte von diesen 7 ha weniger oder nur wenig mehr verdient als mit dieser miesen Pacht.
Was haltet Ihr davon? Würde sich das auf längere Sicht lohnen? Für sachliche Antworten, Tipps und Hinweise bin ich sehr dankbar!
